Cover-Bild Die Pforte der Schatten
14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 608
  • Ersterscheinung: 16.05.2016
  • ISBN: 9783734160875
Harry Connolly

Die Pforte der Schatten

Roman
Michaela Link (Übersetzer)

Es sollte ein Tag der Hoffnung werden – es wurde ein Tag der Vernichtung

Das Reich von Peredain verdankt seine Macht dem mystischen Abendvolk. Alle 23 Jahre öffnet sich ein Tor, und der Imperator von Peredain lädt die Gesandten des Abendvolks zu einem Fest ein. Als Dank erhält er eine Gabe der Magie oder überlegenes Wissen, mit dessen Hilfe die Familie des Imperators ihr Reich errichtet hat. Doch dieses Jahr tritt nicht das elfengleiche Abendvolk aus dem Tor, sondern riesige Bestien, die sich sofort auf die Anwesenden stürzen. Nur Kronprinz Lar und einige seiner Freunde können dem Gemetzel entkommen. Können sie verhindern, dass das Imperium zerbricht, und die Invasion aufhalten?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2017

Peredains Untergang

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Inhalt
Alle 23 Jahre wartet ganz Peredain auf die Ankunft des Abendvolkes. Dieses hat den Menschen bereits einige magische Gaben geschenkt, weshalb wie immer ein gewaltiges Fest ausgerichtet wird. Doch ...

Inhalt
Alle 23 Jahre wartet ganz Peredain auf die Ankunft des Abendvolkes. Dieses hat den Menschen bereits einige magische Gaben geschenkt, weshalb wie immer ein gewaltiges Fest ausgerichtet wird. Doch diesmal ist etwas anders. Als das Tor sich öffnet, erscheint nicht das zarte Abendvolk, sondern riesige blaue Wesen. Sofort fallen sie über die Anwesenden her. Treygar, der Leibwächter des Prinzen, schnappt sich diesen, dessen Freunde und Verlobte, und versucht sie in Sicherheit zu bringen. Prinz Lar ist allerdings klar, dass er etwas unternehmen muss, um sein Volk zu retten. Dazu will er einen einzigartigen Zauber erlernen, den nur sein Onkel beherrscht, doch die Reise zu ihm ist voller Gefahren. Niemand von ihnen ahnt aber, dass sich bereits eine unsichtbare Gefahr unter ihnen befindet.

Meine Meinung
Der Einstieg ins Buch fiel nicht so leicht. Man findet sich in Peredain wieder und wird erstmal von den ganzen Beschreibungen erschlagen. Doch mit etwas Geduld wird schließlich alles einfacher und verständlicher.

Wie in früheren Zeiten, haben die Herrscher von Peredain die Kinder der Tyre, die so etwas wie adlige Landbesitzer/Fürsten darstellen, als Geiseln im Palast. Diese können sich zwar frei bewegen und werden auch in allem unterrichtet, doch ihnen ist klar, dass ihr Leben nur so lange Bestand hat, wie ihre Eltern sich dem König treu untergeben zeigen. Diese Kinder haben zwar so manche Privilegien, doch die Wut und Abscheu ihnen gegenüber ist überall. Selbst die Dienerschaft scheut sich nicht davor ihnen Streiche und ähnliches zu spielen. Doch schließlich sind auch sie es, die sich gegen die Gefahr stellen.

Die Handlung selbst beginnt am Tag der Festspiele, mit der Erwartung des Abendvolkes. Diese elfengleichen Wesen erscheinen alle 23 Jahre durch ein Portal zwischen den Welten. Die Menschen unterhalten sie, versuchen deren Gefühle zu berühren, um im Ausgleich eine magische Gabe zu erhalten. Je besser die Unterhaltung, desto stärker die Magie. Doch diesmal ist etwas anders. Das Portal bzw. Tor öffnet sich vorzeitig und nicht das Abendvolk kommt durch, sondern gewaltige blaue Wesen. Diese fallen augenblicklich über die Menschen her und beginnen ein wahres Gemetzel. Nur knapp kann Tyr Treygar den Prinzen und einige seiner Freunde in Sicherheit bringen, darunter viele der Geiseln.

Der erste Teil des Buches hat zwar viel zu bieten, zieht sich aber auch ziemlich. Hier wird der Leser mit dem vielen Namen und Posten konfrontiert, doch wer hier durchhält, wird schon bald eine Lichtung erfahren. Viele der angesprochenen Personen verlieren im Gemetzel nämlich ihr Leben.

Die Spannung steigt so richtig an, als die Gruppe der Flüchtlinge sich am Fort Samsit trennt. Treygar, Lar und einige Krieger ziehen los, um Lars Onkel zu suchen, denn dieser kann einen Zauber ausführen, der die Lösung sein könnte. Natürlich ist dieser Weg alles andere als einfach, zudem hütet der Prinz auch ein fürchterliches Geheimnis, das er lange nicht verbergen kann. Die andere Gruppe besteht aus der Gelehrten Cazia und Lars Verlobten Vilivivianna. Sie ziehen los, um das Geheimnis der Portale zu lösen und müssen sich dabei grausamen Wahrheiten stellen.

Nachdem der erste Teil sich zog, geht es im zweiten Teil so richtig ab. Es gibt blutige Kämpfe, erschreckende Wahrheiten und viel Magie. Natürlich will man wissen, was es mit den ganzen Wesen auf sich hat. Wo kommen sie her? Warum töten sie nicht alle? Was sind sie? Auf einige Fragen werden auch bereits Antworten geliefert, doch manche davon verwirren schließlich noch mehr. Klar ist jedoch, dass die Wesen, auch Grunzer genannt, immer weiter vorstoßen und Sicherheit gibt es nicht.

Der Autor bindet viele Informationen in die Handlung ein. Auf unberechenbare Art und Weise präsentiert er die Magie in seiner Welt. Diese wird zumeist durch eine Abfolge von Bewegungen ausgeführt, was ziemlich kompliziert wirkt. Ein wenig nervig war hingegen die dauernde Ansprache mit Tyr. Es hat etwas gedauert, bis endlich klar wurde, was genau damit gemeint war. Wirklich schade war auch, dass die Protagonisten einander oft genug misstraut haben. Da geht die Welt unter und die letzte Hoffnung ruht auf euren Schultern und ihr habt nichts Besseres zu tun, als euch zu betrügen. Diese Charakterzüge waren zwar furchtbar aber leider nur all zu menschlich.

Fazit
Eine Welt, die von Monstern überrannt wird. Blutige Kämpfe, mächtige Magie und ein letztes Fünkchen Hoffnung, welches selbst in Gefahr gerät. Harry Connolly hat einen atemberaubenden Fantasy-Roman geschrieben, der zwar seine Zeit braucht um auf den Leser zu wirken, doch an Spannung viel zu bieten hat. Der Auftakt der Trilogie ist gut gelungen und wahre Empfehlung für alle, die düstere Fantasy mögen.

Veröffentlicht am 03.02.2017

Ein solider erster Band !

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Es sollte ein Tag der Hoffnung werden -
es wurde ein Tag der Vernichtung.

Das Reich von Peredain verdankt seine Macht
dem mysthischen Abendvolk.
Alle 23 Jahre öffnet sich ein Tor, un der Imperator
von ...

Es sollte ein Tag der Hoffnung werden -
es wurde ein Tag der Vernichtung.

Das Reich von Peredain verdankt seine Macht
dem mysthischen Abendvolk.
Alle 23 Jahre öffnet sich ein Tor, un der Imperator
von Perdain lädt die Gesandten des Abendvolks zu
einem Fest ein. Als Dank erhält er die Gabe der Magie
oder überlegenes Wissen, mit dessen Hilfe die Familie
des Imperators ihr Reich errichtet hat. Doch dieses
Jahr tritt nicht das elfengleiche Abendvolk aus dem
Tor, sonderen eine riesige Bestie, die sich sofort auf
die Anwesenden stürzt. Nur Kronprinz Lar und einige
seiner Freunde können dem Gemetzel entkommen .
Können sie verhindern, dass das Imperium zerbricht,
und die Invasion aufhalten ?



Allein schon der Klappentext macht richtig Lust auf das Buch, man
will es sofort anfangen. Dies habe ich gemacht und wurde nicht enttäuscht.
Band Eins gewährt uns mit 606 Seiten ordentlich Platz für den Einstieg in
die Welt von Peredain.

Auf den ersten Seiten wird man direkt ins Geschehen geworfen, anfangs
gestalltet sich das Lesen doch etwas holprig. Was der Tatsache zu schulden
ist das man mit Charakteren die für die Geschichte eine Rolle spielen
regelrecht überschüttet wird. Das macht es am Anfang schwer sich zurecht
zu finden und die Charaktere zuzuordenen, da ihr Verhältniss zueinander
sich erst langsam entfalltet.

Nach guten 150 Seiten ist das aber kein Probelm mehr und man ist
mitten drinn, satt nur dabei. Die Handlung nimmt rasant an Fahrt auf und
die Ereignisse überschlagen sich in der ersten Hälfte des Buches regelrecht.
Es kristallisiert sich herraus das wir vorranging den Waffenmeister des
Kronprinzen Tejohn Treygar und Cazia Freibrunn eine Geisel des
Königshauses Italga begleiten. Anfangs war das Tyr was vor dem Namen stand
doch rech verwirrend, da keine richtige Erklärung zu diesem Titel gegeben wurde.
Später kann man sich das zusammenreimen, was aber sicher eleganter
gelöst hätte werden können. Die Götter an die die geglaubt wird werden leider
auch nur kurz angerissen, da hätte für einen ersten Band ein bisschen mehr kommen
müssen. Trotzdem gefällt mir die Idee von "Sang, Zorn und Monument" auch die
passenden "Sprichworte" wurden dazu erstellt welche die Charaktere immer wider
in bestimmten Situationen benutzen.

Die deutlichste Entwicklung macht für mich Cazia durch, Charaktere die ein
ganzes Buch nur auf der Stelle treten sind nichts für mich. Tejohn bleibt die
meiste Zeit so distanziert, was man als Leser sicher auch verstehen kann. Ein
gefühlsbetonter Kriegsheld wäre nicht glaubwürdig. Er entwickelt sich deutlich
langsamer aber eben auch der Geschichte angepasst.

Nach dem Angriff wärend der Festspiele verlassen wir die Hauptstadt und begeben
uns mit Cazia, Lar und Tejon auf die Reise. Unterwegs werden die Charaktere
getrennt und es kommen weitere Charakter dazu und es steben auch viele.

Die Ausgewogene Mischung auf Kampfkunst und Magie hat mir sehr gut
gefallen. Die Charaktere ergänzen sich so und es kommt eine angenehme
Mischung zustande.

Nach beenden des Buches sind wahnsinnig viele Fragen offen, kaum eine wurde
beantwortet. Ein Beispiel ?`
Die Frage Wer oder Was eigedlich angegriffen hat und vor allem Wieso ?
Das ist immer noch im Nebel verborgen.

Ein wirklich solider Auftakt für eine Trilogie, ich freue mich sehr auf Band zwei und
hoffe zumindest die ein oder andere Frage beantwortet zu finden.

Veröffentlicht am 12.01.2018

Eine Magierin, ein Kriegsveteran und lila Monster

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Wie ihr sehen könnt, zieht mich meine aktuelle Lesestimmung auch wieder stärker zur klassischen Fantasy =) Mit Die Pforte der Schatten habe ich auch einen guten und soliden Auftakt einer neuen Reihe erwischt.

Wir ...

Wie ihr sehen könnt, zieht mich meine aktuelle Lesestimmung auch wieder stärker zur klassischen Fantasy =) Mit Die Pforte der Schatten habe ich auch einen guten und soliden Auftakt einer neuen Reihe erwischt.

Wir befinden uns auf dem Kontinent Kal-Maddum, genauer gesagt im Peradainischen Reich. Dessen Macht begründet sich vor allem auf die Magie, die sie vom geheimnisvollen Abendvolk bei deren alle 23 Jahre stattfinden Besuch geschenkt bekommen. Als es wieder soweit ist, dass sie die Pforte öffnen und das Abendvolk sie besuchen sollte geschieht das Unfassbare: Statt den bekannten Besucher treten grauenhafte Monster durch die Pforte und stürzen sich auf die arglosen Menschen. Nur mit Müh und Not können Waffenmeister Tejohn Treygar, Prinz Lar und dessen Freunde fliehen. Obwohl das Reich verloren scheint, setzten sie alles daran Peradain zu retten.

Die Geschichte beginnt gleich mit den Festspielen, mit denen das Abendvolk geehrt werden soll. Man wird also ziemlich schnell ins geschehen katapultiert. Das hat zwar den Vorteil, rechts schnell die Neugier beim Leser zu fesseln, allerdings wird man am Anfang auch von sehr vielen potenziell wichtigen Charakteren überschwemmt. Hinzu kommen Begriffe wie Tyr als eine Art Lord oder Sang, Monument oder kleiner Kreisel als Gottheiten. Gerade mit letzteren tat ich mich zunächst etwas schwer, sind Gegenstandsbezeichnungen als Götternamen doch recht ungewöhnlich. Ich hätte mir hier ein kleines Glossar gewünscht (Und wenn ich als eingefleischte Fantasyleserin das schon sage, soll das was heißen).
Immerhin gibt es eine Karte, wobei ich es recht nervig finde, dass auf dieser die Ortsnamen nicht übersetzt wurde, im Text aber schon. Zwar bedarf es kein hohes englisch um Splashtown als Brausestadt zu identifizieren, aber dennoch hätte ich es vorgezogen wenn auch die Karte übersetzt gewesen wäre.

Was die Handlung angeht so zeigen sich hier die Vor- und Nachteile eines ersten Bandes. Es tauchen unglaublch viele Fragen auf: Was sind das für Monster? Wo kommen sie her? Und warum greifen sie an? Das alles weckt die Neugier beim Leser. Auf der anderen Seite entwickelt sich die Geschichte auf den ersten 300 Seiten in einem etwas gemächlichen Tempo. Nicht so langsam, dass es langweilig geworden wäre, aber ich habe doch etwas länger als sonst für diese Seitenzahl benötigt.
Gut gefallen hat mir, dass man auf diesen ersten 300 Seiten ein ziemlich gutes Gefühl für die Charaktere bekommt. Schnell sieben sich aus der anfänglichen Flut der Charaktere auch die wichtigsten, nämlich Cazia Freibrunn und Tejohn Treygar heraus. Die beiden sind sehr unterschiedlich. Sie eine temperamentvolle junge Magierin, er ein distanzierter Kriegsveteran. Dennoch waren mir beide auf ihre Art und Weise sehr lymphatisch und ich hatte nicht das Gefühl den Abschnitt des ein oder anderen lieber zu lesen. Ich mochte beide gleich viel.

Auf den letzten 200 Seiten nimmt die Spannung dann immer weiter zu. Insgesamt geschehen eine ganze Menge Dinge, aber jetzt wird es dramatischer und auch einige Geheimnisse werden gelüftet, nur um neue Fragen aufzuwerfen. Die Charakterentwicklungen die Cazia und Tejohn dabei durchmachen sind glaubwürdig und interessant. Das Ende wartet noch mit einem kleinen Cliffhanger auf, der aber auszuhalten ist und neugierig auf Band 2 macht.

Fazit
Ein solider Reihenauftakt der mich, trotz ein paar kleineren Schwächen, die typisch für einen ersten Band sind, gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Leider nicht meins

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Zum Cover: Das Cover finde ich richtig gut gelungen und verspricht einiges. Es ist nicht farbenprächtig und hat auf mich die Wirkung als ob das Buch eher was für „ältere“ ist, da es nicht so verspielt ...

Zum Cover: Das Cover finde ich richtig gut gelungen und verspricht einiges. Es ist nicht farbenprächtig und hat auf mich die Wirkung als ob das Buch eher was für „ältere“ ist, da es nicht so verspielt ist. Allerdings passt das Cover sehr gut zur Geschichte.

Zum Inhalt: Der Schreibstil von Harry Connolly ist leider sehr ausschweifend und anstrengend gewesen und der Einstieg fiel mir schwer.

Als von lila Monstern die Rede war, passte das für mich gar nicht. Es hörte sich für mich an wie ein Kinderbuch, was es natürlich nicht war. Aber die Monster die durch die Pforte kommen habe ich mir schon anders vorgestellt.

Die Geschichte hat sich leider gezogen, auch wenn der zweite Teil echt spannend war. Trotzdem hatte das Buch seine Längen. ;/ Die Charaktere haben mir leider auch nicht zugesagt. Die Namen waren schwer zu merken und es gab direkt zu Anfang zu viele Personen und ich wusste gar nicht wer wer ist. Das hat mir einiges erschwert und ich konnte zu keinem eine Verbindung herstellen.

Was mir aber gefallen hat sind die magischen Elemente in der Geschichte. Etwas Magie schadet nie! ?