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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Leider nicht so überzeugend

Zwei in einem Bild
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Ich hatte mich im Vorfeld außer mithilfe des Klappentextes nicht weiter über das Buch informiert, konkrete Erwartungen hatte ich also nicht. Hätte ich gewusst, was mit "Bis ihr vermeintlich grenzenloses ...

Ich hatte mich im Vorfeld außer mithilfe des Klappentextes nicht weiter über das Buch informiert, konkrete Erwartungen hatte ich also nicht. Hätte ich gewusst, was mit "Bis ihr vermeintlich grenzenloses Glück plötzlich in Gefahr gerät ..." gemeint ist, hätte ich den Roman wahrscheinlich nicht gelesen. Es wird hier ein Thema behandelt, das erstens für mich keine Relevanz für die Geschichte hat, und unter dem man zweitens schon genug leiden musste. Dies hier nochmal lesen zu müssen, fand ich eher anstrengend. Der Anfang hat mir noch sehr gut gefallen, aber irgendwann drehte es sich für mein Empfinden zu sehr im Kreis. Bestimmte Themen wurden teils doppelt erzählt, ohne dass beim zweiten Mal noch eine neue Erkenntnis dazukam. Die Figuren waren mir auch nicht besonders nah oder sympathisch. Alles in allem war der Roman ok, aber leider auch nicht mehr.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Sympathie für das Unmoralische

Tödliches Angebot
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Mit "Tödliches Angebot" ist Marisa Kashino ein Psychothriller gelungen, dem man sich kaum entziehen kann. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern vor allem psychologisch raffiniert – ein Roman, der seine ...

Mit "Tödliches Angebot" ist Marisa Kashino ein Psychothriller gelungen, dem man sich kaum entziehen kann. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern vor allem psychologisch raffiniert – ein Roman, der seine Leserinnen und Leser dazu bringt, moralische Grenzen zu hinterfragen und sich dabei selbst zu ertappen. Im Zentrum der Geschichte steht Margo, eine Protagonistin, die alles andere als klassisch sympathisch ist – und gerade deshalb so faszinierend wirkt. Kashino führt uns Schritt für Schritt in Margos Gedankenwelt ein, in ihre verletzten Hoffnungen, ihre Wut, ihre Berechnungen und ihre gefährlichen Pläne. Was zunächst wie ein kontrolliertes Gedankenspiel wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem düsteren Abstieg in menschliche Abgründe. Besonders beeindruckend ist, wie es der Autorin gelingt, eine emotionale Nähe zu Margo aufzubauen. Obwohl man rational weiß, dass ihre Gedanken und Handlungen moralisch höchst fragwürdig – teils sogar erschreckend – sind, beginnt man, mit ihr zu sympathisieren. Man versteht ihre Beweggründe, ihre Verletzungen und den inneren Druck, unter dem sie steht. Genau darin liegt eine der größten Stärken des Romans: Man hofft tatsächlich, dass ihr Plan aufgeht, selbst wenn man sich dabei unwohl fühlt. Dieses innere Spannungsfeld macht die Lektüre unglaublich intensiv. Ich freue mich definitiv auf mehr von dieser Autorin!

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Leider nicht so meins

Manche Schuld vergeht nie
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Die Idee, eine Ermittlerin in die Vergangenheit zu befördern, um ungeklärte Mordfälle zu lösen, fand ich extrem spannend. Leider hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugt. Für einen Kriminalroman fehlte ...

Die Idee, eine Ermittlerin in die Vergangenheit zu befördern, um ungeklärte Mordfälle zu lösen, fand ich extrem spannend. Leider hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugt. Für einen Kriminalroman fehlte mir oft über weite Strecken einfach die Spannung. Oftmals fühlte es sich mehr wie ein Roman an, wobei mir dafür dann wiederum der Tiefgang der Figuren nicht ausgeprägt genug war. Der in der Gegenwart angesiedelte Mordfall war, was die Ermittlungen anging, auch nicht so ganz nachvollziehbar. Insgesamt waren für mich viele Dinge in diesem Buch einfach nicht logisch oder wurden in diesem Band nicht aufgeklärt. Ob ich zum nächsten Band greifen würde, kann ich nicht genau sagen.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Auf der Suche nach der eigenen Wahrheit

Die Kinder von Bilbao
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Die Kinder von Bilbao erzählt eine sehr berührende Geschichte über Herkunft, Identität und die Suche nach Wahrheit. Maria Larrea verarbeitet darin eigene Erfahrungen und greift das Thema illegaler Adoptionen ...

Die Kinder von Bilbao erzählt eine sehr berührende Geschichte über Herkunft, Identität und die Suche nach Wahrheit. Maria Larrea verarbeitet darin eigene Erfahrungen und greift das Thema illegaler Adoptionen auf – ein schwieriges, aber wichtiges Thema, das sie feinfühlig und eindringlich darstellt.

Mir hat besonders gefallen, wie ehrlich und intensiv die Autorin die Zerrissenheit der Hauptfigur beschreibt, als sie die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt. Der Schreibstil ist klar und direkt, gleichzeitig aber voller Emotion und Tiefe. Das Thema der illegalen Adoptionen ist gut recherchiert und wird nicht nur als persönliches Schicksal, sondern auch als gesellschaftliches Problem gezeigt.

Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass, und an einigen Stellen hätte ich mir noch mehr Hintergrund gewünscht. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht.

Fazit: Ein starkes, persönliches Debüt über Familie, Herkunft und das Ringen um die eigene Identität – berührend, ehrlich und unbedingt lesenswert.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Wenn Entscheidungen das Leben neu schreiben

Die drei Leben der Cate Kay
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Die drei Leben der Cate Kay von Kate Fagan ist ein fesselnder Roman, der geschickt mit verschiedenen Erzählperspektiven und Zeitsträngen spielt. Die Geschichte folgt der Protagonistin in ihren verschiedenen ...

Die drei Leben der Cate Kay von Kate Fagan ist ein fesselnder Roman, der geschickt mit verschiedenen Erzählperspektiven und Zeitsträngen spielt. Die Geschichte folgt der Protagonistin in ihren verschiedenen Lebensabschnitten als Annie, Cass Ford und Cate Kay. Diese Konzeption ist nicht nur ungewöhnlich, sondern auch besonders spannend, da sie tief in die psychologische Dimension von Entscheidungen und deren Konsequenzen eintaucht. Der Schreibstil von Fagan ist prägnant und unmittelbar. Sie versteht es, die Gedanken und Gefühle ihrer Charaktere auf eine Weise zu vermitteln, die den Leser schnell in die Geschichte hineinzieht. Besonders die Wechsel der Erzählperspektive sind gelungen und tragen dazu bei, die komplexe Struktur der Geschichte gut verständlich zu machen. Zwar dauert es eine Weile, bis man die unterschiedlichen Erzählstränge richtig zuordnen kann, doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist man vollständig im Geschehen drin. Ein weiterer Pluspunkt ist die thematische Tiefe des Buches. Fagan thematisiert auf subtile Weise Fragen zu Identität, Verantwortung und den Auswirkungen von Entscheidungen. Es wird klar, wie die kleinsten Handlungen das Leben einer Person auf völlig unerwartete Weise beeinflussen können, was die Geschichte besonders reflektiert und nachdenklich macht. Allerdings gibt es gegen Ende des Buches einen kleinen Abstrich zu machen. Die Auflösung wirkt an einigen Stellen etwas konstruiert und weniger nachvollziehbar. Einige der Wendungen erscheinen im Rückblick vielleicht ein bisschen zu sehr an den Haaren herbeigezogen, was den gut aufgebauten Spannungsbogen leider ein wenig bricht. Trotzdem bleibt das Buch insgesamt ein sehr lohnenswerter Lesegenuss.

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