Cover-Bild Blaue Ufer
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9,90
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Sachbücher / Film, Kunst & Kultur
  • Seitenzahl: 196
  • Ersterscheinung: 03.05.2022
  • ISBN: 9783756206247
Marina Jenkner

Blaue Ufer

Undine arbeitet im Aquarium eines Zoos und umgibt sich auch sonst mit allem, was Wasser und blau ist, so als könne sie diese Traumwelt dauerhaft vor der Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit bewahren.
Eines Tages platzt der Student Adrian in ihr Leben und droht ihre schützende Unnahbarkeit zu durchbrechen. Undine hat Angst vor der Liebe, vor der Wirklichkeit, aber dann merkt sie, dass auch »Meerjungfrauen« Gefühle entwickeln können.

Ein modernes Märchen über eine ungewöhnliche Liebe.

»Blaue Ufer (...) liest sich, trotz des eigentlich hochkomplexen Psychologie-Themas, ganz leicht und voller Zärtlichkeit.«
(Stefan Seitz, Wuppertaler Rundschau)

»Behutsam geht Jenkner mit ihren Figuren um, beschreibt und erzählt oft zurückhaltend und liebevoll und fesselt gerade dadurch.«
(Westdeutsche Zeitung, Bernadette Brutscheid)

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2022

No more blue in der symbolischen blauen Umarmung des Meeres

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Ungewöhnlich. Zuerst war der Film da; auf jenem beruht der Roman der Filmemacherin, Werbetexterin und auch Autorin Marina Jenkner, 1980 geboren, worüber sich Detmold sehr glücklich schätzen durfte, zwecks ...

Ungewöhnlich. Zuerst war der Film da; auf jenem beruht der Roman der Filmemacherin, Werbetexterin und auch Autorin Marina Jenkner, 1980 geboren, worüber sich Detmold sehr glücklich schätzen durfte, zwecks ihrer Niederkunft dort. Und jetzt ist Wuppertal die Glückliche. (Darüber dürfte das nahe Solingen nun neidisch sein, aber hauptsache Bergisches Land. Ha!)

Und nun hat uns die marine Schriftstellerin mit einem wahrhaft beeindruckenden Buch beschenkt.

Undine ist in Therapie wegen eines Traumas ihrer Vergangenheit. Sie ist im Aquarium eines Zoos tätig und gerade "wassersüchtig", was das nasse Element und blau betrifft.

In einem Waschsalon liest sie ein Buch und erregt die Aufmerksamkeit des Studenten Adrian. Zunächst flüchtet sie, aber er gibt nicht so schnell auf, geschweige denn die Flinte ins Korn.

So entwickelt sich eine potentielle Liebesgeschichte? Auf jeden Fall eine behutsame Annäherung ...

Die Autorin hat die Protagonisten differenziert und tiefgründig ausgestaltet. Die Genese beider überzeugt durchaus. Ich kann mich in beide sehr gut einfühlen, besonders in Undine, jene, mit dem mythologischen Namen.

Das Buch ist ergreifend und berührt auf einer profunden Ebene meiner Seele. Sehr gut kann ich Undines Inneres nachvollziehen.

Es gibt eine alterierende Perspektive zwischen den beiden. Das Ende ist ebenfalls nahezu perfekt. Es sind Textauszüge der kleinen Meerjungfrau von Hans Christian Andersen eingebunden sowie expressiv starke Illustrationen von Marlies Blauth.

Die Vergangenheit ist ebenso plausibel mit der Gegenwart verwoben. Bravo! Mersi! Merci! Mulțumesc, Marina Jenkner!!!

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Veröffentlicht am 11.06.2022

Ein etwas anderer Liebesroman

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„...Sie mochte Abläufe, die immer gleich waren, immer gleich wie die monotonen Umdrehungen der Waschmaschine Nummer fünf, auf der sie saß...“

Heute aber wird der Ablauf durchbrochen. Der Student Adrian ...

„...Sie mochte Abläufe, die immer gleich waren, immer gleich wie die monotonen Umdrehungen der Waschmaschine Nummer fünf, auf der sie saß...“

Heute aber wird der Ablauf durchbrochen. Der Student Adrian erscheint im Waschsalon und spricht sie an. Als sein Handy klingelt, nutzt Undine die Chance, nimmt ihre Wäsche und verschwindet.
Die Autorin hat eine etwas andere Liebesgeschichte geschrieben.
Der Schriftstil ist ausgereift und bringt die innere Spannung des Buches voll zum Tragen.
Adrian möchte die junge Frau gern wiedersehen. Dazu lässt er sich eine Menge einfallen. Er ahnt aber nicht, dass Undine Verletzungen aus ihrer Kindheit mit sich trägt, die ihr Leben prägen. Sie mag klare Strukturen, kann Menschen nur schlecht um sich ertragen und arbeitet im Zoo bei den Fischen.
Die Welt des Meeres ist für sie eine Fluchtwelt. Das war schon in der Kindheit so. Das Märchen von der kleinen Seejungfrau, das kursiv und Stück für Stück ins Buch integriert wurde, ließ sie damals ertragen, was nicht zu ertragen war. Der Missbrauch wird nie benannt, aber mehrmals angedeutet. Allerdings kam der später. Der erste scharfe Einschnitt war der Tod der Mutter. Der Beruf des Vaters machte es erforderlich, dass Undine bei den Großeltern aufwuchs.
Adrian nimmt das Studium nicht gerade bitterernst. Sein Hobby ist das Malen. Für ihn hat das Leben noch eine gewisse Leichtigkeit.

„...Er hatte keinen festen Plan, er wollte sich einfach ein bisschen treiben lassen, kreativ sein und wenn er in zehn Jahren doch als Lehrer arbeiten würde, dann wäre das eben so...“

Sehr eindringlich wird von der Autorin beschrieben, wie Undine Schritt für Schritt aus ihrem Kokon herauskommt und sich sachte auf Adrian einlässt. Natürlich ist die Geschichte nicht frei von Rückschlägen. Jeder kleinste Fehler von Adrian bedeutet für Undine wieder einen Schritt zurück. Es gibt viele Szenen, die Undines hohe Sensibilität zeigen.

„..Schwimmoper war der schönste Name, den man sich für ein Schwimmbad ausdenken konnte, fand Undine. Denn Wasser war manchmal wie Musik. Die Menschen schwammen sehr unterschiedlich und es klang anders, ob jemand kraulte oder Brust schwamm...“

Schwarzweiße Kreidezeichnungen illustrieren das Buch. Sie zeigen auf eine besondere Art Undines körperliche Befindlichkeit.
Das buch hat mir sehr gut gefallen. Sehr stimmungsvoll und wunderbar zart wird die Geschichte aufgebaut.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Schatten der Vergangenheit

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Die Autorin Marina Jenker, erzählt in ihrem sehr einfühlsamen und emotionalen Roman „Blaue Ufer“, ein modernes Märchen über eine ungewöhnliche Liebe.

Inhalt:
Undine arbeitet im Aquarium eines Zoos und ...

Die Autorin Marina Jenker, erzählt in ihrem sehr einfühlsamen und emotionalen Roman „Blaue Ufer“, ein modernes Märchen über eine ungewöhnliche Liebe.

Inhalt:
Undine arbeitet im Aquarium eines Zoos und umgibt sich auch sonst mit allem, was Wasser und blau ist, so als könne sie diese Traumwelt dauerhaft vor der Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit bewahren. Eines Tages platzt der Student Adrian in ihr Leben und droht ihre schützende Unnahbarkeit zu durchbrechen. Undine hat Angst vor der Liebe, vor der Wirklichkeit, aber dann merkt sie, dass auch »Meerjungfrauen« Gefühle entwickeln können.

Meine Meinung:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mich mit ihrer Geschichte so zu fesseln, dass ich bis zum Ende, das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Undine scheint sich nur in der Märchenwelt, mit Wasser und alles was blau ist, wohlzufühlen. Sie hat sich von der Außenwelt total zurückgezogen und wirkt regelrecht, weltfremd.

In einem Waschsalon lernt sie Adrian kennen, der sofort ihre Verletzlichkeit spürt, diese aber nicht greifen kann. Undine geht Adrian nicht aus dem Kopf und seine Bemühungen um sie, bieten immer wieder neue Überraschungen.

Undines Gedanken wandern immer wieder in die Vergangenheit, die sie scheinbar nicht abstreifen kann. Langsam öffnet sie sich und gewährt leise zwischen den Zeilen, Einblicke über die Schatten, aus ihrer Kindheit.
Den einzigen Halt, den sie jeher hatte, ist ihr Cousin Fritjof, bei dem sie sich immer sicher fühlte. Sie erinnert sich, als er in den Ferien zu Besuch zu den Großeltern kam und ihr das Schwimmen beibrachte und ihr unbewusst, damit eine Zuflucht in die Welt der Meerjungfrauen, eröffnet hat.

Langsam verlässt Undine ihre schützende Unnahbarkeit …

Fazit:
Die Autorin hat mit ihren fiktiven Charakteren, eine sehr bewegende und emotionale Geschichte erzählt, die mich von der ersten Seite an völlig fesselte. Die Protagonisten und selbst die Nebenfiguren sind im Handlungsverlauf sehr glaubwürdig dargestellt und hielten bis zum Ende viele Überraschungen und Wendungen bereit. Ich habe diesen Roman regelrecht verschlungen.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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