Cover-Bild Fans des unmöglichen Lebens

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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: cbj
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 28.09.2020
  • ISBN: 9783570164211
Kate Scelsa

Fans des unmöglichen Lebens

Catrin Frischer (Übersetzer)

Drei Außenseiter, eine wunderbare Freundschaft und eine komplizierte Liebe ...

Mira, Jeremy und Sebby sind alle Außenseiter aus unterschiedlichen Gründen. Jeremy wurde Opfer einer Mobbingkampagne, Mira musste die Schule wechseln, und Miras bester schwuler Freund Sebby hat Probleme in seiner Pflegefamilie. Als Jeremy Mira und Sebby kennenlernt, tut sich für ihn eine neue Welt auf – und er verliebt sich Hals über Kopf in den faszinierenden Sebby. Wenn sie zusammen sind, kann das Leben Jeremy, Mira und Sebby nichts anhaben. Doch langsam merkt Jeremy, wieviel Verletzlichkeit sich hinter der zerbrechlichen Fassade der anderen verbirgt …

»Ein wunderbarer Jugendroman über erste Liebe und die transformierende Kraft von Freundschaft für alle Fans von »Das also ist mein Leben«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2020

Schwache Geschichte

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Meine Meinung zum Buch

Das Cover ist durch die bunten Farben und den weißen Hintergrund ein echter Blickfang. Man kann nicht erahnen, was sich im Inneren befindet, weiß aber, dass es sich um ein Jugendbuch ...

Meine Meinung zum Buch

Das Cover ist durch die bunten Farben und den weißen Hintergrund ein echter Blickfang. Man kann nicht erahnen, was sich im Inneren befindet, weiß aber, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.
Der Schreibstil hat mir während des Lesens ziemliche Probleme bereitet. Das Buch wurde aus Sichten erzählt, die auch immer andere Perspektiven hatten. Während man die Kapitel aus Jeremys & Miras Sicht gut lesen konnte, hatte ich bei Sebbys Sicht große Schwierigkeiten. Beim lesen wurde man immer direkt angesprochen, was besonders am Anfang sehr komisch war. Außerdem waren die Kapitel ziemlich kurz und sprunghaft.

In der Geschichte lernt man Mira, ein junges Mädchen, dass an Depressionen leidet, Jeremy, der furchtbar gemobbt wurde und Sebby, der bei einer überforderten Pflegemutter wohnt kennen. Sebby und Mira sind schon von Beginn der Geschichte an befreundet und schließen auch Jeremy schnell in ihr Herz.
Jeder der drei hat schlimme Probleme, die meistens alleine versucht werden zu klären. Das haut aber meistens nicht hin.

Die Geschichte an sich hat keine wirkliche Handlung, tröpfelt eher dahin und zeigt das Leben der drei. Ich konnte mit keinem warm werden und habe auch deren Verhalten selten nachvollziehen können. Es wirkte trotz der Einblicke in die Gefühlswelt sehr oberflächlich und schwammig. Vieles wurde nie richtig aufgeklärt und wurde nur so nebenbei erwähnt.
Am meisten bin ich allerdings von dem Ende enttäuscht. Man weiß weder, wie sich alles weiterentwickelt hat noch was mit allen passiert. Es gab einen nichtssagenden Epilog, der noch mehr Fragezeichen aufgeworfen hat.

Fazit

Ein Jugendbuch, welches viele wichtige Themen anschneidet, aber nicht wirklich damit arbeitet. Man bekommt eine offene Handlung, die nicht beendet wird und ziemlich enttäuschend ist. Mir persönlich hat auch die Triggerwarnung gefehlt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Ein sehr ambivalenter, intensiver Coming-of-Age-Roman, der es dem Leser nicht gerade leicht macht.

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Ich habe diese Geschichte bereits vor eineinhalb Wochen beendet und lange überlegen müssen, was ich von ihr halten soll. Denn "Fans des unmöglichen Lebens" ist ein sehr ambivalenter, intensiver Coming-of-Age-Roman, ...

Ich habe diese Geschichte bereits vor eineinhalb Wochen beendet und lange überlegen müssen, was ich von ihr halten soll. Denn "Fans des unmöglichen Lebens" ist ein sehr ambivalenter, intensiver Coming-of-Age-Roman, der es dem Leser nicht gerade einfach macht, ihn zu mögen oder ihn zu verfolgen. Mit den vielen ernsten Themen und dem bissigen Humor ist die Geschichte definitiv keine Komödie, aber auch kein düsteres Drama. Stattdessen steht das Werk auf wunderbare Art und Weise dazwischen und lässt einen gleichzeitig lachen und weinen.


Jeremy: "Mögen wir unmöglich leben", sagte Sebby, als er die Augen aufschlug. "Allen Erwartungen zuwider. Mögen die Leute uns angucken und sich fragen, wie solche Juwelen in der traurigen Wüste der Welt funkeln können. Mögen wir das unmögliche Leben leben."


Cover und Klapptext lassen die Story wie ein süßes Jugendbuch über Außenseiter klingen. Das mag auch nicht ganz verkehrt sein, die Geschichte kommt jedoch weitaus düsterer und schwieriger daher als ich das aufgrund der Gestaltung vermutet hätte. Der weiße Hintergrund, die farbenfrohen Striche und Kringel, die drei kleinen Figuren und der große, blaue Titel schreien geradezu "süß und harmlos", was zwei Adjektive sind, die mir im Zusammenhang mit dieser Geschichte wohl nie eingefallen wären. Mein Fazit zur Gestaltung also: sehr süß und rund, jedoch ein bisschen irreführend. Auch innerhalb der Buchdeckel ist mit zwei Titelseiten, die die Geschichte in zwei Teile einteilen, viel Schönes dabei, mir fehlt aber etwas ganz Essenzielles: eine Triggerwarnung. Denn zwischen den so hübschen Seiten stecken unter anderem die Themen Selbstmord, Depression, Selbstverletzung, Panikattacken und Drogenmissbrauch.


Erster Satz: "Am ersten Tag meines zweiten Highschooljahres war mir irgendwie die Fähigkeit, einen Schlips zu binden, abhandengekommen."


Kein Wunder also, dass ich "Fans des unmöglichen Lebens" nicht gerade als Wohlfühlbuch bezeichnen würde. Schon von Beginn an lag hier etwas Seltsames, Erdrückendes in der Luft, das mich instinktiv aus Selbstschutz Abstand zu den Figuren hat wahren lassen. Auch wenn wir relativ harmlos in das Leben der drei Hauptcharaktere eingeführt werden und erst später mehr über die Hintergründe ihres Außenseitertums und ihre Probleme erfahren, ist der Erzählton eher ironisch-anklagend, sodass ich mich emotional und auch inhaltlich nie ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Verstärkt wurde diese negative Vorahnung durch die sehr ungewöhnliche Erzählweise aus drei verschiedenen Perspektivarten. Während Jeremy als Ich-Erzähler fungiert und für Mira ein personaler Er-Erzähler gewählt wurde, erzählt Sebby aus der gewöhnungsbedürftigen Du-Perspektive. Nachdem sich meine Verwunderung über diesen stilistischen Zug der Autorin gelegt hatte, verstand ich, dass sich durch die Erzählperspektive in gewisser Weise das Verhältnis von Leser und Figur abbildet. Während man mit Jeremys inneren Prozessen noch mitfühlen kann, ist Mira mit ihren Gedanken und Gefühlen schon weiter entfernt vom Leser. Und Sebbys den Leser direkt ansprechendes "Du" wirkt fast wie ein Vorwurf an den Leser, der sagt "Du könntest das hier sein", "Du könntest durch das Raster gefallen sein", "Du könntest dich so fühlen" wie er.


Sebby: "Erzähl mir eine Geschichte", sagst du. "Okay", sagt sie. "Was für eine?"
"Eine, die davon handelt, dass wir immer weglaufen können."
Sie lächelt. Du atmest ihren Duft ein. Sie riecht wie ein sicherer Ort. Wie Geborgenheit."



Dementsprechend leicht fiel es mir, den unsicheren Jeremy ins Herz zu schließen und die Verletzlichkeit und Unschuld, mit der er neue Erfahrungen macht sowie seine liebenswürdige Unbeholfenheit zu feiern. Auch Mira, die ihren Selbsthass durch bunte Tücher und schreiende Farbe versteckt und Hilflosigkeit mithilfe von magischen Ritualen wegzuzaubern versucht ist eine sehr interessante Figur, bei der jedoch vieles im Dunklen liegt. Wie sie zusammen mit Sebby ihren Nonkonformismus feiert und Jeremy eine komplett neue Welt zeigen, als sie ihn in ihre Clique aufnehmen, macht sie ebenfalls grundsätzlich sympathisch. Sebby hingegen... ist schwierig. Er ist widersprüchlich, unehrlich, sprunghaft, leidend und ergibt ein so verwirrendes Bild ab, dass man als Leser gar nicht genau weiß, was man mit ihm anfangen soll. Hier konfrontiert die Autorin uns wohl mit genau der Hilflosigkeit der Gesellschaft, die nicht weiß, was sie mit jemandem anfangen soll, der so durchs Raster fällt. Mein Fazit also: ziemlich heftig und aufrüttelnd, aber auf eine gute Art.


Mira: "Bye, Sebs."
Mira beendete das Gespräch und legte sich wieder auf ihr Bett. Sie schaute an die Wand über ihr. Dort hingen ausgebreitete Nylonflügel an einem Haken, wie die Trophäe einer erfolgreichen Feenjagd. Unter diesen Flügeln wünschte sie sich, es möge sich alles zum Guten wenden. Für sie beide."


"Fans des unmöglichen Lebens" ist ein Roman, den man nicht einfach so liest, sondern dem man sich stellen, den man verarbeiten und begreifen muss. Denn Kate Scelsa lässt uns die Emotionen und Probleme der Figuren auch ohne Holzhammer-Methode spüren, auch wenn ihr Schreibstil an einigen Stellen etwas holprig wirkt. Was magisch wirken soll, wirkt oftmals eher seltsam, was emotional daher kommt, ist eher tragisch umgesetzt und alles dazwischen hat mich vor allem: verwirrt. Ob das ebenfalls ein stilistischer Kniff der Autorin ist, oder hier vielleicht einiges Lost in Translation gegangen ist, kann ich dabei nicht sagen. Von Stimmung, Themen und Figuren hat die Geschichte mich sehr an Stephen Chobsky "Das ist also mein Leben" erinnert. Diese Feststellung soll zugleich Lob (denn ich liebe dieses Werk und den dazugehörigen Film) und Erklärung dafür sein, weshalb die Wirkung der Geschichte so schwer festzuhalten ist. Außenseitersein, Erfahrungen mit der ersten Liebe, Homosexualität, Freundschaft und Abenteuer auf der einen - Drogen, Selbstmord, Depression und Verlust auf der anderen Seite - die Spannbreite der gezeigten Themen ist weit. Statt uns ganz explizit und mit heftigen Szenen zu schocken, thematisiert die Geschichte jedoch Vieles nur im Vorbeigehen, sodass ein unaufmerksamer Leser auch über das ein oder andere hinwegsehen kann. Wie feinfühlig und tiefgründig das Drama sich mit wichtigen Themen auseinandersetzt, merkt man auch daran, dass der Roman beim Lesen Spuren hinterlässt, nachdenklich macht, aber nicht deprimiert und versucht, vieles mit bissigem Humor und jugendlichem Gefühlschaos zu retten.


Jeremy: "Er beugte sich vor. "Das interessiert keinen", flüsterte er mir ins Ohr. "Und wenn, dann scheiß drauf." Ich holte tief Luft und nickte, versuchte zu lächeln - und dann neigte er meinen Oberkörper weit nach hinten - und ich stolperte rückwärts und musste so lachen, dass mir alles egal war. Scheiß auf die anderen. Ja, das war´s. Genau das war´s."


Das Ende ist dann der perfekte Höhepunkt all meiner ambivalenten Gefühle zu dieser Geschichte: es ist seltsam, unbefriedigend, emotional nahegehend, brutal und lässt den Leser verwirrt in der Luft hängen. Durch diese Ungenauigkeit wird dem Leser einen gewissen Interpretationsspielraum überlassen, was ich weder als besonders gelungen noch als schlecht gemacht empfunden habe - einfach als extrem unbefriedigend. Und so weiß ich auch nach dieser Ausführung meiner Leseerfahrung noch nicht so genau, was ich von der Geschichte halten soll, die mich verwirrt und auf Abstand gehalten, gleichzeitig aber auch berührt und mitgerissen hat.


Sebby: "Du hast die Augen geschlossen und dein ganzer Körper hat gelauscht. Die Worte flüsterten in dich hinein, das Geheimnis der Schönheit in all deiner vertrackten Verletzlichkeit. Glück war für dich nie von Dauer gewesen. Und deshalb hast du die Grenzen immer weiter hinausgeschoben und den darauffolgenden unvermeidlichen Schmerz willkommen geheißen. Du hast dagelegen in der langsam tauenden Erde und plötzlich begriffen, dass das von dir verlangt werden würde, solange du hier warst. Solche Dinge zu fühlen, solche starken schwierigen Dinge - und zu wissen, dass du dadurch dem Göttlichen am nächsten kommst. So bist du göttlich."




Fazit:


Kate Scelsa erzählt hier brutal ehrlich, nicht romantisiert und trotz all der Probleme fast verträumt vom schweren Los der Außenseiter. "Fans des unmöglichen Lebens" ist ein sehr ambivalenter, intensiver Coming-of-Age-Roman, der es durch verschiedene Perspektiven und einen eher distanzierten Schreibstil dem Leser nicht gerade leicht macht, ihn zu mögen oder ihn zu verfolgen. Da ich je nach Blickwinkel so ziemlich alles zwischen einem und fünf Sternen für diese Geschichte gerechtfertigt sehen würde, gebe ich neutrale 2,5 Sterne für diese ambivalente Story.


Zum Abschluss noch drei weitere Zitate, die ich unbedingt mit euch teilen will, die aber nirgends mehr hingepasst haben:

Jeremy: "Ein bisschen Drag hat noch keinem Selbstbewusstsein geschadet, glaub mir." Sie wischte die Finger an einem Kosmetiktuch ab. "Denk immer daran, was RuPaul sagt: Wir werden nackt geborgen - und der Rest ist Drag. Und das", sie legte den Lippenstift weg und setzte sich neben mich, "das ist fabelhaft."

Mira: "Das war die Essenz der Depression. Wenn nichts irgendeine Bedeutung hatte, dann gab es keine Wahlmöglichkeiten. Wenn sie in die Tiefen der Müdigkeit fiel, steckte sie tief in einem Mangel an Möglichkeiten. Sie kam sich vor, wie ein Haufen Fleisch, der ohne jeden Grund an diesen Planeten gebunden war. Ein nebelhafter Traum von einer Zukunft, in der sie ihre ganze Zeit damit verbringen konnte, Dinge zu tun, die sie liebte, statt notgedrungen Pflichten zu erfüllen, war nichts als eine Fantasievorstellung."

Mira: "Buddhistische Mönche konnten ihre Gehirne auf die Wellen des Universums einstellen. Was, wenn die Verrückten nicht erfahren genug waren zu wissen, welche Sender real waren und welche nur weißes Rauschen?"

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2020

Leider eine Enttäuschung

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Das Buch wurde in 3 Abschnitte unterteilt (Zwei Teile und der Prolog) für mich haben die Abschnitte aber nicht wirklich viel Sinn ergeben, da die Geschichte einfach weitergegangen ist ohne Zeitsprung zum ...

Das Buch wurde in 3 Abschnitte unterteilt (Zwei Teile und der Prolog) für mich haben die Abschnitte aber nicht wirklich viel Sinn ergeben, da die Geschichte einfach weitergegangen ist ohne Zeitsprung zum Beispiel.

Ich finde Triggerwarnungen sehr wichtig und in diesem Buch hat sie definitiv gefehlt. Im Englischen ist anscheinend eine im Buch, aber warum nicht auch im Deutschen? Es geht um Selbstmord, Selbstverletzung und auch über Depressionen und da finde ich hätte das Buch eine TW gebraucht, da es durch den Klappentext nicht ersichtlich war, dass es um sensible Themen geht.

Was mir sofort aufgefallen ist sind die verschiedenen Arten von Perspektiven von Jeremy, Mira und Sebby. Jeremy hat die Ich-Perspektive, Mira die 3te-Perspektive und Sebby die zweite. Für mich war es sehr verwirrend, dass es verschieden Arten von Perspektiven gibt, da ich das bisher noch nie gelesen habe. Vor allem aber Sebby´s Perspektiven waren sehr ungewohnt und ich war sehr froh, dass er nur einige Kapitel hatte.

Sebby klaute und es war unangenehm, dass „Du“ das gestohlen hättest. An sich wurde ich mit ihm nicht wirklich warm, er war mir einfach unsympathisch. Sicher er hat kein leichtes Leben bei seiner Pflegemutter und ist deshalb vielleicht rebellischer, aber vor allem Jeremy gegenüber fand ich sein Verhalten nicht okay. Er hat kein leichtes Leben bei seiner Pflegemutter und ist deshalb vielleicht rebellischer, aber vor allem Jeremy gegenüber fand ich sein Verhalten nicht okay. Sebby klaute, ging nicht in die Schule, nahm Drogen und verkaufte sie am Ende sogar. Außerdem fand ich es etwas unrealistisch, dass er sich wegen zu großen Schmerzen umbringen wollte? Zumindest kam das wegen der Erzählungen so rüber.

Mira war ein sehr schüchternes Mädchen, die mit ihren Depressionen und der Müdigkeit zu kämpfen hat. Ich habe bis heute nicht ganz verstanden wieso die Eltern meinten eine radikale Essensumstellung würde ihre psychischen Symptome ändern und verschwinden lassen? Für mich kam es etwas falsch rüber, dass der Vater erst wieder netter zu ihr war als sie wieder zusammengebrochen war. Ihr musste es also erst wieder ersichtlich schlecht gehen, dass er und ihre Schwester nett zu ihr waren?

Jeremy der sehr introvertiert ist, macht eine zeitweise schöne Charakterentwicklung in dem Buch, wie ich finde. Er wird offener, lernt neue Leute kennen und geht mit ihnen aus. Er war mir der liebste Charakter von allen, aber dennoch fand ich sein Verhalten gegenüber Sebby´s Aktionen manchmal nicht nachvollziehbar, beziehungsweise kamen von ihm einfach keine Reaktionen und das machte es für mich sehr unauthentisch.

Ich kam nie wirklich in die Geschichte rein, was ich sehr schade fand. Ich kam nie wirklich in die Geschichte rein, was ich ehrlich sehr schade fand. Es passierte eigentlich nie irgendwas Besonderes und nur kurz vor Ende gab es ein Drama, dass meiner Meinung nach sehr unnötig war und nur für den Spannungsbogen gedacht war, so kam es zumindest für mich rüber. Zum Ende hin wurde es besser und dann kam das Ende…

Gefühlt endeten die Charaktere da, wo sie angefangen hatten und das fand ich vor allem bei Jeremy sehr schade. Das Ende hat das Buch für mich ein bisschen kaputt gemacht, da es einfach nicht gepasst hat und einfach nicht logisch rüberkam. Und was war mit Sebby?

Es fühlte sich einfach so an, als hätte man einen unwichtigen Part eines Lebens gelesen, der aber nichts zu bedeuten hatte.

Ich dachte am Anfang, dass ist ein Buch, das einem eine Message mitgeben möchte, aber es gab nicht wirklich eine oder ich habe sie einfach nicht mitbekommen.

Fazit:

Das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Es war für mich teilweise unlogisch, verwirrend und es ist nichts Spannendes oder Ausschlaggebendes passiert. Außerdem konnte es mich nie überraschen oder packen. Mit dem Schreibstil wurde ich nie richtig warm, da er teilweise einfach nur oberflächlich war. Und mirmit hat die Triggerwarnung gefehlt.

Kate Scelsa hat mit „Fans des unmöglichen Lebens“ ein Buch geschrieben, dass mich leider nicht von sich überzeugen konnte.

1,5⭐️ von 5⭐️

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere