Cover-Bild Reigen in Triest
Band 6 der Reihe "Inspector Bruno Zabini"
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13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Ersterscheinung: 11.03.2026
  • ISBN: 9783734936340
Günter Neuwirth

Reigen in Triest

Roman
Baronin Luise von Callenhoff lädt zur Sommerfrische in ihre Villa. Im adriatischen Frühsommer, umgeben von Pinien und der rauen Schönheit des Triester Karsts, verbringen drei Frauen und drei Männer wonnige Tage. Sie speisen, trinken und tanzen, wandern und baden im Meer. Inspector Bruno Zabini ist einer von Luises Gästen und überrascht von der freizügigen Leichtigkeit, mit der die Gäste unter Luises Führung die Konventionen der k.u.k. Gesellschaft brechen. Was keiner ahnt: Die illustre Gesellschaft wird von argwöhnischen Augen beobachtet.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Sommerfrische

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Einmal mehr geht es in das Triest der Kaiserzeit. Zurück zu Bruno Zabini.
Diesesmal verbringt er zusammen mit seiner Freundin Louise und zwei befreundeten Paaren ein paar Tage in Louises Landhaus. Die ...

Einmal mehr geht es in das Triest der Kaiserzeit. Zurück zu Bruno Zabini.
Diesesmal verbringt er zusammen mit seiner Freundin Louise und zwei befreundeten Paaren ein paar Tage in Louises Landhaus. Die drei Paare verbringen ein paar unbeschwerte Tage und merken dabei nicht das sie beobachtet werden...
Dieses Buch unterscheidet sich ein wenig von den Vorhergegangen. Es geht diesesmal sehr ins Private und ich würde es fast als sinnlich bezeichnen. Die eigentlich komplizierte Kombination ist wunderbar beschrieben und die ganze Atmosphäre hat mir gut gefallen.
Günter Neuwirth hat mich mit auf eine Reise 7n die Vergangenheit genommen und dabei eine Mischung aus einer knisternden Urlaubsgeschichte und einem spannenden Roman geschrieben der mich wieder einmal überzeugt hat. Ein toller Schauplatz und originelle Charakter, ein Polizist außerhalb der Norm und Frauen die ihrer Zeit weit voraus sind.
Sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Liebesreigen statt Verbrecherjagd

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Wer sich angesichts des Titels an Arthur Schnitzlers „Reigen“ erinnert fühlt, liegt hier richtig. Anders als in den fünf Vorgängern tritt in diesem 6. Band aus der Reihe rund um den Inspector Bruno Zabini ...

Wer sich angesichts des Titels an Arthur Schnitzlers „Reigen“ erinnert fühlt, liegt hier richtig. Anders als in den fünf Vorgängern tritt in diesem 6. Band aus der Reihe rund um den Inspector Bruno Zabini das Verbrechen zunächst in den Hintergrund und die erotischen Lustbarkeiten dreier Paare dominieren die Handlung. Anders als in Schnitzlers Novelle, sind die Paare mit ihren erotischen Eskapaden einverstanden inklusive dem einen oder anderen Partnertausch.

Während sich die drei Paare, Luisa von Callenhoff und Bruno Zabini, Fedora und Sergio sowie Carolina und Arthur, vergnügen, schleichen dunkle Gestalten, die Böses im Sinn haben rund um die herrschaftliche Villa herum. Erst durch den Showdown am Ende bekommt der Roman etwas Krimihaftes.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist anders als die Triest-Krimis, die wir von Günter Neuwirth kennen. Damit tanzt dieser historische Roman buchstäblich aus der Reihe und stellt ein Sittenbild der gelangweilten Oberschicht der Donaumonarchie dar, die nur mehr wenige Jahre existieren wird.

Wie aus den Vorgängern bekannt, ist Inspector Bruno Zabini ein begehrter Junggeselle in Triest, der, bevor er sich endgültig für Luisa von Callenhoff entschieden hat, parallel zu ihr, ein Gspusi mit Fedora hatte.

Diese Wendung, die eine Ähnlichkeit mit Arthur Schnitzlers Novelle aufweist, wird nicht allen Fans von Bruno Zabini gefallen. Ein wenig fehlt mir auch die Darstellung der politischen Szene, die den Polizisten Zabini immer wieder gefordert haben. Diesmal ist seine Standfestigkeit auf andere Weise gefragt. Dieser Teil der Reihe kann problemlos solo gelesen werden, denn die Hauptpersonen werden sehr gut eingeführt.

Fazit:

Mich hat dieser historische Roman, der sich auf Amors Pfade begibt, ein wenig überrascht, weshalb ich 4 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 23.03.2026

Hommage an Arthur Schnitzler

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Ich kenne alle Bücher der Reihe um Inspector Bruno Zabini , die in Triest spielen. Was jedes Mal zu meiner Lesefreude beigetragen hat, waren die interessanten und gut recherchierten Informationen zu Gesellschaft ...

Ich kenne alle Bücher der Reihe um Inspector Bruno Zabini , die in Triest spielen. Was jedes Mal zu meiner Lesefreude beigetragen hat, waren die interessanten und gut recherchierten Informationen zu Gesellschaft und politischen Verwicklungen, die ein lebendiges Bild der Vielvölkerstadt Triest ergeben. Parallel dazu gibt es einen spannenden Kriminalfall, der die Handlung aber nicht dominiert.

Mit diesem Hintergrundwissen begann ich meine Lektüre und war dennoch überrascht. Der Autor orientiert sich stark an Schnitzlers "Reigen", was sowohl Handlung als auch Personen anbetrifft. Hier agieren drei Paare aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, die sich in einer abgelegenen Villa treffen, um über Moral, kulturelle Entwicklungen und Ereignisse diskutieren und sehr offen mit ihrer Sexualität umgehen. Dies nimmt einen breiten Raum ein und es dauert einige Seiten, bis das Krimielement ins Spiel kommt. Eine Person aus dem vorangegangenen Band tritt erneut ins Rampenlicht und spielt am Ende eine entscheidende Rolle. Was man über sie wissen muss, erfährt man durch die Gespräche innerhalb der Gruppe. Hinzu kommt eine brutale und skrupellose Verbrecherbande, die die Villa ausrauben will. Hier wird die Handlung sehr dramatisch und die Teilnehmer schweben in Lebensgefahr.

Der Sprachduktus entspricht in etwa dem damaligen Sprachgebrauch und wirkt teilweise sehr gestelzt, gibt aber ein sehr gutes Bild der damaligen Umgangsformen. Da der Autor zwischen der Gruppe um Zabini und den beiden anderen Erzählsträngen wechselt, ergibt sich ein guter Spannungsbogen - hier die heitere Clique voller erotischer Abenteuer, dort die drohende Gefahr durch die kriminellen Elemente.. Nach anfänglicher Irritation hat mir der Roman sehr gut gefallen. Man muss sich auf die Handlung einlassen. Der Schwerpunkt liegt für mich eindeutig bei der besseren Gesellschaft und ihren Moralvorstellungen und war für mich spannend und unterhaltsam zu lesen. Der eingefleischte Krimifan wird dagegen vermutlich enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein Kriminalroman einmal ganz anders

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Im 6.ten Teil der Bruno Zabini Reihe finden sich sechs Personen zu einer illustren Gruppe zusammen, um die Sommerfrische auf dem Landgut der Baronin Luise Callenhoff zu genießen. Zwischenzeitlich ist sie ...

Im 6.ten Teil der Bruno Zabini Reihe finden sich sechs Personen zu einer illustren Gruppe zusammen, um die Sommerfrische auf dem Landgut der Baronin Luise Callenhoff zu genießen. Zwischenzeitlich ist sie mit Bruno Zabini liiert und hat ihre Freunde Sergio und Fedora sowie das frisch verlobte Paar Carolina und Arthur zu sich eingeladen. Und hier beginnt tatsächlich ein Reigen, wie der Titel so zutreffend aussagt. Die Paare geben sich einigen vergnüglichen Tagen hin, mit Ausflügen, feinem Essen und erotischen Aktivitäten. Dabei werden sie jedoch beobachtet. Wer dieses ist und was dann alles folgt, das muss der Leser selbst herausfinden.

Ich fand die Sprache ganz wunderbar getroffen. Sie hat mich neben all den bildhaften Beschreibungen des Landhauses und seiner Umgebung wahrlich in die k.u.k.-Zeit versetzt. Was ich nicht erwartet hatte war, dass die Geschichte durchaus spicy ist. Sie beinhaltet zudem dann auch Kriminalelemente, jedoch steht die Geschichte um die Sommerfrischler, ihre persönlichen Beziehungen, Erwartungen ans Leben, im Vordergrund. Mir hat es gefallen. Vorkenntnisse aus den vorherigen Teilen braucht man nicht, ich bin ohne Vorkenntnisse sehr gut in die Geschichte gekommen. Der Autor macht genügend Ausführungen, so dass man die Beziehungen untereinander genau kennt. Wer einen Kriminalroman „einmal ganz anders als gewöhnt oder auch nur gedacht“ lesen möchte, der ist hier genau richtig. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter.

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