Cover-Bild Eden Summer

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14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Aladin in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 03.03.2017
  • ISBN: 9783848920938
Liz Flanagan

Eden Summer

Sabine Schulte (Übersetzer)

"Wenn wir Eden nicht finden, werde ich mir nie, nie verzeihen, was letzten Samstagabend passiert ist."

Obwohl die schüchterne Jess und die allseits beliebte Eden so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, kann nichts die beiden trennen. Bis Eden eines Tages spurlos verschwindet! Die Suche nach der vermissten Freundin konfrontiert Jess bald mit dunklen Kapiteln ihrer eigenen Vergangenheit, und dann ist da noch Liam, Edens Freund, mit dem Jess mehr verbindet als sie wahrhaben will. Liz Flanagans Debüt ist ein hochemotionaler Thriller im Spannungsfeld von Liebe, dunklen Familiengeheimnissen und einer außergewöhnlichen Freundschaft.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2017

Eden Summer

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Liz Flanagans Debütroman “Eden Summer” ist ein packender, authentischer und äußerst lebendig geschriebener Jugendthriller. Vor allen Dingen sprang mir das herrliche Cover und der äußerst spannend klingende ...

Liz Flanagans Debütroman “Eden Summer” ist ein packender, authentischer und äußerst lebendig geschriebener Jugendthriller. Vor allen Dingen sprang mir das herrliche Cover und der äußerst spannend klingende Klappentext ins Auge.

Hauptperson des Buches ist die zurückhaltende Jess, eine mir sehr sympathische Hauptperson, die ich mir sehr gut vorstellen konnte und die sehr realistisch von der Autorin Liz Flanagan beschrieben wurde. Die Geschichte zwischen Jess und ihrer besten Freundin wird kapitelweise aufgeklärt, in genau dem richtigen Maß von Spannung und Klarheit, den es braucht, um beim Lesen am Ball zu bleiben. Der flüssige und sehr lebendige Schreibstil von Liz Flanagan ließ mich als Leserin herrlich in der Geschichte um Freundschaft, Schicksal, junge Liebe, Alltag als Teenager, Angst, Zuversicht etc. versinken.

Das Buch beginnt recht sanft, nahezu unschuldig und verhüllt dann – nach Edens Verschwinden – Seite um Seite mehr von den furchtbaren Schicksalsschlägen, die beide Mädchen erleiden mussten. Düstere Geheimnisse und furchtbare Details lassen erkennen, warum gerade diese beiden unterschiedlichen Mädchen sich angefreundet haben. Auch die weiteren Nebendarsteller sind sehr gelungen und authentisch konstruiert und fügen sich perfekt in die Geschichte ein.

Kapitel Eins, 8 Uhr:

“Ich habe an diesem Montag keine Ahnung, was passiert ist. Keine Vorahnung. Kein Gespür. Null. Ich muss wohl das Gegenteil von einer Hellseherin sein, denn eigentlich bin ich fast glücklich.” (Seite 13)



Liz Flanagan erzählt die Geschichte aus Jess Perspektive. Dabei springt sie beim Schreiben kapitelweise von der Gegenwart zur Vergangenheit, aber als Leser kann man dem leicht folgen und es ist auch passend und sehr geschickt konstruiert, es hält die Spannung aufrecht und sie wird dadurch noch sehr gesteigert.

“Sie sei ein Coach, keine Beraterin, sagt sie (Jess Mama) immer, obwohl niemand außer ihr den Unterschied kennt. Früher hat sie Haare geschnitten und zugehört. Dann hat sie nochmal eine Ausbildung gemacht, und jetzt bringt das Zuhören vermutlich mehr Geld. Die Leute bezahlen dafür, dass sie mit meiner Mutter sprechen. Es muss ihnen wohl helfen, denn normalerweise kommen sie wieder….” (Seite 58)

Fazit: Ein packender, sehr bewegender Jugendthriller, der tief unter die Haut geht. Spannend, überzeugend und sehr lebendig geschrieben. Ein intensives Lese-Highlight nicht nur für Jugendliche!

Veröffentlicht am 11.05.2017

Außergewöhnlicher Jugendthriller

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Inhalt: "Wenn wir Eden nicht finden, werde ich mir nie, nie verzeihen, was letzten Samstagabend passiert ist." Obwohl die schüchterne Jess und die allseits beliebte Eden so unterschiedlich sind wie Tag ...

Inhalt: "Wenn wir Eden nicht finden, werde ich mir nie, nie verzeihen, was letzten Samstagabend passiert ist." Obwohl die schüchterne Jess und die allseits beliebte Eden so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, kann nichts die beiden trennen. Bis Eden eines Tages spurlos verschwindet! Die Suche nach der vermissten Freundin konfrontiert Jess bald mit dunklen Kapiteln ihrer eigenen Vergangenheit, und dann ist da noch Liam, Edens Freund, mit dem Jess mehr verbindet als sie wahrhaben will. Liz Flanagans Debüt ist ein hochemotionaler Thriller im Spannungsfeld von Liebe, dunklen Familiengeheimnissen und einer außergewöhnlichen Freundschaft. (Quelle: Verlag)
Meine Meinung: Eden Summer konnte mich direkt mit der Gestaltung und dem interessanten Klappentext überzeugen und dennoch war ich zu Beginn sehr skeptisch, denn ich bin selten ein Fan von Jugendthrillern und genau das ist dieser Roman. Dass das Ausmaß des Jugendthrillers größer is, als gedachte zeigte mir der Beginn des Buches und dennoch bin ich sehr begeistert von Eden Summer gewesen.
Das Buch entwickelte eine enorme Sogwirkung auf mich und ich musste unbedingt wissen, was mit Eden ist und ob Jess es schafft, diese zu finden. Was mich neben dieser Sogwirkung noch besonders gefreut hat, dass war die große Bandbreite an Diversität, die die Autorin zur Gestaltung der Geschichte genutzt hat. Wer also auf Gender und Ethnic Diversity achtet, sollte unbedingt zum Buch greifen.
Besonders Jess hat es mir in diesem Bezug angetan, denn sie selbst ist sehr Open-Minded und transportiert eine tolle Einstellung, die besonders jungen Lesern zu gute kommen kann. Sie zeigt uns, dass anders sein nichts schlimmes ist und wie man perfekt damit umgehen kann und seinen Platz im Leben finden kann. Auch Eden hat mich tief berührt, denn mit ihrem Verschwinden kommen viele Sachen ans Licht, die mich tief getroffen haben und mir die Mädchen direkt sympathisch werden ließen.
Die Story selbst bietet einige Überraschungen und Wendungen und schnell merkt man, als der Jugendthrille zum einen nicht nur auf dem Thriller Niveau bleibt und zum anderen auch Themen wie Familie, Freundschaft und Liebe deutlich tiefer behandelt als andere Jugendthriller. Zudem ist das Buch sehr angenehm zu lesen und ist somit sehr zu empfehlen.
Fazit: Eden Summer ist ein Jugendthriller, der deutlich tiefer geht als andere Bücher seines Genres und den Leser tief berührt und nachdenklich stimmt. Besonders mit dem Fokus auf Diversity wird das Buch für mich zu einer Geschichte, die ich euch uneingeschränkt empfehlen kann, wenn ihr leichte Unterhaltung sucht, die wesentliche Themen allerdings nicht aus dem Blick lässt.
Vielen lieben Dank an Literaturtest für die Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Emotionsgeladene und in sich stimmige Coming-of-Age Geschichte, die ich wärmstens empfehlen kann

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Meine Meinung zum Buch

Es ist selten, dass mich ein Klappentext und ein Zitat aus dem Buch so sehr angesprungen haben, wie es hier bei “Eden Summer” der Fall war. Spätestens als ich das Zitat auf dem ...

Meine Meinung zum Buch

Es ist selten, dass mich ein Klappentext und ein Zitat aus dem Buch so sehr angesprungen haben, wie es hier bei “Eden Summer” der Fall war. Spätestens als ich das Zitat auf dem Cover des Buches gelesen hatte, war mir klar, dass das eine Geschichte ist, die wie für mich gemacht ist. Und ich sollte recht behalten. Ich habe beim Lesen teilweise Rotz und Wasser geheult, aus Rührung, aus Sorge, vor Freude – eigentlich habe ich fast alle Emotionen mitgenommen.
Dazu muss ich sagen, dass das Thema Freundschaft für mich schon immer einen besonderen Stellenwert hat und hatte. Denn Freundschaft ist meiner Meinung nach sehr wichtig und ein kostbares Gut. Besonders, wenn sie so außergewöhnlich ist, wie die von Eden und Jess.

Der Klappentext verspricht übrigens nicht zu viel. Dieser Jugendthriller ist tatsächlich hochemotional und war für mich nicht immer leicht zu verdauen. Gerade jetzt als relativ frische Mama betrachte ich manche Dinge aus einem anderen Blickwinkel und das, was die Mütter von Eden und Jess mitmachen mussten, hat mich teilweise geradezu überwältigt. So etwas möchte ich nie im Leben erleben müssen und was noch viel wichtiger ist, ich möchte, dass meine Tochter nie mit so etwas konfrontiert werden muss. Ich sage euch ganz bewusst nicht, um was es sich genau handelt, denn würde ich es erwähnen, würde ich euch megamäßig spoilern.

Eden und Jess könnten nicht unterschiedlicher sein. Eden, die allseits beliebt und wunderschön ist und Jess, die äußerlich sehr auffällt, doch in ihrem Auftreten eher zurückhaltend ist. Beiden sind Dinge passiert, die gewaltige Spuren hinterlassen haben. Was genau passiert ist, verrät die Autorin aber nicht so schnell. Ein sehr kurzer Prolog lässt einen ein wenig erahnen, um was es gehen könnte, verrät aber nichts.
Die Geschichte wird aus Jess’ Perspektive erzählt und springt teilweise ohne Ankündigung von der Gegenwart in die Vergangenheit. Der Leser erlebt so zusammen mit Jess den Tag, nach Edens Verschwinden und erinnert sich gemeinsam mit Jess an den letzten Sommer mit Eden und andere Geschehnisse aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit.
Auch wenn das beim Lesen etwas mehr Konzentration erfordert, finde ich, dass die Autorin das ganz geschickt gemacht hat. Sie hält mit dieser Vorgehensweise den Spannungsbogen konstant hoch, aber ohne meine Geduld zu strapazieren. Für mich hat es sich angefühlt, als hätte sie immer in den richtigen Abständen genügend Fragen beantwortet, damit ich nicht ungeduldig werde, aber gleichzeitig noch so viel unbeantwortet gelassen, dass ich unbedingt weiterlesen musste.
Wie sich so nach und nach alles aufrollt, macht meiner Meinung nach viel von der Geschichte aus. Diese Art zu schreiben hat in nicht ganz unbedeutendem Maße dazu beigetragen, dass mir das Buch so gut gefallen hat.
Liz Flanagan hat mit ihrer Schreibweise und der Art wie sie ihre Charaktere zum Leben erweckt hat einen wirklich guten Job gemacht. Die Charaktere sind authentisch in ihrem Sein und Handeln und ich als Leserin konnte die Entwicklung aller Personen sehr gut nachvollziehen und nachempfinden. Der bildgewaltige Schreibstil hat mich zum Teil der Geschichte werden lassen. Ich habe nicht passiv konsumiert, sondern war live dabei und habe alles mitgefühlt.

Jess war mir insgesamt sympathischer als Eden und ihre Story hat mich auch mehr berührt. Sie ist gleichzeitig so verletzlich, aber auch unheimlich stark und setzt sich mit all ihren Kräften für Eden ein, obwohl diese sie nicht immer fair behandelt hat. Als Jess von Edens Verschwinden erfährt, hält sie nichts mehr zu Hause. Sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach Eden.
Wie die beiden füreinander einstehen und füreinander da sind, ist einfach nur toll und hat mich emotional sehr stark berührt. Beide sind starke Charaktere, die in ihrem Schmerz nicht immer nett zueinander waren, aber das hat sie nicht davon abgehalten der jeweils anderen zur Seite zu stehen.

Meiner Meinung nach sind Freundschaft und Liebe die zentralen Themen des Buches, aber die Autorin greift auch Gewalt, Intoleranz, Verlust und Schuld, aber auch Hoffnung auf und macht es so zu einem Buch, das für mich in sich absolut stimmig ist.

Fazit

Mit “Eden Summer” ist Liz Flanagan ein emotionsgeladener und in sich stimmiger Debütroman gelungen, der mich gefühlstechnisch ganz schön mitgenommen hat. Die Coming-of-Age Geschichte wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung kann ich so zustimmen. Das Buch lässt sich schön leicht und flüssig lesen, regt aber zum Nachdenken an und erfordert auch ein gewisses Maß an Konzentration. Für mich ein Buch, das aus der Masse heraussticht, weil es ernste Themen authentisch verpackt anspricht.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Geschichte über Liebe, Freundschaft, Trauer und Eifersucht, die berührt

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Eden und Jess sind seid Jahren die besten Freundinnen, sie gehen zusammen durch dick und dünn. Doch Eden ist gestern Abend nicht nach Hause gekommen. Die Suche beginnt. Ist Eden abgehauen? Wurde sie Opfer ...

Eden und Jess sind seid Jahren die besten Freundinnen, sie gehen zusammen durch dick und dünn. Doch Eden ist gestern Abend nicht nach Hause gekommen. Die Suche beginnt. Ist Eden abgehauen? Wurde sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Hat ihr Freund Liam etwas damit zu oder gar ihr Exfreund? Was führte zu ihrem Verschwinden?

Jess gibt die Hoffnung nicht auf, sie will Eden unbedingt finden. Nachdem Eden ihre Schwester Iona verloren hat und dadurch in ein schwarzes Loch gefallen ist, hat Jess sich geschworen, dass sie ihr durch diese schwere Zeit helfen wird. Denn auch Jess hat etwas sehr schlimmes erlebt und auch Eden war immer für sie da und hat ihr damit das Leben gerettet.

Bei ihrer Suche nach der Freundin besucht Jess Orte, die den beiden Mädchen wichtig sind. Durch Flashbacks erfährt der Leser nach und nach, wie es dazu kam, dass Jess sich vor Berührungen und Menschenmengen fürchtet, wie Eden ihre Schwester verloren hat und was insgesamt zur heutigen Situation geführt hat.

Die Beschreibung von Eden lässt sie nicht unbedingt sympathisch wirken. Man kann sie am ehesten als manisch-depressiv bezeichnen. Mal ist sie himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt. Sie ist launisch, eifersüchtig und oft wohl nicht sehr nett. In diesem Sommer ist sie sehr ich-bezogen, verhält sich aber auch oft eher selbst zerstörerisch. Für Jess und auch Liam ist es daher kein leichter Sommer gewesen. Eden steht für beide immer an erster Stelle. In ihrer Sorge um Eden sind sich die beiden näher gekommen.

Emotional kann man sich sehr gut in Jess hinein fühlen. Auch sie ist immer wieder hin und her gerissen zwischen Hoffnung, Verzweiflung, Sorge und Schuldgefühlen. Dabei wirkt sie äußerst authentisch. Obwohl Eden einem selber möglicherweise nicht sympathisch ist, so spürt man doch deutlich, wie wichtig sie für Jess ist.

Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch, dass die Handlung einen einzigen Tag umfasst und zwar den Tag, an dem Eden verschwindet. Atmosphärisch gesehen ist das Buch eher bedrückend, es herrscht ständig eine ängstliche und bedrohliche Stimmung. Das liegt vor allem daran, dass die Geschichte komplett aus Jess Perspektive geschrieben wurde und man daher die ganze Zeit live dabei ist.

Es ist eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Trauer und Eifersucht, die berührt - gut umgesetzt und in Szene gesetzt.