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Veröffentlicht am 31.03.2026

Tödliche Spiele

Curses & Betrayal (Game of Covens 1)
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Inhalt:

Romina ist Teil eines Hexenzirkels. Sie gehört zu den Tränkebrauern und ist da auch sehr umtriebig und erfindungsreich. Alles könnte schön sein, ruhig, doch ihr Zirkel versteckt ich nach dem ...

Inhalt:

Romina ist Teil eines Hexenzirkels. Sie gehört zu den Tränkebrauern und ist da auch sehr umtriebig und erfindungsreich. Alles könnte schön sein, ruhig, doch ihr Zirkel versteckt ich nach dem Überfall eines anderen Zirkels und alles läuft nur heimlich, unter größter Sorgfalt ab. Dann stirbt der Hexenkönig und ein jeder Zirkel muss ein Mitglied nach Venedig zu traditionellen Spielen senden, um den neuen König zu bestimmen. Romina freut sich trotz der Gefahren sehr darauf, in die normale Welt und dann auch noch Venedig zu kommen. Doch dort lässt sie sich auf eine Nacht mit einem ihr Unbekannten ein und muss dann feststellen, dass er sehr wohl wusste, wer sie ist und dass er eigentlich ihr Todfeind ist. Und für Romina beginnt eine Zeit der Prüfungen, mehr, als sie geahnt hat!

Meine Meinung:

Tödliche Spiele

Wie immer hat mich das Cover erst so richtig in Natura erwischt. Ich finds super gemacht, mit dem Raben, den stilisierten Nebelfäden… findet sich alles im Buch wieder! Und wenn man sich beide Teile der Dilogie nebeneinander vorstellt, sie passen super zusammen!

Mich hat vorher schon die Kurzbeschreibung sehr angesprochen und deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, dass ich es für den Cove-Verlag lesen und rezensieren durfte. Dass es so lange gedauert hat, war leider meinem Leben geschuldet.

Es war total leicht, in die Geschichte reinzukommen und dann war ich gefangen und hätte am liebsten in einem Streifen durchgelesen. Die Story hat wirklich ziemlich viel, was ich persönlich mir immer von Romantasy wünsche. Es gibt ein leicht vorstellbares, weil gut dargestelltes Setting, die Figuren sind sehr nahbar. Und man folgt Romina sehr gerne nach Venedig, begibt sich mit ihr auf die -oftmals gefährliche- Suche nach den Dingen, die sie für die Spiele benötigt und kann sie so gut verstehen, dass sie das ganze in der „normalen“ Welt sehr genießt.

Ebenso kann frau das sehr nachvollziehen, dass sie sich auf das knisternde Abenteuer mit Ayden einlässt. Und auch wenn man ahnt, wohin das führt, es gibt so viel zu erleben und ganz wichtig: Einen Sidekick, den man einfach mögen muss! Ich verrate jetzt mal nichts!

Insgesamt glaube ich, die Autorin wollte hier das Rad nicht neu erfinden, hat aber eine tolle Art, bekanntes und auch gewolltes zu verquicken und einen mitzureißen. Deswegen ist für mich auch ganz klar, ich lese Teil 2 definitiv. Ich will ja schließlich wissen, wie es weitergeht!

Fazit:

Der erste Teil einer Romantasy um Hexenzirkel, Magie und tödliche Spiele um einen Hexenthron, die wirklich Lesespaß bedeutet und als Extra einen klasse Sidekick mitbringt.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Zauberhaft und lehrreich

The Cat Year
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Inhalt:

Durch das Jahr mit Katzen, den Zauberwesen schlechthin, Monat für Monat begleitet von einer Katzenrasse, Mythen, Legenden, Spieletipps, magischen Ritualen und Yogaübungen von Katzen inspiriert.


Meine ...

Inhalt:

Durch das Jahr mit Katzen, den Zauberwesen schlechthin, Monat für Monat begleitet von einer Katzenrasse, Mythen, Legenden, Spieletipps, magischen Ritualen und Yogaübungen von Katzen inspiriert.


Meine Meinung:

Zauberhaft und lehrreich

Das zweite Buch, wo mein Katzenmamaherz vor dem Lesen hüpfte und sich angesprochen fühlte. Und so habe ich mich sehr über dieses Exemplar gefreut.

Rein optisch ist es schon wunderschön gestaltet, die Illustrationen außen und durch das ganze Buch von Anastasia Stefurak sind wirklich wunderbar, Auf dem Cover noch durch mettalicgrüne Akzente, wirklich superschön und wertig gestaltet.

Was erwartet man von so einem Geschenkbuch? Zuallererst sollte einen das Büchlein schon gleich durch die Optik berühren, was hier zumindest bei mir perfekt funktioniert hat (aber auch meinen Mann, der sich das Buch gleich geschnappt hat, nachdem ich es mit einem Katzenmama-Lächeln im Gesicht gelesen hatte!).

Es gibt mit Sicherheit schon etliche solcher Sammelsurien allerlei kätzischen Dingen, das würde ich gar nicht abstreiten. Allerdings finde ich eben die Art und Weise sehr ansprechend. Die Farbgebung macht es schon deutlich, hier kommt kein dröger Ratgeber daher, sondern wirklich etwas leicht und luftig geschriebenes für Liebhaber, um eigentlich auf literarische Art und Weise unsere pelzigen Lebensgefährten noch mal zu feiern, ihnen quasi einen liebevollen Rahmen zu geben.

Jedem Monat sind z.B. bestimmte Katzenrassen zugeordnet. Hier kommt auch mein einziger Kritikpunkt. Es wurden auch Qualzuchten dargestellt, da hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht, bzw. dass diese eben keinen Eingang finden. Ansonsten fand ich die Beschreibungen kurz und aussagekräftig für Kenner, die diese Passagen bestimmt häufig mit einem lächelnden Nicken gelesen haben.

Die Legenden und Mythen fand ich so richtig toll. Manches ist einem ein Begriff, anderes war mir jetzt nicht geläufig und fand ich wirklich interessant. Aber auch hier alles so geschrieben, dass es sich ganz leicht und geschmeidig lesen lässt und vielleicht den ein oder anderen anregt, hier mal die Suchmaschine glühen zu lassen, weil man mehr erfahren möchte.

Auch Anregungen für Spiel und Spaß und feine Kleinigkeiten für das schöne Zusammenleben mit Katzen dürfen nicht fehlen (wir brauchen unbedingt Tischtennisbälle!).

Bei den Yogaübungen á la Katz habe ich mich ertappt, wie ich im Geiste mich schon „verrenkt“ habe, aber man kann es echt mal probieren! Klingt vielleicht auf den ersten Blick schwierig, aber wer weiß, mit ein bisschen Übung tut man sich eventuell doch was gutes!

Zu guter Letzt sind da die magischen Rituale, die bei unterschiedlichen Anfordernissen helfen sollen. Ob man daran nun glaubt, soll jeder selbst entscheiden. Aber vielleicht muss man sich einfach nur mal drauf einlassen! Es tut ja niemandem weh. Und wenn man den Katzen und sich damit etwas gutes tut oder die Beziehung vertieft und stärkt, ist das doch toll!

Alles in allem wirklich ein ganz zauberhaftes Geschenk für Katzenmenschen, ein Mitbringsel mit Herz, wo mir selbst schon jemand vorschwebt, dem ich ein Exemplar schenken werde.

Fazit:

Ein liebevoll gestaltetes und zusammengestelltes Geschenkbuch für Katzenmenschen mit kleinem Manko, über das vielleicht auch der ein oder andere hinwegsieht.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Slow Burn wird zu Hot Chili!

Dance of Stars and Ashes
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Inhalt:

Dämonen bedrohen Dharati und damit auch das Leben aller Einwohner und wahrscheinlich des ganzen Landes. Auch die neue Königin muss sich dem stellen. Zarya ist gewillt, mit allem zu kämpfen, was ...

Inhalt:

Dämonen bedrohen Dharati und damit auch das Leben aller Einwohner und wahrscheinlich des ganzen Landes. Auch die neue Königin muss sich dem stellen. Zarya ist gewillt, mit allem zu kämpfen, was sie bieten kann und entdeckt so auch einige ihrer eigenen Geheimnisse. Und etwas anderes tritt ans Tageslicht und überrascht und überwältigt Zarya gleichemaßen und bringt ihr Herz und ihre Seele ziemlich durcheinander. Doch ob es wirklich gut ist, sich darauf einzulassen, kann zunächst niemand vorhersagen. Und ebenfalls weiß niemand, ob Zaryas Gefühle oder ihre Magie ihr selbst im Wege stehen und sie gar ins Verderben ziehen.


Meine Meinung:

Slow Burn wird zu Hot Chili!

Ich hatte ja gesagt nach dem 1. Band, ich muss hier weiterlesen. Und gut, dass ichs getan habe. Mir macht dieses bunte, wilde Treiben (welch Wortwitz!) wirklich sehr viel Spaß. Und hat mich der 1. Band im Rahmen einer Leserunde noch angefüttert, so habe ich mir den 2. selbst besorgt.

Schön ist zunächst erst mal die Optik. Nicht so überladen, aber indisch-bunt, mit dem Dolch auf dem Farbschnitt, diesmal alles basierend auf dem klar lila Grundton, mit golden anmutenden Akzenten und auch wieder sehr schön fürs Auge. Das Äußere ist auch hier wieder Verheißung für das, was im Buchinneren passiert.

Ich habe mich wirklich zu Beginn sehr gemütlich mit dem Buch hier auf der Couch eingekuschelt und gedacht, es geht jetzt in dem moderaten Tempo wie im ersten Band weiter. Irrtum! Aber ein cooler Irrtum! Es wurde rasant, es wurde gefährlich, es wurde sehr hot und hat mich doch mal seufzen lassen und oh ja, ich hätte eine Figur gern mal so wie Zarya gesehen. Sorry, bin auch nur eine Frau! Und ich verrate jetzt ganz bewusst nicht, von wem die Rede ist.

Die Autorin hat hier wirklich eine Menge rausgehauen, was man so von Romantasy mittlerweile erwarten kann. Action und das wirklich nicht zu knapp, Magie, da wird einem schwindelig und eben Romance und „Spice“ (ich werde das Wort niemals mögen können!), was der erste Teil irgendwie in der Ausprägung nicht so angedeutet hat. Aber es ist auch kein Zuviel, es lässt ein zusätzliches Knistern entstehen, passt für meine Begriffe in die Story und zur Dramatik, die sich dann entwickelt, wunderbar dazu.

Zaryas Entwicklung ist bemerkenswert und man kann ihr wirklich dabei zusehen, wie sie sich alles erschließt und wie sie Dinge erlebt. Ich mag sie nach wie vor sehr und Yasen eh! So einen besten Freund wünscht man sich doch wirklich!

Toll fand ich, dass man einen der Bösen nicht sofort identifiziert hat, vielleicht geahnt, aber so wirklich war er nicht erkennbar. So blieb die Spannung, wer da was verzapft, schön hochgehalten. Klar, die Feinde aus dem ersten Teil sind hier auch noch im Spiel, aber es gibt halt noch mehr!

Deswegen, wenn man eins von der Reihe sagen kann, dann dass es nie langweilig wird. Gut, die indischen Begrifflichkeiten sind für mich persönlich immer noch das Manko und auch die vielen vielen Wesen und Völker, da kann man schon mal durcheinanderkommen, aber hier gibt’s auch diesmal das Glossar am Ende.

Nichtsdestotrotz freue ich mich jetzt schon auf den 3. Teil, der ja bald erscheint und den ich selbstverständlich auch wieder verschlingen werde!

Fazit:

Ein toller, rasanter 2. Teil der spicy Romantasy im Indien-Setting mit viel Action, aber eben auch Romance und Herzklopfen sowie tollen Magiesequenzen. Ich bin auch beim 2. Teil begeistert und freue mich auf Teil 3!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Der Titel sagt alles!

Where the Night Falls (School of Darkness 1)
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Inhalt:
Aurelias Vater ist Lehrer an der Hill Cove Boarding School, die auf einer kleinen Insel liegt. Der Einfachheit halber geht sie natürlich dort auch zur Schule, genau wie weitere Menschen und Nachtwesen, ...

Inhalt:
Aurelias Vater ist Lehrer an der Hill Cove Boarding School, die auf einer kleinen Insel liegt. Der Einfachheit halber geht sie natürlich dort auch zur Schule, genau wie weitere Menschen und Nachtwesen, die an diesem höchst elitären Internat gemeinsam ausgebildet werden. Und eigentlich sollte das dazu beitragen, dass die unterschiedlichen Spezies sich annähern, doch hier gibt es offensichtlich viele Probleme. Erst recht, was Aurelia, genannt Auri, selbst angeht. Sie hat ihre Magie nicht unter Kontrolle und alle geben ihr das Gefühl, minderwertig, ein Freak, zu sein, nicht zuletzt sie selbst am meisten. Zu allem Überfluss gibt es jemanden, der ihr Herz erst erobert hat und sie nun nach einer undurchschaubaren Abwesenheit mit Nichtachtung straft und stattdessen mit einer anderen Schülerin, wie er ebenfalls eine Werwolf, mehr als vertraut ist. Doch dann verschwinden Schülerinnen und ein Geheimnis nach dem anderen offenbart sich Auri und Nate, dem Alpha.

Meine Meinung:

Der Titel sagt alles!

Ich habe mich riesig gefreut, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde hätte lesen dürfen, wenn mir da nicht ein Unfall dazwischen gekommen wäre. Wenn auch später, aber ich habe die Lektüre sehr genossen!

Zunächst habe ich erst beim Zurechtlegen fürs Lesen (gestatten, Monk...) das wunderschöne Äußere des Einbandes nach Abnahme des Schutzumschlages gesehen. Wirklich ganz zauberhaft! Übrigens, an dem Duftsticker außen habe ich gerieben wie doof und nichts gerochen. War aber nicht soooo wichtig, aber vielleicht kann mir ja mal jemand sagen, wonach das riechen sollte.

Direkt von Beginn an hat die Autorin es -wieder mal!- mit Leichtigkeit geschafft, mich in die wirklich düstere Atmosphäre auf der Insel und auch im Internat selbst, zu ziehen. Ich war an Auris Seite, ich habe ihren Herzschmerz gespürt, ihre Verzweiflung, weil sie sich so anders fühlt und außer ihres Halbbruders und ihres Vaters offenbar niemand ein Herz für sie hat.Ich finde schon, dass da die Emotionen durch den Schreibstil, die Wortwahl gut rübergebracht werden.

Überraschend sind dann gewisse brutale Dinge, die passieren, auch gruselige Vibes tauchen auf, wo man erst mal nicht mit rechnet. Aber alles in allem passt es dann wieder sehr sehr gut in das Ambiente.

Mir gefielen dann aber auch die Romance-Anteile, bin halt manchmal doch noch ein Mädchen tief in mir drin, was ein bisschen was fürs Herz schon mal gern hat. Und wie gesagt, ich war da ganz an Auris Seite und habe eine Menge mit durchgemacht und ja, auch schon mal ein Tränchen verdrückt an bestimmten Stellen.

Schön fand ich die Karte vorne im Buch, so konnte man die Szenen sehr gut verorten und sich noch mehr reindenken. Auch dass eine Playlist aufgeführt wurde, hat mir gefallen. Wenn ich jetzt noch wüsste, an welcher Stelle was von der Autorin angedacht war, wäre ich glücklich!

Wer hierzu greift, dem sei gesagt, am Ende gibt’s noch ein mächtiges, unverhofftes Badabumm und ein Cliffhänger par excellence! Und die Beruhigung: Bald kommt Teil 2, da kann nicht nur ich auf „Erlösung“ hoffen!

Was ich noch nicht so ganz verstehe, sind die Farben AUF dem Buch selbst im Gegensatz zu den Schulfarben IM Buch. Aber vielleicht gibt es da ja auch im 2. Teil eine Erklärung.

Die unterschiedlichen Spezies fand ich spannend, da hätte ich gerne noch mehr optisches zu. Was die Magie und Auris eigenes Wesen angeht, bin ich auch hier mächtig gespannt, was im 2. Teil da noch auf uns zukommt.

Ich glaube man merkt schon, dass ich hier Lesespaß hatte und ich mag ja auch Berils Art zu schreiben, deswegen freu ich mich auch Band 2 und würde mal sagen, lest die Bücher!

Fazit:

Romantasy mit Dark Academia-Vibes vom Feinsten, Beril Kehribar hat mich für meinen Teil auch hier bestens unterhalten und wer ihre anderen Bücher mochte, darf hier auch gern zugreifen, aber auch diejenigen, die gerne dunklere Romantasy lesen und die Autorin noch nicht kennen können hier echt Freude dran haben!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Falsche Vorstellungen!

Masha – Mein geliebtes Monster
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Inhalt:
An einem bestimmten Punkt in seinem Leben findet Caleb Carr Masha und nimmt sie zu sich. In 17 Jahren erleben die beiden sehr viel miteinander, gehen beide gesundheitlich einen schweren Weg, der ...

Inhalt:
An einem bestimmten Punkt in seinem Leben findet Caleb Carr Masha und nimmt sie zu sich. In 17 Jahren erleben die beiden sehr viel miteinander, gehen beide gesundheitlich einen schweren Weg, der die beiden nach eben 17 Jahren auch wieder trennt. In dem Buch erzählt der Autor diese Geschichte.

Meine Meinung:

Falsche Vorstellungen!

Wer mich kennt der weiß, solche Geschichten über Menschen und ihre kätzischen Gefährten treffen bei mir immer einen bestimmten Nerv. Ich wünschte, ich könnte selbst die Geschichte von Wallee und uns erzählen... oder andere würde das dann auch interessieren! So war es hier wirklich nicht verwunderlich, dass ich mich sehr gefreut habe, das Buch lesen zu können. Zumindest nach dem, was von Verlagsseite aus über das Buch geschrieben wurde und ich dachte, darin zu finden.

Zunächst kam es mir dann auch so vor, gut gemeinte Ratschläge für Neu-Katzeneltern, etwas über unterschiedliche Katzenrassen und dann eben auch über Mashas Rasse. Kann man mal machen, fand ich dann aber irgendwann nervig und ich hab auch mehrmals die Beschreibungen zum Buch abgesucht, ob ich da vielleicht was überlesen hatte. Hatte ich nicht.

Nächster Stolperstein waren dann die ständigen, sehr traumatisierenden Rückblenden in die Kindheit und die Familiengeschichte des Autors, in der aber auch Katzen schon eine große Rolle gespielt haben. Gewalt, Traumatisierungen, dadurch psychische Schwierigkeiten und eben die -wie ich finde- ungesunde Konzentration auf ein Leben mit Katzen als Lebenshilfe und sehr vermenschlichenden Zügen versehen, das nahm dann für mich irgendwann wirklich überhand.

Und ich habe vermisst, dass wirklich Masha die Hauptrolle spielt. Vielmehr ist es der Autor und eine quasi Abrechnung oder der Versuch einer Aufarbeitung seiner psychischen und physischen Verletzungen in der Kindheit.

Ich finde, hier gehört eine Warnung aufgedruckt, dass gewisse Erzählstränge Personen mit ähnlicher Vergangenheit böse getriggert werden könnten. Und man hätte nicht dieses Buch als rührseliges, einfaches Buch darstellen dürfen. Denn hier geht es eigentlich darum, was im Leben des Autors wirklich schief ging, von Beginn an und dass er auch noch gesundheitlich sehr gebeutelt am Ende einer Katze begegnet, die ebenfalls kein leichtes Leben und wie er nun gesundheitlich massiv struggelt.

Es ist eben keine fluffige Geschichte, die man vielleicht mit Tränen abschließt, weil am Ende leider der Verlust des geliebten Tieres steht. Nein, hier liegt zum Teil wirklich ein hartes menschliches Schicksal in Memoiren-Form vor, was man als Katzenmensch eben nicht mehr eben liest, weil man selbst z.B. gerade solch einen Verlust zu beklagen hat und sich einfach nicht allein fühlen möchte. Da reißen es auch nicht die Fotos von Masha und anderer Katzen aus dem Leben des Autors raus, die das ganze für mich z.B. noch realer und somit bedrückender gemacht hat. Nein, die Katzenmama in mir hat sich hier nicht gut aufgehoben oder verstanden gefühlt.

Ja, ich weiß, wir schreiben unseren Katzen allesamt bestimmte Eigenschaften zu und lieben sie bis zum Mond und zurück, aber es gibt immer ein „Drüber“ und das habe ich zum Teil hier beim Autor empfunden. Deswegen war es die ganzen 400 Seiten kein Lesevergnügen.

Fazit:

Kein Buch für Katzenmenschen, die auf eine leichte Lektüre hoffen, um sich vielleicht verstanden zu fühlen. Eher eine sehr bedrückende, traurige und traumatisierende Lebensgeschichte und vielleicht der Versuch der Aufarbeitung des leider schon verstorbenen Autors.

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