Cover-Bild Zeit ihres Lebens
(4)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 31.07.2025
  • ISBN: 9783550203053
Dirk Gieselmann

Zeit ihres Lebens

Roman | »Dieser Roman ist Musik, ein langsamer, großartiger Blues.« Ewald Arenz

»Die traurig-schöne und wunderbare Geschichte einer möglichen Liebe. Erzählt in einer so poetisch reichen Sprache - dieser Roman ist Musik, ein langsamer, großartiger Blues.« Ewald Arenz

Die Liebe adelt jedes Leben. Auch jenes von Frieda und Georg, zwei Menschen, die sie nicht gesucht haben, aber von ihr gefunden wurden. Frieda ist Grundschullehrerin, Georg Vertreter für medizinische Geräte. Als sie sich das erste Mal unverhofft begegnen, ist Georg sich sicher: Diese unbekannte Schöne ist seine große Liebe – und nicht die Frau, die er auf seinen Handelsreisen jeden Abend pflichtschuldig anruft. Und auch Frieda kann sich den groß gewachsenen Mann nicht aus dem Kopf schlagen. Als sie einander nach fieberhafter Suche schließlich wiederfinden, unterbreitet Frieda Georg ihren Plan: Sie können zusammen sein – in einem Leben außerhalb des Lebens, in dem einzig die Gegenwart herrscht, keine Vergangenheit, keine Zukunft. Nicht nur, um unentdeckt zu bleiben, sondern auch, um ihre Liebe so rein und schön zu halten wie im ersten Moment. Nur so, sagt sie, sei es möglich. Georg willigt ein, und ihre Geschichte beginnt. 

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2025

Wo die Liebe hinfällt

0

Georg Neumann, Vertreter für medizinische Geräte reist viel herum. Auch in die Stadt, in der Frieda Brummer als Lehrerin arbeitet. An einem regnerischen Tag, der für beide nicht so so beginnt, wie sie ...

Georg Neumann, Vertreter für medizinische Geräte reist viel herum. Auch in die Stadt, in der Frieda Brummer als Lehrerin arbeitet. An einem regnerischen Tag, der für beide nicht so so beginnt, wie sie es gewohnt sind, begegnen sie sich an der Straßenbahnhaltestelle und finden Gefallen aneinander. Ganz vorsichtig nähern sich die alleinstehende Frau und der verheiratete Familienvater an. Es entsteht eine Beziehung voller Sehnsucht nacheinander, die Dirk Gieselmann sehr liebevoll festgehalten hat.

Es gelingt ihm nachvollziehbar die Einsamkeit beider Alltage darzustellen. Sie gehen in den kurzen Zeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, sehr vorsichtig miteinander um, wodurch eine ganz besondere Intensität der Beziehung entsteht. Mir hat die Geschichte über weite Teile ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, lag der Beginn doch zu Zeiten, als es noch Telefonzellen gab und Briefe per Hand geschrieben wurden. Ohne zu viel zu beschreiben lässt uns der Autor in die Gefühlswelt seiner Figuren eintauchen. Er zeigt uns deren Alltag ebenso wie die Besonderheit ihrer Treffen – bis ans Ende nach ca. vierzig Jahren.

Thomas Arnold liest das knappe sechs Stunden dauernde Hörbuch mit einem Augenzwinkern, wodurch es bei mir leicht und gut verdaulich angekommen ist. Ich habe ihm sehr gerne zugehört und zwischendurch auch im Buch nachgelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2025

Gut lesbar

0

Zum Inhalt:
Wie ist es, wenn du deiner großen Liebe erst begegnest, wenn dein Leben schon in geordneten Bahnen läuft? So erlebt es Georg mit Frieda. Sie begegnen sich während eine Handelsreise von Georg ...

Zum Inhalt:
Wie ist es, wenn du deiner großen Liebe erst begegnest, wenn dein Leben schon in geordneten Bahnen läuft? So erlebt es Georg mit Frieda. Sie begegnen sich während eine Handelsreise von Georg und sind gleich von einander fasziniert. Sie beschließen schließlich eine Beziehung zu führen, die nur im hier und jetzt spielt und beide dennoch ihr Leben weiterführen-
Meine Meinung:
Ich habe die Geschichte genossen, Man fragt sich während der Geschichte zwar oft, wie man selbst damit wohl umgehen würde. Ist es nicht ein völliger Betrug an der eigenen Frau oder müsste man nicht für die Liebe des Lebens alles beenden und neue Wege beschreiten. Hier beschließen Georg und Frieda es anders. Die Geschichte liest sich gut und flüssig. Etwas traurig fand ich das Ende, aber dennoch irgendwie ein guter Abschluss.
Fazit:
Gut lesbar

Veröffentlicht am 17.08.2025

Ein Roman der tief berührt

0

INHALT
Was für ein wundervolles Buch!!!
Als Frieda und Georg sich auf der Straße treffen, wissen beide, diese Begehung verändert alles. Sie verlieben sich ineinander, ganz intensiv und stürmisch. Einziges ...

INHALT
Was für ein wundervolles Buch!!!
Als Frieda und Georg sich auf der Straße treffen, wissen beide, diese Begehung verändert alles. Sie verlieben sich ineinander, ganz intensiv und stürmisch. Einziges Problem: Georg ist verheiratet. Eine Liebe im verborgenen - ein Leben lang. Wenige Male im Jahr sehen sie sich und genießen das was sie haben.
EINDRUCK UND FAZIT
Eine Liebe ohne Alltag, eine ganz besondere Liebe. Dieses Buch zählt zu meinen absoluten Favoriten und wird mich definitiv noch lange begleiten. Ein Buch, welches ich als Hörbuch gehört habe - und definitiv in Buchform brauche. Eine Hommage an die Liebe. Zart, feinfühlig und intensiv. Ganz besonders und tief berührend. Das Buch scheint still zu sein, kommt dennoch mit einer unglaublichen Kraft daher.
Große Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2025

Schöner und sehr lesenswerter Roman, der bestimmt viele Leser*innen bewegen wird

0

Mit diesem Roman habe ich meinen üblichen Lesepfad, der gepflastert ist mit aufregender feministischer und zeitgenössischer Literatur, weit verlassen, ohne dass es mir vorher klar war.
Aber es hat sich ...

Mit diesem Roman habe ich meinen üblichen Lesepfad, der gepflastert ist mit aufregender feministischer und zeitgenössischer Literatur, weit verlassen, ohne dass es mir vorher klar war.
Aber es hat sich für mich definitiv sehr gelohnt, am Ende von „Zeit ihres Lebens“ bin ich fast widerwillig sehr bewegt und gerührt.

Dirk Gieselmann erzählt in seinem zweiten Roman nach „Der Inselmann“ eine Liebesgeschichte, die sich über eine ganze Lebensspanne erstreckt.
Sie beginnt 1983 mit der zufälligen Begegnung zwischen Frieda und Georg, dem ein Zauber innewohnt. Beide wissen sofort, dieses kurze Zusammentreffen war etwas ganz besonderes.

“Er wusste es mit einem Mal, so wie alles Wissen plötzlich da ist: Etwas begann hier, und etwas anderes hörte auf.”

Gieselmann nimmt sich für die tastende Annäherung der beiden viel Zeit und beschreibt zart und einfühlsam das Verliebtsein der beiden.

Nur: Georg ist verheiratet, hat einen Sohn und ist als Vertretter immer wieder nur kurz zu Besuch in der Stadt, in der Frieda wohnt.
Auf Initiative von Frieda beschließen die beiden, ihre Liebe nicht zu realisieren und ihre alten Leben weiterzuführen.
Sie treffen sich über viele Jahre immer wenn George in der Stadt ist und telefonieren in schwierigen Lebenszeiten miteinander.
Währenddessen lebt Georg sein Leben mit seiner Frau weiter, die er längst nicht mehr liebt. Es ist ein ziemlich gewöhnliches Leben, an dem die Jahre vorüberziehen.
Auch Frieda lebt als alleinstehende Lehrerin gut, wenn auch nicht aufregend, hat ein ruhiges durchschnittliches Leben.
Der Gedanken an ihre Treffen und ihre Liebesgeschichte trägt sie durch die Jahre und durch ihr Leben.

Genauso ruhig ist Gieselmanns Erzählstil, was den Roman für ich wie aus der Zeit gefallen wirken lässt. Seine Sprache ist sehr poetisch und gediegen und frei von modernen Anwandlungen. Ich würde nicht sagen, altmodisch sondern zeitlos.
Durchaus altmodisch möchte ich aber die Geschlechterrollen nennen, die ich in Gieselmanns Geschichte finde. Mir fällt es einfach unangenehm auf, wenn einem verheiratetem Mann Masturbation zugeschrieben wird, es aber bei der alleinstehenden Frau keine Erwähnung findet. Oder wenn die Kleidung und das Aussehen von Frieda wesentlich öfter beschrieben wird, als bei Georg. Und es ist auch sicher kein erzähltechnischer Zufall, dass es der Mann ist, der eigentlich Frau und Kind hat und trotzdem fremdgeht, und nicht die Frau.
Aber ich habe beim Lesen ziemlich schnell bemerkt, dass ich diese Kriterien hier nicht anwenden darf, wenn ich den Roman genießen möchte. Das möchte ich und ich folge Gieselmanns Einladung mich auf die Gedanken und Fragen zu fokussiert, die in seinem Roman im Vordergrund stehen.

Wie bewerte ich die Geschichte von Georg und Frieda? War ihre Liebe deswegen so groß, beständig und besonders, weil sie nie im Alltag bestehen musste?
Haben sie ihre Chance für ein außergewöhnlicheres Leben verpasst und sind im sumpfigen Mittelmaß versackt?
Hätten sie doch etwas wagen sollen?

Gerade zum Schluss hin entwickelt der Roman eine große Melancholie und Traurigkeit, die mich nicht kalt lässt und mein Fazit in Summe sehr positiv ausfallen lässt. Atmosphärisch hat mich der Roman ein bißchen an „Die Regenschirme von Cherbourg“ erinnert, vielleicht war es aber auch nur das Cover.

So fand ich letztendlich trotz meiner größeren, feministischen Kritikpunkte, dass „Zeit ihres Lebens“ ein sehr schöner und sehr lesenswerter Roman war, der bestimmt viele Leser*innen bewegen und berühren wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere