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Veröffentlicht am 11.01.2026

Zu viel Spice, zu wenig Weihnachten

Good Spirits
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Als ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich total in Weihnachtsstimmung und die Idee einer Geschichte, die an Dickens’ Weihnachtsgeschichte angelehnt ist, hat mich sehr angesprochen. Also ...

Als ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich total in Weihnachtsstimmung und die Idee einer Geschichte, die an Dickens’ Weihnachtsgeschichte angelehnt ist, hat mich sehr angesprochen. Also begann ich zu lesen und war zunächst wirklich angetan von der Geschichte um Harriet und Nolan.

Nolan ist seit über 100 Jahren ein Geist der vergangenen Weihnacht. Jahr für Jahr sucht er schreckliche Menschen heim, um mit ihnen ihre Vergangenheit zu besuchen und sie schnellstmöglich an den nächsten Weihnachtsgeist weiterzureichen. Mit dieser Art von Mensch möchte Nolan nicht unbedingt mehr Zeit als nötig verbringen und daher rühmt er sich damit, dass er seine “Fälle” die meiste Zeit sehr schnell weiterreichen kann.
Doch dieses Mal ist irgendetwas anders. Dieses Mal soll er Harriet York heimsuchen, doch er kann nichts Schreckliches an der weihnachtsbegeisterten Frau finden – ganz im Gegenteil, sie gibt meist mehr als sie hat und nimmt nichts. Ob sie Nolan etwas verheimlicht? Doch auch nach diversen Besuchen in Harriets Vergangenheit kann Nolan nichts entdecken. Er muss Harriet jedoch an den nächsten Geist weiterreichen und das bis spätestens zum Weihnachtsabend.
Zusammen müssen die beiden herausfinden, weshalb Nolan bei Harriet gelandet ist und was zu tun ist. Könnte es sein, dass Harriet und er sich gegenseitig helfen sollen?

Wie bereits erwähnt, war ich zunächst sehr angetan von der Geschichte. Weihnachtsfeeling kam auf, der Humor hat gestimmt, die Charaktere waren toll. Ich hatte mich auf eine cozy weihnachtliche RomCom gefreut. Diese bekam ich auch eine Weile lang. Dann hatte ich jedoch den Eindruck, dass er Weihnachtsaspekt immer mehr in den Hintergrund geriet und abgelöst wurde von den familiären Schwierigkeiten in Harriets Familie und den damit zugrunde liegenden Traumata, mit denen Harriet zu kämpfen hat. Die Geschichte bekam etwas mehr Schwere und Tiefgründigkeit. Versteht mich nicht falsch, ich mag Tiefgründigkeit und liebe es als Leserin dabei zu sein, wenn sich eine Buchfigur weiterentwickelt – was Harriet eindeutig getan hat. Ich war nur irgendwie nicht darauf vorbereitet und es hat mich emotional leider nicht richtig packen können. Ich möchte nicht sagen, dass es mich kalt gelassen hat, doch normalerweise verdrücke ich auch beim Lesen die ein oder andere Träne und hier habe ich es nur zur Kenntnis genommen.
Außerdem wurde mir der Spice-Anteil des Buches zu dominant. Ich habe nichts gegen Spice in Büchern, doch auch hier: Wenn man eine cozy RomCom erwartet, möchte man nicht unbedingt gefühlt eine Sex-Szene nach der nächsten lesen. Außerdem war entweder die Wortwahl der Autorin oder die der Übersetzerin etwas befremdlich für mich als es um leidenschaftliche Zungenküsse ging.

Ich denke, wenn man von all dem weiß und mit der richtigen Erwartung an das Buch herangeht, sind die meisten obengenannten “Kritik”punkte vermutlich zu vernachlässigen. Denn dann handelt es sich um eine schöne Liebesgeschichte mit einer Menge Spice und tollen Charakteren, die sich weiterentwickeln.
Wer jedoch eine cozy RomCom erwartet, die ein großes Weihnachtsfeeling versprüht, könnte evt. etwas überrascht oder sogar enttäuscht werden, so wie ich.
Daher vergebe ich 3,5 von 5 Sternen für “Good Spirits”.

Veröffentlicht am 01.01.2026

Humorvoll, verletzlich, emotional und vielschichtig

Royal Heist
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Rache statt Gerechtigkeit – jetzt wird es persönlich.
Normalerweise kümmern sich Darcy und ihre Crew (The Robbin’ Hood – tolles Wortspiel übrigens) um Fälle in denen gierige, reiche Menschen andere ausbeuten. ...

Rache statt Gerechtigkeit – jetzt wird es persönlich.
Normalerweise kümmern sich Darcy und ihre Crew (The Robbin’ Hood – tolles Wortspiel übrigens) um Fälle in denen gierige, reiche Menschen andere ausbeuten. Robin Hood-like bestehlen sie die Reichen und verteilen die Beute unter den Geschädigten, so dass die Gerechtigkeit wiederhergestellt ist.
Nun bietet sich für Darcy und ihren Bruder die Möglichkeit an der Royal Family Rache zu üben. Rache für eine zerstörte Kindheit. Zusammen mit ihrer Crew bereiten sie den Coup ihres Lebens vor. Darcy muss in den inneren Kreis der Königsfamilie gelangen und nutzt die passende Gelegenheit, dass der Kronprinz Spencer gerade auf der Suche nach einer geeigneten Kandidatin für eine Hochzeit ist, die den Ruf der Monarchie retten soll. Doch das ausgerechnet Tristan, der jüngere Bruder des Kronprinzen, Darcys Plänen einen Strich durch die Rechnung machen könnte, damit hat sie nicht gerechnet.

“Royal Heist” ist mein erstes Buch von Lena Kiefer, wobei mir die Autorin nicht unbekannt ist. Ich bin nur noch nie in den Genuss gekommen eines ihrer Bücher zu lesen. Und sagen wir mal so, wenn alle Bücher in etwa die Qualität dieses Buches haben, dann werde ich wohl – für mich eher untypisch – zum Fangirl mutieren.

Von Anfang an mochte ich sowohl Setting, als auch Schreibstil, Geschichte und die Entwicklung der Charaktere.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Darcy und von Tristan geschrieben, so dass die Lesenden einen guten Einblick auf beide Seiten bekommen. Ich war beim Lesen häufiger hin- und hergerissen. Mal wollt ich, dass Darcy und ihr Bruder ihre Rache erhalten, dann wieder nicht usw.
Besonders gerne mag ich es, wenn Figuren in Büchern sich selber nicht immer ganz so ernst nehmen und auch mal in die Sarkasmus-Schublade greifen. Das ist meine Art des Humor. So war es auch bei Darcy und Tristan. Beide (eigentlich alle) Charaktere haben sich von mehreren Seiten gezeigt. Humorvoll, verletzlich, emotional – insgesamt sehr vielschichtet. Auch die Story an sich ist sehr vielschichtig und tiefgreifend. Ich selber habe immer wieder darüber nachgedacht wie ich in solch einer Situation reagiert hätte.

Alles in allem hat mich das Buch von Beginn an abgeholt und erst wieder losgelassen als ich die letzte Seite umgeblättert habe. An einigen Stellen fand ich es etwas vorhersehbar, doch insgesamt tut es dem Ganzen keinen Abbruch.
Das Ende ist etwas fies, wenn man nicht gleich im zweiten Band weiterlesen kann, für Autorin und Verlag jedoch auf jeden Fall ein gutes Verkaufsargument für den nächsten Band.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 5 von Sternen. Der zweite Band befindet sich schon auf meiner Wunschliste.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2025

Süße Geschichte mit tollem Humor und ernsten Themen

Eine McElroy zu viel
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Ich liebe Weihnachten, doch häufig habe ich in der Vorweihnachtszeit zu wenig Möglichkeiten mich thematisch passenden Büchern und Filmen zu widmen. Dieses Weihnachten habe ich mir die Zeit einfach genommen ...

Ich liebe Weihnachten, doch häufig habe ich in der Vorweihnachtszeit zu wenig Möglichkeiten mich thematisch passenden Büchern und Filmen zu widmen. Dieses Weihnachten habe ich mir die Zeit einfach genommen und wirklich viele Filme geschaut und sogar einige Bücher gelesen.
Auf der Suche nach für mich geeigneten Büchern, bin ich auf diese queere Liebesgeschichte von KL Hughes gestoßen. Eins kann ich schon vorweg sagen, ich war ganz gefesselt von der Geschichte um Fiona und die Familie McElroy.

Wenn die Familie zusammenkommt, hat das nicht immer nur positive Aspekte. So auch bei Michael und seiner Familie. Um der immerwährenden Frage und den ständigen Sticheleien aus dem Weg zu gehen, was Michaels Beziehungsstatus angeht, beschließt dieser dieses Weihnachten eine Scheinfreundin mitzubringen. Dafür ist niemand besser geeignet als seine lesbische beste Freundin Fiona – denkt er.
Fiona ist zunächst etwas skeptisch, kann ihrem besten Freund aber nichts abschlagen. Wie schwer kann es schon sein ein paar Tage lang die feste Freundin ihres besten Freundes zu spielen? Immerhin verhalten die beiden sich fast schon wie ein altes Paar.
Der Klan der McElroys ist groß und beeindruckend. An Weihnachten pflegt die Familie ein Zusammentreffen voller lustiger Wettbewerbe und so landet Fiona in einer Schar rothaariger, ausgelassener und wetteifernder Geschwister.
Darunter auch Michaels Schwester Lizzie, die bei Fiona sofort einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Wie kann es sein, dass Lizzie mit ihrem berauschenden Duft und ihrem ansteckenden Lachen plötzlich überall ist? Je mehr Zeit sie mit den McElroys verbringt, desto schwieriger fällt es Fiona so zu tun als wäre sie in Michael verliebt. Ob das gut geht?

Das Buch ist mit seinen 228 Seiten nicht besonders dick und lässt sich daher wirklich schnell lesen. Der Schreibstil bzw. die Übersetzung ist wirklich angenehm und leicht zu lesen. Der Autorin gelingt es, meiner Meinung nach, die vorherrschende Stimmung ganz wunderbar zu transportieren und die Charaktere zum Leben zu erwecken. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt mitten zwischen den McElroys zu stehen und Teil des Ganzen zu sein.

Auch wenn die Geschichte zunächst nur wie eine humorvolle und süße Liebesgeschichte daherkommt, merkt man relativ schnell, dass dahinter noch viel mehr Tiefe steckt. Von Alltagsrassismus hin zum leider immer noch schwierigen Outing einer nicht heteronormativen Sexualität, findet man das ein oder andere wichtige Thema.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, mit all seinem Humor, den lockeren Sprüchen der Protagonisten, bis hin zu den wichtigen Themen, die aufgegriffen wurden. Ich möchte es daher empfehlen und vergeben sehr gerne 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 26.09.2024

Etwas schwächer als der erste Band, dennoch ein kleines Highlight für mich

School of Myth & Magic, Band 2 - Der Fluch der Meere
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Nach dem mir der erste Band der “School of Myth & Magic” – Dilogie schon sehr gut gefallen hatte, habe ich halbe Freudensprünge gemacht, als ich – mehr aus Zufall – entdeckt hatte, dass der zweite Band ...

Nach dem mir der erste Band der “School of Myth & Magic” – Dilogie schon sehr gut gefallen hatte, habe ich halbe Freudensprünge gemacht, als ich – mehr aus Zufall – entdeckt hatte, dass der zweite Band auch schon erschienen ist. Und das nur drei Monate nach dem ersten. Ein Traum für Reihen-Leserinnen. 😀

Daher hier bitte erst weiterlesen, wenn ihr Band 1 bereits kennt oder euch Spoiler nichts ausmachen.

Leser
innen des ersten Bandes wissen, das dieser mit einem fiesen Cliffhanger endet. Zu unser aller Glück schließt Band 2 nahtlos an den ersten an und wir müssen uns nicht erst durch reihenweise Gedächtnisauffrischungen arbeiten. Welche ich übrigens per se sehr befürworte, mich hier jedoch gestört hätten, da die beiden Bände so schnell hintereinander erschienen sind.

Wir wissen also nun, dass die Verbannung von Kassian dem Incubus missglückt ist, und gemeinsam mit Devin finden wir uns in der Situation wider diesen Umstand als einzige zu kennen.
Nicht nur was die Geschichte angeht schließt Jennifer Alice Jager nahtlos an den Vorgängerband an – nein, auch was Spannung, Humor und Atmosphäre angeht.

Wie schon im ersten Teil überzeugt mit die Protagonistin Devin mit ihrer Schlagfertigkeit, ihrer Toughness und ihrem Sinn für Sarkasmus. Bei der School of Myth & Magic Dilogie handelt es sich um Jugendbücher, die primär von Teenagerinnen gelesen werden – behaupte ich mal. Mir als erwachsene Leserin gefällt es daher sehr gut, wenn diese jungen Frauen mit starken weiblichen Charakteren in Kontakt kommen.

Zur Geschichte an sich kann ich sagen, dass die Autorin es wirklich geschafft hat mich zu überraschen. Ab einem gewissen Punkt im Buch nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte, die mir jedoch echt gut gefallen hat und die Geschichte zu einem runden Ende bringt.

Wem Band 1 also schon gut gefallen hat, dem wird der zweite Band mindestens genauso gut gefallen. Eine toughe, schlagfertige Protagonistin, eine Prise Humor und Spannung machen dieses Buch zu einem weiteren kleinen Highlight.
Ich vergebe daher sehr gerne wieder 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.05.2024

Nicht nur etwas für Jugendliche

School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe
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“School of Myth & Magic” ist nun das zweite Buch, das ich aus der Feder von Jennifer Alice Jager lese und ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass ich mit ihrem Schreibstil und ihrem Humor auf einer ...

“School of Myth & Magic” ist nun das zweite Buch, das ich aus der Feder von Jennifer Alice Jager lese und ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass ich mit ihrem Schreibstil und ihrem Humor auf einer Wellenlänge liege. Das Buch hat sich wirklich gut lesen lassen und ich habe nicht nur ein Mal laut auflachen müssen.

Die 17-jährige Devin ist ein ganz normaler Teenager – glaubt sie zumindest, bis sie in den Ferien, ihren Schwarm Tyler in einem Badesee küsst und dieser daraufhin im Krankenhaus landet. Zunächst glaubt Devin an einen unglücklichen Unfall, doch als eines nachts plötzlich zwei fremde Männer in ihrem Haus stehen und ihr zur Strafe ihre Magie nehmen wollen, erinnert sich Devin an die Geschichten ihrer Großmutter über Nixen und begreift, dass in ihr selbst Nixen-Kräfte schlummern.
Um diese neu gewonnenen Kräfte kontrollieren zu lernen, soll Devin ab sofort an die School of Myth and Magic in Norwegen gehen. Einer Schule für magische Wesen, die sich auf Nixen spezialisiert hat. Zusammen mit Drachen, Vampiren, Hexen, Magiern und einem sehr charmanten Faun besucht Devin nun die School of Myth and Magic. Kurz nachdem Devin an die Schule gekommen ist, passieren merkwürdigen Dinge und die ersten Schüler*innen landen auf der Krankenstation. Es scheint, als wäre Devin etwas – oder jemand – an die Schule gefolgt – doch, was sind seine Absichten?

Wie bereits erwähnt liebe ich den Schreibstil und den Humor der Autorin. Das Buch lässt sich locker und leicht lesen. Ich war sofort in der Geschichte und mein Kopf-Kino war daueraktiv. Dies ist nun bereits das zweite Buch von Jennifer Alice Jager, in dem es eine toughe und schlagfertige Protagonistin gibt – ich mag das sehr. Schlagfertigkeit, gemischt mit einer Portion Sarkasmus ist genau mein Ding.
Ich habe die Geschichte um Devin unheimlich gerne gelesen. Es gibt die typischen Schul-Zickereien, ein kleines bisschen Liebe und eine gute Portion Geheimnisse. Meiner Meinung nach war das Buch sehr interessant und spannend zugleich. Und wie bei der Autorin üblich, endet der erste Band mit einem fiesen Cliffhanger, so dass ich es kaum erwarten kann, dass der zweite Band im Sommer endlich erscheint.

“School of Myth & Magic” ist ein Buch, das sich prima zwischendurch lesen lässt und auch mir als erwachsene Leserin sehr viel Spaß gemacht hat. Für mich zählt das Buch jetzt schon zu einem meiner Highlights für das Jahr 2024 und somit vergebe ich sehr gerne volle 5 von 5 Sternen.

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