Auf den Hund gekommen
Sommer fühlt sich an wie ZuhauseEssies Leben steht Kopf, nachdem sie ihren Job verloren hat und sich ihre Wohnung in Edinburgh nicht mehr leisten kann. Da ihr Vater und ihr Freund ihr nicht wirklich eine Hilfe dabei sind, einen neuen ...
Essies Leben steht Kopf, nachdem sie ihren Job verloren hat und sich ihre Wohnung in Edinburgh nicht mehr leisten kann. Da ihr Vater und ihr Freund ihr nicht wirklich eine Hilfe dabei sind, einen neuen Job zu kriegen oder bei ihnen unterzukommen, flüchtet sich Essie wohl oder übel zurück zu ihrer Mutter aufs Land. Die wiederum ist glücklich mit ihrem Leben dort vor Ort und ihrem kleinen Häuschen, das für sie nach ihrer Trennung eine Art Hoffnungsschimmer darstellte. Das ist der Beginn eines schwierigen Zusammenlebens.
„Sommer fühlt sich an wie Zuhause“ von Jenny Colgan ist wieder ein Roman, der an der schottischen Küste spielt und damit eine wunderschöne Wohlfühlatmosphäre bietet.
Ich freue mich immer riesig über neue Bücher von Jenny Colgan, weil sei einfach zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Dennoch haben mich ihre letzten Romane doch eher enttäuscht und hierbei war es wieder ähnlich. Ich bin sogar beim Lesen eingeschlafen, was mir früher bei den Büchern der Autorin nie passiert wäre.
Ich bin mir auch nicht sicher, was Jenny Colgan mit der Geschichte erzählen will.
Es geht um eine verkorkste Mutter-Tochter-Beziehung, in der unterschiedliche Wahrnehmungen herrschen. Es geht aber auch um eine Mutter, die sich nach der Trennung ein neues Leben aufgebaut hat und auf diese Unabhängigkeit verdient stolz ist.
Es geht aber auch um eine Tochter, die sich von ihrem alten Leben verabschiedet hat und die Menschen aus ihrer alten Heimat in eine Schublade der einfachen Landbevölkerung gepackt hat, die sie nun wieder öffnen muss, um sie umzusortieren.
Gleichzeitig lernt man aber auch den Zusammenhalt von Janeys Mutter und ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen kennen, der viel Kraft gibt und ihr eine Rückzugsmöglichkeit bietet.
Janey wiederum ist aber auch wieder auf der Suche nach der Liebe und findet dabei zu sich selbst, zu ihrem Körper und der Liebe.
Das ganze beinhaltet eine Rahmenhandlung um einen Wurf Hundewelpen, die die Menschen in diesem Buch verbinden und zusammenschweißen. Gleichzeitig helfen sei dabei, Vorurteile abzubauen.
Alles in allem ist das Buch ein Roman mit viel Inhalt, viel Oberfläche und der Suche nach der Tiefe. Die Wohlfühlatmosphäre, die ich sonst von Jenny Colgan gewohnt bin, hat sich nicht aufgebaut und somit zog sich das Buch eher schleppend. Daher vergebe ich drei Sterne.