tödliche Nachbarschaft
Es sind etliche Jahre vergangen, seit wir Millie das letzte mal getroffen haben.
Sie ist mittlerweile mit Enzo verheiratet, und die beiden haben eine 11jährige Tochter und einen 9jährigen Sohn und sind ...
Es sind etliche Jahre vergangen, seit wir Millie das letzte mal getroffen haben.
Sie ist mittlerweile mit Enzo verheiratet, und die beiden haben eine 11jährige Tochter und einen 9jährigen Sohn und sind vor Kurzem nach Long Island in ein Haus mit Garten gezogen. Millie liebt dieses Haus sehr!
Doch ihre neuen Nachbarinnen sind äußerst seltsam. Die eine ist alleinerziehend und führt ihren Sohn immer an der Leine zur Busstation und wartet mit ihm, bis der Schulbus kommt (der Bursch ist so alt wie Millies Sohn) und sie spioniert auch die gesamte Nachbarschaft aus.
Und Suzette von nebenan schmeißt sich schamlos an Enzo ran, obwohl sie selbst verheiratet ist. Sie und ihr Mann haben keine Kinder, und prahlen mit ihrem Vermögen - an dem es Millie und Enzo jedoch fehlt.
Leider werden einige Dinge immer wieder wiederholt, was etwas nervig ist, zB dass es AUF Long Island heißt, dass Millie Bluthochdruck hat (darauf reitet Enzo ständig herum und dieses Problem löst sich gegen Ende von ganz allein-total unglaubwürdig) oder die finanziellen Probleme und dass Millie und Enzo sich dieses Haus eigentlich gar nicht leisten können, obwohl sie es weit unter Wert bekommen haben. Aber dann besteht Enzo, der sich als Landschaftsgärtner selbständig gemacht hat und viel in der Nachbarschaft unterwegs ist, auf Entlastung seiner Frau, die teilzeit als Sozialarbeiterin im Krankenhaus arbeitet, und stellt Suzettes Putzfrau ein, die Millie von Anfang an suspekt war??
Ich konnte Enzos Verhalten nicht nur hier nicht nachvollziehen; er verhält sich auch manchmal so eigenartig, v.a. auch Millie gegenüber; und als es aufgelöst wurde, konnte ich ihn schon gar nicht verstehen. Warum hat er Millie belogen?
Und Millie fragt nie nach, wenn sie über etwas erstaunt ist (auch das plötzliche eigenartige Verhalten ihres Sohnes) und lässt wieder über sich drüberfahren und verhält sich (wie schon immer) total unterwürfig.
Als dann irgendwann Suzettes Ehemann tot aufgefunden wird, kommt auch endlich der Thrill ins Spiel und man rätselt mit Millie mit, wer der Täter ist und warum, denn dieser Mann ist unscheinbar und unauffällig.
Leider hat mir hier die Spannung, die das nervige und nicht nachvollziehbare Verhalten von Millie in den anderen Bänden ausgeglichen hat, gefehlt. Es wurden auch nicht alle offenen Fragen, die im Laufe der Geschichte aufkamen (und das waren nicht wenige), aufgelöst. Somit hat mir das (gesamte) Motiv gefehlt. Aber die Auflösung war dann doch überraschend und nachvollziehbar.
Diesmal wird die Geschichte außer wie bisher von Leonie Landa (Millies Part) noch von zwei weiteren Sprecherinnen gelesen.
Fazit:
Das Finale ist leider der schwächste Band der Reihe um das ehemalige Hausmädchen Millie.