Zum Inhalt:
Nachdem ihr Vater sie nicht mehr unterrichten kann, möchte die 13-jährige Nirvy eine Ausbildung zur Kriegerin auf der Schule Nordgard beginnen. Doch Nirvy ist nicht wie alle anderen und bekommt vom ersten Tag an zu spüren, was die anderen Schülerinnen und Schüler von ihr halten. So erlebt sie tägliche Schikanen und Mobbing. Einzig in ihrer Zimmernachbarin Ylvie findet sie eine Freundin. Wäre das noch nicht genug, wird Nirvy entführt und erlebt, wie es ist, dem Feind ausgeliefert zu sein. Dabei weiß sie nicht, dass ihre Freunde schon auf der Suche nach ihr sind. Doch können sie Nirvy wirklich retten?
Meine Meinung:
Wir begleiten die 13-jährige Nirvy nach Nordgard, einer Schule, auf der sie ihre Ausbildung zur Kriegerin absolvieren möchte. Dort erlebt sie vom ersten Tag an Mobbing und Diskriminierung wegen ihres Aussehens. Es ist richtig heftig, was Nirvy auf der Schule erleben muss. Zumal sie gefühlt keine Chance hat, etwas richtig zu machen, sondern vielmehr nur Ablehnung erfährt. Dadurch fühlt man mit ihr vom ersten Moment an mit. Zudem fand ich es wirklich bewundernswert, dass sie sich trotz aller Schikanen nicht hat unterkriegen lassen, sondern sich durchbeißt, kämpft und ihr gutes Herz nicht verliert. Nirvy ist ein sympathisches, wissbegieriges und kämpferisches junges Mädchen, das neben allem Übel auch lernt, wie es ist, Freunde zu haben, und was man gemeinsam bewirken kann.
Zwar ist die Protagonistin nur 13 Jahre alt und auch die anderen Schüler sind nicht wesentlich älter, dennoch denke ich, ist dies kein Buch für Kinder oder Jugendliche. Denn neben Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung wird die Handlung auch immer grausamer und brutaler. So wird Nirvy entführt und gefoltert, und auch wenn dies nicht explizit beschrieben wird, kann man sich ihre Verletzungen dennoch gut vorstellen. Zudem erlebt sie mit, wie sich ihr Peiniger Vladr seiner Frau aufdrängt, die eigentlich eh nur da ist, um ihm Nachwuchs zu gebären, nur um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Die Handlung ist bis auf ein paar Ausnahmen durchweg spannend und ich war gespannt, was Nirvy alles erlebt. Zudem fand ich das, was man über die Welt erfährt, in der sie lebt, mit den verschiedenen Ländern, ihrer Kultur, ihren Regeln und ihrer Religion, interessant, und ich hoffe, im nächsten Band mehr darüber zu erfahren. Außerdem ist mir besonders Nirvys Zimmernachbarin Ylvie ans Herz gewachsen, die Nirvy vom ersten Moment an unterstützt, sie beschützt und sich immer für sie einsetzt. In ihr findet Nirvy eine wahre Freundin.
Fazit:
Eine spannende Geschichte, in der wir die 13-jährige Nirvy auf die Schule Nordgard begleiten, auf der sie eine Ausbildung zur Kriegerin absolvieren möchte. Da Nirvy nicht nur Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung wegen ihres Aussehens von den anderen Mitschülern erfährt, sondern die Handlung an Grausamkeit und Brutalität zunimmt, als Nirvy entführt wird, ist dies nicht unbedingt eine Geschichte für Kinder und Jugendliche. Ich habe Nirvy gleich in mein Herz geschlossen, habe mit ihr mitgefühlt und war gespannt, was sie alles erlebt. Zudem war ich neugierig darauf, was man alles über die Kultur, die Regeln und die Religion der verschiedenen Länder erfährt.