Cover-Bild Taubenblut
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12,85
inkl. MwSt
  • Verlag: Kampenwand
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 462
  • Ersterscheinung: 11.09.2020
  • ISBN: 9783947738267
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Lutz Kreutzer

Taubenblut

Kriminalroman
»Hey, Fritz, jetzt keine Geschichten … Es sind zwei Morde passiert. Zwei tote Mädchen. Wahrscheinlich aus Thailand. Mit Rubinen oder sowas im Ohr.«
Ein Mann macht sich auf den Weg, nachdem er in Schande aus seinem albanischen Bergdorf verjagt wird. Bald werden in einem bayerischen Baggersee zwei Tote entdeckt.
Fritz Sperber und Martha Kieninger vom Landeskriminalamt in München übernehmen einen dubiosen Mordfall, der sie mit Habgier, Eifersucht und einer exotischen Liebeskultur zusammenprallen lässt. Welche Rollen spielen der thailändische Guru, der Staatssekretär, die Nonnen und ein Wiener Edelsteinhändler?
Die wertvollsten Edelsteine der Welt werden Taubenblut genannt - Rubine von unvergleichlicher Schönheit. Dieser Thriller zeigt, wie Gewinnsucht, Machtbesessenheit und Leidenschaft sämtliche Dämme brechen lassen. Raffiniert hält der Autor der Gesellschaft den Spiegel ihrer Doppelmoral vor Augen. Ein spannungsgeladener Kriminalfall um Mord, Tabus und Skrupellosigkeit.
Schauplätze sind Albanien, Bayern, Birma (Myanmar), Thailand und Österreich
Leserstimmen:
»Der Schreibstil Kreutzers ist grandios!«
»Perfekt geschrieben … Adnans Seelenqualen berühren mich tief!«
»Und wieder ist es Lutz Kreutzer gelungen, einen erstklassigen Krimi zu präsentieren! Alles darin, was ein solches Buch braucht.«
»Ich habe mich durchaus dabei ertappt, Mitgefühl auch mit der finstersten Gestalt empfinden oder seine Beweggründe nachvollziehen zu können.«
»Witziges Psychogramm einer überdrehten Gesellschaft. Lesen!«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2021

Literarisches Meisterwerk, gewürzt mit viel Humor und Spannung.

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It's nice to be a mannequin, but blessed to be a penguin - Amen! 😇

Dies war mein erstes Büchlein vom Herrn Kreutzer und ich bin total verloved. 😍 Klasse Schreibstil, welcher dafür gesorgt hat, dass ich ...

It's nice to be a mannequin, but blessed to be a penguin - Amen! 😇

Dies war mein erstes Büchlein vom Herrn Kreutzer und ich bin total verloved. 😍 Klasse Schreibstil, welcher dafür gesorgt hat, dass ich die 461 Seiten mit einem Zug verschlungen habe. Was mich jedoch noch mehr begeistern konnte, war die grandiose Geschichte. Die Probleme unser Gesellschaft mit so viel Humor zu würzen, einzigartige Charaktere zu erschaffen, welche sich für immer ins Gedächtnis brennen, mit wundervollen Schauplätzen zu bezaubern und selbstverständlich den Krimi nicht vor lauter Herrlichkeit untergehen zu lassen, ist eine Kunst. Dementsprechend ist für mich ~ Taubenblut ~ ein absolut gelungenes literarisches Kunstwerk. Merci! ❤️

Wer also Lust auf einen abgefahrenen Kriminalroman hat, dem kann ich Taubenblut wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Hat mich gut unterhalten

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Gleich einmal vorab: Das Buch ist bereits 2015 unter dem Titel „Thailandeiland“ erschienen.

In einem Baggersee werden die Leichen zweier junger Frauen, die an einen Grabstein gefesselt sind, gefunden. ...

Gleich einmal vorab: Das Buch ist bereits 2015 unter dem Titel „Thailandeiland“ erschienen.

In einem Baggersee werden die Leichen zweier junger Frauen, die an einen Grabstein gefesselt sind, gefunden. Mit den Worten

»Hey, Fritz, jetzt keine Geschichten. Es sind zwei Morde passiert. Zwei tote Mädchen. Wahrscheinlich aus Thailand. Mit Rubinen oder so was im Ohr.« holt KHK Martha Kieninger vom LKA München ihren als „Silikon-Fritz“ bekannten „Hilfssheriff“ und Berater, den Mineraloge und Geophysiker Fritz Sperber, aus seinem beruflichen Desaster. Sperber hat vor einiger Zeit zur Lösung eines komplexen Kriminalfalls („Bayerisch Kongo“) beigetragen. Aufgrund seiner Kenntnis zu Rubinen und anderem Gestein ist er wieder eine willkommene Hilfe, auch, wenn er nach wie vor mit der Hierarchie und dem Bürokratismus des Polizeiapparates so seine liebe Not hat. Doch wer, wenn nicht er, kann diesen Fall lösen?

Die Überraschung ist groß, als sich herausstellt, dass es sich bei den beiden Leichen um Katoeys handelt, wie Transgender in Thailand genannt werden.
Die Rubine im Ohr bzw. in der Faust des Toten sind von herausragender Qualität namens „Taubenblut“ und stammen aus der Mine von Mogok, wie Sperber schnell herausfindet. Die Spur führt zu einem Wiener Edelsteinhändler.

Doch welche Rollen spielen der thailändische Guru und der bayerische Staatssekretär samt seiner Schwester, einer Nonne? Welche Geschichte verbindet diese höchst unterschiedlichen Menschen?

Meine Meinung:

Mit diesem fesselnden Krimi nimmt Lutz Kreutzer die Doppelmoral in Bayern aus Korn. Raffiniert hält er der etablierten Gesellschaft ihre Scheinheiligkeit vor Augen. Der Autor geht aber noch einen Schritt weiter und greift zum Stilmittel der größtmöglichen Konfrontation. Als Gegenpol zu den hübschen, grazilen Katoeys bringt er die „Burrneshas“, die albanischen »eingeschworene Jungfrauen«, ins Spiel. Als solche werden albanische Mädchen bezeichnet, die in ihrer Familie und in der Gesellschaft die Rolle eines Mannes übernimmt und dabei völlig auf sexuelle Beziehungen, Ehe und Kinder verzichtet. Die Frau legt vor den Ältesten der Gemeinde oder des Stammes einen Schwur ab und wird fortan als Mann behandelt. Sie trägt Männerkleidung und Waffen und kann die Position des Familienoberhaupts übernehmen.

Als Antagonist zu den grazilen, hübschen Katoeys taucht ein Killer der albanischen Mafia auf, der als Männer in Frauenkleider hasst. Erst am Ende des Krimis wird dies bravourös aufgelöst. Der Leser schwankt bei diesem zutiefst verstörten und verletzten Mann zwischen Abscheu und Mitleid. Das ist sehr selten.

Ob Nonnen oder Ladyboys, Politiker, Priester oder Scheinheilige aller Art - alle Figuren sind wunderbar gezeichnet. Der Leser kann sich den zwitschernden Katoey ebenso gut vorstellen, wie die geifernde Nonne.

Die Handlung ist spannend und führt Fritz Sperber auch nach Wien, wo er am Wiener Westbahnof ankommt, sein Kollege vom LKA Wien aber am Hauptbahnhof, der einstmals als Südbahnhof bekannt war, wartet. Herrlich diese Wortspielereien zu den Bahnhöfen, die auch in Wirklichkeit bei Bahnreisenden für Verwirrung sorgt.

Dieser Krimi schreit förmlich nach einer Verfilmung. Allein die Schilderung, wie die beiden späteren Mordopfer mit einem Taxi durch Bayern fahren und nach einem geeigneten Ort für das Etablissement ihres Gurus Nuh Poo Tubkim suchen, ist herrlich. Ohne jede Sprachkenntnis lassen sie Dr. Google die Ortstafeln wie Rosenheim übersetzen bis das Smartphone bei Tuntenhausen das Wort „Katoye“ auswirft. Die beiden, beinahe esoterischen Schönheiten zwischen den Lederhosen tragenden Männern sind schon eine rechte Augenweide.

Schmunzeln musste ich auch über die Kamele - aber das lest bitte selbst.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi, der auch einiges an Wissen vermittelt und mich gut unterhalten hat. Dafür gibt es wieder 5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.12.2020

Regio-Krimi trifft große, weite Welt

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Das war mal was ganz anderes. Ein Kriminalroman, der sich von der Masse abhebt und dadurch im Gedächtnis bleibt.
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Regio-Krimi trifft große weite Welt - so würde ich "Taubenblut" in Kurzform beschreiben. ...

Das war mal was ganz anderes. Ein Kriminalroman, der sich von der Masse abhebt und dadurch im Gedächtnis bleibt.
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Regio-Krimi trifft große weite Welt - so würde ich "Taubenblut" in Kurzform beschreiben. Es gibt viel bayerisches Lokalkolorit samt Mundart. Aber auch andere Länder und andere Sitten spielen hier eine wichtige Rolle.
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Es ist schon eine irre Story, die sich da am Chiemsee abspielt. Ein Thai-Guru und sein Gefolge aus Kathoeys/Ladyboys/Transgender fallen in die Beschaulichkeit ein. Bald werden in einem Baggersee zwei Tote mit Taubenblut-Rubinen im Ohr gefunden.
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Der Schreibstil von Lutz Kreutzer ist flüssig und anschaulich. Der Autor entwickelt interessante Charaktere und haucht ihnen Leben ein. Hinzu kommen viele tolle Schmunzel-Szenen. Mein Highlight: Zwei Kathoeys auf Standortsuche für einen Club. Zum Brüllen komisch!
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Das Buch ist zwar ein Kriminalroman - für mich lebt es aber vor allem durch seinen Humor. Und das selbst in den spannendsten Momenten. Bestes Beispiel: Eine wilde Verfolgungsjagd auf Kamelen. Darauf muss man erst mal kommen.
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Fazit: Wer Lust hat, sich auch mal auf einen eher untypischen Kriminalroman einzulassen, dem kann ich "Taubenblut" definitiv empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.10.2020

Von Thailand nach Bayern

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Der Krimi Taubenblut (Thailandeiland – Sperbers zweiter Fall) beeindruckt von Anfang an mit Tempo und vielen kurzen, energiegeladenen Episoden an verschiedenen ungewöhnlichen Orten, zum Beispiel Myanmar, ...

Der Krimi Taubenblut (Thailandeiland – Sperbers zweiter Fall) beeindruckt von Anfang an mit Tempo und vielen kurzen, energiegeladenen Episoden an verschiedenen ungewöhnlichen Orten, zum Beispiel Myanmar, Albanien, Bayern, Thailand und dann noch mit wechselnden Zeiten (1987, 2010, 2015 …).

Lutz Kreutzer ist einfallsreich und nutzt fast zu viele Ideen.
Es gibt sehr spannende Nebenplots die schließlich zusammenfinden, wie z.B. um den Albaner Adnan Curri, der seinen Bruder tötet und in die Kriminalität abrutscht.
Außerdem Gile Winter in Österreich.
Und es gibt Jeab und Muu, zwei junge Transsexuelle, die aus der Sekte von Guru Nuh Poo Tubkim stammen und von Thailand nach Bayer kommen.
Ihr Ermordung und dem mysteriösen Auffinden von Taubenblut-Rubinen bei den Toten lässt den Fall des Buches entstehen.

Die ruppige Hauptfigur heißt Fritz Sperber und seine Energie sorgt für einen spannungsgeladenen Handlungsablauf. Er ist zwar kein Polizist, ermittelt aber als Spezialist für das LKA zusammen mit Kommissar Huber und Oberkommissarin Martha Kieninger.

Mit seinem Tempo und grimmigen Humor macht der Roman einfach Spaß!

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