Profilbild von Petra_Sch

Petra_Sch

Lesejury Star
offline

Petra_Sch ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Petra_Sch über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2021

Der Sommer seines Lebens: Freundschaft, Abenteuer und Freiheit

Luca
0

Der 12jährige Junge Luca, der mit seiner Familie unter der Meeresoberfläche an der italienischen Riviera lebt und ein sogenanntes Seeungeheuer ist, lernt eines Tages Alberto kennen, der alleine an der ...

Der 12jährige Junge Luca, der mit seiner Familie unter der Meeresoberfläche an der italienischen Riviera lebt und ein sogenanntes Seeungeheuer ist, lernt eines Tages Alberto kennen, der alleine an der Oberfläche lebt.
Anfangs lernt man Luca kennen mit all seinen Ängsten und Wünschen und seine Sehnsucht, an die Meeresoberfläche zu kommen.
Und als er dann Alberto kennenlernt und sieht, dass dieser all seine Träume auslebt, verbringt er immer mehr Zeit mit ihm.
Gemeinsam bauen sie aus Albertos Fundstücken eine Vespa, denn das ist der allergrößte Traum der beiden Jungen: die Freiheit auf einem Roller zu erleben! Das kann man richtig gut mitfühlen.

Im Städtchen Portorosso findet der alljährliche Portorosso Cup statt, und da es für die Sieger ein Preisgeld gibt, wollen die beiden natürlich mitmachen, um sich eine echte Vespa kaufen zu können.
So lernen sie Giulia kennen, die sowieso noch zwei Partner für ihr Team braucht, denn der Wettbewerb umfasst schwimmen, Pasta essen und Rad fahren.
Der hinterhältige Ercole, der bis jetzt jedes Jahr gewonnen hat, will den dreien die Teilnahme so schwer wie möglich machen.- Man fiebert mit Luca, Alberto und Giulia mit, vor allem auch, da niemand erfahren darf, dass die beiden Jungen eigentlich von den Menschen verhasste Seemonster sind.
Es gibt natürlich ein Happy-End, das einen fröhlich und glücklich zurücklässt.

Die Story hat viele wichtige Aussagen, zum Beispiel, dass es auf die inneren Werte ankommt, auf Freundschaft, Toleranz, Akzeptanz, Hilfsbereitschaft und den Mut, seine Komfortzone auch mal zu verlassen.

Die Geschichte ist quasi eine Erzählung des Disney-Pixar Films, mit einigen kleinen Veränderungen.
Der Sprecher, Rosario Bona, betont gut und verleiht den verschiedenen Figuren auch unterschiedliche Stimmen.
Das Hörbuch hat ein Länge von ca. 3 Stunden.


Fazit:
Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut und sich so zu akzeptieren, wie man ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2021

packender Kurzthriller mit überraschendem Ausgang

Wenn die Stille schreit
0



Ein gewaltiger Schneesturm fegt über das Land. In der Nähe sind zwei Schwerverbrecher aus dem Gefängnis entflohen, und Tim erreicht spät abends im Dunkeln nach der Arbeit endlich sein abgelegenes Haus, ...



Ein gewaltiger Schneesturm fegt über das Land. In der Nähe sind zwei Schwerverbrecher aus dem Gefängnis entflohen, und Tim erreicht spät abends im Dunkeln nach der Arbeit endlich sein abgelegenes Haus, wo seine schwangere Frau Natalie auf ihn wartet.
Doch Natalie ist nicht da - nirgends im Haus - nur Blut am Teppich, dann fällt auch noch der Strom aus, die Autoschlüssel sind verschwunden, und Tim macht sich auf die Suche nach ihr und erreicht bald das nahegelegene Haus seiner Nichte. Doch dort öffnen ihm zwei Fremde...


Roman Klementovic versteht es hervorragend, Spannung aufzubauen, zu halten, und eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen.
Man fühlt mit Tim, man fiebert mit ihm mit, und vor allem fühlt man die Kälte und den Sturm und die Angst um Natalie.

Der Autor hat es bestens geschafft, mich im Dunkeln tappen zu lassen, und sämtliche Schlussszenarien, die ich mir überlegt hatte, hat er über den Haufen geworfen. Diese Auflösung hat mich überrascht und berührt.

An den Sprecher musste ich mich anfangs erst gewöhnen, doch dann konnte er mich tief in seinen Bann ziehen! Kris Köhler hat die Geschichte hervorragend vertont.
Dauer: 1 Stunde 36 Minuten


Fazit:
Fesselnder Thriller, der kurz und knackig ist und der es mit wenigen Worten schafft, einen in den Bann zu ziehen, vor Spannung den Atem anzuhalten und dessen Ausgang überrascht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2021

die Abenteuer von zwei niedlichen bayrischen Hotelhunden

Phoebe & Layla
0

Es geht um das Leben der beiden Hotelhunde Phoebe und Layla, die mit ihren beiden Herrchen Uwe und Oliver in dem kleinen Dorf Bodenmais in Bayern wohnen, wo Uwe und Oliver ein Hotel betreiben.

Die Geschichte ...

Es geht um das Leben der beiden Hotelhunde Phoebe und Layla, die mit ihren beiden Herrchen Uwe und Oliver in dem kleinen Dorf Bodenmais in Bayern wohnen, wo Uwe und Oliver ein Hotel betreiben.

Die Geschichte ist in ich-Form aus Sicht von Hund Phoebe erzählt, die mit ihrer "Schwester" Layla viel erlebt und in deren Leben es nie langweilig wird. Phoebe hat es echt drauf, und erzählt mitreißend, emotional und niedlich.
Gleich zu Beginn müssen die beiden Hunde vor einem Brand aus dem Hundehotel fliehen und landen in einem schrecklichen Tierheim in Tschechien, bis sie von ihren Herrchen nach Monaten endlich gefunden werden.
Doch zum Glück geht es humorvoll weiter, denn es kommt ein neues Hausmädchen ins Hotel, die Russin Svetlana, die einfach offen sagt, was sie denkt, und die man einfach ins Herz schließen muss, weil sie so herzlich ist!
Eine dreiste Hoteltesterin bringt Uwe und Oliver in Aufruhr, wo man auch als Leser mitfiebert.
Und dann gibt es noch diverse Familienangelegenheiten zu klären, was emotional und chaotisch-witzig sind; und viele gute Freunde, sowohl 2-beinig als auch 4-beinig.
Und Phoebes bester Freund, der Mops Hector, bekommt einen neuen Mitbewohner, den er absolut nicht leiden kann, was zu einer dramatischen Wendung führt.

Die Abenteuer selbst setzen sich aus tatsächlichen Begebenheiten mit fiktiven Geschichten zusammen, wobei man (leider) nicht weiß, was sich tatsächlich zugetragen hat, und was der Phantasie des Autors entsprungen ist.
Die vielen schwarz-weiß Fotos am Ende runden das Buch nochmal richtig gut ab.
Auch wenn es mittlerweile der dritte Teil um die beiden Hunde ist, kann man dieses Buch problemlos ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Diese kenne ich nämlich leider noch nicht, was ich aber bald nachholen werde! :)


Fazit:
Bewegende, humorvolle und herzenswarme Abenteuer von zwei bayrischen Hotelhunden, die ihre Herrchen ganz gut im Griff haben ;) Ich vergebe 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2021

genial-witziger 2. Teil: chaotische Weihnachten mit Pferd Juli

Weihnachten mit Juli
2

Es ist das erste gemeinsame Weihnachten für die Tierischen Vier, die aus Paul, Max, Anna und Juli bestehen. Juli ist Pauls Pferd, das er anfangs unbedingt loshaben wollte, es dann aber doch in sein Herz ...

Es ist das erste gemeinsame Weihnachten für die Tierischen Vier, die aus Paul, Max, Anna und Juli bestehen. Juli ist Pauls Pferd, das er anfangs unbedingt loshaben wollte, es dann aber doch in sein Herz geschlossen hat.
Paul macht sogar extra eine Liste, damit das Weihnachtsfest perfekt wird.
Doch dann zieht ein neuer Nachbar ein, der Juli nicht leiden kann und will, dass sie verschwindet. Doch Weihnachten ohne Juli geht gar nicht!!
Kann der Nachbar überzeugt werden, Juli zu mögen, und somit das Weihnachtsfest noch gerettet werden??


Meine Meinung:
Juli ist wieder göttlich!!! Ich finde es herrlich, wie dieses Pferd vermenschlicht wird, oder eher ver-hund-licht. Passt aber perfekt zum Comic-Format. Die Zeichnungen passen hervorragend dazu sind wieder total witzig.
Toll war anfangs die Zusammenfassung, damit Neueinsteiger die Protagonisten kennenlernen und erfahren, wie ein Pferd in Pauls Familie kam; und für Kenner des ersten Bandes ist es eine gute Auffrischung. Natürlich kann ich nur empfehlen, den ersten Teil auch gelesen zu haben - sonst versäumt man was! ;)
Die Geschichte ist übrigens aus Sicht von Paul in ich-Form geschrieben: also Paul erzählt aus seinem Leben.

Die Weihnachtsplanung ist schon schwierig genug; und dann zieht auch noch ein neuer Nachbar ein. Der Pferde nicht mag und pedantisch ist. Naja, wenigstens mag er Katzen, das ist wirklich schon mal besser, als er würde gar keine Tiere mögen. So kann er vielleicht doch noch Juli lieb haben. Mal sehen. Die Ideen der Kids sind wirklich einmalig, wie sie den Nachbarn von Juli überzeugen wollen.
Doch Juli ist wieder typisch Juli, und verursacht ein Chaos nach dem anderen...

Es geht natürlich alles gut aus und es gibt ein Happy-End in Form eines großen gemeinsamen, harmonischen Weihnachtsfestes, was einfach nur wunderschön ist und die Weihnachtsbotschaft sehr gut rüber bringt. Und dass man gemeinsam feiern kann, auch wenn man unterschiedliche Religionen hat. Denn es geht ums Beisammensein, Freude und Liebe.
Weiters sind im Buch auch wichtige Themen der Umgang mit Allergien, Tierliebe und Tierwohl, Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein.
Leider steht am Ende nichts zum artgerechten Umgang mit und der Haltung von Pferden; und dass zB der Verzehr von kandierten Äpfeln usw nur in der Geschichte vorkommt, aber in Wirklichkeit natürlich nichts für Pferde ist.
Da hätte ich etwas mehr Aufklärung gut gefunden, denn manche Kinder kommen vielleicht auf dumme Ideen...
Im Anhang gibt es noch ein Quiz und ein Suchbild, sowie Infos über Paul und Juli, die es auch in echt gibt.


Fazit:
Total witziger, unterhaltsamer, aber auch lehrreicher Weihnachts-Comic mit einer Protagonistin der etwas anderen Art: Juli, ein chaotisch-humoriges Pferd, das man einfach liebhaben muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
Veröffentlicht am 10.10.2021

authentische spannende Handlung an einem Lost Place.

Die Todesbeigaben: Thriller
0

Döllersheim, ein nach dem Zweiten Weltkrieg verlassenes Dorf in Niederösterreich. In der dortigen Kirche wird die übel zugerichtete Leiche einer Frau gefunden, mit einer in ihrem Brustkorb hinterlassenen ...

Döllersheim, ein nach dem Zweiten Weltkrieg verlassenes Dorf in Niederösterreich. In der dortigen Kirche wird die übel zugerichtete Leiche einer Frau gefunden, mit einer in ihrem Brustkorb hinterlassenen Botschaft vom Täter.
Abteilungsinspektorin Susanne Kriegler vom LKA Wien Süd und ihr Kollege Alexander Braun machen sich an die Ermittlungen, doch schon bald verschwindet ein weiteres mögliches Opfer.
Und bald schon gerät Susanne selbst ins Visier des auf Rache sinnenden Mörders und muss ihre Tochter retten...


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist lebendig und mitreißend, und hat für mich so ein typisches Österreich-Flair, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Geschichte spielt über eine Woche; von Samstag Vormittag bis Samstag Vormittag. Schritt für Schritt verfolgt man die Ermittlungen, die mit Erfolgen und Rückschritten sehr authentisch dargestellt sind.
Auch gibt es immer wieder Einblicke in das Denken und Handeln des Täters; sowie Rückblicke in das schreckliche Leben eines Buben vor 35 Jahren, wo man erfährt, wie und warum der Täter zu dem wurde, was er ist, und somit kann man die Motivation für seine Rachetaten nachvollziehen.
Auch die handelnden Personen waren allesamt mit Ecken und Kanten sehr glaubwürdig dargestellt, man hat mit ihnen mitgefiebert und mitgelitten. Und die Journalistin Uta Schwenger hätte ich manchmal einfach nur schütteln können.
Nur dass die Polizisten vom Land leicht vertrottelt dargestellt wurden, war ein Klischee, das mir leider nicht so ganz gefallen hat.
Die Taten selbst (es gab mehrere Tote) waren sehr grausig, doch je mehr Rückblicke man gelesen hat, desto mehr Mitleid hatte man mit dem Mörder, auch wenn das seine Taten natürlich nicht entschuldigt. Jedoch - so ein Schicksal ist einfach nur furchtbar - was Menschen anderen Menschen antun, ist oftmals einfach unverständlich.
Die Handlung wird mit einem Ausblick 15 Jahre später zufriedenstellend abgerundet.

Besonders toll fand ich, dass der Handlungsort ein tatsächlicher Ort ist, der auch - genau so, wie in der Geschichte dargestellt - ein Lost Place ist. Nach der Lektüre habe ich zu Döllersheim recherchiert, weil mich das Schicksal dieses Ortes einfach fasziniert hat. Für die Story war es der perfekte Handlungsort.


Fazit:
Komplexer Regional-Thriller mit viel Spannung, fesselnden Figuren und viel Lokalkolorit, der mich komplett überzeugt hat!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere