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Veröffentlicht am 29.06.2026

Auf den Hund gekommen

Sommer fühlt sich an wie Zuhause
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Essies Leben steht Kopf, nachdem sie ihren Job verloren hat und sich ihre Wohnung in Edinburgh nicht mehr leisten kann. Da ihr Vater und ihr Freund ihr nicht wirklich eine Hilfe dabei sind, einen neuen ...

Essies Leben steht Kopf, nachdem sie ihren Job verloren hat und sich ihre Wohnung in Edinburgh nicht mehr leisten kann. Da ihr Vater und ihr Freund ihr nicht wirklich eine Hilfe dabei sind, einen neuen Job zu kriegen oder bei ihnen unterzukommen, flüchtet sich Essie wohl oder übel zurück zu ihrer Mutter aufs Land. Die wiederum ist glücklich mit ihrem Leben dort vor Ort und ihrem kleinen Häuschen, das für sie nach ihrer Trennung eine Art Hoffnungsschimmer darstellte. Das ist der Beginn eines schwierigen Zusammenlebens.

„Sommer fühlt sich an wie Zuhause“ von Jenny Colgan ist wieder ein Roman, der an der schottischen Küste spielt und damit eine wunderschöne Wohlfühlatmosphäre bietet.
Ich freue mich immer riesig über neue Bücher von Jenny Colgan, weil sei einfach zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Dennoch haben mich ihre letzten Romane doch eher enttäuscht und hierbei war es wieder ähnlich. Ich bin sogar beim Lesen eingeschlafen, was mir früher bei den Büchern der Autorin nie passiert wäre.
Ich bin mir auch nicht sicher, was Jenny Colgan mit der Geschichte erzählen will.
Es geht um eine verkorkste Mutter-Tochter-Beziehung, in der unterschiedliche Wahrnehmungen herrschen. Es geht aber auch um eine Mutter, die sich nach der Trennung ein neues Leben aufgebaut hat und auf diese Unabhängigkeit verdient stolz ist.
Es geht aber auch um eine Tochter, die sich von ihrem alten Leben verabschiedet hat und die Menschen aus ihrer alten Heimat in eine Schublade der einfachen Landbevölkerung gepackt hat, die sie nun wieder öffnen muss, um sie umzusortieren.
Gleichzeitig lernt man aber auch den Zusammenhalt von Janeys Mutter und ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen kennen, der viel Kraft gibt und ihr eine Rückzugsmöglichkeit bietet.
Janey wiederum ist aber auch wieder auf der Suche nach der Liebe und findet dabei zu sich selbst, zu ihrem Körper und der Liebe.
Das ganze beinhaltet eine Rahmenhandlung um einen Wurf Hundewelpen, die die Menschen in diesem Buch verbinden und zusammenschweißen. Gleichzeitig helfen sei dabei, Vorurteile abzubauen.

Alles in allem ist das Buch ein Roman mit viel Inhalt, viel Oberfläche und der Suche nach der Tiefe. Die Wohlfühlatmosphäre, die ich sonst von Jenny Colgan gewohnt bin, hat sich nicht aufgebaut und somit zog sich das Buch eher schleppend. Daher vergebe ich drei Sterne.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Wahre Charaktere

Building Trust
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Phyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß.
Als Phyns ...

Phyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß.
Als Phyns Mutter sich erneut zur Wahl als Senatorin in New York stellt, rückt Phyn in den Fokus der Öffentlichkeit. Durch diesen Druck kommt es dazu, dass sie im familieneigenen Unternehmen eine Führungsposition bekommt. Gezwungenermaßen arbeitet sie dabei mit Gideons kleinem Bruder zusammen, der diese Zusammenarbeit gleichzeitig mit einer raffinierten Idee verbinden will.

„Building Trust“ von April Dawson ist der zweite Band der Trilogie um die „Bevyn Boys“.
In diesem zweiten Band stehen Phyn und Adric, die auch schon im ersten Band eine Nebenrolle haben, im Fokus der Erzählung.
Auch wenn dieser Band ähnlich beginnt, wie der erste, empfand ich ihn dennoch komplett anders. Während Marissa erfrischend und schlagfertig war, sind mir hier zwei Charaktere begegnet, die introvertiert und ein wenig geheimnisvoll erscheinen. Hier geht es um ganz viel Gefühl, vor allem Feingefühl, Wünsche, Träume und Erwartungen. Es geht hier viel weniger um die eigenen Erwartungen, als um die, anderer Menschen. Es geht um den Druck der eigenen Familie, aber auch der Öffentlichkeit. Es geht darum, den schönen Schein zu wahrend, während sich hier zwei Menschen völlig verlieren und ihrem eigenen Ich untreu werden.
Ich fand diese Aspekte sehr berührend, zeigen sie doch auch auf, dass hinter einer schönen Fassade nicht alles perfekt ist und welchen Einfluss die Medien auch nach wie vor auf das Leben erfolgreicher Familien haben.
Gleichzeitig lernt man hier aber auch sehr viel Familienbande und echt Freundschaften kennen.
Adric ist ein sehr erstaunlicher Charakter mit sehr viel Tiefe. Wirkt er oberflächlich und arrogant, entwickelt er sich im Verlauf der Story immer mehr zu einem verletzlichen Menschen, der seine eigenen Bedürfnisse verdrängt hat.
Gerade diese Entwicklung ist der perkfekte Part zur ebenso sensiblen Phyn. Es entwickelt sich hier eine perfekte Symbiose einer Freundschaft hin zu einem schlagkräftigen Duo.
Wichtige Nebenstränge waren für mich das Verhalten von Gideon Bevyn, aber auch von Senatorin Pearce. Diese empfand ich als wichtigen belehrenden Part.
Den Immobilienzweig habe ich in diesem Band nur als recht unscheinbaren Nebenpart wahrgenommen, was aber auch nicht schlimm war. Beeindruckend fand ich ihn dennoch nach wie vor.

Mein Fazit: Ein toller Anschluss an den ersten Band, der wirklich absolut gefühlvoll ist, aber auch eine Art Vorbildfunktion beschreibt, sich nicht dem Druck der Gesellschaft anzupassen.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Die Gesellschaft im Mittelalter

Der Gesang des Falken
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Frankreich 1514: Marcelle ist die uneheliche Tochter eines italienischen Adligen. Als solche ist es ihr dennoch vergönnt, als Hofdame von Königin Claude dienen zu dürfen. Dabei bekommt sie allerlei Verstrickungen ...

Frankreich 1514: Marcelle ist die uneheliche Tochter eines italienischen Adligen. Als solche ist es ihr dennoch vergönnt, als Hofdame von Königin Claude dienen zu dürfen. Dabei bekommt sie allerlei Verstrickungen der höfischen Gesellschaft mit und freundet sich mit der Engländerin Anne Boleyn an.

„Der Gesang des Falken“ von Lea Gerstenberger ist ein Mittelalterroman über höfische Sitten und Verstrickungen.
Was habe ich erwartet? Um ehrlich zu sein hatte ich mir die Geschichte der Anne Boleyn erwartet, was nicht der Fall war. Dennoch war das absolut nicht negativ. 
Im Fokus steht hier Marcelle, ihre Herkunft, die Freundschaft zu Anne und zu ihrem Jugendfreund Jean. Weiterhin lernt der Leser weitere historische Persönlichkeiten kennen, u.a. Leonardo da Vinci.
Der Titel wiederum bildet quasi die Grundlage der Freundschaft zwischen Marcelle und Jean, spielt aber eher eine untergeordnete Rolle.
Mit den weiblichen Charakteren Marcelle, Anne, Francoise, aber auch Königin Claude lernt man starke Persönlichkeiten kennen, denen ihre Rolle in der Gesellschaft durchaus bewusst ist, dennoch lassen sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen und stehen „ihre Frau“. Wobei ich bei Francoise teilweise nicht wusste, ob ich sie für ihre Standhaftigkeit bewundern soll oder ob ich sie für ihr Leben bedauern soll. Hierbei muss sich jeder Lesende seine eigene Meinung bilden.
Im Verlauf der Geschichte sind einige Szenen dabei, die emotional sehr berührend sind bzw. es in sich haben.
Spannend fand ich auch die Liebesirrungen und -wirrungen der Adligen. Ebenso spannend fand ich die Beziehung zwischen Jean und seinem Vater, aber auch zwischen Marcelle und ihrem Vater. Obwohl wir uns mit der Geschichte im 16. Jahrhundert befinden, finde ich beide Väter recht fortschrittlich.
Leonardo da Vinci war auch interessant beschrieben. Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, in der er vorgekommen ist, weshalb es für mich interessant war, einige über ihn uns sein Leben aus Romanperspektive zu erfahren.

Mein Fazit: Ich lese recht selten mittelalterliche Romane, aber dieser war wirklich interessant. Die Damen der Geschichte würden für mich sogar teilweise noch als heutiges Vorbild, weshalb ich diese Figuren wirklich geschätzt habe. Einzig hätte ich mir mehr Hinführung zum Prolog gewünscht, denn das bleibt im Verborgenen.
Wer also historische Romane mag, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Der Fall der Kessy X

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Arts Vergangenheit lässt ihn nicht los. Als Bundeskanzler Henrik Westphal verschwindet, dubiose Videos auftauchen und eine tote Frau in einem U-Bahntunnel gefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse ...

Arts Vergangenheit lässt ihn nicht los. Als Bundeskanzler Henrik Westphal verschwindet, dubiose Videos auftauchen und eine tote Frau in einem U-Bahntunnel gefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse und Art wird zur Zielscheibe.

„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist der vierte Band der Art-Mayer-Reihe, in dessen Fokus wieder das Ermittlerduo Art und Nele steht, aber auch Milla und Leo stehen den beiden in nichts nach und befriedigen ihre eigene Neugier.
Für mich war es der mittlerweile dritte Teil dieser Reihe, den ich gehört habe. Ich finde den Verlauf dieser Hörbücher immer wieder spannend und da mir jetzt lediglich nur noch Band 2 in der Reihe fehlt, verstehe ich sämtliche Zusammenhänge so gut, dass ich dem Verlauf des Thrillers wunderbar folgen kann.
Was mir dieses Mal besonders gefallen hat, ist der Perspektivwechsel. Das Buch wird dieses Mal nicht nur von Peter Lontzek gelesen, der ja sonst auch immer großartig ist, sondern auch von Pia-Rhona Saxe, die die Sichtweise Kessys wiedergibt. Ich gebe zu, dass ich das am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig und nicht gut fand, aber im Verlaufe des Hörbuches habe ich mich immer mehr daran gewöhnt, sodass es stimmig wurde.
Was es für mich immer schwierig macht, der Geschichte zu folgen, ist die Tatsache, dass ich Hörbücher meist während der Autofahrt oder zum Einschlafen nutze, weshalb ich mich meist nicht zu 100% konzentrieren kann. Da fehlen mir dann manchmal kleinere Nuancen im Spannungsbogen. Das tut aber der Sache keinen Abbruch.
Was mir mittlerweile nicht mehr so gut gefällt, ist der Fokus Arts auf Juli. Das hat zum Teil für mich schon was Fanatisches, was sonst gar nicht zu seinem Charakter passt.
Die Kessy-Geschichte war wirklich spannend. Ich habe mich lange Zeit gefragt, wie das alles zustande gekommen ist und wie die Verflechtungen wohl sein mögen. Mit so einigen Zwischenereignissen, aber auch den Ereignissen am Ende, hätte ich so niemals gerechnet.

Mein Fazit daher: Marc Raabe knüpft perfekt an den vergangenen Teil der Reihe an und entwirft auch hier einen stabilen und stark ansteigenden Spannungsbogen, der den Leser zwingt, am Ball zu bleiben. Der Wechsel der Perspektiven, auch in den Stimmen macht das ganze umso abwechslungsreicher.
Wer also spannende Thriller liebt und die Reihe bisher kennt, sollte diesen Teil nicht verpassen.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Erfrischender, historischer Roman

Kurbad Hiddensee - Meeresleuchten
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Drei junge Frauen, drei Schicksale, ein Kurheim auf einer Insel - Edith, Mette und Wally sind drei Frauen, die sich im Kurheim auf Hiddensee begegnen. Während die junge Edith aus gutem Hause stammt, nimmt ...

Drei junge Frauen, drei Schicksale, ein Kurheim auf einer Insel - Edith, Mette und Wally sind drei Frauen, die sich im Kurheim auf Hiddensee begegnen. Während die junge Edith aus gutem Hause stammt, nimmt Wally stellvertretend für ihre Herrschaft die Kur an und Mette arbeitet als Krankenschwester dort. Drei unterschiedliche Geschichte, die alle einen ähnlichen Verlauf nehmen.

Annette Weber hat mit „Kurbad Hiddensee-Meeresleuchten“ einen wunderbaren und erfrischenden, historischen Roman geschaffen.
Schon der Prolog lässt einem den Seewind um die Nase pusten und vermittelt einen Hauch von Leichtigkeit, der in mir den Wunsch formte, diese Insel auch einmal zu besuchen.
Die drei Protagonistinnen Edith, Wally und Mette sind einerseits drei sehr unterschiedliche Charaktere, andererseits sind sie sehr gleich und harmonieren wunderbar zusammen.
Edith ist die kluge, Wally die loyale und Mette die bodenständige Figur innerhalb der Geschichte.
Alles wird umrahmt durch die Geschichten um die Liebe. Lässt sich Edith zu Beginn noch von ihrem zukünftigen Verlobten Kleinhalten, wächst sie im Laufe der Zeit über sich heraus. Wally blüht durch die Freundschaft zu den beiden Frauen auf und vergisst dabei ihre Schranken, während Mette ebenfalls dabei ist, die größte Schranke in ihrem Leben zu beseitigen und mittendrin Henning, Johannes und Rudolf.
Annette Weber hat mit den drei Frauen ebenso moderne Figuren ihrer Zeit geschaffen, die anderen Frauen als Vorbild dienen können. Es sind drei Frauen, die Mut beweisen und aufzeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen, um seine Ziele zu erreichen.

Mein Fazit: Ein erfrischender historischer Roman über Freundschaft, Liebe und Träume, der sich kurzweilig lesen lässt und darauf hoffen lässt, dass es eine Fortsetzung geben wird.

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