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Veröffentlicht am 26.01.2020

Poetisch herzzerreißend

Bring Down the Stars
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"Ich fange an, mir alles einzuprägen. [...] Nicht nur deine Worte, sondern auch die Art wie du redest. Das Geräusch, das du machst, wenn du nachdenkst. Die Stille, wenn du versuchst dich zu beherrschen, ...

"Ich fange an, mir alles einzuprägen. [...] Nicht nur deine Worte, sondern auch die Art wie du redest. Das Geräusch, das du machst, wenn du nachdenkst. Die Stille, wenn du versuchst dich zu beherrschen, und die kleinen Fluten, wenn du es nicht tust." -S. 237

"Sie sagt, sie liebt meine Seele. Doch meine Seele ... bist in Wirklichkeit du!"

College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich stark zu Connor hingezogen fühlt, spürt sie auch zu Wes eine unerklärliche, tiefe Verbindung. Während ihre verwirrenden Gefühle Autumn zunehmend in Seelennot bringen, verstricken die beiden Freunde sich immer weiter in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht plötzlich noch viel mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ...

Meine Gedanken:

Von der Autorin Emma Scott habe bisher noch nichts gelesen, aber schon viel Positives gehört. Sie ist dafür bekannt emotionale und herzzerreißende Geschichten zu schreiben. "Bring down the stars" ist mein erstes Buch von ihr und ich war sehr gespannt auf das, 2as mich alles erwarten würde.

Traumhaft. Großartig. Wundervoll. Diese Wörter beschreiben dieses absolut gelungene Cover doch sehr gut. Mir gefällt das rosa sehr und das Glitzer im Hintergrund unterstreicht noch einmal den Buchtitel. Im Gesamten ist dies einfach ein atemberaubendes Cover, woran man nicht so schnell vorbeigehen kann und ich bin mir ziemlich sicher, dass es so einige Cover-Käufer finden wird. Auch die Oberfläche des Buches fühlt sich sehr angenehm an.

Emma Scott hat einen einzigartigen und unglaublich poetischen Schreibstil, der mich nur so durch die Seiten rauschen lassen hat. Auch die kurzen Kapitel, haben dazu beigetragen, dass ich zügig vorangekommen bin. Die Art und Weise, wie die Autorin bestimmte Szenen beschrieben hat, hat mich sehr berührt und fasziniert. Ich finde es bewundernswert, was man so alles mit Worten erschaffen kann. Ich kann euch versichern, dass ich mich oft in den Zeilen verloren habe, auf die positive Art. Dadurch, dass auch Weston eine Vorliebe für Poesie hat, kommen malerische Textstellen und Gedichte nicht zu kurz.

Hätte eine bestimmte Person eine andere Entscheidung getroffen, wäre das, wovon dieses Buch handelt, erst gar nicht passiert und diese Situation, in der Connor und Weston feststecken, wäre auch nicht zustande gekommen. Es ist erschreckend, wie eine kleine Geste das komplette Leben in eine völlig andere Richtung lenken kann. Von Anfang war ich für Weston. Ich mochte die Interaktionen zwischen ihm und Autumn am liebsten. In meinen Augen passen die beiden einfach am besten zusammen. Es fühlt sich so an, als hätten sich die richtigen Seelen gefunden. Connor passt nicht zu Autumn und er ist ihr auch nur nahe gekommen, weil ihm sein bester Freund Weston geholfen hat. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass er sich gar nicht so sehr um Autumn bemüht, sondern sie eher für sich gewinnen will, um sie seinen Eltern vorzustellen und diese endlich mal stolz zu machen. Er hat sich einfach nicht so 100% um sie kümmert.

Es tat mir echt weh mit anzusehen, wie Weston leiden musste, immer wenn er Autumn und Connor zusammen gesehen hat. Da das Buch abwechselnd aus der Sicht von Autumn und Weston in der Ich-Perspektive erzählt wird, ging mir das besonders nahe und mein Herz hat sich teilweise sogar auch zusammen gezogen. Er gehört zu meinen Lieblingscharakteren dieses Buches, nicht nur weil er eine lyrische Ader hat, die er aber eigentlich geheim hält, sondern auch wegen seiner fürsorglichen Art, was man hinter seiner kratzbürstigen Art nicht vermutet. Für die Menschen, die er liebt, würde er alles tun.

Westons Beweggründe konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich verstehe ja, wie viel ihm Connor bedeutet und wie dankbar er Connor's Familie ist, für all das was sie jemals für ihn und seine Familie gemacht haben, aber irgendwann ging die ganze Aktion zu weit. Connor hätte viel früher realisieren sollen, dass seine Bitten zu viel sind und Weston hätte auch aufhören sollen. Ich fande Connor an manchen Stellen echt dreist und egoistisch und ich habe das Gefühl, dass er nicht das Gleiche empfindet wie Weston ihm gegenüber. Dennoch machen diese Fehler die Charaktere erst so richtig realitätsnah. Wären alle perfekt und würden die richtigen Entscheidungen treffen, wäre dies ja zu schön, um wahr zu sein.

Als Connor die Entscheidung trifft, die schwere Folgen mit sich gezogen hat, hätte ich niemals erwartet, dass die Geschichte sich zum Ende dermaßen zuspitzen würde. Vor allem das Ereignis auf den letzten Seiten kam ziemlich unerwartet und hat mich entsetzt und sprachlos zurückgelassen. Ich kann bis heute noch nicht fassen, was da einfach noch passiert ist.

Was mir übrigens sehr sehr gut gefällt, sind Weston's Gedichte, die in Originalsprache, also auf Englisch, hinten im Buch noch einmal aufgelistet sind. Auf Englisch waren diese noch viiieeel besser als auf deutsch, von daher bin ich froh, dass sie am Ende mit aufgenommen wurden.

Fazit:

Es fiel mir schwer meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen, die diesem Buch gerecht werden. Ich habe mit den Charakteren, vor allem mit Weston, mitgefühlt und mitgelitten. Die Gedichte und die poetische Wortwahl haben nicht nur Autumn verzaubert, sondern auch mich. Dieses Buch hat mich sehr inspiriert und mein Interesse gegenüber Poesie geweckt. Auch wenn ich die Charaktere nicht immer ganz verstanden habe, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich bin schon sehr gespannt, inwiefern die Autorin mein Herz im 2. Band brechen wird 4,5 von 5 Cupcakes!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Humorvoll und einfühlsam - Ein Highlight!

Das Schicksal weiß schon, was es tut
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"[S]o zu tun, als gäbe es nur Schwarz und Weiß, das ist einfach bescheuert. [...] [M]anchmal denke ich, alle sollten erst mal einen langen Blick in den Spiegel werfen, bevor sie sich eine Meinung über ...

"[S]o zu tun, als gäbe es nur Schwarz und Weiß, das ist einfach bescheuert. [...] [M]anchmal denke ich, alle sollten erst mal einen langen Blick in den Spiegel werfen, bevor sie sich eine Meinung über das Leben anderer erlauben" -S. 268

In einem Augenblick ist Rob der beliebte Sportler, mit dem alle Jungs befreundet sein wollen und dem die Herzen der Mädchen zufliegen. Im nächsten Moment steht er vor einem Scherbenhaufen: Sein Vater hat die Familie in Verruf gebracht, Rob wird zum Außenseiter. Auch für Maegan ist die Schule nach einem entsetzlichen Fehler die Hölle. Ausgerechnet diese beiden müssen gemeinsam an einem Schulprojekt arbeiten. Hat das Schicksal etwa einen Plan für Rob und Maegan? Oder besitzt es einfach nur einen besonderen Sinn für Humor?

Meine Meinung:

Das Cover ist relativ simpel gehalten. Man erkennt viele Tauben in blau auf Drähten sitzen. Nur die zwei in der Mitte sind schwarz. Die bunte Schrift wird durch den hellen Hintergrund sehr gut hervorgehoben. Die Tauben haben eigentlich so gut wie gar nichts mit dem Buch zu tun, trotzdem passt das einfache Design zum Inhalt. Vielleicht symbolisieren die schwarzen Tauben ja die Außenseiter, die mehr oder weniger freiwillig zusammen finden.

Das Buch wird abwechselnd aus Rob's und Maegan's Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Dies macht es dem Leser nicht nur verständlicher beide Charaktere zu verstehen, sondern auch eine tiefere Bindung zu ihnen aufzubauen, da das Buch noch in der der 1. Person erzählt wird. Dadurch wird ein tieferer Einblick in die Gedankengänge gewährt, was es leichter macht sich mit der Figur identifizieren.

Die Beziehung zwischen den beiden Charakteren hat sich sehr authentisch weiterentwickelt. Zu Beginn waren die beiden nicht wirklich begeistert mit dem jeweils anderen zusammen arbeiten zu müssen. Sie lernen sich aber durch das Projekt immer weiter kennen und erfahren Dinge, die sie nicht erwartet hätten. Die beiden gehören einfach zusammen.

Mit Rob und Maegan lernen wir zwei komplett verschiedene und doch so gleiche Charaktere kennen. Seit Rob Lachlan's sieben Millionen Dollar unterschlagen hat und auch noch einen fehlgeschlagenen Selbstmordversuch hinter sich hat sind sich alle sicher, dass sein Sohn, also unser Protagonist auch unter der Decke gesteckt hat, was aber nicht der Fall ist. Das weiß aber natürlich kein Mensch, bzw. niemand will es glauben. Seit dem meiden ihn alle Schüler und auch sein bester Freund Connor hat sich von ihm abgewendet. Da Rob nun ein Einzelgänger ist, verbringt er seine Zeit meistens mit Büchern, die er regelmäßig aus der Schulbibliothek ausleiht und mit Hausaufgaben und dem Lernen. Auch in Maegan Day's Leben läuft es nicht rund. Nachdem sie im SAT, dem College-Zulassungstest, geschummelt hat und damit automatisch alle Ergebnisse ihrer Mitschüler für ungültig erklärt wurden, ist sie in der ganzen Schule als Betrügerin bekannt. Dazu kommt noch, dass ihre große Schwester, die ein vollständiges Lacrosse - Stipendium für ein Elite-Uni erhalten hat, auf einmal schwanger ist und sie dieses Geheimnis auf keinen Fall ausplaudern darf.

Die Protagonisten machen während des Buches eine wunderbare Charakterentwicklung durch, die mich sehr berührt und inspiriert hat. Rob ist anfangs noch sehr distanziert und verspürt keine große Lust in Gesellschaft zu sein. Ihm scheint alles gleichgültig zu sein. Doch seit er Maegan seine Projektpartnerin geworden ist, öffnet er sich Stück für Stück und vertraut seine nicht nur seine Gefühle anderen Menschen an, sondern auch Dinge, die er nie laut ausgesprochen hat. Man spürt als Leser auch, dass er verletzt ist und ich finde es gut, dass man einiges von seiner verletzlichen Seite zu Gesicht bekommt. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn männliche Personen weinen oder geschwächt sind. Die Autorin verleiht der Message guten Ausdruck.

Maegan stand schon immer im Schatten ihrer perfekten großen Schwester. Diese hatte immer die besten Noten, hat sich auf Schule fokussiert und ist nun auf einer Elite-Uni. Alles was Maegan will, ist die gleiche Anerkennung ihrer Eltern, vor allem ihres Dads. Doch nach dem SAT_Vorfall scheint kein anderes Ziel ferner als dies. Der Leistungsdruck und die ganzen Erwartungen machen ihr sehr zu schaffen. Dabei hat sie super Noten. Besonders dieser Aspekt hat mich sehr getroffen, da ich dieses Gefühl nur zu gut kenne. Anfangs ist sie noch sehr unsicher und würde über bestimmte Dinge einfach hinweg sehen, wie z.B fiese Bemerkungen unschuldigen Personen gegenüber. Sie gewinnt aber im Laufe des Buches zunehmend an Selbstbewusstsein.

Brigid Kemmerer baut geschickt humorvolle Szenen ein, die mich öfters zum Schmunzeln gebracht haben und die ein oder andere bedrückende Stimmung ausgleichen. Dieses Buch soll die Leser ja nicht herunterziehen Mir gefällt der Humor in diesem Buch richtig gut und ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die bei diesen lustigen Ereignissen lachen muss.

Fazit:

Ich hätte niemals gedacht. dass dieses Buch mir so ans Herz wachsen würde und mir so viel mitgeben würde. Mit Rob und Maegan hat die Autorin nicht perfekte, aber greifbare und absolut liebenswürdige Charaktere geschaffen. Beide versuchen immer die richtige Entscheidung zu treffen, jedoch gestaltet sich das nicht immer einfach. Sie lernen aus ihren Fehlern und ihnen werden neue Perspektiven durch andere Menschen geöffnet. Das Buch zeigt, dass es so wichtig ist miteinander (über seine Gefühle) zu reden und ich finde, dass das Buch im Allgemeinen jeden von uns etwas für's Leben mitgeben kann. Ein Highlight! 5 von 5 Cupcakes!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2020

Eine Geschichte mit einem unglaublichen Setting

Ein Himmel aus Gold
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Ich sehe zu, solang ich kann, weil ich nicht will, dass diese einzigartige, magische Nacht jemals endet, und erst, als ich wirklich nicht mehr zusehen kann, falle ich in einen tiefen Schlaf - unter einem ...

Ich sehe zu, solang ich kann, weil ich nicht will, dass diese einzigartige, magische Nacht jemals endet, und erst, als ich wirklich nicht mehr zusehen kann, falle ich in einen tiefen Schlaf - unter einem Himmel aus Gold -S. 122

Das leerstehende herrschaftliche Cardew-Haus übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die siebzehnjährige Lou aus. Immer wieder schleicht sie sich in die alte Bibliothek darin und liest – bis sie eines Tages von den Besitzern überrascht wird. Die reichen Geschwister Robert und Caitlin finden Gefallen an ihr und laden sie zu ihren rauschenden Festen ein. So betritt Lou eine ihr bislang fremde Welt voll Glamour und Cocktailpartys. Und immer mehr verfällt sie Roberts Charme. Doch kann der reiche Cardew-Spross wirklich Gefühle für sie hegen?

Meine Meinung:

„Ein Himmel aus Gold“ spielt in den goldenen Zwanzigern und bisher habe ich tatsächlich noch kein einziges Buch, welches in dieser Zeit spielt, gelesen. Daher war ich umso gespannter auf dieses Buch hier.

Wie ihr sicherlich schon wisst, bin ich nicht der größte Fan von Menschen auf den Covern, weil es die Vorstellungskraft nimmt sich die Charaktere selbst vorzustellen. Nichtsdestotrotz gefällt mir dieses Cover doch ziemlich gut. Die goldgelben Sprenkel (oder doch Konfetti?) am Himmel unterstreichen noch einmal den Titel des Buches und die Lichter im Hintergrund heben das Mädchen, das Lou darstellen soll, hervor.

Laura Wood schafft es mit ihren Worten ein unglaubliches Setting zu erschaffen. Ich war durch und durch fasziniert von der luxuriösen Welt, voller Glamour und jede Menge Partys. Genauso wie Lou bin ich komplett in diese glitzernde Szene eingetaucht und kam kaum aus dem Staunen hinaus. Die Autorin hat auf eine beeindruckende Weise eine magische Atmosphäre kreiert, in der ich mich komplett verloren habe. Doch auch Lous Heimat Penlyn hatte seinen eigenen Charme.

Louise, genannt Lou, verliert sich am liebsten in Büchern, weshalb sie öfters in das verlassene Cardew-Haus schleicht, um der alten Bibliothek einen Besuch abzustatten. Meistens sitzt sie mit einem Apfel vor dem Kamin und genießt ihre Lesezeit. Doch Lou verliert sich nicht immer in anderen Geschichten, sie schreibt auch selber welche. Aus diesem Grund bin ich sehr schnell mit unserer Protagonistin warm geworden. Bisher hat sie ihre Lady Amelia Geschichte nur ihrer großen Schwester Alice gezeigt, die ihr von ihren Geschwistern am nächsten steht. Lou zieht es in die weite Welt und sie sehnt sich nach Freiheit und einem eigenen Roman, aber der gesellschaftliche Druck liegt ihr im Nacken: Sich ihre eigene Zukunft wie ihre Schwester zu gestalten, zu heiraten und sich nieder zu lassen. Dabei sehen ihre Träume was komplett Anderes vor. Dieses Thema ist nicht nur in dieser Zeit präsent, sondern auch in unserer heutigen Zeit, wobei es in den Zwanzigern sicherlich untypischer war Vorstellungen wie Lou zu haben als jetzt. Jedoch muss man sagen, dass gesellschaftlicher Druck sowohl gestern als auch heute und morgen zu finden ist. Vor allem versteckt er sich mit bestimmten Bemerkungen, die einen verunsichern und seine eigenen Träume infrage stellen, was in dieser Geschichte gut thematisiert wird. In diesem Fall wäre es die Tante, die auf der Protagonistin herumhackt.

Der Druck breitet sich nicht nur bei Lou aus, die sich nach der Welt außerhalb ihrer Heimat sehnt, sondern auch auf die Cardew - Geschwister, Robert und Caitlin, die zu der gehobenen Schicht der Gesellschaft gehören. Ihre Mutter verstarb bereits nach Caitlins Geburt und nach dem Tod ihres Vaters sind die beiden komplett auf sich alleine gestellt. Diese Bürde hat vor allem Robert zu tragen, der versucht seiner jüngeren Schwester ein glückliches Leben zu ermöglichen. Dies gestaltet sich nicht als ganz einfach, vor allem weil Caitlin ihre wahren Gefühle hinter einem aufgesetzten  Lächeln und ihrer aufgetreten Art versteckt. Beide versuchen ihr Image irgendwie aufrecht zu erhalten. Auf den Cocktailpartys wirken die Geschwister unbeschwert,  aber in Wahrheit tragen sie ihren eigenen Kampf aus. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als so weiterzumachen, wie es von ihnen erwartet wird. Das Lasten viele Erwartungen auf ihren Schultern. Die kleine Einblicke hinter ihrer Fassade haben die Charaktere so viel greifbarer gemacht und die Gefühle haben mich sehr getroffen und mitgerissen.

Das Buch ist durch und durch er ruhig gehalten. Wer nach einer nervenauftreibenden Geschichte sucht wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Robert und Lou steht nicht so im Vordergrund, wie man vom Klappentext vermutet. Jedoch macht es mich stutzig dass die beiden sich ineinander verlieben, obwohl Robert doch so oft weg ist und die beiden dadurch nicht so viel Zeit verbringen. Das kam mir nicht ganz authentisch war. Trotzdem hat es mich nicht so gestört. Mir gefiel es sowieso besser, dass die Romanze nicht so im Rampenlicht stand.

Fazit:

Dieses Buch hat mir ein wundervolles Leseerlebnis möglich gemacht. Ich konnte mich nicht nur sehr gut mit der Protagonistin identifizieren, sondern habe auch eine schillernde Welt erleben können, die aber nicht immer so perfekt scheint, wie sie eigentlich ist. Mit Lou, Robert und Caitlin hat Laura Wood realistische Charaktere erschaffen und geschickt ihre Probleme und Gefühle in die Handlung eingebaut. Von mir gibt es 4,5 von 5 Cupcakes.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2020

Humorvoll und zuckersüß - ein Jahrehighlight

10 Blind Dates für die große Liebe
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Sophie wünscht sich nur eins: Zeit zu zweit mit ihrem Freund. Doch dann serviert Griffin sie aus heiterem Himmel ab - und Sophies Herz ist gebrochen. Zum Glück weiß ihre Nonna, was man gegen Liebeskummer ...

Sophie wünscht sich nur eins: Zeit zu zweit mit ihrem Freund. Doch dann serviert Griffin sie aus heiterem Himmel ab - und Sophies Herz ist gebrochen. Zum Glück weiß ihre Nonna, was man gegen Liebeskummer tun kann: Zusammen mit der ganzen Familie arrangiert sie für Sophie zehn Blind Dates an zehn Tagen. Wenn das mal nicht im Chaos endet! Vor allem, weil nicht jedes Date Sophies Geschmack trifft. Zwischen all den süßen, aber auch verrückten Typen weiß sie gar nicht, wo ihr der Kopf steht. Und als wäre das nicht schon genug, steht plötzlich auch noch Griffin vor ihrer Tür, der sie zurückgewinnen will. Aber möchte Sophie das überhaupt? Denn vielleicht schlägt ihr Herz schon längst für jemand anderen ...

Meine Meinung:

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe, war ich sowas von überwältigt und ich wusste sofort: dieses Buch muss ich lesen. Wer kennt es nicht? Cover-Liebe auf den ersten Blick! Doch zum Glück hat der Klappentext eine humorvolle, aber zugleich zuckersüße Liebesgeschichte versprochen, was meinen Geschmack genau getroffen hat.

Wie gerade schon erwähnt, hat mich das Cover sofort überzeugt, was hauptsächlich an den rosa lila Tönen liegen könnte. Diese weißen Rauchwölkchen, Herzen und Lichtpunkte verleihen dem Buch den abschließenden Touch. Dieses Cover ist sowas von gelungen, aber ob mich die Geschichte genauso verzaubern konnte erfahrt ihr im weiteren Verlauf der Rezension.

Nachdem Griffin Sophie abserviert hat, beschließt ihre Nonna ihr kurzerhand zehn Blind Dates zu organisieren, die von verschiedenen Familienmitgliedern ausgewählt werden, damit sich Sophie von ihrem Herzschmerz erholen kann. Doch nicht jedes Date ist ein absoluter Erfolg, denn unter den charmanten Typen sind auch sehr bizarre dabei. Als wäre das nicht schon genug möchte Griffin sie wieder zurückhaben, aber kann sie sich wirklich darauf einlassen? Oder gibt es da schon jemand anderen?

Die Idee mit den zehn Blinddates klingt so verrückt, dass man nicht anders kann als wissen zu wollen, wie es ausgeht. Ich selber würde mich sowas niemals trauen, aber ich hatte sehr viel Spaß Sophie und ihren Dates zu begleiten. Die Geschichte ist einfach mal was anderes und so erfrischend locker leicht. Natürlich sind nicht alle Treffen super gelaufen, aber das hat einen wiederum zum Schmunzeln gebracht. So einige war nämlich ziemlich fragwürdig. Ob man als 17-jährige wirklich auf einer Verabredung in einem Krippenspiel mitspielen soll, ist doch eher seltam. Die Idee mit dem Blind Dates ist ja sowieso hauptsächlich entstanden, damit Sophie über ihren Exfreund hinweg kommt und selbst als Leser hat man gemerkt, wie frei sie sich gefühlt hat und wie viel Spaß sie dabei hatte. Da möchte man immer weniger, dass Griffin und Sophie wieder zusammenkommen.

Was mir an diesem Buch aber besonders gefallen hat, sind die liebenswerten Charaktere beziehungsweise Sophies riesige Familie, die einfach herzallerliebst ist ... zumindest die meisten von ihnen.

Sophie hat eine unglaublich große Familie, nur leider wohnt sie als einer der Einzigen weiter weg, weshalb sie nicht so oft Zeit mit ihnen verbringt im Gegensatz zu den anderen Familienmitgliedern. Ihre Großeltern habe ich sofort ins Herz geschlossen, vor allem ihre Nonna mit ihrer lieben Art. Sie war ja auch diejenige, die eine Lösung für Sophies Liebeskummer gesucht und gefunden hat. Früher hat unsere Protagonistin viel Zeit mit ihren gleichaltrigen Cousins Charlie und Olivia und dem Nachbarsjungen Wes verbracht. Da sie die Feiertage über bei ihren Großeltern verbringt, hat sie endlich wieder die Chance wie in den alten Zeiten zu viert einiges zu erleben. Alle drei mochte ich auf Anhieb. Sie haben Sophie einfach auf andere Gedanken gebracht und mit ihnen hatte sie sehr viel Spaß. Es gab natürlich auch viele weitere Cousinen & Cousins, Tanten und Onkel, die allesamt verschieden waren. Wenn ich mir diese große Familie so anschaue, macht es mich ein klein wenig neidisch, dass ich nicht auch so eine mit engem Verhältnis habe

Auch Sophie merkt immer mehr, wie sehr sie es vermisst hat, Zeit mit ihnen zu verbringen. Anfangs war sie noch ziemlich verzweifelt wegen Griffin, aber sie wirkte überhaupt nicht naiv und hat auch keine überstürzten Entscheidungen getroffen. Neben der ganzen Aktion mit den Blinddate, die ja sowieso schon turbulent genug war, kam noch eine weitere Sache dazu, die eine ziemlich Unruhe in ihr ausgelöst hat. Wie sie damit umgegangen ist, fand ich ebenfalls sehr realistisch. Allgemein ist sie ein Charakter, der einem sehr schnell sympathisch vorkommt.

Diese zweite Sache neben den Blinddates wurde so nebenbei erzählt, aber ich finde, dass es doch ganz gut dazu gepasst hat, auch wenn nicht 100% optimal. Jedoch stört mich das nicht so ganz.

Fazit:

Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch sich zu meinen Jahreshighlights entwickeln könnte. Die Geschichte war einfach zuckersüß und zugleich auch humorvoll - einfach eine unschlagbare Kombi! Doch vor allem die Charaktere haben dieses Buch zu etwas ganz Besonderem gemacht. Von mir gibt es 5 von 5 Cupcakes

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2019

Kaum Spannung und eher wenig Fantasy

Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis
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Arias Welt bricht zusammen, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und sie zu ihrer Tante ziehen muss. Doch der charmante Simon scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben und der Schlagabtausch ...

Arias Welt bricht zusammen, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und sie zu ihrer Tante ziehen muss. Doch der charmante Simon scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben und der Schlagabtausch mit Bad Boy Dean wird zur willkommenen Abwechslung – bis Aria eines Morgens mit weißblonden Haaren aufwacht. Denn eine uralte Prophezeiung entfaltet ihre Wirkung: Das Ende der Welt naht und Aria ist die erste von vier Todesboten.

Meine Meinung:

Von diesem Buch hatte ich mir einiges erwartet, denn ich mochte bereits den Auftakt der anderen Fantasy Reihe „Gold und Schatten“ der Autorin sehr und hatte gehofft, dass mir auch Lovely Curse  so gut gefallen würde.

Das Cover spricht schon mal sehr für sich. Es ist in dunklen Tönen und einem blau gehalten. Man kann Aria, die Protagonisten mit ihrem weißblonden Haar in einem weißen Kleid erkennen und ebenfalls sind Raben zu finden. Mir gefällt die Idee, dass dieses Cover auch in Verbindung eines Ereignisses im Buch steht und an sich ist das Buch sehr schön gestaltet. Als kleines Highlight wurde auch das schimmern des Covers hinzugefügt. Das Einzige, was mich stört, ist das Gesicht des Mädchens, weil ich generell kein Fan von Gesichtern auf Covern bin.

Auf den ersten Seiten begleitet man Arias neuen Alltag bei ihrer Tante in Littlecreek in Texas und es werden zunächst alle Charaktere eingeführt und sozusagen vorgestellt. Natürlich treten ein paar Geschehen auf, die die Aufmerksamkeit und das Interesse des Lesers wecken sollen. Es werden einige Fragen in den Raum gestellt, aber so wirklich konnte mich die Handlung noch nicht fesseln. Dies wird sich bestimmt ändern, sobald man weiter liest. Das dachte ich mir, aber auch weiterhin konnte keine Spannung erzeugt werden. Anstatt einige Fragen zu beantworten, kamen immer mehr dazu und ich hatte das Gefühl, dass die Story nur vor sich hin plätschert, da in meinen Augen einfach kaum was passiert ist. Zudem hat mir der Fantasy Anteil sehr gefehlt. Ich bin von einer großen Portion Fantasy ausgegangen, weil das Buch eigentlich auch unter dieses Genre fällt, aber es hat sich zunehmend um Arias Highschool Leben gedreht als um die Todesboten Thematik, was ich sehr schade fand. Mich hat es gestört, dass die Dreiecksbeziehung viel mehr im Vordergrund stand, als die Idee mit den Todesboten, welche dafür immer weiter in den Hintergrund gerückt ist. Dabei hat der Klappentext genau das Gegenteil versprochen bzw. ich hatte das Gegenteil erwartet. Am Ende kam dann alles zu plötzlich und zu gehetzt, was meiner Meinung die Spannung zerstört hat und auch nicht soglaubwürdig rüberkommt.

Allein einzig durch Kira Lichts flüssigen Schreibstil bin ich relativ zügig durch's Buch gekommen, auch wenn mir teilweise die Motivation fürs Weiterlesen gefehlt hat. Außerdem möchte ich anmerken, dass mir einzelne Kapitel zu lang waren, weshalb es mir schwer viel weiter zu lesen. Dass die Autoren zu längeren Kapiteln tendiert, ist mir auch bereits in „Gold und Schatten“ aufgefallen.

Die Protagonistin Aria zieht nach dem Autounfall ihre Eltern zu ihrer Tante nach Texas. Dort muss sie sich erst mal ein neues Leben gewöhnen und die Ereignisse mit ihren Eltern bearbeiten, weil das noch relativ frisch ist. Auf mich hat Aria wie ein ganz normales Mädchen gewirkt. Sie ist eine typische Protagonistin, eigentlich immer nett und freundlich und arbeitet auf ihre Ziele hin. Jedoch verleiht ihr Interesse an Düften ihr eine besondere Eigenschaft, die sie von den anderen typischen Protagonistinnen abhebt. Sie kreiert ihre eigenen Kerzen und verkauft diese auf Etsy, was einigen bestimmt bekannt vorkommt.

Die beiden love interests Simon und Dean können verschiedener nicht sein. Simon, der Sunnyboy, überaus beliebt in der Schule und äußerst charmant. Während Simon der Prinz ist, ist Dean der Bad Boy. Ihm eilt ein bestimmter Ruf schon voraus. Simon mochte ich von Anfang an sehr. Er war im Gegensatz zu Arias Mitschülern nett zu ihr und hilfsbereit. Zudem hat er es geschafft sie aufzumuntern und ist einfach super lieb. Mit Dean konnte ich tatsächlich zunächst nichts anfangen. Er war einfach einfach unsympathisch. Dies hat mich ehrlich gesagt ein bisschen verwundert, weil ich normalerweise zum Bad Boy tendiere als zum Prinzen. Doch hier war es genau andersherum. Dennoch blieb es nicht so. Während ich begann Dean etwas mehr zu mögen, weil dem Leser Einblicke hinter seine Fassade gewährt wurden, ginge Simon hingegen mir mit der Zeit zunehmend auf die Nerven, was auf sein übervorsorgliches Verhalten zurückzuführen ist. Am Ende ist es also doch zu meine typischen Verhalten zurückgekehrt. Ich kann mir aber denken mit wem Aria letztendlich zusammenkommen wird.

Eine Person, die auch öfters im Buch aufgetaucht ist, ist Noemi. Noemi ist arrogant und die typische Zicke, die der Protagonistin des Schulleben schwer macht. Die ganze Schule liegt ihr zu Füßen und gehorcht ihr aufs Wort. Kein Wunder, dass sie alle auf Aria aufhetzt. Es kommt aber dazu, dass ein Ereignis die beiden widerwillig zusammenschweißt. Dadurch haben wir die Möglichkeit gehabt einen Einblick in Ihr Leben zu bekommen und ich muss sagen, dass sie einem schon leid getan hat und einige Aspekte konnte ich selber sehr gut nachvollziehen. Sie trägt eine große Last auf ihren Schultern.

Fazit:

Das Buch hat mich leider enttäuscht. In meinen Augen ist einfach kaum was passiert und am Ende wurde alles reingequetscht. Obwohl mir das Highschool-Setting sehr gut gefällt, hat mir die Fantasy-Portion gefehlt, vor allem weil das Buch diesem Genre zugeordnet wird. Ich kann mir vorstellen, dass der zweite und auch zugleich abschließende Teil der Reihe spannender und besonders mit mehr übernatürlichen Elementen ausgestattet ist, aber der Auftakt konnte mich leider doch nicht ganz so überzeugen. Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen.