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Veröffentlicht am 28.12.2020

Zuckersüß und zum Wohlfühlen

Girl At Heart
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"Wir alle lieben dich, Charlie. Du bist vielleicht ein Mädchen unter einem Haufen Kerle, aber du bist unser Mädchen, wir sind stolz auf dich."
-S. 171

Meine Gedanken:

Viele kennen die Autorin Kelly Oram ...

"Wir alle lieben dich, Charlie. Du bist vielleicht ein Mädchen unter einem Haufen Kerle, aber du bist unser Mädchen, wir sind stolz auf dich."
-S. 171

Meine Gedanken:

Viele kennen die Autorin Kelly Oram sicherlich schon von ihrem Buch "Cinder & Ella", welches ich auch gelesen und sehr gemocht habe. Deshalb stand relativ schnell fest, dass ich auch ihr neues Buch "Girl at Heart" lesen muss, besonders weil der Klappentext vielversprechend klang.

Die Protagonistin Charlotte Hastings, genannt Charlie, ist Catcher ihres Baseball-Teams und das einzige Mädchen in ihrem Team. Da sie in einem Männerhaushalt aufgewachsen ist und ihre engsten Freunde Jungs sind, wird sie immer nur als Kumpel angesehen und weiß nicht so recht, was Mädchen in ihrem Alter so machen. Dass ihre drei besten Freunde sie von ihren Plänen, welche den Abschlussball betreffen, ausschließen, weil sie einfach davon ausgegangen sind, dass Charlie sowieso nicht hingehen will, ganz zu schweigen davon, dass Eric, ihr geheimer Schwarm, der gleichen Meinung ist, bringt ihr Fass zum Überlaufen. Sie beschließt sich zu verändern, um zu sich selbst zu finden und damit auch eine neue Seite an ihr zu entdecken.

Kurzerhand stellt ihr Teamkapitän Jace ihr seine Zwillingsschwester Leila vor, die Cheerleaderin ist und vor allem die Dinge verkörpert, die Charlie bisher nie erleben konnte, seien es Übernachtungspartys oder lange Shopping-Touren. Diese ist ganz begeistert von der Idee, Charlie bei ihrem Umstyling zu unterstützen. Ich habe die Zwillinge sofort ins Herz geschlossen. Leila ist so eine gute Freundin und greift Charlie so gut wie sie kann unter die Arme. Sie ist einfach so offen und herzlich - genau so jemanden hat Charlie gerade gebraucht. Jace ist ebenfalls ein wirklich liebenswerter Charakter, der mich sofort verzaubert hat. Auch er hilft, wo er kann, und bleibt dabei äußerst geduldig und ehrlich.

Charlie ist natürlich auch eine coole Socke. Zu Beginn ist sie noch eher zurückhaltender, weiß aber zugleich, was sie will, und lässt sich keinesfalls so leicht unterkriegen, egal was andere von ihr denken mögen. Bereits hier habe ich sie sehr bewundert, aber nach ihrer Entwicklung ist diese Bewunderung um einiges gewachsen. Sie ist eine noch stärkere Person geworden und steht für sich ein. Da sie ihre Teamkameraden nie wirklich näher kennengelernt hat und dies auch bereut, wagt sie den Schritt, diesen aufgeschlossener zu begegnen. Dabei zeigt sie auch, dass sie keinesfalls auf den Mund gefallen ist und freundet sich schnell mit den Anderen an. Charlie lernt während ihres Prozess der Selbstfindung, dass sie sowohl Charlotte als auch Hastings sein kann, also dass nicht nur ihr kumpelhafte Seite, sondern auch ihre neu entdeckte Seite zu ihr gehört.

Womit unsere Protagonistin unter anderem noch kämpft sind ihre Zukunftspläne. Sie verspürt Unsicherheit, weil sie nicht weiß, wie es für sie nach der Schule weitergehen soll, und sie das Gefühl hat, als Frau beinahe keine Chance zu haben, im Profi-Baseball aufgenommen zu werden. Dabei merkt man als LeserIn, wie viel Baseball ihr bedeutet und dass sie mit Herz und Blut dabei ist. Ihre begeisterte Widmung dieser Sportart hat sich auch in ihren Fähigkeiten widergespiegelt, weshalb sie auch eine so gute Catcherin ist. Ich spiele zwar kein Baseball, kann aber ihre Ängste und Zweifel auf jeden Fall verstehen, was die Zukunft betreffen. Zudem mochte ich auch, dass es in diesem Buch um Baseball ging, auch wenn ich eher weniger Ahnung davon habe. Nichtsdestotrotz hatte ich Spaß, einen besseren Einblick von der Sportart zu bekommen.

Wen ich bis zum Ende nicht ganz so mochte, war Eric. Ich habe ehrlich gesagt nicht richtig verstanden, wieso er Charlies bester Freund war. Anstatt sie bei ihrer Veränderung zu unterstützen, hat er diese strikt abgelehnt und wollte diese auch überhaupt nicht in Betracht zielen, obwohl sie deutlich glücklicher damit war. Ok, vielleicht hat er zu Beginn etwas über reagiert, was ich ihm noch verziehen hätte, aber er hat weiterhin ihre Gefühle verletzt und hat bei der Auseinandersetzung zwischen ihr und Shelly, seiner Begleiterin zum Abschlussball, Charlies Worten keinen Glauben geschenkt. Da mochte ich Kevin und Diego, ihre anderen zwei engeren Freunde, deutlich lieber, die nach dem Gespräch mit Charlie sich nicht so verhalten haben, wie Eric

Fazit:

Insgesamt war "Girl at Heart" ein sehr süßes, fluffiges Jugendbuch, welches ich mit Begeisterung gelesen und verschlungen habe. Es werden typische Themen im Jugendalter behandelt, seien es Zukunftspläne, die Selbstfindung, Freundschaft oder die erste Liebe. Diese haben auch wunderbar miteinander harmoniert, weshalb sie eine perfekte Mischung und ein rundum gelungenes Paket bilden. Eine klare Empfehlung meinserseits! Von mit gibt es 5 von 5 Cupcakes!

Blog: https://cupcakeslibrary.wordpress.com/2020/12/28/zuckersus-und-zum-wohlfuhlen-girl-at-heart/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2020

Sehnsucht nach Kanada

Wild like a River
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"Es war ... keine Ahnung, wie ich das erklären soll. Einfach sehr ... entspannend."
[...]
"Als würde man aus seinem Alltag fallen, oder? Alles löst sich auf, und zurück bleibt nur man selbst."
-S. 154

Meine ...

"Es war ... keine Ahnung, wie ich das erklären soll. Einfach sehr ... entspannend."
[...]
"Als würde man aus seinem Alltag fallen, oder? Alles löst sich auf, und zurück bleibt nur man selbst."

-S. 154

Meine Gedanken:

Können wir mal ganz kurz dieses Cover bewundern? Es sieht so wunderschön aus, dass ich es die ganze Zeit einfach nur anschauen könnte. Ich liebe die Mischung aus dem zarten rosa, lila und blau. Immerhin gehören die Farben zu meinen Top3 Lieblingsfarben.

Zuerst möchte ich darauf hinweisen, dass mir die Namen der Protagonisten richtig gut gefallen, insbesondere "Haven". Wenn wir schon bei Haven sind: Sie war mir vom ersten Moment an sympathisch. Sie ist immer etwas unbeholfen, wenn sie mit Gleichaltrigen interagieren muss, weil sie die Stimmungen nicht immer sofort deuten kann und deshalb nicht versteht, was jetzt passiert. Das habe ich echt gefühlt, muss ich zugeben, denn oft mache ich mir auch tausend Gedanken, wie ich ein Gespräch mit neuen Leuten anfangen soll. Für sie ist sehr vieles neu und ungewohnt, wie z.B das Stadtleben, aber sie ist fest entschlossen ihr Ding durchzuziehen und das meiste selbst in die Hände zu nehmen. Es mag sein, dass sie etwas naiv wirkt, aber mich hat das nicht gestört. Außerdem konnte ich es auch verstehen, immerhin wäre ich in ihren Situationen auch überfordert gewesen.

Im Laufe des Buches deckt Haven verborgene Teile ihrer Vergangenheit auf. Allerdings verspürt sie eine gewisse Wut gegenüber ihrem Vater und macht ihm Vorwürfe, wieso er ihr all diese Informationen verheimlicht hat. Ich konnte sowohl Haven Perspektive als auch die ihres Vaters verstehen. Trotzdem hat es mich doch ein bisschen getroffen, dass sie so schroff zu ihm war. Es lag jedoch auch sehr viel Unausgesprochenes in der Luft.

Jackson ist genauso wie ich eine Person, die nicht so schnell vertraut. Er liebt die Natur und fühlt sich auch sehr zu ihr verbunden, weshalb es überhaupt dazu kommt, dass er seinen besten Freund Cayden überredet hat mit ihm die Semesterferien im Jasper National Park zu verbringen. Jackson neigt aber dazu, bei seinen Entscheidungen immer den einfachsten Ausweg zu nehmen, weshalb er eine Sache aus der Vergangenheit jetzt gerade biegen muss. Zudem richtet er sein Leben nach den Erwartungen anderer anstatt es selbst in die Hand zu nehmen. Allerdings tastet er sich nach und nach in die richtige Richtung und überwindet Herausforderungen, die er bisher vermieden hat. Das habe ich wirklich an ihm bewundert. Was ich ein bisschen zu viel fand, war Jacksons ständiger Drang, Haven vor jedem und alles beschützen zu müssen. In einem Punkt konnte ich es irgendwo noch verstehen, aber irgendwann war es dann doch zu viel des Guten.

Die Liebesgeschichte zwischen Haven und Jackson entwickelt sich zwar relative zügig, aber es gleicht eher einem vorsichtigen Herantasten. Besonders mochte ich es, wie Jackson sich Havens Tempo anpasst, weil für sie diese Gefühle noch neu sind. Dadurch hat ihre Beziehung auch nicht überstürzt gewirkt.

Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen ist das atemberaubende Setting. Kira Mohn hat einen bildgewaltigen Schreibstil, der es schaffte, dass ich die Luft im Jasper National Park förmlich riechen und das Tosen des Wasserfalls förmlich hören konnte. Die Beschreibungen der einzelnen Schauplätze war der Wahnsinn, sodass ich mich während des Lesens sehr mit der Natur verbunden gefühlt habe! Zugegeben war ich schon immer sehr von Kanada fasziniert, aber spätestens nach diesem Buch möchte ich jetzt am liebsten meine Koffer packen und nach Kanada aufbrechen (aktuell gestaltet es sich als bisschen schwieriger und dabei liegt es nicht nur an der Schule xD)

Fazit:

"Wild like a River" ist ein New Adult Roman, der mich in allen Punkten vollkommen überzeugen konnte, insbesondere das atemberaubende Setting, welches ich am liebsten mit meinen eigenen Augen gesehen hätte. Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichte von Rae und Cayden im 2. Band, vor allem weil man von Rae noch nicht so viel erfahren hat und Cayden zwar auf den ersten Blick einen oberflächlichen Anschein macht, seinem Freund jedoch weise Ratschläge gegeben hat, was mich sehr neugierig gemacht, mehr über ihn zu erfahren. Von mir gibt es 5 von 5 Cupackes.

Blog: https://cupcakeslibrary.wordpress.com/2020/11/29/sehnsucht-nach-kanada-wild-like-a-river/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2020

Ein intensiver Coming-of-Age Roman

Fans des unmöglichen Lebens
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"Zu diesem Zeitpunkt gab es immer noch Dinge, die wir immer noch nicht voneinander wussten. Geheimnisse, die wir schützen mussten. Es sollte noch eine Weile dauern, bis alles ans Licht kam, die unschöne ...

"Zu diesem Zeitpunkt gab es immer noch Dinge, die wir immer noch nicht voneinander wussten. Geheimnisse, die wir schützen mussten. Es sollte noch eine Weile dauern, bis alles ans Licht kam, die unschöne und schwierige und unbeherrschte Wahrheit unserer Leben."
-S. 168

Meine Gedanken:

Kennt ihr diese Bücher, bei denen es euch schwerfällt eine Bewertung zu vergeben? So erging es mir mit dem Buch "Fans des unmöglichen Lebens". Ich hoffe aber trotzdem, dass ich meine Gedanken auf irgendeine Weise verständlich ausdrücken kann.

Das Buch beinhaltet eine einzigartige Erzählperspektive, die ich bisher noch nirgends so gesehen habe. Es wird aus den Sichten der drei Protagonisten erzählt, allerdings bei jedem auf eine unterschiedliche Weise: Jeremys Perspektive ist in der 1. Person geschrieben, Miras Perspektive in der 3. Person und Sebbys Perspektive in der 2. Person, also in der Du-Perspektive, was natürlich am außergewöhnlichsten war.

Die Protagonisten sind alles andere als perfekt und jeder Einzelne von ihnen hat mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, was sie für mich sehr authentisch und greifbar gemacht hat.

Jeremy ist sehr schüchtern und ruhig und lebt bei seinen zwei Vätern. Am liebsten verbringt er seine Freizeit mit dem Malen bzw. Zeichnen. Da er in der Schule einmal gemobbt wurde, will er auf keinen Fall in der Schule auffallen und hält sich deshalb lieber im Hintergrund auf. Das ist auch der Grund, wieso er keine Freunde hat. Mit Jeremy konnte ich mich am besten identifizieren, weil wir von der Art sehr ähnlich sind und auch das gleiche Hobby teilen. Außerdem habe ich durch seine Erzählperspektive eine gewisse Nähe zu ihm verspürt.

Mira liebt das Secondhand-Shopping und trägt am liebsten knallige Farben. Diese Vorliebe hat sie direkt zu einem sympathischen Charakter gemacht, den ich schnell ins Herz schließen konnte. Allerdings leidet sie unter Depressionen und bekommt eher wenig Unterstützung und Verständnis von Seiten ihrer Eltern. Es wird deutlich, dass ihre Krankheit nicht ernstgenommen wird, was heutzutage auch noch oft der Fall ist. Zudem erfährt sie regelmäßig das Gefühl nicht genug zu sein, sei es von ihren Eltern oder ihrer großen Schwester, die in Harvard studiert. Das hat mich als Leserin auch sehr getroffen und mitgenommen.

Sebby lebt bei einer Pflegemutter und bekommt von ihrer Seite ebenfalls nicht genug Unterstützung, weshalb er zu der Figur geworden ist, die er ist. Obwohl ich seine Ausgangsituation durchaus verstehen konnte, so wurde ich leider nicht richtig warm mit ihm. Ich habe die Absichten vieler seiner Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen können, was vielleicht daran liegt, dass wir insgesamt eher wenig von ihm als Person erfahren, im Gegensatz zu Jeremy oder Mira. Vielleicht lag es aber auch an seiner Erzählperspektive, die anfangs noch gewöhnungsbedüftig war.

"Wir waren drei Körper, die die Grenzen der einzelnen Körper nicht kannten, die zusammen atmeten. Wir wussten, dass wir uns auf den Rückweg machen mussten, dass wir die Blätter abschüttelten und drei voneinander getrennte Menschen werden mussten, die in die Welt hinausgehen und dort allein atmen würden. Jeder für sich."
-S. 287

Als Jeremy auf Mira und Sebby trifft, nehmen ihn die beiden relativ schnell in ihre Clique auf und öffnen ihn damit eine völlig neue Welt und er bekommt das Gefühl, sich endlich wieder jemanden anzuvertrauen zu können. Dabei begeben alle drei sich auf eine Reise der Selbstfindung, in der auch viele verwirrende Emotionen mitspielen. So hat sich auch irgendwie im Laufe des Buches eine Dreiecksbeziehung ergeben, die wiederum auch keine wahr. Die Autorin hat es jedenfalls geschafft, die verwirrenden Gefühle des Erwachsenwerdens perfekt eingefangen. Während ich zwischen Sebby und Jeremy keine Funken gespürt habe, so war ich umso ergriffener von Jeremys und Miras Freundschaft.

Eigentlich habe ich grundsätzlich nichts gegen offene Enden, aber in diesem Buch war mir das Ende doch etwas ZU offen. Es gab einfach noch zu viele wichtige Aspekte, die noch hätten geklärt werden müssen. Besonders von einer bestimmten Sache hätte ich gerne gewusst, was daraus jetzt wird. Aus diesem Grund hat mich das Buch etwas unzufrieden zurückgelassen.

Fazit:

"Fans des unmöglichen Leben" ist keinesfalls ein Buch, welches man so nebenbei weg liest. Ich musste die Geschichte erst einmal ein paar Tage Revue passieren lassen. Das Buch ist definitiv keine leichte Kost, aber ganz anders als die Bücher, die ich bisher gelesen habe. Kate Scelsa behandelt bedeutungsvolle Themen auf emotionaler Basis und legt ihren Fokus auf die Emotionen und Probleme des Erwachsenwerdens. Nichtsdestotrotz gab es ein paar Kleinigkeiten, die mir persönlich gefehlt haben und die es mir schwer gemacht haben, mich 100% auf die Geschichte einzulassen. Insgesamt kann ich sagen, dass "Fans des unmöglichen Lebens" ein sehr gefühlvoller Coming-of-Age Roman ist mit intensiven Themen ist. Von mir gibt es 3 von 5 Cupcakes.

Blog: https://cupcakeslibrary.wordpress.com/2020/11/23/ein-intensiver-coming-of-age-roman-fans-des-unmoglichen-lebens/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Ungefiltert und emotional

Bad At Love
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"Ich weiß nicht, wer dir weisgemacht hat, dass du nichts wert bist, denn es stimmt verdammt noch mal nicht. Du bist so viel mehr wert, als du denkst."
-S. 159

Meine Gedanken:

Von Morgane Moncomble habe ...

"Ich weiß nicht, wer dir weisgemacht hat, dass du nichts wert bist, denn es stimmt verdammt noch mal nicht. Du bist so viel mehr wert, als du denkst."
-S. 159

Meine Gedanken:

Von Morgane Moncomble habe ich bereits das Buch "Never too late" gelesen, welches schon in die tiefgründigere Richtung ging, aber dieses hier setzt erneut eine Schippe drauf. Daher finde ich es auch gut, dass sich am Anfang des Buches eine Triggerwarnung befindet, die auch nicht ohne Grund da ist und von der Autorin selbst geschrieben ist, was das Buch nochmals persönlicher macht.

Zu Beginn wirkt das Buch doch noch ein bisschen harmlos und scheut vor jeder Menge Humor nicht zurück - besonders Azalées und Edens erstes Zusammentreffen verläuft ganz anders, als man sich vorstellen könnte. Während sich die beiden anfangs nur sticheln und gegenseitig auf den Keks gehen, so erschwert es das nähere Kennenlernen die verletzliche Seite der Protagonisten zu verbergen. Besonders Azalée möchte nichts von ihrer Vergangenheit preisgeben, weshalb sie jede Frage, die sich auch nur ansatzweise daran antastet, mit viel Humor überspielt. Das heißt aber nicht, dass Eden nicht zu kämpfen hat - ganz im Gegenteil. Da das Buch sowohl aus der Sicht von Azalée als auch Eden erzählt wird, können wir auch hinter Edens Fassade blicken, wobei uns nichtsdestotrotz ein paar Kleinigkeiten zunächst einmal verborgen bleiben. Er muss sich vielen ernsten Herausforderungen stellen, zögert aber keinesfalls für seine Liebsten zu kämpfen.

Der Autorin gelingt es, dass ich die Gedankengänge und Handlungen der Charaktere auf eine besondere Weise verstehen kann, obwohl ich selbst nie in deren Lage war. Sie beschreibt Emotionen und (ehemalige) Geschehnisse präzise, ohne dabei irgendetwas zu beschönigen, weshalb auf mich alles realistisch gewirkt hat. Dies zeigt uns, dass wir davor nicht die Augen verschließen dürfen, dass hinter jedem Lächeln so viel mehr stecken kann. Wir wissen nie, womit jemand gerade zu kämpfen hat, was sich hinter ihrer Fassade verbirgt.

Obwohl Azalée zunächst einmal für sich selbst einstehen muss, so gibt sie in ihrem Podcast Dear Patriarchy Minderheiten eine Stimme und zugleich auch sich selbst. Sie spricht hier vor allem feministische Gedankengänge an, aber nicht nur. Am Anfang von Azalées Kapitel befindet sich jedes Mal ein kleiner Ausschnitt von ihrer Podcastfolge und würde es den wirklich geben, so würde ich ihn mir tatsächlich selbst anhören, weil er mich sehr fasziniert hat. Azalée war in meinen Augen unglaublich stark. Eine bestimmte Sache hat bei ihr seelische Narben hinterlassen, die sie jetzt ihr ganzes Leben mit sich herumträgt und oft hat sie das Gefühl, dass sie ihre Vergangenheit einholt. Sie wirkte so greifbar in Momenten, bei denen sie drohte zu zerbrechen. Lieber litt sie selbst, als dass es Personen, die sie liebt, tun.

Darüber hinaus, haben die vielfältigen Nebencharaktere so viel zur Geschichte beigetragen und sich langsam in mein Herz geschlichen (außer die Antagonisten natürlich. Die können dort bleiben, wo der Pfeffer wächst xD). So wie Azalée sich langsam in der Freundesgruppe eingefunden hat, so habe es auch ich getan. Insbesondere konnte mich ja Alec von sich überzeugen.

Auch wenn das Buch viele unschöne, ungefilterte Seiten zeigt, so gibt es trotzdem auch schöne, die aus Cupcakes (wie gut das doch zu mir passt), Humor und Hoffnung bestanden. Besonders Hoffnung, denn wir sind so viel mehr wert, als wir denken und es wird immer Menschen geben, die dich lieben und dich wertschätzen, so wie du bist. Vergiss nicht, niemals.

Fazit:

Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits war ich aufgewühlt und nachdenklich, insbesondere nach diesem heftigen Ende, andererseits habe ich auch gerne an die friedvollen, bezaubernden Augenblicke zurückgedacht. "Bad at love" ist keinesfalls eine leichte Kost, aber dennoch ein wundervolles Buch, welches Morgane Moncomble geschaffen hat. von mir gibt es 5 von 5 Cupcakes!

Blog: https://cupcakeslibrary.wordpress.com/2020/11/15/die-unschonen-seiten-des-lebens-bad-at-love/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Das Finale der Blackcoat Rebellion

Blackcoat Rebellion - Das Schicksal der Zehn
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"Er ist ein Idiot", entgegnete ich. "Einer, der sich für ein Genie hält. Das sind die Gefährlichsten."
"Nein, die Gefährlichsten sind die, die an der Macht sind"
- S. 144

Meine Gedanken:

Mal wieder wurde ...

"Er ist ein Idiot", entgegnete ich. "Einer, der sich für ein Genie hält. Das sind die Gefährlichsten."
"Nein, die Gefährlichsten sind die, die an der Macht sind"

- S. 144

Meine Gedanken:

Mal wieder wurde ich von Aimée Carter mit ihren genialen Plotttwists überrascht. Auch in dem dritten Band zeigt sie, dass sie ein Händchen für überraschende Wendungen hat, bei denen mir mal wieder der Mund offen blieb. Um den Leser zappeln zu lassen, hält die Autorin geschickt die Spannung aufrecht und lässt das Geschehene immer weiter zuspitzen. Es schien mehrmals, als gäbe es für die Rebellen keinen Ausweg mehr, weshalb ich natürlich umso fieberhaft weitergelesen habe, weil ich natürlich wissen wollte, wie sich die Charaktere aus diesen aussichtslosen Situation retten würden bzw. ob sie es überhaupt schaffen werden? Ich konnte mich einfach kaum mehr vom Buch losreißen.

Das Cover des Abschlussbandes ist in einem Grün gehalten, wobei natürlich wieder die blauen Augen der Protagonistin mit einem Lack überzogen wurden, damit diese hervorstechen, weil insbesondere die Augenfarbe eine größere Rolle in der Geschichte spielen. Die drei Cover der Reihe harmonieren von der Gestaltung und der Farbwahl ausgezeichnet, weshalb ich hier nichts zu bemängeln habe.

Kitty, unsere Protagonistin, bleibt weiterhin stark und ist entschlossener denn je, diese Rebellion zu einem Erfolg zu führen, auch wenn das heißt, dass sie ihr Leben mehr als nur einmal auf's Spiel setzen muss. Zu Beginn war ich etwas besorgt, dass ich wie im 2. Band nicht hundertprozentig mit Kitty auskommen werde, aber zum Glück war das hier nicht mehr der Fall. Im dritten Band spürt man definitiv Kittys kämpferischen Geist und man merkt, dass sie eine taffe Protagonistin ist, was natürlich auch sehr wichtig ist, wenn man sich einer Rebellion anschließt. Selbstverständlich macht sie nicht alles auf Anhieb richtig, aber es hat mich sehr begeistert, wie sie sich mit allen Kräften für ihre Überzeugungen eingesetzt hat.

In meiner Rezension zum zweiten Band habe ich die Liebesgeschichte ein wenig kritisiert, weil ich keine wirklichen Funken zwischen Kitty und Benji gespürt habe. Deshalb war ich sehr positiv überrascht, welche Entwicklung deren Beziehung im 3. Band angenommen hat. Ich fand diese sehr passend und es ist auch sehr authentisch rübergekommen. Außerdem stand der romantische Teil nie Vordergrund, sondern die Rebellion, was ich als angenehm empfand, weil der Fokus auf dem dystopischen Teil liegen sollte, als auf der Romanze.

Fazit:

Mit "Blackcoat Rebellion - Das Schicksal der Zehn" hat die Autorin ein gelungenes Ende dieser Trilogie geschaffen. Obwohl Band 2 etwas geschwächelt hat nach Band 1, hat der Abschluss nochmals alles aus dieser Reihe heraus geholt. Aimée Carter hat ein Händchen für Plotttwists und Spannung, weshalb ich diese dreiteilige Dystopie wärmstens empfehlen kann! Von mir gibt es 5 von 5 Cupcakes!

Blog: https://cupcakeslibrary.wordpress.com/2020/11/19/das-finale-der-blackcoat-rebellion-blackcoat-rebellion-das-schicksal-der-zehn/

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