Cover-Bild Vergeltung
Band 8 der Reihe "Millennium"
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 06.11.2024
  • ISBN: 9783453274525
Karin Smirnoff

Vergeltung

Roman
Leena Flegler (Übersetzer)

Der achte Band der international erfolgreichen Millennium-Reihe

Langsam kehrt die Sonne in den Norden Schwedens zurück, doch die Lage in der kleinen Stadt Gasskas ist düster: Die Bodenschätze der Region werden ohne Rücksicht auf Land und Leute ausgebeutet. Eine Gruppe von Aktivisten, denen sich auch Lisbeth Salanders Nichte Svala anschließt, will verhindern, dass der stillgelegte Tagebau zu neuem Leben erweckt wird. Doch für ihre Vision eines Bergbauimperiums scheuen gnadenlose Unternehmer auch vor Mord nicht zurück. Während Mikael Blomkvist einen neuen Job bei der Gasskaser Zeitung antritt, sucht Lisbeth mit seiner Hilfe nach ihrem verschwundenen Freund, dem Hacker Plague. Als die Fäden zusammenlaufen, erkennt Salander, dass jemand es eigentlich auf sie und Svala abgesehen hat. Und rüstet zum Kampf gegen alte und neue Gegner.

»Frisch, furchtlos, nah an den Vorgängern und trotzdem originell. Eine der weltweit erfolgreichsten Krimireihen könnte nicht in besseren Händen sein. Ich bin ein Fan.« Chris Whitaker

  • David gegen Goliath: Das geniale, furchtlose Duo Salander und Svala tritt an gegen die Ausbeutung von Umwelt und kleinen Leuten
  • »Frisch, furchtlos, nah an den Vorgängern und trotzdem originell. Eine der weltweit erfolgreichsten Krimireihen könnte nicht in besseren Händen sein. Ich bin ein Fan.« (Chris Whitaker)

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2025

Große Enttäuschung

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Inhalt:

Auch in Schweden begeht man Raubbau an der Natur. Lisbeth Salander ist zurück und mit ihr ihre Nichte Svala, die sich einer Gruppe Aktivisten mit Feuereifer anschließt. Lisbeth macht sich aber ...

Inhalt:

Auch in Schweden begeht man Raubbau an der Natur. Lisbeth Salander ist zurück und mit ihr ihre Nichte Svala, die sich einer Gruppe Aktivisten mit Feuereifer anschließt. Lisbeth macht sich aber zunächst eher Sorgen um ihren alten Hackerkumpel Plaque, der verschwunden ist. Helfen soll ihr Mikael Blomlvist, der einen Neustart bei einer Zeitung wagt. Schon bald müssen aber alle feststellen, dass es um weitaus mehr geht, als sie bis dahin noch gedacht haben und die Gefahr für Leib und Leben nie näher war.

Meine Meinung:

Große Enttäuschung

Immer, wenn ich irgendwas in Zusammenhang mit Stieg Larssons Millennium-Büchern sehe oder so ein Buch angekündigt wird, dass sich in die Reihe einfügen soll, steigt mein Puls. Nach wie vor ist die ursprüngliche Millennium-Trilogie für mich das beste, was ich bisher in meinem 43 Jahren Leseleben auf dem Krimi-/Thriller-Sektor gelesen habe. Deswegen ist es einfach so, dass die Erwartungen an alle, die sich trauen, hier weiterzuschreiben sehr sehr hoch.

Auch Frau Smirnoff hat also den Mut bewiesen und wollte hier weiterschreiben. Lisbeth und Mikael sollten weiterleben. Eigentlich sehr löblich, denn ich glaube ich bin nicht allein damit, dass Lisbeth eine meiner liebsten Protagonistinnen ever ist und auch bleiben wird. So habe ich wirklich mit klopfendem Herzen hier das Buch aufgeschlagen und zu lesen begonnen.

Ganz schnell war da ein Gefühl in mir, dass ich gar nicht recht beschreiben kann. Meine Augenbrauen wanderten eigentlich ständig gen Zimmerdecke, weil ich mich wirklich gefragt habe, was da gerade passiert.

Und was noch viel wichtiger ist, was bitte passiert da mit meiner geliebten, total unkonventionellen Lisbeth?! Natürlich bleibt sie nicht ewig Anfang 20, das ist ja klar! Aber wo ist DER Lisbeth-Vibe? Dieses wirklich alle Regeln mit Füßen treten und seine eigenen aufstellen. Sein Leben so zu leben, wie man es will? Eine zahnlose Lisbeth will glaube ich kein Fan der Reihe, auch keine farblose Lisbeth. Nur leider ist genau das hier der Eindruck, den die Autorin vermittelt.

Statt mit den etablierten Eigenschaften von Lisbeth und Mikael zu arbeiten und in die jetzige Zeit zu transportieren, hat sie beide meiner Meinung nach schon fast kastriert. Und sie wirft mit Gewalt, mit Allgemeinplätzen um sich, häuft alles mögliche böse an, was man nur kriegen kann und wirft dem Leser dies vor die Füße.

Zu keinem Zeitpunkt war ich wirklich mitgerissen. Ich war mehrere Male kurz davor, abzubrechen, aber dann habe ich gedacht, die Seitenzahl ist recht annehmbar und wer weiß, vielleicht kommt ja „gleich“ DIE überraschende Wendung und mich hauts schier von der Couch vor Begeisterung.

Wo ich anfangs erst dachte, ach wie schön, jetzt kommen die ganzen schwedischen Straßennamen, Ortsnamen, die Namen der Figuren, alles schwedisch, ist wie heimkommen! So war es wirklich nach kurzer Zeit, dass ich nur noch schwedisches Smörebröd im Kopf hatte. Einfach alles etwas zu viel, drüber.

Sollte hier also noch ein Teil folgen, bin ich leider jetzt raus. Eher lese ich die ersten, original von Stieg Larsson verfassten 3 Teile, die Millennium-Trilogie, noch mal mit Wehmut und schaue die Filme.

Schade!

Fazit:

Ein schwedischer Umweltkrimi, mit allem, was man hier vielleicht nicht erwartet oder auch nicht haben mag, leider kein würdiger Nachfolger für Stieg Larssons Millennium-Trilogie.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Zerrissen

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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (6. November 2024)
ISBN-13: 978-3453274525
Originaltitel: Lokattens klor
Übersetzung: Leena Flegler
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Zerrissen

Inhalt:
Lisbeth ...

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (6. November 2024)
ISBN-13: 978-3453274525
Originaltitel: Lokattens klor
Übersetzung: Leena Flegler
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Zerrissen

Inhalt:
Lisbeth Salanders Nichte Svala hat sich einer Aktivistengruppe angeschlossen, die sich gegen die Wiederbelebung des alten Tagebaus in Gasskas stark macht, da es für die Umwelt verheerende Auswirkungen hätte. Doch auf der anderen Seite stehen die Reichen und Mächtigen, und die schrecken auch vor Mord nicht zurück.

Meine Meinung:
Leider muss ich sagen, dass die Reihe immer mehr schwächelt. Die ersten drei Bände von Stieg Larsson waren klasse, die nächsten drei von David Lagercrantz noch gut. „Verderben“ - der erste Band aus Karin Smirnoffs Feder - war noch okay, aber „Vergeltung“ ist leider noch schwächer.

Mit der Millennium-Trilogie hat das alles nicht mehr viel zu tun. Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander sind kaum mehr als Statisten. Und die dreizehnjährige Svala kann deren ursprüngliche Rolle nicht wirklich ausfüllen. So wirken sämtliche Figuren reichlich blass und nebulös.

Ja, die Handlung zeigt hin und wieder spannende Momente. Sie ist vielschichtig und damit nicht uninteressant. Aber ich hatte immer wieder den Eindruck, dass Smirnoff sie nicht wirklich im Griff hatte. Es gibt so viele lose Fäden, die einfach nicht zu Ende geführt wurden. Die Autorin wirft den Lesenden in rasanter Abfolge irgendwelche Fetzen hin, vergisst aber diese zu verknüpfen bzw. weiterzuführen und die Hintergründe zu klären. Und sobald sich eine Figur in einer scheinbar ausweglosen Situation befindet, geht sie über den Jordan. Da hätte ich von der Autorin doch etwas mehr Fantasie und Gespür für Lösungen erwartet.

Fazit:
Band 8 der Millennium-Reihe konnte mich nicht überzeugen. Ich bleibe innerlich so zerrissen zurück wie die Handlung.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 06.12.2024

Leider enttäuscht

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Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen. Mit großer Neugier habe ich auf diesen Band gewartet, besonders weil mir die ersten Bücher so gut gefallen haben. Doch leider konnte mich dieses Buch nicht ...

Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen. Mit großer Neugier habe ich auf diesen Band gewartet, besonders weil mir die ersten Bücher so gut gefallen haben. Doch leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht. Dennoch fehlt etwas Entscheidendes: die Tiefe und der Sog, der mich normalerweise beim Lesen fesselt. Obwohl die Kapitel angenehm kurz gehalten sind, konnte ich nicht die Spannung spüren, die ich mir gewünscht hätte. Es gab zwar einige Momente, die aufhorchen ließen, aber diese waren zu selten und nicht ausreichend, um mich bei der Stange zu halten.

Ein großes Problem hatte ich mit den Charakteren. Sie wirken flach und blass, ich konnte keine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen, was es mir schwer machte, wirklich mitzufiebern. Die Handlung selbst ist nicht ohne Potenzial. Einige Ansätze haben mir gefallen, und es gab durchaus spannende Ideen. Leider blieben diese oft nur angedeutet oder wurden nicht konsequent zu Ende geführt. Manchmal wirkte es so, als hätte die Autorin Schwierigkeiten gehabt, die losen Enden der Geschichte zusammenzuführen. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass die Geschichte nicht vollständig durchdacht war.

Für mich bleibt es leider eine Enttäuschung

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Die Krallen der Heuschrecken

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Umweltzerstörung durch die kriminellen Machenschaften dubioser Unternehmen ist ein aktuelles Thema, das im speziellen Fall nicht nur skandinavische Krimi- und Thrillerautoren sondern auch deren Leser umtreibt, ...

Umweltzerstörung durch die kriminellen Machenschaften dubioser Unternehmen ist ein aktuelles Thema, das im speziellen Fall nicht nur skandinavische Krimi- und Thrillerautoren sondern auch deren Leser umtreibt, sich in einen spannenden Plot integrieren lässt und für sehr gute Verkaufszahlen sorgt. Zumindest kann man das vermuten, wenn man sich die diversen Neuerscheinungen anschaut.

Und auch Karin Smirnoff reiht sich mit „Vergeltung“ (Originaltitel Lokattens klor d.h. Die Krallen der Heuschrecken), der Fortsetzung von Stieg Larsons erfolgreicher Millenium-Reihe hier ein. Ging es in dem ersten Teil um einen Windpark, ist hier nun ein stillgelegter Tagebau das Objekt der Begierde. Wenn es nach den Investoren und anderen dubiosen Entscheidungsträgern geht, soll diese Mine reaktiviert werden, was zweifelsohne verheerende Umweltschäden verursachen würde. Natürlich ruft das eine Gruppe engagierter Aktivisten auf den Plan, unter ihnen auch Lisbeth Salanders Nichte Svala, die dies mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern möchten.

Aber damit nicht genug, zumindest nicht für die Autorin. Wie bereits im Vorgänger müssen natürlich auch noch korrupte Behörden, Rechtsradikale und Profikiller ihren Auftritt haben, nicht zu vergessen die Vergangenheit des kleinen Dorfes im schwedischen Norden. All das gespickt mit jeder Menge völlig überflüssiger Gewaltdarstellungen samt einem unterirdischen Sprachniveau. Salander und Blomkvist hingegen spielen nur Nebenrollen, so dass ich mich immer wieder gefragt habe, wo denn nun die Bezüge zu Millenium sind.

Nein, das ist meiner Meinung nach keine gelungene Fortsetzung, und mir scheint es an der Zeit, dass die Rechte-Inhaber endlich begreifen, dass sie mit dem Gestümper, das die Epigonen abliefern, Larsons Erbe beschädigen. Aber dafür ist wohl der finanzielle Anreiz zu groß, siehe dazu auch den Originaltitel des Buches.