Cover-Bild Paradise Beach
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21,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 30.03.2026
  • ISBN: 9783751791601
Dara Brexendorf

Paradise Beach

Roman
Ada schläft kaum noch, seit sie nach ihrer Endometriose-OP Medikamente nimmt. Sie lauscht den Geräuschen ihres Wohnhauses und erinnert sich zurück: an den Sommer ihrer Jugend, den sie zusammen mit ihrer Cousine Lill in ihrer Heimat an der Ostseeküste verbringt. Die Tage sind bestimmt vom Perfektionieren des eigenen Körpers und der Begegnung mit Elja, die Adas Welt ins Wanken bringt. Doch mitten in diesem Jahrhundertsommer 2003 beginnt ein Schmerz, und mit ihm das Schweigen, das Ada zunehmend von ihrer Außenwelt trennt.
Ein berührender Coming-of-Age-Roman über die Erinnerung an einen flirrenden Sommer, der bis in die Gegenwart wirkt.
»Paradise Beach ist voller Körper. Dara Brexendorf zeigt sie aufrichtig in ihren kleinen wie großen Versehrtheiten. Poetisch-klangvoll begegnet Paradise Beach einer systemischen Sprachlosigkeit für weiblichen Schmerz und so wird der Text nicht nur zu einem literarischen Geschenk.« Paulina Czienskowski

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Paradise Beach

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"Paradise Beach" ist ein Roman, der mich auf sehr persönlicher Ebene berührt hat. Denn wie Protagonistin Ada leide ich unter Endometriose und habe genau wie sie einen Ärztemarathon bis zur Diagnose hinter ...

"Paradise Beach" ist ein Roman, der mich auf sehr persönlicher Ebene berührt hat. Denn wie Protagonistin Ada leide ich unter Endometriose und habe genau wie sie einen Ärztemarathon bis zur Diagnose hinter mir.

Wir begleiten Ada bei ihrer Genesung nach einer Endometriose-OP und erleben, wie sie ihren Körper neu kennenlernen muss. Dabei schweift sie gedanklich immer wieder in den einen Sommer ihrer Jugend ab, indem sich ihr Körper zu verändern begann und ihre Symptome zum ersten Mal auftauchten.

Neben der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper geht es in diesen Rückblicken vor allem um Mädchen-Freundschaften und die erste Liebe.

Die Autorin schildert sehr authentisch das Leben von Jugendlichen der frühen 2000er. Selbsttests in der Bravo Girl, Vanille Deo, erste Erfahrungen mit Computern und dem Internet - da wird man direkt ein wenig nostalgisch!

Fazit: Eine leise Geschichte mit einem wichtigen Thema. Denn Endometriose ist eine unterschätzte Krankheit und ich habe mich gefreut, dass diese chronische Krankheit in diesem Buch eine Plattform bekommt.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Nostalgisch und sommerlich

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Das Thema Endometriose finde ich sehr wichtig und hier spielt es eine größere Rolle. Allerdings hätte ich mir ein paar mehr Erklärungen dazu gewünscht. Das Buch ist so geschrieben, als wüsste die lesende ...

Das Thema Endometriose finde ich sehr wichtig und hier spielt es eine größere Rolle. Allerdings hätte ich mir ein paar mehr Erklärungen dazu gewünscht. Das Buch ist so geschrieben, als wüsste die lesende Person über die Grundlagen der Thematik Bescheid. Da das Buch immerhin ein Roman ist, fand ich das etwas schwierig.
Die Geschichte wird in zwei Zeitlinien erzählt. Es gibt Abschnitte über Ada, in denen sie kaum schlafen kann, in ihrem Wohnhaus alles sehr detailliert wahrnimmt und sich gesundheitlich nicht gut fühlt und dann gibt es noch die anderen Erzählungen, in denen Ada 13 Jahre alt ist und einen prägenden Sommer erlebt.
Beide Sichtweisen haben einen eigenen Stil und der Schreibstil fängt die unterschiedlichen Stimmungen gut ein.
Manche Handlungen fand ich für das Alter etwas schockierend und nicht sehr realistisch. Vielleicht habe ich aber auch ein anderes Bild davon und viele 13-Jährige konsumieren solche Mengen Alkohol und Drogen, um sich auszuprobieren? Ich hätte das eher ein paar Jahre später eingeordnet.
Ansonsten fand ich die Erzählungen passend, dem Alter entsprechend etwas dramatisch und nostalgisch.
3.25*

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Leider nicht mein Fall

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Ich habe den Roman nach ca. 80 % abgebrochen. Erwartet habe ich eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte, bekommen habe ich nicht viel.

Der Coming-of-Age-Aspekt war zumindest in Ansätzen vorhanden. In ...

Ich habe den Roman nach ca. 80 % abgebrochen. Erwartet habe ich eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte, bekommen habe ich nicht viel.

Der Coming-of-Age-Aspekt war zumindest in Ansätzen vorhanden. In Erinnerungen verfolgen wir Ada, die als Teenagerin die Ferien mit ihrer Cousine Lill an der Ostseeküste verbringt, den neusten Trends aus Zeitschriften nacheifert und den Fokus rein auf ihre Außenwirkung legt. Irgendwie fehl am Platz und erzwungen fand ich diese versteckte Schwärmerei für Elja. Parallel dazu lernt man eine erwachsene Ada kennen, die sich einer Endometriose-OP unterzogen hat, schlaflos ist und sich vor allem nachts an die Anfangszeit ihrer Krankheit erinnert.

Eigentlich hatte ich keine Erwartungen und wollte mich voll und ganz in die Geschichte stürzen und mich auf sie einlassen. Die Geschichte hatte jedoch keinen nennenswerten Konflikt, keine Spannung, keine Dynamik und dümpelte nur so vor sich her. Ich möchte nicht das Wort "langweilig" verwenden, aber irgendwann habe ich abgeschaltet und festgestellt, dass ich kein Interesse mehr habe. Der (weitere) Verlauf und das Ende haben mich einfach nicht mehr neugierig gemacht.

Dass dem Thema Endometriose Raum gegeben wird und eine Betroffene geschickt ihre Gedanken, den Leidensweg und teilweise auch medical gaslighting teilt, bekommt meinen vollen Zuspruch. Aber auch durch Dara Brexendorfs Sprache war mir alles zu verwaschen, mit unüberwindbarer Distanz. Ich habe die Bilder nicht vor Augen gesehen, alles - selbst die Atmosphäre - war grau und leblos für mich.

Leider war »Paradise Beach« nicht mein Fall. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass Lesende, die eine unaufgeregte, leise Geschichte mit dazu passender Sprache mögen, trotzdem Gefallen daran finden können.

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