»Jakob Augstein ist angekommen in der Literatur.« Die Zeit
Ein vornehmes Haus im Süden, zwei Frauen, die sich lieben und ein Fest, auf dem kein Segen liegt: Auf dem Anwesen einer Industriellenfamilie in der Provence wird die Hochzeit der Tochter Rebecca vorbereitet. Wehmütig macht sich ihre Freundin Swann auf den Weg nach Südfrankreich. Swann liebt Rebecca, die Gabriel heiratet, der wiederum nur seine Kunst liebt, aber immerhin adelig ist. Und dann ist da noch Sami. Auch er liebt Rebecca. Aber er ist nur der Gärtner und ein Muslim. Ausgerechnet jetzt hat es ihn nach Paris verschlagen, und während sein Orangengarten zur Bühne einer Hochzeit wird, die nicht sein sollte, blickt er vom Dach der Kathedrale Notre-Dame hinab auf eine Welt der Sünde.
In seinem neuen Roman erzählt Jakob Augstein von der Liebe in Zeiten der Ungewissheit, der Wut der Unsichtbaren und der Schönheit der Natur als letzter Zuflucht. Ein großer Familien- und Gesellschaftsroman vor dem Hintergrund der lichten Landschaft der südlichen Provence.
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Rezension zu "Die Farbe des Feuers"
von Jakob Augstein (von 04/2024)❤️❤️❤️❤️❤️
Sehr sinnlich und auch äusserst spannend
Swantje fährt zur Hochzeit ihrer besten Freundin nach Südfrankreich. ...
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Rezension zu "Die Farbe des Feuers"
von Jakob Augstein (von 04/2024)❤️❤️❤️❤️❤️
Sehr sinnlich und auch äusserst spannend
Swantje fährt zur Hochzeit ihrer besten Freundin nach Südfrankreich. Sie ist ganz überrascht davon gewesen, freut sich aber auch etwas darauf. Da eine Hochzeit ja auch immer was besonderes ist. Mit allen Feierlichkeiten dabei.
Wie wird die Hochzeit werden?
Auf mich wirkt der Roman sehr sinnlich, aber auch äußerst spannend zugleich. In dem Urlaub habe ich mich dabei auch sehr wohl gefühlt. Aufgrund des Einrichtungsstiles ist auch sehr schön und unendlich romantisch. Ich mags sehr leiden.
Sehr cool fand ich dabei auch den Stierkampf darin , eine wirklich spannende Sache und Angelegenheit in der Geschichte insgesamt. Das kann ich euch so sagen.
Es ist ein Wohlfühlroman, den man in aller Ruhe genießen kann.😃
Ich kann ihn jedem von euch auch wirklich sehr ans Herz legen.
Das Cover zeigt die bittere Orange, Symbol der Ewigkeit – Gegenstand in diesem Roman.
Die Szenerien spielen auf zwei Erzählebenen: Der marokkanische Gärtner und Muslim Abd-Sami al Wafi, 50, arbeitet 2019 ...
Das Cover zeigt die bittere Orange, Symbol der Ewigkeit – Gegenstand in diesem Roman.
Die Szenerien spielen auf zwei Erzählebenen: Der marokkanische Gärtner und Muslim Abd-Sami al Wafi, 50, arbeitet 2019 nur vertretungsweise für eine Woche mit am Gerüst der renovierungsbedürftigen Kathedrale Notre-Dame in Paris. Ansonsten hütet er ganzjährig den Orangenhain und die kostbare Sammlung seltener Zitrusbäume der Familie Bächle. Südlich von Montpellier in der Garrigue, Südfrankreich geht es auf dem Anwesen der schwäbischen Industriellenfamilie Heinz und Ira Bächle um die Hochzeitsvorbereitungen der fast vierzig jährigen Tochter Rebecca, die in ihrer flatterhaften Wohlstandsleere den adeligen, ungeliebten Künstler Gabriel heiratet und sie der langjährigen lesbischen Beziehung zur Journalistin Swann wenig nachhängt. Sie, auch einziges, adeliges Kind der Achalm trauert jedoch dieser innigen, liebevollen Freundschaft mit Rebecca nach. Thematisiert werden teils sarkastisch die Praktiken des Adels auf der Suche nach guten Partien oder Instagram-Accounts mit Selfies und Bildern als offen dargestellte Einsamkeit und Sinnentleertheit. Aber auch die Einstellung zu Ehe, zu Rassismus, zu Misstrauen und Hochmut der Christen gegenüber den Muslimen scheinheiliger katholischer Geistlicher wie auch innerhalb der Familienmitglieder der Familie Bächle wird angerissen. Detailliert werden der Palmsonntag-Gottesdienst, ein Stierkampf in Arles und die verbotene Prozedur um den Zugvogel Ortolan beschrieben. Die Charakterzüge der Romanfiguren verweisen auf künstlerisch verschwurbelte Gedankengänge, reichen über streithafte und islamfeindliche bis zu philosophische, seelisch kranke Anwandlungen. Der ausladende Schreibstil vermittelt einfühlsam den Verlust ehrlicher Bindungen mit nachfolgender Vereinsamung.
Jakob Augsteins Roman "Die Farbe des Feuers" ist eine Geschichte über Liebe, Verlust und gesellschaftliche Spannungen, die sich vor der atemberaubenden Kulisse der südlichen Provence entfaltet. Im Mittelpunkt ...
Jakob Augsteins Roman "Die Farbe des Feuers" ist eine Geschichte über Liebe, Verlust und gesellschaftliche Spannungen, die sich vor der atemberaubenden Kulisse der südlichen Provence entfaltet. Im Mittelpunkt steht eine bevorstehende Hochzeit auf dem Anwesen einer wohlhabenden Industriellenfamilie. Doch hinter der scheinbaren Idylle verbergen sich komplexe Beziehungsgeflechte und ungelöste Konflikte. Jakob Augstein, bekannt als Journalist, Buchautor und Verleger, nimmt in diesem Roman das Zusammenspiel von Familienstrukturen und individuellen Schicksalen in den Fokus.
Worum geht's?
Im malerischen Süden Frankreichs, auf dem Anwesen einer wohlhabenden Familie, wird die Hochzeit von Rebecca vorbereitet. Während die Feierlichkeiten im Gange sind, tragen sich im Hintergrund leidenschaftliche Konflikte zu. Swann, Rebeccas Freundin, liebt sie immer noch, obwohl Rebecca den adligen Gabriel heiratet, der sich mehr für seine Kunst als für die Ehe interessiert. Auch der Gärtner Sami ist in Rebecca verliebt, doch er, ein Muslim aus einfachen Verhältnissen, scheint keine Chance zu haben. Während sich das Drama in der Provence zuspitzt, ist Sami in Paris und blickt von Notre-Dame auf eine Welt der Sünde. Es wird schnell klar, dass die Hochzeitsfeier auf unsicherem Fundament steht und Geheimnisse der Beteiligten ans Licht drängen.
Meine Meinung
"Die Farbe des Feuers" punktet mit einem atmosphärischen Setting: Die Beschreibungen der provenzalischen Landschaft und des südfranzösischen Lebensstils sind fesselnd und lassen die Kulisse zum heimlichen Star des Buches werden. Es hat mich fasziniert, wie Augstein diese Landschaft als ruhigen Gegenpol zu den turbulenten und manchmal schmerzhaften Beziehungen der Charaktere einsetzt. Leider verliert der Roman in der Mitte etwas an Fahrt und wirkt stellenweise langatmig. Einige Szenen hätten kürzer und prägnanter sein können, ohne dass der emotionale Gehalt gelitten hätte.
Die ungeschönte Darstellung von familiären und romantischen Beziehungen, geprägt von Missverständnissen, enttäuschter Liebe und unausgesprochenen Erwartungen, verleiht der Geschichte jedoch Tiefe. Es sind nicht nur bedrückende, sondern auch humorvolle und berührende Momente enthalten, die den Leser emotional abholen. Besonders beeindruckend fand ich, wie Augstein es schafft, verschiedene Emotionen wie Aufregung, Mut und Melancholie nahtlos miteinander zu verweben.
Was mir jedoch weniger gefallen hat, ist der klischeehafte Umgang mit dem Charakter des Gärtners Sami, der als arabischer Muslim von Beginn an unter Verdacht steht und als eine Art Außenseiter dargestellt wird. Diese einseitige Darstellung wirkte auf mich eher reißerisch und hat die ansonsten interessante Geschichte unnötig vorhersehbar gemacht. Zudem wäre es wünschenswert gewesen, wenn die inneren Konflikte der Figuren noch tiefer ausgelotet worden wären, insbesondere in Bezug auf die kulturellen Unterschiede.
Nichtsdestotrotz hat das Buch durch seine starke Atmosphäre, die abwechslungsreichen Emotionen und die gesellschaftlich relevanten Themen, die es anspricht, seinen Reiz. Es gelingt ihm, die Spannungen zwischen den Figuren herauszuarbeiten, auch wenn das Tempo manchmal stockt.
Fazit
"Die Farbe des Feuers" ist ein stimmungsvoller Gesellschaftsroman, der die Komplexität menschlicher Beziehungen aufzeigt, allerdings manchmal etwas an Tiefe und Originalität vermissen lässt. Vor allem das Setting und die emotionalen Spannungen überzeugen, aber die Geschichte hätte durch weniger Vorhersehbarkeit und eine differenziertere Darstellung der Charaktere noch stärker wirken können. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Die Familie von Rebecca hat ein Haus in der Provence. Anlässlich ihrer geplanten Hochzeit mit Gabriel sind alle dort versammelt, auch ihre Freundin Swann hat den langen Weg aus Deutschland auf sich genommen. ...
Die Familie von Rebecca hat ein Haus in der Provence. Anlässlich ihrer geplanten Hochzeit mit Gabriel sind alle dort versammelt, auch ihre Freundin Swann hat den langen Weg aus Deutschland auf sich genommen. Dann erhalten sie die Nachricht, dass Notre Dame brennt.
"Die Farbe des Feuers" zeigt ungeschönt die Beziehungen einer Familie und ihres Umfelds, dabei werden auch keine Klischees ausgelassen - sehr früh wurde ein Verdacht gestreut, wer für das Feuer in Notre Dame verantwortlich sein könnte. An mancher Stelle war es fast schon Sensationsgier, die mich weiterlesen ließ, aber leider nicht soweit erfüllt wurde, um über eine gewisse Langatmigkeit hinwegtäuschen zu können. Schade, die Geschichte vor dem Hintergrund der südfranzösischen Landschaft hatte durchaus das Potential, zu einem Lesevergnügen zu werden.