Blood on the Tide
Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band der neuem Reihe von Katee Roberts, nachdem ich Neon Gods bereits gerne lese, musste ich auch diese Reihe haben. Und wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte ist ...
Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band der neuem Reihe von Katee Roberts, nachdem ich Neon Gods bereits gerne lese, musste ich auch diese Reihe haben. Und wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte ist wild, gefährlich und zugleich verstörend schön, mit Figuren, die nicht perfekt sind und gerade deshalb echt wirken.
Protagonistinnen sind Lizzie und Maeve. Eine queere Romantasy?! Hell yes. Lieben wir.
Lizzie: eine Vampirin, gewohnt zu bekommen, was sie will. Ihr Ziel sind die gestohlenen Erbstücke ihrer Familie zurück bekommem und einen Weg nach Hause finden. Sie ist tough, direkt, nimmt kein Blatt vor den Mund unf gleichzeitig kämpft sie mit Verlust, Sehnsucht und einer gefährlichen Umgebung.
Maeve: eine Selkie, deren Fell ihr gestohlen wurde. Sie steht dadurch zwischen Welten, ohne Heimat, mit Schmerz und Verletzlichkeit. Maeve ist stark, sensibel und mit einer Wut und Verzweiflung im Herzen, die greifbar sind.
Die Kombination der beiden, Vampirin und Selkie, ist purer Wahnsinn: anders als alles, was ich bisher gelesen hab. Ihre unfreiwillige Allianz (Lizzie braucht Maeve als Reiseleiterin durch die Zwischenwelt, Maeve braucht Hilfe, um ihre Haut zurückzubekommen) beginnt kalt und fragwürdig, doch durch Vertrauen, gemeinsame Kämpfe und Verletzlichkeit entsteht langsam eine Verbindung, die intensiv und echt wirkt.
Das Setting: Eine Zwischenwelt namens “Threshold”, Meer, Piratenschiffe, Magie, Bedrohung: rau, gefährlich, unbarmherzig. Diese Kulisse erzeugt Spannung nicht nur durch äußere Gefahren, sondern auch durch das ständige Gefühl, nicht sicher zu sein. Man fühlt Salz auf der Haut, hört das Knarren der Planken und riecht Meeresluft und gleichzeitig lauert überall Gefahr.
Was mich besonders mitgerissen hat: Die Mischung aus Abenteuer, Fantasy und roher Emotion. Die Geschichte nimmt kein Blatt vor den Mund: Gewalt, Blut, Verrat, Verlust, all das sitzt und macht das Risiko spürbar, das diese Charaktere eingehen. Und ja, auch die Erotik ist da, düster und intensiv, passend zur gefährlichen Welt, ohne dass sie das Ganze ins Lächerliche zieht.
Der Fokus liegt stark auf der Romanze zwischen Lizzie und Maeve und dem persönlichen Kampf, dadurch bleibt das größere Weltgeschehen (z. B. die politische Lage der Zwischenwelt) teilweise etwas im Hintergrund. Für jemanden, der mehr auf Worldbuilding statt nur auf Liebesgeschichte steht, kann das etwas flach wirken. Ich persönlich finde es wunderbar, aber ich stehe auch auf Romantasy.
Manche Szenen sind wirklich explizit. Mehr als spicy. Die Mischung aus Gewalt, Blut und Vampir-Action kann fordernd sein.
Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass sich Handlung und Emotionen etwas beißen: Schön wie dramatisch aufgeladen es war, aber manchmal fast zu viel, das hat mich kurz aus dem Flow gezogen.
Mein Fazit:
Blood on the Tide ist düstere Fantasy-Romance mit Ecken und Kanten: Brutal, emotional und schön verstörend zugleich. Lizzie und Maeve sind Figuren, die man nicht vergisst: verletzt, hart, aber mit Herz. Ihre Geschichte leuchtet in all dem Schatten und Blut noch lange nach dem Lesen. Für mich ein fettes 4-Sterne-Erlebnis. Nicht perfekt, aber mit so viel Mut, Gefühl und Feuer, dass ich Glad bin, dass ich mich darauf eingelassen hab.
Und ja, ich warte schon mit Herzklopfen auf Band 3 dieser Reihe.