macht Lust auf Usedom
Der Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer wird des Mordes an der jungen Frau Susann angeklagt, jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Im Dorf startet ein Mobb gegen ihn. Dann wird erneut eine junge Frau ...
Der Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer wird des Mordes an der jungen Frau Susann angeklagt, jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Im Dorf startet ein Mobb gegen ihn. Dann wird erneut eine junge Frau umgebracht. Und noch mehr Menschen müssen sterben. Die Journalistin Doro Kagel, die nach Holgers Inhaftierung einen großen Artikel über ihn schrieb, versucht Licht ins Dunkel zu bringen.
Die Geschichte wird in 3 Zeitebenen erzählt: Vor dem ersten Mord, vor dem zweiten Mord und nach beiden Morden. Außerdem wird sie aus der Sicht verschiedener Personen erzählt. Das war für mich ein wenig viel des Guten und wirkt eher verwirrend. Auch die Anzahl der involvierten Figuren ist sehr groß. Zum einen gibt es da die Familie um Holger, dann die Eltern und Schwester von Susann, die Familie der Schwester von Susanns Mutter, eine indische Familie und noch ein paar einzelne Personen. Beim Lesen hatte ich öfter Schwierigkeiten zu zuordnen wer denn jetzt wer ist.
Cliffhanger gibt es durch den Wechsel von Zeit und Sichtweisen reichlich. Die Story an sich ist auch spannend, auch wenn für meinen Geschmack manchmal etwas zu sehr ins Detail gegangen wird, was an einzelnen Stellen ein bisschen langatmig wirkt.
Was mir besonders gefallen hat, sind die kleinen Gedichte, die das Mordopfer geschrieben hat. Doro entschlüsselt die versteckten Botschaften darin nach und nach. Solche Rätsel liebe ich total. Leider sind sie aber so schwer und um die Ecke gedacht, dass der Leser keine Chance hat, darauf zu kommen. Zumindest mit ist es beim besten Willen nicht gelungen.
Die Geschichte spielt hauptsächlich auf Usedom. Die Beschreibung der schönen Landschaft und Erwähnungen für die Gegend typischer Tätigkeiten wie zum Beispiel Bernsteinsammeln machen direkt Lust auf einen Urlaub auf der schönen Insel.