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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2026

Stärke hat viele Gesichter

Die letzte Pharaonin
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Die letzte Pharaonin von Eva-Maria Bast ist ein unterhaltsamer Roman, der die faszinierende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau lebendig werden lässt. Besonders gelungen ist die Darstellung einer starken ...

Die letzte Pharaonin von Eva-Maria Bast ist ein unterhaltsamer Roman, der die faszinierende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau lebendig werden lässt. Besonders gelungen ist die Darstellung einer starken Protagonistin, die zeigt, dass sich wahre Stärke nicht nur durch physische Kraft manifestiert. Klugheit, Entschlossenheit, Mut und die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen den eigenen Weg zu gehen, stehen hier im Mittelpunkt. Die Autorin schafft es, die ferne Welt des alten Ägypten atmosphärisch und lebendig darzustellen. Dabei steht weniger die gesicherte historische Rekonstruktion im Vordergrund als vielmehr eine plausible und spannende Interpretation einer Persönlichkeit, über die nur wenige verlässliche Quellen erhalten sind. Gerade diese Lücken nutzt die Autorin, um eine fesselnde Geschichte zu entwickeln. Sehr interessant ist auch das Nachwort, das zusätzliche historische Hintergründe liefert und aufzeigt, welche Aspekte der Handlung auf überlieferten Quellen beruhen und wo die Autorin literarische Freiheiten genutzt hat. Dadurch erhält der Roman eine zusätzliche Ebene, die das Leseerlebnis bereichert. Ein lesenswerter historischer Roman mit einer beeindruckenden Frauenfigur und einer gelungenen Mischung aus Unterhaltung und Geschichte.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Das Buch hat mich begeistert!

Party of Liars
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Die Story bietet keine blutigen Gewaltexzesse, dafür aber eine psychologische Spannung, die sich immer mehr zuspitzt. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, da die Lösung des Ganzen immer wieder ...

Die Story bietet keine blutigen Gewaltexzesse, dafür aber eine psychologische Spannung, die sich immer mehr zuspitzt. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, da die Lösung des Ganzen immer wieder so nah zu liegen schien, dann aber doch wieder in weite Entfernung rückte. Der Perspektivwechsel hat mir sehr gut gefallen, und auch die Tatsache, dass die Erzählstimmen alle unterschiedlichen Alters sind. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen!

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Ein auf und ab

Cold Case
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Wir gehen mit Minkyung und dem Erzähler auf Spurensuche: Welche Geschichte steckt hinter dem "gefrorenen Onkel" von Minkyung, warum spricht in ihrer Familie niemand über dieses und weitere Kapitel aus ...

Wir gehen mit Minkyung und dem Erzähler auf Spurensuche: Welche Geschichte steckt hinter dem "gefrorenen Onkel" von Minkyung, warum spricht in ihrer Familie niemand über dieses und weitere Kapitel aus der Vergangenheit? Meine Einstellung zu dem Buch ist ganz klar zwiegespalten. Einerseits fand ich die Story interessant und auch durchaus übertragbar auf viele andere, auch europäische Familien. Wer will schon dunkle Kapitel und alte Geschichten wieder aufrühren? Was mir aber schwer gefallen ist, waren tatsächlich die vielen politischen Anekdoten und Anspielungen, über die ich einfach zu wenig Hintergrundwissen habe. Ich glaube, um das Buch so richtig in seiner Ganzheit wahrzunehmen, müsste man sich parallel mit der koreanischen Geschichte beschäftigen oder das Wissen bereits haben. Alles in allem fand ich es aber trotzdem irgendwie fesselnd, so dass ich es schnell durchgelesen habe.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Spannender Roman mit holprigem Einstieg

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Das letzte Buch von Marceau Miller hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich anfangs einige Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Besonders die Erzählperspektive der Sarah machte ...

Das letzte Buch von Marceau Miller hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich anfangs einige Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Besonders die Erzählperspektive der Sarah machte es mir nicht leicht – sie wirkte auf mich zunächst eher unsympathisch und wirr, was den Einstieg etwas zäh gestaltet hat. Mit der Zeit nahm der Roman jedoch deutlich an Dynamik auf. Vor allem die eingestreuten weiteren Perspektiven brachten mehr Spannung in die Handlung. Als Sarah schließlich aus ihrer Lethargie erwacht und beginnt, aktiv herauszufinden, was mit ihrem Mann geschehen ist, entwickelt die Geschichte eine starke Sogwirkung. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Trotz des etwas schwierigen Einstiegs lohnt es sich also dranzubleiben – die Spannungskurve steigt spürbar an und belohnt die Geduld.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Familie kann man sich nicht aussuchen

Die Schwestern
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Mein erster Colm Tóibín - aber bestimmt nicht der letzte. Sprachlich und inhaltlich hat mich das Buch sehr überzeugt. Die Beziehung zwischen den Schwestern sowie zu ihrer Mutter wird auf eine Art beschrieben, ...

Mein erster Colm Tóibín - aber bestimmt nicht der letzte. Sprachlich und inhaltlich hat mich das Buch sehr überzeugt. Die Beziehung zwischen den Schwestern sowie zu ihrer Mutter wird auf eine Art beschrieben, die fesselt aber auch ungläubig zurücklässt. Mit dieser Familie braucht man keine Feinde mehr. Wir erfahren die Handlung aus der Perspektive von Montse, der jüngsten der drei Schwestern. Neben einigen verletzenden Aktionen ihrer Familienmitglieder ist die Gleichgültigkeit ihr gegenüber aber wohl das Schlimmste. Doch sie lernt dazu und findet ihren Seelenfrieden. Ein wirklich gutes Buch!

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