Cover-Bild Geheimname Eisvogel
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16,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 26.03.2025
  • ISBN: 9783737344005
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Liz Kessler

Geheimname Eisvogel

Berührender Jugendroman über Mut, Hoffnung und Tapferkeit in Kriegszeiten
Eva Riekert (Übersetzer)

Nach »Als die Welt uns gehörte« (Deutscher Jugendliteraturpreis 2023) der zweite bewegende realistische Jugendroman über den Zweiten Weltkrieg von Bestsellerautorin Liz Kessler für Leser*innen ab 12 Jahren

Holland, 1942. Die Welt befindet sich im Krieg, die Macht der Nazis wächst von Tag zu Tag, und jüdische Familien sind in großer Gefahr. Die zwölfjährige Mila und ihre ältere Schwester Hannie werden deshalb von ihren Eltern zu einer Familie in Amsterdam geschickt, mit neuen Identitäten und der strikten Anweisung, niemandem zu sagen, dass sie Juden sind. Aber Hannie will nicht einfach alles stumm ertragen. Sie ist entschlossen, sich zu wehren, und wird als Undercover-Agentin in den niederländischen Widerstand aufgenommen: Geheimname Eisvogel! Mila ahnt nichts von den verborgenen Aktivitäten ihrer Schwester. Doch eines Tages entdeckt sie etwas, das ihr ganzes Leben und das vieler anderer für immer verändern wird …

In zwei parallelen Handlungssträngen verwebt Bestsellerautorin Liz Kessler Themen wie Freundschaft, Mut, Familie, Verbundenheit, die Bedeutung der Geschichte und des Nicht-Vergessens zu einem emotionalen und mitreißenden Roman.

  • Zwei Schwestern, ein tragisches Missverständnis und der Sieg der Hoffnung in düsteren Zeiten

  • Ein fiktives, aber nicht weniger wahres Schicksal von jüdischen Kindern in den Niederlanden unter deutscher Besatzung

  • Mitreißender Jugendroman, der zum Nachdenken anregt

  • Mit kostenlosen Unterrichtsmaterialien zum Download
  • Bei Antolin gelistet

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2025

Eisvogel im Herzen – Wenn ein Buch zwei Generationen bewegt

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Ich dachte erst, „Oh nein, ein weiteres Buch über den Zweiten Weltkrieg… wird bestimmt wieder deprimierend und schwer verdaulich.“ Und dann kam meine Tochter: „Papa, das lesen wir zusammen!“ Zack, Buch ...

Ich dachte erst, „Oh nein, ein weiteres Buch über den Zweiten Weltkrieg… wird bestimmt wieder deprimierend und schwer verdaulich.“ Und dann kam meine Tochter: „Papa, das lesen wir zusammen!“ Zack, Buch auf, Welt aus – und plötzlich saßen wir abends da, beide mit Tränen in den Augen und Chips auf dem Schoß (die Chips waren meine Idee, um die Nerven zu beruhigen – hat nur so mittel geklappt).

Die Geschichte von Mila und Hannie hat uns beide total reingezogen. Zwei Schwestern, mitten im Krieg, neue Identität, Geheimnisse und der fiese Feind im Nacken – das ist schon krass genug. Aber dann haut Kessler da noch einen doppelten Handlungsstrang rein, bei dem man sich beim Lesen fragt: Moment mal, wer ist jetzt wer? Und wann sind wir eigentlich gerade? Meine Tochter hat das viel schneller geblickt als ich. Sie sagt, das liegt an meinen grauen Haaren.

Ich mochte besonders, wie mutig Hannie war – richtig Undercover-mäßig, mit Codenamen und allem. Meine Tochter wollte dann auch einen Codenamen. Sie heißt jetzt offiziell „Eule“. Ich bin „Buchwurm“. Danke, Liz Kessler.

Aber Spaß beiseite: Dieses Buch hat’s in sich. Es ist spannend, berührend, manchmal niederschmetternd – aber es gibt immer wieder Hoffnung. Und das macht es so stark. Wir haben oft beim Lesen pausiert, diskutiert, rumgeblödelt – und dann weitergelesen, weil wir einfach wissen mussten, wie es ausgeht.

Der Schreibstil? Flutscht wie ein gut geöltes Fahrrad durch Amsterdam. Direkt, aber feinfühlig, leicht zu lesen, aber mit Wumms. Und am Ende? Haben wir das Buch einfach eine Weile nur angeschaut. Und dann nochmal drüber geredet.

Fazit von uns beiden: „Geheimname Eisvogel“ ist ein Buch, das dich packt, durchrüttelt und verändert. Und das haben wir zusammen erlebt. Buddyread für die Ewigkeit.

5 Sterne von Eule & Buchwurm.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Bewegender Roman über Freundschaften, Hoffnung, Verzeihen

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Die in England lebende Liz Kessler verknüpft in ihrem Jugendbuch „Geheimname Eisvogel“ das aktuelle Thema Mobbing mit dem historischen Kontext des Antisemitismus.

Die Protagonistin Liv besucht die achte ...

Die in England lebende Liz Kessler verknüpft in ihrem Jugendbuch „Geheimname Eisvogel“ das aktuelle Thema Mobbing mit dem historischen Kontext des Antisemitismus.

Die Protagonistin Liv besucht die achte Klasse und erlebt, dass sich ihre beste Freundin von ihr abwendet und sie mit der Unterstützung neuer Freundinnen zunehmend provoziert. In Gabi, einer Klassenkameradin, mit der sie bisher wenig Kontakt hatte, findet sie unerwartet eine stille, besonnene Verbündete. Als Livs über 90-jährige Großmutter Bubbe aufgrund ihrer Demenz in ein Seniorenheim zieht, entdecken Liv und Gabi bei der Auflösung ihres Haushalts auf dem Dachboden einen Stapel mit alten Dokumenten und Fotografien. Eines der Fotos zeigt ein Ehepaar mit zwei Jungen und zwei Mädchen. Auf der Rückseite sind sie als Mila und Hannie bezeichnet. Das Bild ist auf den Juli 1942 datiert und in Amsterdam aufgenommen. Liv versteht zunächst nicht, weshalb sich das Foto im Besitz ihrer Großmutter befindet.

In einem parallelen Handlungsstrang erzählt die Autorin von der zwölfjährigen Mila und ihrer älteren Schwester Hannie. Die beiden jüdischen Mädchen wurden im Zweiten Weltkrieg von ihren Eltern mit neuer Identität ausgestattet und an eine arische Familie gegeben, um einer drohenden Deportation zu entgehen. Hannie entwickelt ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und schließt sich und dem Codenamen Eisvogel einer Widerstandsbewegung an, für die sie geheime Botengänge übernimmt. Mila hingegen leidet zunehmend unter der wachsenden Distanz zu ihrer Schwester.

Sowohl Liv wie auch Mila berichten in der Ich-Perspektive, wodurch ihre Erlebnisse und Empfindungen dem Lesenden besonders eindringlich nahegebracht werden. Auch wenn ihre Lebenswelten kaum vergleichbar sind, spiegelnd die Sorgen der beiden Mädchen und Milas Schwester Hannie auf unterschiedliche Weise wichtige Probleme ihrer jeweiligen Generation wider. Gemeinsam ist ihnen der Mut, sich gegen unterschiedlicher Formen von Ausgrenzung und Ungerechtigkeit zu wehren.

Um die Erzählung noch lebendiger zu gestalten, spielt Liz Kessler zusätzlich mit weiteren Erzählperspektiven. Durch die geschickte Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart rückt sie ein historisches Kapitel in den Fokus von jungen Lesenden. Das Buch spricht jedoch auch ältere Leserinnen und Leser an.

„Geheimname Eisvogel“ ist ein bewegender Roman über Freundschaften, Hoffnung, Verzeihen und Akzeptanz des Unvermeidlichen, bei der nicht alles zum Besten endet, aber gerade dadurch tief berührt und nachhallt. Die Autorin Liz Kessler zeigt eindrucksvoll ein unrühmliches Kapitel der Geschichte, das bis in unsere Gegenwart greift und nicht in Vergessenheit geraten sollte. Die thematisierten Aspekte haben tiefgehende Bedeutung, so dass das Buch auch für den Einsatz in Schulklassen geeignet ist. Ich empfehle es daher ausdrücklich weiter.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

herzergreifendes Lesehighlight - mit viel Tiefe und nachdenklich stimmend

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„Kein Ziel ist zu groß für uns und keine Tat zu unbedeutend.“ (Zitat)

Wieviel Mut, Stärke und Zuversicht bedeutet es, sich für Gerechtigkeit und Hoffnung einzusetzen.

In diesem emotionalen und eindringlichen ...

„Kein Ziel ist zu groß für uns und keine Tat zu unbedeutend.“ (Zitat)

Wieviel Mut, Stärke und Zuversicht bedeutet es, sich für Gerechtigkeit und Hoffnung einzusetzen.

In diesem emotionalen und eindringlichen Roman geht es in zwei Zeitsprüngen um Jugendliche, die aufgrund dessen, was sie erleben, all diese Eigenschaften lernen müssen und auf ihre eigene Art und Weise umsetzen.
Die 12jährige Mila und ihre 3 Jahre ältere Schwester Hannie werden 1942 unter neuer Identität zu einer Familie nach Amsterdam geschickt, um ihre jüdische Abstammung zu verheimlichen und ihr Überleben zu sichern. Hannie schließt sich dem Widerstand an und agiert als Undercover-Agentin, ohne das Mila davon weiß, bis es zu einem folgenschweren Missverständnis kommt.

Parallel dazu lernt man Milas Enkeltochter Liv in der Gegenwart kennen, die in der Schule unter Mobbing zu leiden hat und nun vor der großen Herausforderung steht, als Geschichtsarbeit einen Aufsatz über die Vergangenheit ihrer Familie zu schreiben. Allerdings gibt es hierzu nicht viel und ihre Oma schweigt sich aus. Nach und nach kommt dennoch immer mehr ans Tageslicht, was sich zur Zeit des zweiten Weltkrieges tatsächlich ereignet hat. Aus verschiedenen Perspektiven sowohl von Mila und Liv, als auch Tagebuchauszüge von Hannie und Erzählungen von einem Jungen namens Will erfährt man mehr über ihre Erlebnisse und ihr Leben.

Liz Kessler hat es geschafft, trotz der parallelen Handlungsstränge einen zutiefst berührenden Roman zu schreiben, der auch besonders an Jugendliche heute gerichtet ist, denn das Thema Mobbing ist heute auch aktuell. Beides miteinander zu verbinden und daraus ein Buch mit großem Lerninhalt zu gestalten ist genial und absolut großartig gelungen. Egal ob alt oder jung, hier steckt viel zum Nachdenken und Selbstreflektieren drin.

Was bedeutet echte Freundschaft, wie kann man mutig sein und gleichzeitig die dunkle Epoche unvergessen machen, um aus ihr zu lernen und es besser zu machen?

Auch wenn manches sehr nahe geht, so ist es ein Buch, um die wahren Helden hervorzuheben und daran zu erinnern, dass sowas niemals wieder passieren darf. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, um Liebe, Hoffnung und ein Miteinander zu fördern und gegen Hass, Überlegenheit und Erniedrigung zu kämpfen.

Für mich ein weiteres Lesehighlight der Autorin mit sehr viel Tiefe und einer Geschichte, die ins Herz geht.

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