Cover-Bild Die Schnitzlers
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Heimatkunde, Familiengeschichte
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 13.06.2016
  • ISBN: 9783442713783
Jutta Jacobi

Die Schnitzlers

Eine Familiengeschichte
Ein Leiterwagen und die Untreue einer schönen Buchhändlerstochter setzten ihn in Bewegung: Jutta Jacobi erzählt von Johann Schnitzler, dem begabten Sohn eines armen jüdischen Tischlers aus Nagykanizsa, der ein berühmter Arzt in Wien wurde. Von seinem Sohn Arthur, der sich vom Erotomanen zum Moralisten wandelte. Von dessen Frau Olga, der reuevollsten Geschiedenen aller Zeiten. Von Lili, die an der Seite eines faschistischen Offiziers ihr Glück nicht fand. Von Heinrich, der 1938 nach Amerika emigrieren musste. Von Arthurs Enkeln Peter und Michael, die sich von den Lasten der Vergangenheit befreiten. Von der Urenkelin Giuliana, die auf dem Zentralfriedhof die Gräber mit Steinchen schmückt.

Ausstattung: 12 Seiten s/w Bildteil

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2020

Familienbiografie

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Dieses ebenso angenehm lesbare wie interessant geschriebene Buch beginnt und endet mit einem gemeinsamen Besuch der Autorin und einer Nachfahrin von Heinrich und Arthur Schnitzler auf dem Wiener Zentralfriedhof ...

Dieses ebenso angenehm lesbare wie interessant geschriebene Buch beginnt und endet mit einem gemeinsamen Besuch der Autorin und einer Nachfahrin von Heinrich und Arthur Schnitzler auf dem Wiener Zentralfriedhof und beinhaltet gleichzeitig eine Familiengeschichte und eine Gesellschaftsstudie.
Mir war vorher nicht bekannt, wie viele künstlerisch begabte Mitglieder die Familie Schnitzler in den letzten beiden Jahrhunderten hervor gebracht hat.
Natürlich kommen auch die Probleme zur Sprache, die die Zugehörigkeit zum Judentum vor allem im letzten Jahrhundert mit sich brachte.
Im vorderen Buchdeckel befindet sich ein während des Lesens häufig und dankbar von mir genutzter Stammbaum.
Abgerundet wird das Buch durch einen mehrere Bilder umfassenden Fototeil sowie einen umfangreichen Anhang.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 25.10.2018

Tolle Familiengeschichte

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Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich von Arthur Schnitzler vor diesem Buch noch nichts gehört, geschweige denn gelesen habe, fand ich die Geschichte dieser Familie doch sehr faszinierend. Schon ...

Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich von Arthur Schnitzler vor diesem Buch noch nichts gehört, geschweige denn gelesen habe, fand ich die Geschichte dieser Familie doch sehr faszinierend. Schon das Cover gefiel mir sehr gut und ich finde es auch passend, weil es ja eben um die gesamte Familie Schnitzler ab Johann Schnitzler geht und nicht nur um eine einzige Person. Genau das gefiel mir an dem Buch auch sehr gut. Eine Geschichte über eine Person wird schnell langweilig, vor allem, wenn man sich nicht schon vorher genau für diese Person interessiert hat. Das war aber in diesem Buch gar nicht der Fall, weil durch die verschiedenen und teils auch sehr unterschiedlichen Personen, die beschrieben wurden, eine gute Abwechslung gegeben war. Diese Personen wurden auch oft sehr detailliert beschrieben, was das Buch aber nicht langweilig machte, weil es eben wirklich eine Geschichte zu diesen Menschen zu erzählen gibt.

Gerade die gute und lange Beschreibung zeigt sehr deutlich, dass die Autorin für dieses Buch sehr gut recherchiert hat, was mir bei solchen Büchern immer mit am wichtigsten ist. Trotzdem ist das Buch nicht unbedingt wie ein Sachbuch geschrieben, jedenfalls ist es nicht so trocken geschrieben. Teilweise lässt es sich lesen wie ein Roman, weil der Schreibstil schon richtig gut ist. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass es nicht nur um die Familiengeschichte der Schnitzlers geht, sondern auch zu einem großen Teil um die Geschichte Europas zu der jeweiligen Zeit und vor allem natürlich auch um die Geschichte der Juden. Das alles macht das Buch zu einem interessanten Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Schnitzlers

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Eine sehr schöne, excellent recherchierte Biografie, die ich aber eher als Sachbuch sehe. Schon wenn man das Buch aufschlägt, fällt einem als erstes auf orangenem Papier der umfangreiche Stammbaum auf. ...

Eine sehr schöne, excellent recherchierte Biografie, die ich aber eher als Sachbuch sehe. Schon wenn man das Buch aufschlägt, fällt einem als erstes auf orangenem Papier der umfangreiche Stammbaum auf. Der Leser wird auf fast keiner Seite allein gelassen, überall gibt es Querverweise und Erklärungen.Auch der Anhang und die folgendenLiteraturhinweise sind sehr ausführlich. Man erfährt sehr viel über das"jüdische Wien" zu Zeiten der Schnitzlers.Ebenso kann man auch viele Bilder der einzelnen Familienangehörigen bewundern, unter anderem Guliana Schnitzler, die im Prolog mitder Autorin und dem Leser über den jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs spaziert. Sie hinterläßt auf den Gräbern Steinchen, diesen Brauch kannte ich auch noch nicht.
Die Geschichte fängt im April 1858 an, Johann Schnitzler ist gerade 4 Tage in Wien und schreibt seinen Eltern einen ersten Brief. Der Schreibstil gefälllt mir sehr gut, er ist im Stil des 19. Jahrhunderts gehalten und hilft, daß Ganze besser zu verstehen.
Der Epilog bringt uhns wieder zum Zentralfriedhof zurück. Guliana und die Autorin haben den Rundgang auf dem Firedhof fast beendet. Guliana steuert als Lezttes das Grab ihres Opas, Heinrich Schnitzler, an. Ihn hat sie sehr geliebt, für sie war er"silly". Hier erzählt sie auch noch ein bißchen aus ihrem Leben.
Eine unbedingte Empfehlung für Liebhaber der"Schnitzlers", man ist nachher um einiges Wissen reicher.

Veröffentlicht am 18.10.2024

Die Schnitzlers

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Untertitel: Eine Familiengeschichte. Die Autorin Jutta Jacobi erzählt die Geschichte der Mediziner- und vor allem Künstlerfamilie Schnitzler. Der berühmteste davon ist sicher Arthur Schnitzler. Die Geschichte ...

Untertitel: Eine Familiengeschichte. Die Autorin Jutta Jacobi erzählt die Geschichte der Mediziner- und vor allem Künstlerfamilie Schnitzler. Der berühmteste davon ist sicher Arthur Schnitzler. Die Geschichte beginnt aber schon mit seinen Urgroßeltern Mitte des vorletzten Jahrhunderts und endet mit der Urenkelin in der heutigen Zeit. Den meisten Raum im Buch nimmt natürlich Arthur Schnitzler ein, gefolgt von seinem Sohn Heinrich und seiner Frau Olga.
Ich hatte mich vorher noch nie intensiv mit der Familie Schnitzler befasst und freute mich auf ein Buch, das als eine Art Biografie über die Familie erzählt und sich nicht im Detail nur um das künstlerische Werk dreht. Zumindest letzteres ist gelungen. Natürlich werden viele Werke erwähnt, auf einige wird auch näher eingegangen, aber mehr im Hintergrund. Das fand ich angenehm. Trotzdem war ich mit dem Buch vor allem am Anfang nicht wirklich glücklich. Die Autorin beschreibt hier ziemlich „umständlich“ die Vorgeschichte der Familie. Sie stellt dann fest: es gibt wenige, vor allem kaum belegbare Quellen. Eigentlich kann man darüber nichts schreiben. Das tut sie aber trotzdem über viele Seiten, so wird ausführlich der (ihrer Vorstellung nach) Leiterwagen beschrieben, mit dem Arthur Schnitzlers Vater nach Wien gekommen ist. Oder ihre Recherchereisen – dort werden die Zugmitreisenden beschrieben oder der Leiter eines Hauses, bei dem sie Papiere der Familie einsehen durfte. Was das mit der Familie Schnitzler zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen. Ich war dann schon etwas genervt und musste mich eine Zeitlang regelrecht zum Weiterlesen zwingen.
Im Laufe des Buches nahmen aber solche Abschweifungen ab und besonders die Zeit nach Arthur Schnitzler, die Beschreibung seines Sohnes, dessen Familie bzw. der Enkel und teilweise Urenkel war dann richtig gut. Im Teil über Arthur Schnitzler konnte ich manche Sprünge in der Geschichte nicht immer nachvollziehen, weil mir das Vorwissen fehlte.
Mein Fazit: Es ist sicher hilfreich, wenn man schon einiges über die Familie Schnitzler (speziell Arthur Schnitzler) weiß, ehe man dieses Buch liest.

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