Chiemsee
Chiemseeliebe von Franziska Blum hat sich für mich angefühlt wie ein warmer Sommertag, an dem die Zeit langsamer vergeht und man für ein paar Stunden alles um sich herum vergisst. Schon nach den ersten ...
Chiemseeliebe von Franziska Blum hat sich für mich angefühlt wie ein warmer Sommertag, an dem die Zeit langsamer vergeht und man für ein paar Stunden alles um sich herum vergisst. Schon nach den ersten Seiten war ich emotional am Chiemsee angekommen – getragen von einer Atmosphäre, die Heimat, Sehnsucht und Neuanfang auf wunderbar leichte Weise miteinander verbindet. Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Figuren wirken: mit ihren Unsicherheiten, kleinen Träumen und der leisen Hoffnung, dass es noch einmal anders, vielleicht sogar besser werden kann. Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm unaufgeregt, ohne künstliches Drama, und gerade diese Natürlichkeit hat sie für mich so glaubwürdig und berührend gemacht. Franziska Blum schreibt mit viel Gefühl für Details – man spürt das Wasser, hört das leise Plätschern der Wellen und riecht förmlich den Sommer –, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist das Gefühl von Ankommen, das sich Seite für Seite ausbreitet: bei sich selbst, an einem Ort und bei einem Menschen, der nicht perfekt sein muss, um genau richtig zu sein. Chiemseeliebe ist für mich ein Roman, der zeigt, dass Liebe oft in den stillen Momenten wächst – dort, wo man loslässt, was war, und den Mut findet, sich auf das Jetzt einzulassen.