Profilbild von Lesemaus_12

Lesemaus_12

Lesejury-Mitglied
online

Lesemaus_12 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesemaus_12 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2019

Kaum Spannung und eher wenig Fantasy

Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis
0

Arias Welt bricht zusammen, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und sie zu ihrer Tante ziehen muss. Doch der charmante Simon scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben und der Schlagabtausch ...

Arias Welt bricht zusammen, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und sie zu ihrer Tante ziehen muss. Doch der charmante Simon scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben und der Schlagabtausch mit Bad Boy Dean wird zur willkommenen Abwechslung – bis Aria eines Morgens mit weißblonden Haaren aufwacht. Denn eine uralte Prophezeiung entfaltet ihre Wirkung: Das Ende der Welt naht und Aria ist die erste von vier Todesboten.

Meine Meinung:

Von diesem Buch hatte ich mir einiges erwartet, denn ich mochte bereits den Auftakt der anderen Fantasy Reihe „Gold und Schatten“ der Autorin sehr und hatte gehofft, dass mir auch Lovely Curse  so gut gefallen würde.

Das Cover spricht schon mal sehr für sich. Es ist in dunklen Tönen und einem blau gehalten. Man kann Aria, die Protagonisten mit ihrem weißblonden Haar in einem weißen Kleid erkennen und ebenfalls sind Raben zu finden. Mir gefällt die Idee, dass dieses Cover auch in Verbindung eines Ereignisses im Buch steht und an sich ist das Buch sehr schön gestaltet. Als kleines Highlight wurde auch das schimmern des Covers hinzugefügt. Das Einzige, was mich stört, ist das Gesicht des Mädchens, weil ich generell kein Fan von Gesichtern auf Covern bin.

Auf den ersten Seiten begleitet man Arias neuen Alltag bei ihrer Tante in Littlecreek in Texas und es werden zunächst alle Charaktere eingeführt und sozusagen vorgestellt. Natürlich treten ein paar Geschehen auf, die die Aufmerksamkeit und das Interesse des Lesers wecken sollen. Es werden einige Fragen in den Raum gestellt, aber so wirklich konnte mich die Handlung noch nicht fesseln. Dies wird sich bestimmt ändern, sobald man weiter liest. Das dachte ich mir, aber auch weiterhin konnte keine Spannung erzeugt werden. Anstatt einige Fragen zu beantworten, kamen immer mehr dazu und ich hatte das Gefühl, dass die Story nur vor sich hin plätschert, da in meinen Augen einfach kaum was passiert ist. Zudem hat mir der Fantasy Anteil sehr gefehlt. Ich bin von einer großen Portion Fantasy ausgegangen, weil das Buch eigentlich auch unter dieses Genre fällt, aber es hat sich zunehmend um Arias Highschool Leben gedreht als um die Todesboten Thematik, was ich sehr schade fand. Mich hat es gestört, dass die Dreiecksbeziehung viel mehr im Vordergrund stand, als die Idee mit den Todesboten, welche dafür immer weiter in den Hintergrund gerückt ist. Dabei hat der Klappentext genau das Gegenteil versprochen bzw. ich hatte das Gegenteil erwartet. Am Ende kam dann alles zu plötzlich und zu gehetzt, was meiner Meinung die Spannung zerstört hat und auch nicht soglaubwürdig rüberkommt.

Allein einzig durch Kira Lichts flüssigen Schreibstil bin ich relativ zügig durch's Buch gekommen, auch wenn mir teilweise die Motivation fürs Weiterlesen gefehlt hat. Außerdem möchte ich anmerken, dass mir einzelne Kapitel zu lang waren, weshalb es mir schwer viel weiter zu lesen. Dass die Autoren zu längeren Kapiteln tendiert, ist mir auch bereits in „Gold und Schatten“ aufgefallen.

Die Protagonistin Aria zieht nach dem Autounfall ihre Eltern zu ihrer Tante nach Texas. Dort muss sie sich erst mal ein neues Leben gewöhnen und die Ereignisse mit ihren Eltern bearbeiten, weil das noch relativ frisch ist. Auf mich hat Aria wie ein ganz normales Mädchen gewirkt. Sie ist eine typische Protagonistin, eigentlich immer nett und freundlich und arbeitet auf ihre Ziele hin. Jedoch verleiht ihr Interesse an Düften ihr eine besondere Eigenschaft, die sie von den anderen typischen Protagonistinnen abhebt. Sie kreiert ihre eigenen Kerzen und verkauft diese auf Etsy, was einigen bestimmt bekannt vorkommt.

Die beiden love interests Simon und Dean können verschiedener nicht sein. Simon, der Sunnyboy, überaus beliebt in der Schule und äußerst charmant. Während Simon der Prinz ist, ist Dean der Bad Boy. Ihm eilt ein bestimmter Ruf schon voraus. Simon mochte ich von Anfang an sehr. Er war im Gegensatz zu Arias Mitschülern nett zu ihr und hilfsbereit. Zudem hat er es geschafft sie aufzumuntern und ist einfach super lieb. Mit Dean konnte ich tatsächlich zunächst nichts anfangen. Er war einfach einfach unsympathisch. Dies hat mich ehrlich gesagt ein bisschen verwundert, weil ich normalerweise zum Bad Boy tendiere als zum Prinzen. Doch hier war es genau andersherum. Dennoch blieb es nicht so. Während ich begann Dean etwas mehr zu mögen, weil dem Leser Einblicke hinter seine Fassade gewährt wurden, ginge Simon hingegen mir mit der Zeit zunehmend auf die Nerven, was auf sein übervorsorgliches Verhalten zurückzuführen ist. Am Ende ist es also doch zu meine typischen Verhalten zurückgekehrt. Ich kann mir aber denken mit wem Aria letztendlich zusammenkommen wird.

Eine Person, die auch öfters im Buch aufgetaucht ist, ist Noemi. Noemi ist arrogant und die typische Zicke, die der Protagonistin des Schulleben schwer macht. Die ganze Schule liegt ihr zu Füßen und gehorcht ihr aufs Wort. Kein Wunder, dass sie alle auf Aria aufhetzt. Es kommt aber dazu, dass ein Ereignis die beiden widerwillig zusammenschweißt. Dadurch haben wir die Möglichkeit gehabt einen Einblick in Ihr Leben zu bekommen und ich muss sagen, dass sie einem schon leid getan hat und einige Aspekte konnte ich selber sehr gut nachvollziehen. Sie trägt eine große Last auf ihren Schultern.

Fazit:

Das Buch hat mich leider enttäuscht. In meinen Augen ist einfach kaum was passiert und am Ende wurde alles reingequetscht. Obwohl mir das Highschool-Setting sehr gut gefällt, hat mir die Fantasy-Portion gefehlt, vor allem weil das Buch diesem Genre zugeordnet wird. Ich kann mir vorstellen, dass der zweite und auch zugleich abschließende Teil der Reihe spannender und besonders mit mehr übernatürlichen Elementen ausgestattet ist, aber der Auftakt konnte mich leider doch nicht ganz so überzeugen. Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Scandal - Die Prinzessinnen von New York

Die Prinzessinnen von New York - Scandal
1

Ihre Liebe ist ihr gefährlichstes Geheimnis

Mädchen, die in schönen Kleidern nächtelang feiern. Junge Männer mit verführerischem Lächeln und gefährlichen Absichten. Das ist die Welt, in der Elizabeth ...

Ihre Liebe ist ihr gefährlichstes Geheimnis

Mädchen, die in schönen Kleidern nächtelang feiern. Junge Männer mit verführerischem Lächeln und gefährlichen Absichten. Das ist die Welt, in der Elizabeth und Diana Holland leben. Eine Welt voller Luxus und Vergnügen, aber auch Intrigen und Verrat. Denn in der High Society Manhattans kann ein Skandal den Ausschluss bedeuten. Eigentlich kennen die Schwestern die Spielregeln, an die sie sich halten müssen. Doch als ihre Mutter ihnen ein Geheimnis offenbart, wird den Mädchen klar, dass sich ihr Leben bald vollkommen verändern könnte. Und nun muss Elizabeth mehr denn je fürchten, dass ihre verbotene Liebe zu dem mittellosen Will entdeckt wird, denn dann wäre nicht nur ihre Zukunft, sondern auch die ihrer Familie für immer ruiniert ...

Meine Meinung:

Da der zweite Band der „die Prinzessinnen von New York“ – Reihe bald erscheint und die Reihe sowieso auf meiner Wunschliste steht, war es an der Zeit endlich den ersten Band zu lesen.

Das Erste was ich anmerken möchte, ist, dass dieses Buch in der Vergangenheit im 19. Jahrhundert spielt. Dies wurde nirgendwo erwähnt, nichtmal im Klappentext. Ich selber wusste es schon im Voraus, aber nur, weil eine andere Bloggerin dies aber in ihrer story erwähnt hatte. Meiner Meinung nach, sollte man so einen wichtigen Fakten keineswegs weglassen, vor allem weil historische Romane nicht jedermanns Geschmack ist.

Das Buch wird aus der dritten Person erzählt und zwar nicht nur aus der Sicht von der Protagonistin Elizabeth, sondern auch von der kleinen Schwester Diana, ihrer besten Freundin Penelope, um ihre Zofe Lina und ihrem Verlobten Henry. Durch diese vielen Perspektivenwechsel fiel es mir schwer richtig in die Geschichte reinzukommen, vor allem weil auch sehr oft gewechselt wurde. Nach dem Klappentext hätte ich eigentlich erwartet, dass der Fokus auf Elizabeth liegt, auch wenn es mehrere Erzählperspektiven gibt, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es eher um die anderen ging als Elizabeth, weil sie unnahbar gewirkt hat, selbst in ihrer Perspektive. Man hat sehr wenig von ihren Gefühlen erfahren im Gegensatz zu den anderen.

Allgemein war sie mir irgendwie unsympathisch und hat auf mich sehr oberflächlich gewirkt. Sie war einfach zu.. gezwungen und perfekt (auf eine negative Weise). Sie wird auch so von anderen Charakteren gesehen. Zudem hat sie auch immer an ihrer kleinen Schwester Diana rumgemeckert, weil sie sich nicht verhält wie es in der High Society vorgesehen wird.

Noch schlimmer aber waren Penelope und Lina. Ich konnte diese beiden überhaupt nicht leiden. Elizabeth's "Freundin" entpuppt sich nämlich als falsche Schlange, denn als sie erfuhr, dass Elizabeth mit ihrem Liebhaber Herne verlobt wurde, war es wohl aus mit der Freundschaft. Wie kann man einer Freundin nur deswegen so in den Rücken fallen? Dies zeigt aber, dass die beiden nicht wirklich miteinander befreundet waren. Die Zofe Lina ist schon seit langem in Will verliebt, aber Elizabeth und Will führen eine geheime Beziehung, die nicht sein sollte, da sie nicht aus dem gleichen Stand sind. Ich kann ja verstehen, dass Lina eifersüchtig ist, aber mich erschreckt es, zu welchen Mitteln die Mädchen wegen ihrer Eifersucht greifen.

Von den Mädchen mochte ich Diana mit Abstand am meisten. Sie hat mich ein bisschen an Donatella aus der Caravan - Trilogie erinnert, denn sie ist frech, lebhaft und hält sich nicht an die Regeln. Sie zieht ihr eigenes Ding durch, auch wenn es in dieser Gesellschaft nicht vorgesehen ist. Diana hat einfach eine einzigartige bunte Persönlichkeit, weshalb ich sie so sympathisch fand. Sie hat sich auch in Henry verliebt, die Person, die gefühlt jedes Mädchen begehrt.. was auch sie betrifft.

Henry Schoonmaker. Die Person, die in eine Vierecksbeziehung geraten ist. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich von ihm halten soll. Auf mich wirkt er wie ein Playboy, denn bevor er Interesse an Diana gezeigt hat, hatte er noch eine geheime Liebschaft mit Penelope. Ich habe nur Angst, dass er Diana genauso schnell fallen lässt wie Penelope und seine anderen Liebhaberinnen. Jedoch konnte ich schon mit ihm mitfühle, weil er von seinem Vater hohe Erwartungen ertragen muss, da er doch ein bisschen rebellisch ist. Deshalb ist erst die Verlobung mit Elizabeth entstanden. Da hat er mir schon echt leid getan, denn ich konnte seine Gefühle in diesem Punkt verstehen.

Das Buch setzt den Fokus auf die Beziehungen der Charaktere zwischen einander und auf deren Gefühle, also passiert dementsprechend nicht viel. Die Handlung gerät erst relativ am Ende so richtig in Fahrt. Ich persönlich finde das nicht schlimm, solange die Charaktere sympathischer oder nicht so oberflächlich gewirkt hätten.

Das Cover des Buches konnte mich auf jeden Fall überzeugen. Ich denke bei vielen ist dieses Buch ein totaler Vorverkauf, was ich nachvollziehen kann, aber ob der Inhalt einem gefällt ist eine andere Frage.

Fazit:

Der erste Band konnte mich mit dem spannenden Ende letztendlich doch packen. Ich bin ganz froh, dass es im zweiten Band hauptsächlich um Diana gehen wird, da ich mich wie schon gesagt nicht so ganz mit Elizabeth anfreunden konnte und ich Diana um einiges mehr mochte, als ihre große Schwester. Mal sehen, ob der zweite Band mich mehr überzeugen kann als dieser hier, aber das Ende hat das Buch nochmals gerettet. 3 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 29.09.2019

Mein (geheimes) YouTube-Leben

Mein (geheimes) YouTube-Leben
0

Ich wünschte, ich wäre so hübsch wie Lily. Soeben hat sie auf Instagram ein Selfie gepostet, weil sie jetzt drei Millionen Abonnenten hat – und sie sieht einfach umwerfend aus. Sie hat riesengroße Augen, ...

Ich wünschte, ich wäre so hübsch wie Lily. Soeben hat sie auf Instagram ein Selfie gepostet, weil sie jetzt drei Millionen Abonnenten hat – und sie sieht einfach umwerfend aus. Sie hat riesengroße Augen, dick umrandet mit schwarzem Eyeliner, die Wimpern lang und dicht. Ihre Haare sind natürlich perfekt. Sie trägt einen lässig gestylten kurzen Pixie-Cut. Mir würden kurze Haare nicht stehen, dafür ist mein Gesicht viel zu rund. Ich liebe Lilys Blog. Ich verschwende gut eine Stunde damit, mir Video um Video anzusehen. Im Vergleich zu Lilys ist mein Leben echt bescheiden. Kann ich das wirklich bringen? Entschlossen gehe ich auf „Veröffentlichen“

Meine Meinung:

Wie immer stellt sich am Anfang einer Rezension die Frage: Wo soll ich anfangen? Ich habe einiges zu erzählen, aber am besten wäre es einfach, wenn ich darauf lostippe.

Heutzutage ist jeder im Internet unterwegs und einige erzählen über ihr Leben, sei es auf YouTube, auf ihren Blogs oder auf den sozialen Medien. Doch ist auch immer alles war, was wir lesen oder gar preisgeben? Damit befasst sich dieses Buch. Zwei Mädchen, aber komplett verschieden. Lily ist erfolgreicher YouTube Star und hat mittlerweile die 3 Million Abonnenten geknackt. Mit ihrem Freund Bryan, der Sänger ist, lebt sie in London und führt das perfekte Leben… oder? Melissa, ihr größter Fan, kann sich solch ein Leben nur wünschen. Kurzerhand stellt sie erfunden Beiträge ins Internet und verliert sich langsam in ihrer neuen Welt…

Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Nachricht von einer Person namens Issa. Liest man sich den so durch, fragt man sich natürlich an wen der gerichtet ist, von wem der ist und was passiert ist. Letzteres wird sich langsam im Laufe der Handlung klären. Genauso wie das "Wer?. Die Nachricht weckt auf jeden Fall schon mal zu Beginn die Neugier des Lesers.

Die Mädchen führen zwei komplett verschiedene Leben und doch haben sie was gemeinsam. Sie geben sich für etwas aus, was sie nicht sind. Aber da sind sie nicht die Einzigen. Auch in unserer Gesellschaft finden sich solche Leute und in diesem Buch konnte man die Beweggründe gut rauslesen. So kann man viel besser nachvollziehen, wieso sowas erst passiert, denn oftmals versteht man sowas überhaupt nicht.

Dadurch, dass das Buch aus Lilys und Melissas Perspektive erzählt wird, erfährt man auch zwei andere Beweggründe und erhält auch Einblicke in zwei unterschiedliche Perspektiven. Doch eines wird auf jeden Fall klar: Auch Leute, die anscheinend ein perfektes und unbeschwerliches Leben führen, haben ihre schlechten und harten Zeiten. Wir sind alle nur Menschen und sind nicht ständig glücklich und voll positiver Energie. Nicht alle, die von außen so wirken als wären sie glücklich, sind auch wirklich glücklich. Manchmal zwingen wir uns einfach in eine komplett andere Rolle zu schlüpfen, sei es bewusst oder sogar unbewusst.

Durch Melissas Erzählperspektive habe ich bemerkt, wie viel wert sie auf Oberflächiges legt und auch zu der coolen Clique gehören will: sie vernachlässigt dafür sogar ihre beste Freundin für ihre neuen „Freunde“. Außerdem fühlt sie sich erst wohl, wenn sie die perfekte Figur oder den perfekten Freund hat. Als Leser kann man an bestimmten Stellen nur den Kopf schütteln und/oder denkt sich „Oh Gott, das macht sie doch nicht wirklich, oder?“ Zumindest habe ich das gedacht aber dies zeigt, dass sowas nicht in Ordnung geht und was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Melissa es von sich aus realisiert und ihr Verhalten auch ändert, auch wenn es hauptsächlich wegen einem Rückschlag war.

Lily hat auch zu kämpfen, denn als erfolgreicher Youtuber lastet dementsprechend eine große Last auf ihren Schultern. Sie möchte ihre Fans nicht enttäuschen und dafür hat sie beschlossen sehr weit zu gehen, weil sie sich dazu gezwungen fühlt. Als eine Berühmtheit hat man es nicht leicht und auch Lily hatte Selbstzweifel, was ich vollkommen nachvollziehen konnte. So sieht man, dass das Berühmtsein durchaus seine Schattenseiten hat.

Fazit:

Das Buch konnte mich mit einem zufrieden gebenden Ende überzeugen. Die Entscheidungen, die die beiden Mädchen nach ihrer schlechten Phase getroffen haben, werden sicher den ein oder anderen inspirieren. Besonders der jüngeren Leserschaft möchte ich das Buch empfehlen, um zu zeigen, dass Oberflächlichkeit nicht das ist, worauf sie arbeiten sollen, sondern viel lieber sich selbst treu bleiben sollen. 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.08.2019

Ein gelungener Auftakt einer Trilogie

Eve of Man (I)
0

Meine Meinung:

Stellt euch vor es werden für 50 Jahre keine Mädchen geboren, nur Jungen. Die Menschen sehen ihr Aussterben schon kommen bis nach so langer Zeit endlich ein Mädchen geboren wird. Sie wird ...

Meine Meinung:

Stellt euch vor es werden für 50 Jahre keine Mädchen geboren, nur Jungen. Die Menschen sehen ihr Aussterben schon kommen bis nach so langer Zeit endlich ein Mädchen geboren wird. Sie wird Eve genannt und gilt als Retterin der Menschheit. Da sie nun eine wichtige Rolle für die Menschheit spielt, wächst sie sehr behütet auf, abgeschottet von der Außenwelt. Nun soll sie aus drei sorgfältig überprüften Kandidaten einen als ihren Lebenspartner wählen, doch möchte sie das wirklich? Muss sie dafür ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen und kann sich wahre Liebe auf solch eine Weise erzwingen lassen?

Allein die Thematik dieses Buches hat mich komplett überzeugt dieses Buch in die Hand zu nehmen. Ich empfand es als über aus faszinierend wie die Welt dargestellt wurde, wenn dieser Fall tatsächlich mal eintreten soll. Es gibt zunächst die höhere Schicht, die luxuriös im Turm lebt, wo Eve aufwächst und die Libertisten, die sozusagen das protestierende Volk sind und die Freigabe von Eve fordern, wovon Eve selbst aber nichts weiß, weil sie nur Dinge zu sehen beziehungsweise zu hören bekommt, die sie soll. Ebenso ergeht es dem Volk. Dies erfährt nur bestimmte Sachen über Eves Wohlbefinden. Zudem ist es erschreckend, wie die Menschen, vor allem Frauen dort behandelt werden. Frauen werden als nutzlos abgestempelt, weil sie nur Jungen gebären oder es werden Experimente an ihnen durchgeführt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Als ich die ersten paar Seiten des Buches gelesen habe, war ich kurz verwirrt, vor allem wegen der Sache mit Holly. Holly wurde als gleichaltrige Freundin von Eve dargestellt und ich hab mich die ganze Zeit gefragt, wie das sein kann, da doch Eve das erste Mädchen nach 50 Jahren ist, oder nicht? Natürlich wird man im Laufe des Buches darüber aufgeklärt und keine Sorge: Dies geschieht schon relativ früh, nämlich auf den ersten 30 Seiten. Also lasst euch nicht so schnell verwirren und lest einfach entspannt weiter.

Da Eve anfängt am ganzem System zu zweifeln und ein Teil in ihr auch etwas anderes möchte, passieren unvorhersehbare Dinge, welche vor allem geschehen, weil Eve ein paar Dinge in die eigene Hand nimmt. Selbst als Leser weiß man nicht so richtig welche wahren Intentionen bestimmte Charaktere haben oder was sich in der Außenwelt, also außerhalb des Turmes abspielt. Doch das Ganze macht das Buch erst so richtig interessant und spannend.

Das Buch wird aus zwei verschiedenen Sichten erzählt: Einmal aus Eves und aus Brams. Bram ist 18 Jahre alt und gehört zu den Leuten, die so gut wie immer Eves Handlungen auf Schritt und Tritt per Kamera verfolgen können. So bekommt man sowohl einen guten Einblick in das Leben der Protagonistin und ihre Gefühlslage über die ganzen Situationen als auch von „außen“ und erfährt dadurch welche Pläne eigentlich geschmiedet werden und was ihr verschwiegen wird. Man erhält als Leser Information aus zwei komplett verschiedene Ansichten.

Mit den Protagonisten konnte ich mich schnell anfreunden. Eve ist ein aufgewecktes Mädchen, welches auch Kleinigkeiten auffallen. Sie macht was sie machen muss und fügt sich dem Ganzen. Doch langsam fängt sie an Allem zu zweifeln. Anfangs war sie ziemlich naiv, aber ich finde es gut, dass sie mit der Zeit sozusagen rebelliert und die Wahrheit erfahren möchte.

Bram ist der Sohn des Leiters des Projekts. Sein Vater ist kein sehr mitfühlender Mensch und um seinen Sohn sagt er sich kaum. Leider wurde bereits im jungen Alter von seiner Mutter getrennt, um in den Turm mit seinem Vater zu ziehen. Da er zudem der Sohn eines wichtigen Mannes ist, wird von ihm so einiges verlangt. Er tat mir an bestimmten Stellen echt leid, vor allem als sein Vater ihn ohnmächtig geprügelt hat. Bram musste im Laufe des Buches einiges durchmachen, aber das macht ihn zu einem starken Charakter.

Das Buch ist vom Ehepaar Giovanna und Tom Fletcher geschrieben worden. Tom Fletcher kenne ich bereits von seinem Buch „der Weihnachtosaurus“, welches mir einige schöne Lesetunden auch nach der Weihnachtszeit beschert hat. Aus diesem Grund habe ich mich sehr auf „Eve of man“ gefreut und war sehr gespannt, wie die beiden ihre Idee umgesetzt haben.

Fazit:

Ich kann euch dieses Buch einfach nur ans Herz legen. Aber Achtung: Suchtgefahr! Ich habe das Buch bis spät in die Nacht (bis 11:30 Uhr) gelesen, was ich nicht einmal bemerkt habe! Ich wollte anscheinend dringend wissen, wie das Buch ausgeht, aber ich wurde nicht mit einem schönen Ende zufrieden geben, sondern mit einem „Fortsetzung folgt“ abgewimmelt. Darauf hat mich niemand vorbereitet“. Also wenn ihr das Buch lesen wollt, dann macht euch darauf gefasst! Aber es lohnt sich! Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil!

Veröffentlicht am 06.07.2019

Perfekt für dich

Perfekt für dich
0

Kim ist dreizehn, steht auf Fußball und schwärmt für Danny – das coole Mathegenie aus der Oberstufe! Perfekt, findet Kim, denn Mathe ist ihr schwächstes Fach und sie braucht dringend Nachhilfe. Kims Mutter ...

Kim ist dreizehn, steht auf Fußball und schwärmt für Danny – das coole Mathegenie aus der Oberstufe! Perfekt, findet Kim, denn Mathe ist ihr schwächstes Fach und sie braucht dringend Nachhilfe. Kims Mutter hat allerdings ganz andere Pläne und so wird ihre Nachhilfelehrerin die zuverlässige Mila, die Kim schon mal aus Prinzip nicht leiden kann. Das Fußballcamp in den Ferien steht auf dem Spiel, also muss sie wohl oder übel mit der Streberin zusammenarbeiten. Aber alle ihre Probleme werden zur Nebensache, als sich für Kim die Chance ergibt, ihren großen Schwarm Danny doch noch auf sich aufmerksam zu machen – und dafür geht sie auf volles Risiko …

Mit Witz und Tempo erzählte Geschichte für Mädchen ab 12 über Freundschaft und die erste Liebe.

Meine Meinung:

Das Cover finde ich auf jeden Fall sehr gelungen und sommerlich. Der Hintergrund ist in rosa-lila Pastelltönen gehalten und man sieht die Protagonistin Kim mit einem Stück Wassermelone am Stiel auf dem Buch. Ich muss ehrlich gestehen, dass sie nicht wirklich aussieht wie 13, aber das ist nicht wirklich störend. Außenrum finden sich dann kleine Illustrationen, wie Blumen, Eis und ein Fußball, was auch ein bisschen auf ein paar Elemente des Buches schließt. Insgesamt ist das Buch sehr passend gestaltet.

An dem Schreibstil habe ich nicht viel Großes auszusetzen, außer dass es an manchen Stellen komisch geschrieben war, also im Sinne von verwirrend. Es gab zum Besipiel eine Stelle, wo ich nicht wirklich den Überblick hatte, wer jetzt was gesagt hat. Ich musste dann einige Stellen teilweise nochmals lesen, was den Lesefluss natürlich unterbrochen hat.

Mit der Protagonistin Kim hatte ich manchmal so einige Schwierigkeiten. Dass sie in einen gewissen Danny aus der Oberstufe verliebt ist, war natürlich nicht so ideal, weil der Altersunterschied sehr groß ist, vor allem in diesem Alter spielt der Altersunterschied schon eine wichtige Rolle. Aber die Liebe kann man nun mal nicht beeinflussen, also ist das nicht so schlimm. Das Problem war nur, dass Kim eine Mathenachhilfe bekommen hat und diese ist leider nicht Danny, sondern es ist ein Mädchen namens Mila geworden. Kim muss dies wohl oder übel hinnehmen, sonst wird ihr Fußballcamp gestrichen und das will sie ja nicht. Ich kann es nachvollziehen, dass sie lieber Danny als Nachhilfelehrer gehabt hätte, aber sie hat sich echt nicht gut aufgeführt bei den Nachhilfestunden bei Mila. Klar, sie ist enttäuscht, aber sie hat sich echt kindisch verhalten, so trotzig und einmal ist sie auch viel zu weit gegangen! Mir hat Mila echt leid getan.

Liebe macht bekanntlich blind, was auch hier der Fall ist. Es ist verständlich, dass Kim dadurch nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat, aber mir hat dafür Lego, der neue Freund von Kim aus dem Fußballcamp und der eigentlich Leo heißt, neben Mila mega leid getan. Sie hat ihn zweimal sitzen gelassen! Sie musste ihn sogar anlügen, weil sie ja schlecht sagen konnte, dass sie stattdessen einem Typen aus der Oberstufe hinterher gerannt ist. Dadurch ist sie in ein noch größeres Schlamassel geraten. Hätte sie einfach die Wahrheit gesagt, wäre das nicht passiert, aber ich kann ihr das nicht vorwerfen, weil es ich an ihrer Stelle auch gelogen hätte.

An einer Stelle hat sich die Protagonistin auf einer Party sozusagen "betrunken". Sie wollte sich nur Mut antrinken, aber dann konnte sie nicht mehr aufhören und so wurde sie betrunken. Mir ist diese Stelle nicht wirklich authentisch vorgekommen, weil sie erst 13 ist! Außerdem fande ich es komisch, dass sie einfach in diese Party reingelassen wurde. Prüft man normalerweise nicht, ob derjenige überhaupt eingeladen ist bzw. ob derjenige alt genug ist? Jedenfalls war diese Szene in meinen Augen nicht sehr realistisch.

Dafür haben mir die Nebencharaktere super gut gefallen, vor allem Lego. Er ist echt mega lieb und mit ihm Zeit zu verbringen macht bestimmt mega viel Spaß. Er hat sich auch voll gut mit Kim verstanden und das Beste ist: Sie sind im gleichen Alter und begeistern sich beide für Fußball. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Kim sich lieber für ihn als für Danny entscheidet, aber wie das Buch letzendlich endet verrate ich natürlich nicht. Das müsst ihr schon selber lesen ;D Außerdem finde ich die Bedeutung seines Spitznamen süß. Eigentlich heißt er ja Leo, aber er hat den Spitznamen Lego bekommen. Ob es etwas mit den Legosteinen zu tun hat? Hm.. wer weiß? (Ich weiß, ich bin gemein XD) Aber es gab auch so einige andere Nebencharaktere, die sehr sympathsich waren, wie zum Beispiel Kims Oma, die mega genial ist, oder Nana und Suki.

Einerseits fand ich Kims Entscheidung auf die Party zu gehen falsch, aber dadurch werden auch ernstere und wichtige Themen, wie halt Alkoholkonsum angesprochen. Am Ende kam ebenfalls etwas vor, dass mich sehr überrascht hat und womit ich überhaupt nicht gerechnet habe, aber ich finde es gut, dass es passiert ist. (Stichwort Nana und jemand anderes).

Fazit:

Obwohl ich Kim am liebsten kräftig durchgeschüttelt hätte, hatte ich doch sehr viel Freude am Lesen. Besonders die Nebencharaktere, wie Lego, Nana und Suki, sind mir ans Herz gewachsen und sie haben zum Glück Kims Verhalten ausgeglichen. Ich denke aber, dass der Altersunterschied zwischen mir und Kim viel ausgemacht, da ich zwei Jahre älter bin als sie und mich dadurch nicht wirklich mit ihr identifizieren konnte. Daher würde ich das Buch 12-13-jährigen empfehlen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen