Cover-Bild Fast Abend, immer noch hell
(4)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 29.04.2026
  • ISBN: 9783103977509
Linea Maja Ernst

Fast Abend, immer noch hell

Roman | Die Sommer-Sensation aus Dänemark
Ursel Allenstein (Übersetzer)

Für Fans von Sally Rooney, Yasmina Reza und »Call Me By Your Name«: Die Sommer-Sensation aus Dänemark

An der Uni waren Sylvia und ihre Freunde unzertrennlich, jetzt haben sie Jobs, Beziehungen, manche sogar Kinder. Doch eine Sommerwoche wollen sie gemeinsam verbringen, in einem Haus am See. Im Mittsommerlicht, beim Kochen und Krebse fangen, in Gesprächen über Liebe, Queerness und das Leben, kehrt die alte Vertrautheit schnell zurück. Doch als zwei von ihnen Heiratspläne verkünden, lassen sich verborgene Sehnsüchte immer schwerer unterdrücken. Leben sie alle wirklich so frei und glücklich, wie sie es sich immer erträumt haben? 

»Ein duftender Traum von einem Debüt über die wilde Kraft der Freundschaft.«  Politiken

»Ein wahres Wunder.« Berlingske

»Linea Maja Ernst schreibt von der berauschenden Anziehungskraft der Mittsommernächte.« Soundvenue

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

Viel Atmosphäre, wenig greifbare Handlung

0

Schon das Cover vermittelt eine warme und gleichzeitig leicht melancholische Sommerstimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die Geschichte begleitet eine Gruppe ehemaliger Studienfreunde während ...

Schon das Cover vermittelt eine warme und gleichzeitig leicht melancholische Sommerstimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die Geschichte begleitet eine Gruppe ehemaliger Studienfreunde während einiger gemeinsamer Tage in einem Haus am See. Schnell wird deutlich, dass sich vieles verändert hat und alte Verbindungen längst nicht mehr so selbstverständlich sind wie früher.
Besonders stark fand ich die Atmosphäre des Romans. Zwischen gemeinsamen Essen, Gesprächen und stillen Momenten entsteht ständig das Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas brodelt. Viele Figuren wirken unzufrieden oder unsicher, obwohl nach außen alles harmonisch erscheint.
Der Fokus liegt weniger auf einer klassischen Handlung als auf Beziehungen, Gedanken und Stimmungen. Genau das machte das Buch stellenweise interessant, manchmal aber auch etwas anstrengend. Einige Themen und Konflikte wurden angeschnitten, ohne wirklich weitergeführt zu werden. Dadurch blieb bei mir öfter das Gefühl zurück, dass noch mehr möglich gewesen wäre.
Die Figuren waren für mich teilweise schwer greifbar und blieben emotional eher auf Distanz. Trotzdem mochte ich die Beobachtungen über Freundschaft, Erwachsenwerden und unterschiedliche Lebensentwürfe. Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin dieses Gefühl eingefangen hat, sich trotz gemeinsamer Vergangenheit langsam voneinander entfernt zu haben.
Der Schreibstil liest sich flüssig und ruhig. Vor allem die Naturbeschreibungen und die sommerliche Stimmung konnten mich immer wieder abholen. Das Ende wirkte auf mich allerdings etwas abrupt und ließ einige Fragen offen.
Komplett überzeugt hat mich der Roman zwar nicht, aber atmosphärisch war er trotzdem etwas Besonderes. Vor allem Leserinnen und Leser, die ruhige, charakterorientierte Geschichten mögen, könnten hier viel für sich mitnehmen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Das radikale Potenzial der Geschichte blieb leider unausgeschöpft

0

Die Autorin und auch der Klappentext versprachen mir eine aufregende Geschichte rund um Beziehungsdynamiken und verschiedene Lebensformen. Und angelegt waren die Figuren auch entsprechend: ein trans Mann ...

Die Autorin und auch der Klappentext versprachen mir eine aufregende Geschichte rund um Beziehungsdynamiken und verschiedene Lebensformen. Und angelegt waren die Figuren auch entsprechend: ein trans Mann auf der Suche nach einem Umgang mit herkömmlicher Männlichkeitsdefinition, ein lesbisches Paar mit unterschiedlichen Wünschen an die Beziehungsform und zwei hetero Paare mit eigenen Herausforderungen.

Das Aufeinandertreffen der Freundesgruppe machte mir Hoffnung auf Diskussionen, Reibung und das Ausloten neuer Möglichkeiten. Aber bekommen habe ich eher eine Aneinanderreihung innerer Gedankenprozesse von einzelnen Figuren und äußerst wenig Interaktion miteinander. Dabei sind die Ideen durchaus revolutionär und ich stimme einigem in Bezug auf den Status von heteronormativer Monogamie auch zu - ich denke, dass aus ihm nicht wenig Leid entsteht.

Aber warum reden die Freund*innen so wenig miteinander?! Erst nach 160 Seiten kommt es langsam zu einer echten Interaktion, die dann auch noch viel zu schnell unterbrochen wird. Ich finde das unglaublich schade und habe zwischenzeitlich an einen Abbruch gedacht, weil mich die ewig kreisenden Monologe wirklich gelangweilt haben. Zudem fand ich die Sprache oft nicht gerade zugänglich, ziemlich intellektualisiert und mit viel zu vielen Bildern für meinen Geschmack.

Die letzten 60 Seiten haben für mich noch mal echt was rausreißen können, sodass ich nun besser bewerte als anfangs gedacht. Da entlädt sich auf erhoffte, aber unerwartete Weise nämlich die Spannung der Geschichte. Die Szenen sind wirklich toll und ästhetisch geschrieben, aber ich bedaure total, dass sie erst so spät kamen. Wenn das der Ausgangspunkt gewesen wäre und ich die Reaktion der Figuren darauf hätte begleiten können, wäre ich wahrscheinlich überaus zufrieden gewesen. So bleibt das Buch leider weit hinter meinen Erwartungen zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2026

Hin- und hergerissen

0

Die Grundidee mit dem Wiedersehen alter Freunde im Haus am See fand ich spannend und interessant, und auch das Setting gefiel mir sehr gut.

Etwas störend fand ich jedoch, dass die Figuren für mich oft ...

Die Grundidee mit dem Wiedersehen alter Freunde im Haus am See fand ich spannend und interessant, und auch das Setting gefiel mir sehr gut.

Etwas störend fand ich jedoch, dass die Figuren für mich oft eher klischeehaft wirkten. Manche Szenen hätten gekürzt oder weggelassen werden können, auch einige der spicy Szenen. Insgesamt fühlte sich vieles etwas gewollt an, sodass ich mir lange unsicher war, ob mich die Geschichte wirklich packen würde.

Im zweiten Abschnitt passierte ebenfalls nicht allzu viel, aber zwischen den Figuren brodelte es ständig. Alle hinterfragten ihre Beziehungen und Wünsche, während die Stimmung nach außen hin trotzdem locker wirkte. Insgesamt lebte das Buch für mich mehr von der Atmosphäre und den Dynamiken zwischen den Figuren als von der eigentlichen Handlung.

Das Ende hat mich ein wenig überrascht: Plötzlich kamen viele lange verschwiegene Dinge ans Licht und Beziehungen kippten stark; Gleichzeitig war mir der Schluss etwas zu abrupt. Vieles wirkte zwar abgeschlossen, aber emotional blieb einiges unklar.

Einige Entwicklungen waren für mich nachvollziehbar, andere eher weniger. Ich bin insgesamt noch hin- und hergerissen und mir fällt es schwer genau sagen, wie mir das Buch gefallen hat. Der Schreibstil und die starke Atmosphäre gefielen mir auf jeden Fall sehr gut, inhaltlich war für mich noch Luft nach oben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2026

Nicht mein Buch

0

Das Cover vermittelt die Stimmung an einem großen Tisch, ab dem sich Freunde zu lockeren oder tiefergehenden Gesprächen treffen. Das alles in einer wunderbaren Sommeratmosphäre. So weit zu den Erwartungen.
Leider ...

Das Cover vermittelt die Stimmung an einem großen Tisch, ab dem sich Freunde zu lockeren oder tiefergehenden Gesprächen treffen. Das alles in einer wunderbaren Sommeratmosphäre. So weit zu den Erwartungen.
Leider habe ich von Anfang an keinen richtigen Zugang zu Handlung und Personen gefunden. Die erwarteten Gruppengespräche blieben aus bzw. haben sich in fruchtlosen Zweierkonstellationen verloren. Die Zusammensetzung der Gruppe aus queeren und heterosexuellen Personen hätte so viele Themen und Gespräche geboten. Die eigene Rolle im Leben, Lebensentwürfe, die völlig anders verlaufen sind als geplant. Vorstellungen von Partnerschaft, die hier tatsächlich eine große Bedeutung haben, letztendlich aber nur in irgendwelchen Sexszenen enden.
Die Charaktere bleiben über weite Strecken blass. Einige Handlungsfäden verlieren sich in der Erzählung oder lassen keinen Mehrwert für die Geschichte erkennen.
Ich denke, es war für mich einfach nicht das richtige Buch. Positiv sind der Schreibstil und die Atmosphäre am See zu bewerten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere