Cover-Bild Fast Abend, immer noch hell
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 29.04.2026
  • ISBN: 9783104922140
Linea Maja Ernst

Fast Abend, immer noch hell

Roman | Die Sommer-Sensation aus Dänemark
Ursel Allenstein (Übersetzer)

Für Fans von Sally Rooney, Yasmina Reza und »Call Me By Your Name«: Die Sommer-Sensation aus Dänemark
An der Uni waren Sylvia und ihre Freunde unzertrennlich, jetzt haben sie Jobs, Beziehungen, manche sogar Kinder. Doch eine Sommerwoche wollen sie gemeinsam verbringen, in einem Haus am See. Im Mittsommerlicht, beim Kochen und Krebse fangen, in Gesprächen über Liebe, Queerness und das Leben, kehrt die alte Vertrautheit schnell zurück. Doch als zwei von ihnen Heiratspläne verkünden, lassen sich verborgene Sehnsüchte immer schwerer unterdrücken. Leben sie alle wirklich so frei und glücklich, wie sie es sich immer erträumt haben? 
»Ein duftender Traum von einem Debüt über die wilde Kraft der Freundschaft.« Politiken
»Ein wahres Wunder.« Berlingske
»Linea Maja Ernst schreibt von der berauschenden Anziehungskraft der Mittsommernächte.« Soundvenue

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Eine interessante Stimmung

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"Fast Abend, immer noch hell" von Linea Maja Ernst, übersetzt aus dem Dänischen von Ursel Allenstein, erschienen im S. Fischer Verlag im April 2026

Die Geschichte spielt während der magischen, dänischen ...

"Fast Abend, immer noch hell" von Linea Maja Ernst, übersetzt aus dem Dänischen von Ursel Allenstein, erschienen im S. Fischer Verlag im April 2026

Die Geschichte spielt während der magischen, dänischen Mittsommertage. Eine Gruppe von Freunden – ehemals unzertrennlich während des Studiums – versammelt sich in einem abgelegenen Sommerhaus an der Küste Seelands.

Was als nostalgisches Wochenende geplant war, entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Bestandsaufnahme. Während sie baden, zu viel Wein trinken und die lauen Nächte genießen, kommen alte Spannungen und neue Lebensentwürfe ans Licht.

Linea Maja Ernst hat ein Kammerspiel unter freiem Himmel gezaubert. Die Emotionen sind so zart, wie das Dämmerlicht der dänischen Nacht.
Es hat mich geflashed, tief hinein gezogen und nicht mehr los gelassen. Die Geschichte geht offen mit der Liebe um, was mir ein bisschen zu viel war. Da es zum Gesamtpaket passt, ist das für mich keine Schwäche.

Die Autorin schreibt gefühlvoll, gleichzeitig ernst und mit einer Traurigkeit. Ich habe mich zwischen den Seiten verloren und beim blättern wieder gefunden.
Die Emotionen kochen über, bleiben aber auch teilweise leise im Raum stehen.

Es ist die perfekte Urlaubslektüre, leicht genug für den Strand, aber ein bisschen schwer, um es ohne Nachklang zu beenden.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Bleibt im Kopf

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Einige Jahre sind vergangen als Sylvia und ihre Freundesgruppe von der Uni zuletzt viel Zeit miteinander verbracht haben. An einem Haus am See, soll das für ein paar Tage nachgeholt werden. Alle leben ...

Einige Jahre sind vergangen als Sylvia und ihre Freundesgruppe von der Uni zuletzt viel Zeit miteinander verbracht haben. An einem Haus am See, soll das für ein paar Tage nachgeholt werden. Alle leben sehr unterschiedlich, haben verschiedene Lebensmodelle. Jetzt treffen sie aufeinander, philosophieren über das Leben, Queerness und ihr eigenes Glück. Spontan verkündet ein Paar, dass es heiraten möchte. Das wirft viele Fragen auf. Alte Gefühle sind wieder da, neue Gefühle kommen auf und alle hinterfragen sich: Lebe ich wirklich so, wie ich es möchte?

Ein atmosphärischer Roman über moderne Beziehungen, Freundschaft und Begehren. Leben die Menschen, die sich den gesellschaftlichen Normen beugen, wirklich besser? Braucht jeder Kinder, Haus und einen festen Partner? Oder sind diejenigen, die alternative Lebensformen gewählt haben, wirklich glücklich damit? Oder wollen sie nur nicht so sein wie alle? Die Stärke des Romans ist eindeutig die Stimmung. Die Gruppe verliert sich in Gesprächen, schwelgt in Erinnerungen und philosophiert. Doch unter der idyllischen Oberfläche brodelt es. Ungelöste Konflikte und Sehnsüchte gibt es genügend. Eine Anspannung schwingt immer mit. Zugang zu den Charakteren konnte ich nur schwer finden. Mehr Schein als Sein, pseudointellekte Menschen, die sich um sich selbst drehen. Das war für mich manchmal schwierig zu lesen. Ich hoffe doch sehr die Menschen in dem Alter sind nicht alle so. Die größte Freiheit ist für mich immer noch, selbstbestimmt zu leben. Ich denke das geht auch, ohne andere Menschen zu belügen oder zu verurteilen.

Ein klug beobachteter Roman über Menschen, die nach dem perfekten Lebensmodell streben aber auch nur unsicher sind, ob das jetzt so richtig ist. Definitiv ein Buch, dass im Kopf bleibt und ich euch gern empfehle.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Nahbar, aber gleichzeitig distanziert

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Das Thema des Buches- alte Freunde wiedersehen, mit denen einen hauptsächlich noch die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit verbinden und mit denen man sich schrittweise immer mehr auseinandergelebt hat- ...

Das Thema des Buches- alte Freunde wiedersehen, mit denen einen hauptsächlich noch die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit verbinden und mit denen man sich schrittweise immer mehr auseinandergelebt hat- fand ich sehr ansprechend und nachvollziehbar. Die Freundesgruppe ist recht divers aufgestellt, wodurch es leichtfällt, sich in einer oder mehr Figuren wiederzufinden.

Die Handlung umspannt nur wenige Tage einer gemeinsamen Ausnahmesituation- ein gemeinsamer Urlaub, der in eine spontan verkündete Hochzeit gipfeln soll. Handlungstechnisch tut sich tatsächlich recht wenig, die Geschichte lebt vom Flair eines schwermütigen, trägen Sommers, der toll eingefangen wurde.

Mit den vielen Figuren habe ich mich anfangs schwergetan, aber man findet in den Rhythmus der Erzählung rein. Die verschiedenen Gefühle und Gedanken, die die einzelnen Figuren mit der Gruppe selbst und dem erlebten verbinden fand ich nachvollziehbar dargestellt. Vor allem die Gespräche über Beziehung, Sexualität und Lebensmodelle fand ich durchaus interessant aufgestellt und spannend zu verfolgen.

Man merkt, wie unterschwellig etwas zu brodeln beginnt. Es geht viel um den Drang zu gefallen, wahrgenommen zu werden und sich zugehörig zu fühlen. Trotzdem bleiben die Figuren distanziert und in ihren egoistischen Ansichten unsympathisch. Das Ende kam abrupt, aber vorhersehbar. Kann man so stehenlassen, aber irgendwie bleibt man halt auch unschlüssig und verlassen zurück.

Bin mir nicht sicher, ob ich verstanden habe, worum es hier geht oder was vermittelt werden sollte.

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