Cover-Bild Narbenmädchen
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Ersterscheinung: 12.03.2026
  • ISBN: 9783423449458
Lilly Bogenberger

Narbenmädchen

Ein eindringlicher Roman über psychische Gesundheit, Freundschaft und Heilung
Klar, ehrlich und ungeschönt
Lara ist 15 und muss die nächsten vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Dass sie ziemlich verrückt ist, wie sie findet, sieht man ja schon daran, dass sie Rasierklingen in die Kur geschmuggelt hat, um sich weiter schneiden zu können. Aber die Gruppentherapie nervt einfach maximal und die Psychologin erzählt auch nur so komisches Zeug. Also fängt Lara an, mit Neo und Finn über ihre Probleme zu reden. Und diese beiden Teenager schaffen es irgendwie, Laras Leben zu verändern.
Das beeindruckende Debüt der jungen deutschen Autorin

- Mal lakonisch und mit Selbstironie, mal voller unterdrückter Wut, aber immer emotional packend
- Laras Panzer, aber auch ihre Verletzlichkeit und vor allem ihre Entwicklung nehmen die Leser*in jederzeit mit und lassen so schnell nicht mehr los

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Beschissen mit Aussicht auf Besserung

0

Lilly Bogenberger gibt Mädchen wie Lara eine Stimme. Im wahrsten Sinne, denn Lara ist die Erzählerin in diesem Buch. Sie erzählt uns, wie beschissen alles ist. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und ...

Lilly Bogenberger gibt Mädchen wie Lara eine Stimme. Im wahrsten Sinne, denn Lara ist die Erzählerin in diesem Buch. Sie erzählt uns, wie beschissen alles ist. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und wählt drastische Worte, die womöglich sogar etwas übertrieben oder aufgesetzt wirken. Doch nach und nach findet Lara ihre eigene Stimme. Versucht dieser anderen, fiesen Stimme in ihrem Kopf zu widersprechen. Dieser Stimme, in der nachhallt, was andere sie glauben machen wollen. Dass sie selbst Schuld sei. Dass niemand sie wirklich lieben könne. Und irgendwann bricht es dann aus ihr heraus „WAS IST DENN ÜBERHAUPT DAS VERFICKTE PROBLEM UND WOMIT HABE ICH DAS VERDIENT?!“ (S. 315). Hast du nicht. Du bist nicht Schuld.
Ein sehr lesenswertes Buch über junge Menschen mit psychischen Erkrankungen, die Welt, die ihnen Schmerz zugefügt hat und den hindernisreichen Weg in Richtung Besserung. Die Autorin lässt Lara immer wieder wunderbar treffende Worte dafür finden. Ich ende mit noch einem Zitat: „Wie immer hat mein Körper seinen Job gemacht, hat die kaputten, zerfetzten Zellen repariert und neue Zellen geschickt, um die Löcher zu stopfen“ (S. 301).

Veröffentlicht am 08.03.2026

Absolute Hochachtung von mir

0

Vorab ein riesen los an die Autorin. Die ausführliche Triggerwarnung zu Beginn und die ausführlichen Hilfe Anlaufstellen am Ende für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Top. Ein riesen Danke Dafür ...

Vorab ein riesen los an die Autorin. Die ausführliche Triggerwarnung zu Beginn und die ausführlichen Hilfe Anlaufstellen am Ende für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Top. Ein riesen Danke Dafür . Dafür sollte es einen sechsten Stern geben.

Die Geschichte um die 15 jährige Lara ist absolut emotional. Ich habe absolut mitgefühlt, habe gehofft, gezittert und geweint. Was Lara durchmacht: Depressionen, Alkohol, Ritzen... Sie erntet so viel Unverständnis.. dies kann ich teilweise absolut nachvollziehen. Sie tat mir so leid. Vorallem Depressionen sind so böse und machen soviel mit einem.. man kann es teilweise nicht steuern.
Bewundert habe ich sie und ihre Eltern, teilweise hätte ich mir aber gewünscht das ihre Eltern mehr auf sie und ihre Körpersprache achten. Zum Glück hat Lara Freunde , in der Klinik gefunden, die ihr halt geben und sie stützen .. schön das sie in der Klinik war.. Hut ab .. meinen vollen Respekt .

Der Schreibstil und die Wortwahl waren sehr einfach gehalten, super für Teenies in diesem Alter. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, mir hat es an nichts gefehlt. Super fand ich, das man hier dem Teenager klar macht , das man Fehler begehen darf. Dennoch sollte man sich irgendjemand anvertrauen. Immer . Bevor man Dummheiten macht.
⭐⭐⭐⭐⭐
Fazit :
Meinen absoluten Respekt an die Autorin. Absolute lese und Kaufempfehlung von mir .

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2026

Zwischen Schmerz und Hoffnung

0

„Narbenmädchen“ von Lilly Bogenberger ist kein leichtes Buch aber ein unglaublich wichtiges. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und emotional stark eingebunden. Die Autorin schreibt ...

„Narbenmädchen“ von Lilly Bogenberger ist kein leichtes Buch aber ein unglaublich wichtiges. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und emotional stark eingebunden. Die Autorin schreibt klar, direkt und ungeschönt, ohne dabei sensationsheischend zu wirken. Gerade diese Nüchternheit macht vieles noch eindringlicher.
Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch die Gefühle und inneren Konflikte dargestellt werden. Die Figuren wirken greifbar und echt, mit all ihren Schwächen, Ängsten und Hoffnungen. Man leidet mit, versteht, hinterfragt und wird immer wieder zum Nachdenken angeregt.
Die Sprache ist schnörkellos, teilweise hart, aber stets passend zum Thema. Das Buch geht unter die Haut und bleibt auch nach dem Zuklappen noch lange im Kopf. Es ist keine Geschichte, die man „einfach so“ liest sie fordert Aufmerksamkeit und Empathie.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2026

Wichtige Themen, die angesprochen werden sollten

0

„Das Narbenmädchen“ hat mich sehr berührt. Ich lese ganz andere Arten von Büchern und dieses Mal habe ich mir zur Abwechslung etwas anderes ausgesucht. Meine Erwartungen waren nicht hoch, ich fand die ...

„Das Narbenmädchen“ hat mich sehr berührt. Ich lese ganz andere Arten von Büchern und dieses Mal habe ich mir zur Abwechslung etwas anderes ausgesucht. Meine Erwartungen waren nicht hoch, ich fand die Buchbeschreibung interessant und das Cover ansprechend. Ich war am Ende mehr als überzeugt. Berührt und nachdenklich bin ich jetzt nach dem Lesen. So viele wichtige Themen werden hier angesprochen – Selbstzweifel, Mobbing, Sucht, Selbstverletzung und Tod. Aber auch positive Themen sind hier dabei – Freundschaft, Mut, Heilung und Hoffnung, dass am Ende alles gut wird. Die Geschichte über die fünfzehnjährige Lara berührt und bleibt lange in Erinnerung. Diese Themen dürfen und müssen angesprochen werden. Nur so kann unsere Leistungsgesellschaft heilen, nur so kann es uns wieder besser gehen❤️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2026

Kampf gegen dunkle Dämonen

0

Lara ist 15 und wurde dazu verdonnert, vier Wochen in einem Kurhaus für verhaltensauffällige Kinder und Teenager zu verbringen. Schon bald offenbart sich, was das Mädchen hinter ihrem Trotz und der Unangepasstheit ...

Lara ist 15 und wurde dazu verdonnert, vier Wochen in einem Kurhaus für verhaltensauffällige Kinder und Teenager zu verbringen. Schon bald offenbart sich, was das Mädchen hinter ihrem Trotz und der Unangepasstheit verbirgt: Lara ist psychisch schwer krank und hat den Halt im Leben verloren. Sie ist depressiv, fügt sich selbst Verletzungen zu und neigt in schwierigen Situationen zur Dissoziation. Mit gekonnten Verdrängungsmechanismen verweigerte sie sich bisher einer Therapie. Von den Eltern fühlt sie sich im Stich gelassen.

Zögerlich freundet sie sich mit anderen Jugendlichen an und erkennt, wie unfassbar weit das Spektrum der psychischen Erkrankungen ist.
Nach einer weiteren Selbstverletzung spitzt sich die Lage zu: Die Chefärztin stellt klar: Ein nochmaliges Fehlverhalten von Lara hätte zur Folge, dass sie direkt in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen wird.

Die einfühlsame Autorin gibt tiefen Einblick in das Leben mit psychischen Störungen. Sie beleuchtet behutsam das fragile Innennleben der jungen Protagonisten. Die Dynamiken, die sich beim Zusammentreffen der Figuren ergeben, sind herzerwärmend, schmerzhaft aber manchmal auch urkomisch. Die Protagonisten erhalten genügend Raum, damit ihnen gerecht wird. Bitte aber unbedingt die Triggerwarnung am Anfang berücksichtigen - danke der Autorin auch dafür.