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Veröffentlicht am 17.02.2026

Hufgeklapper aus dem Märchenreich

Die Märchenponys, Band 1 - Schneewittchen hat jetzt vier Hufe
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In „Die Märchenponys – Schneewittchen hat jetzt vier Hufe“ beginnt das Abenteuer weit weg von unserer Welt, im magischen Märchenreich. Doch dort herrscht Aufregung: Eine gute Fee schickt sieben bekannte ...

In „Die Märchenponys – Schneewittchen hat jetzt vier Hufe“ beginnt das Abenteuer weit weg von unserer Welt, im magischen Märchenreich. Doch dort herrscht Aufregung: Eine gute Fee schickt sieben bekannte Märchenfiguren – darunter die sanftmütige Schneewittchen, den optimistischen Hans im Glück und die verträumte Dornröschen – auf eine ganz besondere Mission in die Menschenwelt. Der Haken an der Sache? Sie reisen nicht als Prinzessinnen oder Glückspilze, sondern wurden in Ponys verwandelt.

Ihr Ziel ist ein ganz normaler Reiterhof, auf dem sie lernen sollen, was wahre Hilfsbereitschaft bedeutet. Die Rückkehr in ihre Heimat ist an eine Bedingung geknüpft: Erst wenn die sieben Märchenponys gemeinsam sieben gute Taten vollbracht haben, dürfen sie den Zauber lösen und zurückkehren. Auf dem Hof angekommen, müssen sie sich erst einmal an ihr neues Leben mit Mähne, Schweif und Hufen gewöhnen, was für einige lustige und magische Momente sorgt.

Schnell schließen die magischen Vierbeiner Freundschaft mit dem Mädchen Jonna, die ein besonderes Gespür für Tiere hat und ahnt, dass mit diesen neuen Ponys etwas ganz und gar nicht gewöhnlich ist. Die erste große Herausforderung lässt nicht lange auf sich warten, als Jonnas Freundin Mila in eine schwierige Lage gerät und dringend Unterstützung braucht. Jetzt ist Teamgeist gefragt: Schneewittchen übernimmt die Initiative und schmiedet einen „ponystarken“ Plan, um ihre erste gute Tat zu vollbringen. Dabei zeigt sich, dass man auch ohne Krone, aber mit viel Herz und vier Hufen, über sich hinauswachsen kann.

Besonders gelungen ist die Interaktion zwischen der magischen Pony-Truppe und dem Mädchen Jonna. Während die Erwachsenen auf dem Reiterhof lediglich „neue Ponys“ sehen, spürt Jonna sofort, dass diese Tiere ein Geheimnis hüten. Diese Verbindung zwischen Mensch und Tier wird von Nadine Schreiber sehr einfühlsam beschrieben und spiegelt die Sehnsucht vieler junger Leser wider, eine tiefere, fast magische Ebene zu ihren vierbeinigen Freunden zu finden.

Der Schreibstil ist lebendig und kindgerecht, wobei die Autorin es versteht, die individuellen Persönlichkeiten der Märchenfiguren auch in ihrer Pony-Gestalt beizubehalten. Wenn Schneewittchen schließlich einen „ponystarken“ Plan schmiedet, um Jonnas Freundin Mila aus der Klemme zu helfen, zeigt sich die Kernbotschaft des Buches: Wahre Heldenhaftigkeit braucht keine Krone, sondern Mut und gute Freunde an seiner Seite. Die Geschichte sprüht vor kleinen Wundern und sorgt durch die Missgeschicke der verwandelten Märchenfiguren für reichlich Lesespaß.

Zusammenfassend ist „Schneewittchen hat jetzt vier Hufe“ ein gelungener Serienstart, der nicht nur Pferdenärrinnen und -narren begeistert, sondern alle anspricht, die Märchen mit einem modernen Twist lieben. Es ist ein Buch über Freundschaft, das Überwinden von Grenzen und die Magie, die oft direkt vor unserer Nase – oder eben im heimischen Reitstall – zu finden ist.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Naschgarten leicht gemacht

Pflück dich glücklich!
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Als jemand, der gerne nascht, aber nicht den ganzen Tag mit schwerem Gerät im Garten stehen möchte, hat mich Sandra Jägers mit „Pflück dich glücklich!“ genau an der richtigen Stelle abgeholt. Das Buch ...

Als jemand, der gerne nascht, aber nicht den ganzen Tag mit schwerem Gerät im Garten stehen möchte, hat mich Sandra Jägers mit „Pflück dich glücklich!“ genau an der richtigen Stelle abgeholt. Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus ästhetischem Bildband und einem sehr bodenständigen Ratgeber.

Was mir besonders gefällt: Die Autorin schreibt nicht theoretisch über riesige Ackerflächen, sondern zeigt ganz konkret, wie man auch auf kleinem Raum – sei es ein Hochbeet oder der Balkon – eine enorme Vielfalt an Beeren, Kräutern und Gemüse unterbringt. Die Auswahl der Pflanzen ist dabei so gewählt, dass der Erfolg fast garantiert ist, was besonders für Einsteiger extrem motivierend wirkt.

Die Texte sind flüssig zu lesen, verzichten auf kompliziertes Fachchinesisch und vermitteln dennoch das nötige Wissen über Mischkulturen und Bodenpflege auf den Punkt. Besonders wertvoll finde ich die ökologische Herangehensweise und die Tipps zur direkten Verwertung der Ernte. Man merkt auf jeder Seite, dass hier eine Praktikerin schreibt, die ihre Leidenschaft teilt.

Fazit: Ein absolut hochwertiges Buch, das nicht nur im Regal schön aussieht, sondern wirklich dazu einlädt, sofort loszulegen. Wer einen unkomplizierten Weg zum eigenen Naschgarten sucht, wird hier fündig. Eine klare Kaufempfehlung für alle, die das Glück im eigenen Grün suchen!

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Blumige Bücher

Botanic Hearts
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Tansy, eine alleinerziehende Mutter und leidenschaftliche Bibliotheksleiterin, steht vor den Trümmern ihrer Existenz: Sowohl ihr Haus als auch ihre geliebte Bibliothek wurden schwer beschädigt. Während ...

Tansy, eine alleinerziehende Mutter und leidenschaftliche Bibliotheksleiterin, steht vor den Trümmern ihrer Existenz: Sowohl ihr Haus als auch ihre geliebte Bibliothek wurden schwer beschädigt. Während sie mit ihrer kleinen Tochter Briar versucht, ihr Privatleben zu ordnen, muss sie für ihren Beruf eine unkonventionelle Lösung akzeptieren: Die Bibliothek wird für vier Monate in ein Gebäude auf dem Gelände des Botanischen Gartens verlegt. Das findet der Gärtner Jack alles andere als erfreulich, da er mit den Reparaturen und der Erweiterung des Botanischen Gartens genug um die Ohren hat. Der mürrische Pflanzenexperte sieht die plötzliche Invasion von Büchern und lärmenden Bibliotheksbesuchern in seinem geordneten grünen Reich kritisch.

Mich hat dieses wunderschöne Cover und das Setting im Botanischen Garten sofort angesprochen. Die Idee zwei Welten auf einander prallen zu lassen, fand ich äußerst reizvoll. Die beiden Protagonisten sind sehr gegensätzlich und doch ähnlich. Es war schön zu sehen wie sich annähern. Doch war mir das erste Zusammentreffen im Hurrikan zu schnell abgehandelt. Gerne hätte dort mehr auf die Gefühle und die äußeren Gegebenheiten eingegangen werden können. Dafür waren die nächsten hundert Seiten in die Länge gezogen.

So richtigen Zugang zu den Protagonisten habe ich nicht gefunden. Jack war mir mit seinen Ängsten sehr unnahbar. Er hat zwar Herz gezeigt und ich verstehe die Hintergründe aber sein Charakter war irgendwie nicht rund. Etwas hat gefehlt. Tansy hingegen war so überdimensioniert und allgegenwärtig, das sie die Geschichte sehr dominiert hat. Ihr Handeln war manchmal etwas fragwürdig. Ab der Hälfte des Buches hatte mich die Autorin verloren. Ab da habe ich das Buch immer weder weglegen müssen. Es fühlte sich nicht richtig an. Das Ende hat mich versöhnt nur war der Weg dorthin etwas steinig für mich.

Fazit:

Ein wunderbares Setting und eine schöne Grundidee, doch hatte ich mit der Umsetzung meine Probleme. Kein Highlight, aber dennoch lesenswert, durch das schöne Setting und die Beschreibungen des Botanischen Gartens.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Carrie und die Wallabys

Weihnachten mit Tony
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Mit „Weihnachten mit Tony“ entführt Stella Lucas ihre Leser in die winterliche Pracht der schottischen Highlands und verwebt Naturschutz mit einer tiefgreifenden Second-Chance-Romance. Im Fokus steht Carrie, ...

Mit „Weihnachten mit Tony“ entführt Stella Lucas ihre Leser in die winterliche Pracht der schottischen Highlands und verwebt Naturschutz mit einer tiefgreifenden Second-Chance-Romance. Im Fokus steht Carrie, die in ihre Heimat am Loch Lomond zurückkehrt, um das Erbe ihres kranken Vaters zu schützen: die Rettung der dort lebenden Wallabys vor einem rücksichtslosen Hotelprojekt. Dass ausgerechnet ihr geliebter Tony und dessen Artgenossen bedroht sind, ist für Carrie Herzenssache – doch der Gegner ist niemand Geringeres als ihre Jugendliebe Marc.

Die Geschichte gewinnt ihre besondere Würze durch das berufliche und private Geflecht der Charaktere. Marc arbeitet für die Käufer der Insel, was ihn und Carrie unweigerlich zu Kontrahenten macht. In diesem Spannungsfeld agiert Fanny, Marcs Sekretärin, als eine Schlüsselfigur. Durch ihre Position direkt an Marcs Seite erlebt sie den Gewissenskonflikt ihres Chefs hautnah mit. Sie ist weit mehr als eine Büroangestellte; sie ist das Bindeglied, das mit ihrer Loyalität, aber auch ihrem eigenen moralischen Kompass die Handlung maßgeblich beeinflusst.

An Marcs Seite steht zudem sein Freund Darren, der als wichtiger Vertrauter fungiert. Darren bringt eine zusätzliche Dynamik in die Geschichte, da er Marcs Pläne und dessen emotionale Verwirrung bezüglich Carrie aus nächster Nähe miterlebt und selbst Interesse an Carrie hat.

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Dynamik zwischen den Liebenden und den Nebenfiguren ist herzerwärmend und interessant zu beobachten. Die Autorin zeigt, dass für einen Neuanfang und den Schutz der Heimat manchmal ein echtes Weihnachtswunder nötig ist.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Geheimnisse hinter elitären Mauern

The Academy
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Der Ausgangspunkt ist der Suizid der Schülerin Cinnamon Peters. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, darunter die Englischlehrerin Hannah Greer, die trauernde Audrey, die ehrgeizige Maya ...

Der Ausgangspunkt ist der Suizid der Schülerin Cinnamon Peters. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, darunter die Englischlehrerin Hannah Greer, die trauernde Audrey, die ehrgeizige Maya und die neue Schülerin Zoe. Parallel laufen die Konflikte der Erwachsenen: Schulleiterin Audre Robinson und Kunstlehrer Gus Silva. Die Handlung gliedert sich in drei Akte – Enthüllung, Eskalation, Auflösung – und endet mit der Identifizierung des Betreibers.

Themen sind Mentale Gesundheit, Soziale Medien und Kontrolle, Rassismus in elitären Strukturen, Queere Identität, Weibliche Rivalität und Solidarität, Erwachsenwerden unter Überwachung. Die Darstellung ist direkt, ohne moralische Überfrachtung. Der Roman behandelt diese zentrale Themen, die nicht isoliert, sondern in den Handlungs- und Charakterbögen verflochten sind. Jede Figur verkörpert mindestens zwei davon; die anonyme App dient als Katalysator, die sie sichtbar macht.

Hilderbrands Sprache ist klar und dialoglastig. Dadurch fliegt man durch die Seiten. Die Neuengland-Atmosphäre dient als wunderbarer Hintergrund. Spannung entsteht durch schrittweise Enthüllungen. Es gibt viel Spielraum für eine Fortsetzung und ich bin gespannt ob es eine geben wird.

Fazit: Ein solider Pageturner für Leser, die Charakter-getriebene Dramen mit gesellschaftlicher Relevanz schätzen. Die klare Struktur und glaubwürdigen Figuren überzeugen; die Themenvielfalt lädt zur Reflexion ein.

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