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JuliaRiccarda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2025

Konnte es nicht aus der Hand legen

Eulenschrei
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Inhalt:
Ein Serienkiller scheint in Berlin umzugehen. Mehrere Menschen, zwischen denen es zunächst keine Verbindung zu geben scheint, werden grausam ermordet. Doch warum hinterlässt der Täter stets eine ...

Inhalt:
Ein Serienkiller scheint in Berlin umzugehen. Mehrere Menschen, zwischen denen es zunächst keine Verbindung zu geben scheint, werden grausam ermordet. Doch warum hinterlässt der Täter stets eine Visitenkarte in Form eines Lebkuchenmannes? Und das ist nicht das einzige, das er an den Tatorten hinterlässt. Kommissar Nils Trojan und seine Kollegin, die Profilerin Carlotta Weiss, nehmen die Spur auf.
Meine Meinung:
Nils und Carlotta sind für mich schon „alte Bekannte“. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut wieder von ihnen zu lesen. Und natürlich sind beide so sympathisch wie eh und je. Carlottas ungewöhnliche Ermittlungsmethoden finde ich hierbei sehr spannend. Dass es mit dem Chef der beiden kleinere Reiberein gibt peppt die Geschichte auf, nimmt aber nicht zu viel Raum ein.
Die Story wird aus einer Vielzahl an Perspektiven erzählt, sei es aus der von Carlotta, Nils, zukünftigen Opfern beziehungsweise deren Angehörigen oder Zeugen. Und dann gibt es immer wieder eingeschobene Kapitel aus der Perspektive eines kindlichen oder jugendlichen Ich-Erzählers, die ich besonders spannend finde. Trotz der vielen unterschiedlichen Perspektiven fiel es mir nicht schwer der Geschichte zu folgen. Im Gegenteil hat es mir Riesenspaß gemacht zu rätseln, wie die einzelnen Stories zueinander passen. Nach und nach erfasst der Leser Zusammenhänge und Motive. Allerdings bleibt manches bis ziemlich zum absolut logischen Schluss unklar.
Das Buch gehört mit fast fünfhundert Seiten zu den dickeren Exemplaren. Erfahrungsgemäß wird es bei einer solchen Vielzahl an Seiten zwischendurch immer mal wieder etwas zäh. Nicht so bei diesem Werk. Absolut jede Seite ist spannend. Ich konnte es wirklich nur schwer aus der Hand legen, so fesselnd ist es. Zwar habe ich schon viele Thriller des Autors gelesen, aber dieses ist meiner Meinung nach eines seiner besten.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Was geschah vor 20 Jahren

Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit
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Titel und Cover
Der Titel passt gut zum Buch beschreibt er doch das viele Jahre zurückliegende Ereignis, das die ganze Story ins Rollen bringt. Mit dem Cover bleibt sich die Autorin treu. Ihre Thriller ...

Titel und Cover
Der Titel passt gut zum Buch beschreibt er doch das viele Jahre zurückliegende Ereignis, das die ganze Story ins Rollen bringt. Mit dem Cover bleibt sich die Autorin treu. Ihre Thriller zeigen eigentlich immer eine Frau von hinten oder der Seite mit Jacke. Hierbei hat die Jacke immer dieselbe Farbe wie der Titel des Buches. Diesmal ist es lila. Das hat einen unheimlich starken Wiedererkennungswert und jedes Mal wenn ich so ein Cover sehe, gucke direkt zweimal hin. Das glitzernde Lila der Schrift gefällt mir besonders gut.
Inhalt
Vor zwanzig Jahren verursachte Olivia einen Verkehrsunfall, bei dem ihre drei Freundinnen spurlos verschwanden. Olivia kann sich an nichts erinnern. Die Journalistin Jenna Halliday möchte zum zwanzigsten Jahrestag einen True Crime Podcast über das Unglück machen und stößt in der Stadt auf eine Mauer des Schweigens. Trotzdem gräbt sie nach und nach immer mehr Geheimnisse aus. Wem kann sie trauen und wem nicht? Diese Frage stellt sich zunehmend auch Olivia.
Die Story wird abwechselnd aus der Perspektive von Jenna und Olivia erzählt. Außerdem gibt es noch einen weiteren Handlungsstrang, von dem der Leser zunächst nicht weiß, inwiefern er zum Rest der Geschichte passt und zu welcher Zeit er spielt. Das Rätseln über den Zusammenhang hat mir viel Spaß gemacht.
Besonders gut herausgearbeitet hat die Autorin die Veränderung, die Olivia von dem lebensfrohen Mädchen ihrer Jugend zu der Frau, die sie heute ist, gemacht hat. Es ist sehr anschaulich was der Unfall mit ihr gemacht hat und dass sie bis heute unter den Folgen leidet, nicht nur körperlich.
Wie in jedem guten Thriller gibt es zahlreiche überraschende Wendungen. Der Leser weiß genauso wenig wie Olivia und Jenna, wem er denn nun trauen kann und wer vielleicht doch ein falsches Spiel spielt.
Die Auflösung war dann zwar stimmig, aber mir in ihrer Gänze doch etwas zu wild. Aber gut, das verbuch ich unter künstlerischer Freiheit.
Girls Night war nicht mein erstes und wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin sein.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Verbindung zum Cold Case

Todesflut
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Titel und Cover
Der Titel klingt auf jeden Fall spannend, macht Lust auf das Buch. Er weckt einen Hauch von Sehnsucht nach dem Meer. Ob er jetzt hundertprozentig passt ist, darüber lässt sich sicher unterschiedlicher ...

Titel und Cover
Der Titel klingt auf jeden Fall spannend, macht Lust auf das Buch. Er weckt einen Hauch von Sehnsucht nach dem Meer. Ob er jetzt hundertprozentig passt ist, darüber lässt sich sicher unterschiedlicher Meinung sein. Denn bis auf die Tatsache, dass die Morde in Städten in Küstennähe geschehen, hat die Handlung nichts mit dem Meer oder gar der Flut zu tun. Ich vermute, dass sich ein Krimi mit Assoziation zum Meer schlicht besser verkauft. Aber schaden tut der Titel schließlich auch nicht. Dasselbe gilt für das Cover, das die wilde Brandung und ein Boot am Ufer zeigt. Es ist wunderschön, weckt bei mir die Lust auf Urlaub, hat aber nicht viel mit der Story zu tun.
Inhalt
Privatdetektivin Emma Klar bekommt den Auftrag nach der aus der JVA entflohenen Karina Pohl zu suchen. Karina soll ihren Ex-Freund getötet haben. Emma findet eine Verbindung zu einem Cold Case: Karinas Freundin wurde vor Jahren ermordet aufgefunden. Doch damit nicht genug. Nach und nach kommt Emma eine Reihe von Verbrechen an obdachlosen Frauen auf die Spur.
Meine Meinung:
Bei dem Krimi handelt es sich um den zehnten Band einer Reihe. Die Anzahl der ermittelnden Personen ist vielleicht ein bisschen hoch. In zehn Bänden bildet sich natürlich mit der Zeit ein Ermittler- Netzwerk, das zu überschauen für den Neu-Leser mitunter etwas unübersichtlich sein kann. Dennoch bin ich auch ohne die anderen Bände zu kennen zügig ins Buch hineingekommen. Emma ist eine sympathische Ermittlerin, mit der ich mich schnell identifizieren konnte.
Ich mag Krimis, die einen Bezug zur Vergangenheit haben. Mit dem Mord an Karinas Freundin ist dies hier gegeben. Gemeinsam mit Emma lässt die Autorin den Leser nach und nach die Zusammenhänge herausarbeiten. Überraschende Wendungen und einen Täter, mit dem man nicht rechnet sind für mich wichtig bei einem Krimi. Beides ist hier ebenfalls gegeben.
Durch den roten Faden und dass der Leser gut mit raten kann, ist auf jeden Fall viel Spannung gegeben. Allerdings wird diese meiner Meinung nach mitunter durch Längen wie ausführliches Beschreiben der Ermittlerarbeit geschmälert. Auch das Beschreiben der Gedanken der Ermittler ist einerseits echt lustig, da dies mit einem Augenzwinkern geschieht und ich Emmas humorvolle Gedankengänge mochte. Andererseits wurde es mir manchmal auch etwas zu viel. Die ständigen Anspielungen auf Corona hätte ich ebenfalls nicht gebraucht.
Der Bezug zum Obdachlosenmilieu und speziell zu obdachlosen Frauen ist zweifellos ein heftiges Thema. Was in der Story geschieht stimmt nachdenklich, eben weil ich mir gut vorstellen kann, dass das zum Teil in der Realität ebenso passieren könnte oder vielleicht auch passiert. Wer vermisst schon obdachlose Frauen? Dann sind sie eben weiter gezogen. Traurig.
Mein Fazit
Ein sauber konstruierter Krimi mit einem interessanten Setting, aber auch mit einigen Längen.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Julias bisher persönlichster Fall

Verstummte Narben: Thriller
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Titel und Cover:
Der Titel könnte kaum passender sein. Denn dieser Fall ist der bisher persönlichste für Rechtsmediziner Julia Schwarz. Alte, oder anders ausgedrückt „verstummte Narben“ werden wieder aufgerissen. ...

Titel und Cover:
Der Titel könnte kaum passender sein. Denn dieser Fall ist der bisher persönlichste für Rechtsmediziner Julia Schwarz. Alte, oder anders ausgedrückt „verstummte Narben“ werden wieder aufgerissen. Die Cover der Shepherd-Thriller haben allgemein einen hohen Wiedererkennungswert und sind eigentlich immer sehr schön. Auch zu diesem Buch gibt es wieder das passende Lesezeichen: Halbtransparent, und mit dem Cover des Buches. Diese edlen Lesezeichen liebe ich auch sehr.
Inhalt:
Auf einem Friedhof wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Unter der Toten liegt das Foto einer anderen Frau, auf dem das Datum in den drei Tagen steht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Richtig erschreckend wird es für Rechtsmedizinerin Julia Schwarz als sie bei der Obduktion das Markenzeichen eines Serienkillers entdeckt, der seit Jahren hinter Gittern sitzt. Und der ist kein Unbekannter für Julia. Er weigert sich allerdings mit der Polizei zu reden. Einzig mit Julia ist er bereit sein Wissen zu teilen.
Meine Meinung:
Ich bin großer Fan der Autorin und der Julia Schwarz Reihe. Wie immer bei der Autorin ist der Thriller super spannend. Es gibt zahlreiche Verdächtige und man kann wunderbar mit raten. Ich lag natürlich wieder mal falsch, was den Täter angeht. Die Autorin schafft es immer wieder ihre Leser in die Irre zu führen. Man denkt, man weiß, was kommt und dann ist es doch ganz anders, allerdings immer nachvollziehbar. Mich hat es begeistert wie genial manche Szenen konstruiert sind. Perspektivenwechsel zwischen den Ermittlern, dem Täter und Opfern sorgen für reichlich Cliffhanger und steigern die Spannung. Auch der Gruselfaktor kommt nicht zu kurz. Die nächtlichen Friedhofsszenen fand ich schon ganz schön unheimlich.
Das Team bestehend aus Julia, ihrer Assistentin Lenja, dem Kriminalkommissar Florian Kessler, der gleichzeitig auch Julias Lebensgefährte ist, und dessen Kollege Martin ergänzt sich gut. Es macht einfach Spaß sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Gut gefällt mir in der Reihe auch immer, dass das Privatleben der Ermittler stets mit reinspielt. Es gibt auch dieses Mal ein paar kleine private Nebenschauplätze, die das Ganze aufpeppen, dem Fall jedoch keineswegs die Show stehlen.
Besonders gut gefallen hat mir an dem Thriller, dass es für Julia so richtig persönlich wurde.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Besonderer Thriller, absolut nicht nur für Kunstinteressierte

Der Bildersammler
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Titel und Cover:
Der Titel ist absolut passend und weist schon auf die Besonderheit des Thrillers hin. Das Cover passt ebenso gut, da es eine der ersten wichtigen Szenen des Buchs zeigt. Außerdem ist es ...

Titel und Cover:
Der Titel ist absolut passend und weist schon auf die Besonderheit des Thrillers hin. Das Cover passt ebenso gut, da es eine der ersten wichtigen Szenen des Buchs zeigt. Außerdem ist es wunderschön mit dem nächtlichen Wald und wirkt sehr geheimnisvoll, was der Thriller in der Tat auch ist.
Inhalt:
Kunsthistorikerin Tessa von Linden findet bei einem Waldspaziergang in einer einsamen Kapelle eine Leiche, die die Wundmale des Heiligen Sebastian trägt. Und es soll nicht der letzte Tote sein, der offenbar nach der Vorlage eines berühmten Gemäldes drapiert wird. Als Kunstsachverständige unterstützt Tessa Kommissar Lennart Wiedmeyer.
Meine Meinung:
Die meisten Kapitel werden aus der Perspektive der sympathischen, taffen, oft ziemlich leichtsinnigen Tessa erzählt, mit der man sich als Leser dann auch schnell identifizieren kann. Außerdem gibt es Kapitel aus der Sicht zukünftiger Opfer, in denen man erfährt wie der Täter alles anbahnt. Und ganz besonders spannend fand ich die Kapitel aus Täterperspektive. Der Leser erfährt zwar viel über den Mörder, hat aber keine Ahnung, wer es sein könnte.
Es handelt sich um keine Lektüre, die man mal eben so im Halbschlaf lesen kann. Man muss sich schon etwas konzentrieren, um den ganzen Zusammenhängen folgen zu können. Denn hier ist alles mit allem verknüpft, was mir sehr gut gefallen hat. Zufälle gibt es quasi nicht. Ich habe es geliebt mit zu rätseln.
Absolut genial fand ich den Bezug zu realen Gemälden. Und das obwohl ich mit Malerei nicht unbedingt besonders viel am Hut habe. Ich war die ganze Zeit am googeln und war jedes Mal fasziniert, die ich Roman beschriebenen Gemälde dann genau so zu sehen.
Der Spannungsbogen ist durchgehend hoch. Ich konnte zeitweise nicht mal mit Lesen aufhören um etwas zu trinken, und das obwohl das Glas neben mir stand. Ich lese viele spannende Thriller. Aber das passiert mir tatsächlich recht selten.
Fazit:
Ein toller Thriller absolut nicht nur für Kunstinteressierte. Aber die werden ihn vermutlich ganz besonders lieben!

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