Cover-Bild Nichts weniger als ein Wunder

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 17.08.2020
  • ISBN: 9783734108662
Markus Zusak

Nichts weniger als ein Wunder

Roman
Alexandra Ernst (Übersetzer)

Nach »Die Bücherdiebin« der langerwartete neue Roman von Markus Zusak: unerwartet, aufwühlend und wunderschön.

Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen. Nach einem Weg, mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und nach Vergebung. Schließlich ist es Clay – angetrieben von den Erinnerungen an ihren tragischen Verlust –, der beschließt, eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst und seine Familie zu retten. Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger als ein Wunder.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2021

Wunderschön

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MEINE MEINUNG:
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die fünf Dunbar-Jungs, aber ganz besonders der Vierte der Brüder, Clay. Clay baut eine Brücke. Tatsächlich und im übertragenen Sinne. Im Großen und Ganzen ...

MEINE MEINUNG:
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die fünf Dunbar-Jungs, aber ganz besonders der Vierte der Brüder, Clay. Clay baut eine Brücke. Tatsächlich und im übertragenen Sinne. Im Großen und Ganzen ist damit der Inhalt des Buches schon wiedergegeben. Klingt langweilig? Ist es aber nicht, denn es geht so viel mehr um das, was zwischen den Zeilen erzählt wird.

Zuallererst ist mir Markus Zusaks umwerfender Schreibstil aufgefallen. An dieser Stelle muss ich betonen, er ist sehr gewöhnungsbedürftig, voll von Personifikationen, Wortneuschöpfungen und Metaphern. Das muss man wirklich mögen, aber ich persönlich mochte es sehr. Ich hatte immer ein perfektes Bild vor Augen und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, die Dunbar-Brüder lebten in einer völlig anderen Welt. Es war, als hätte ich so etwas noch nie gelesen. Der Schreibstil hatte etwas Poetisches, Wunderschönes, aber gleichzeitig denke ich, muss man sich damit auch erst anfreunden können, um dieses Buch zu mögen. Einerseits ist es so nüchtern formuliert, andererseits hat es aber auch etwas Tiefgreifendes. Ich konnte mich nicht so recht entscheiden.

„Es war ein bemerkenswertes Ereignis. Er beugte sich zu ihr hinüber und küsste ihre Wange. Das war kein Regelverstoß, und beide wussten es. Er schmeckte ihren Schmerz und ihre Salzigkeit, dann betrachtete er ihre Hand in seiner.“ (s. 412)

Zum Inhalt kann ich nicht viel sagen, da ich nicht das Gefühl hatte, das nicht wahnsinnig viel, aber gleichzeitig doch so viel passiert ist. Im Prinzip wird eine tragische Familiengeschichte erzählt. Es geht um Verlust, Trauer, Schmerz und den Umgang mit diesen Gefühlen. Der Leser bekommt die Geschichte in kleinen Häppchen serviert, zu denen immer wieder Bezug genommen wird, immer wieder kommt ein kleiner Einblick, ein entscheidendes Moment hinzu. Auch wenn es allem Anschein nach um den Bau einer Brücke geht, bietet diese Geschichte so viel mehr. Ich konnte mich fallen lassen und die Emotionen der Dunbar-Jungs mitfühlen, auch wenn sie nicht ganz so offen zur Schau gestellt wurden. Die Geschichte konnte mich fesseln und mitreißen, sie war unglaublich bewegend und emotional, herzlich und schmerzlich.

Was dieses Buch wahrscheinlich am meisten ausmacht, sind die verschiedenen Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt. Jeder einzelne konnte mich verzaubern, alle sind sie einzigartig, nicht nur die Dunbar-Jungs und ihre Eltern Penny und Michael, auch die Nebencharaktere, wie beispielsweise Carey, das Mädchen, das für Clay eine sehr große Bedeutung hat. Markus Zusak zeichnet wunderbar einzigartige und schrille Charaktere, die auf ihre ganz eigene Art und Weise liebenswert sind. Chaos findet sich nicht nur in seiner Art zu erzählen, auch die Charaktere spiegeln dies in ihren Wesenszügen wieder. Hier greift vor allem bei den Dunbar-Jungs das Klischee ‚Harte Schale, weicher Kern‘. Auch wenn sie sich für ihr Leben gerne prügeln und raufen, sind sie im Inneren doch sehr sensibel und halten stets zusammen, egal welcher Schicksalsschlag sie in die Knie zu zwingen versucht.

„Er sprach plötzlich mit solcher Schwere, mit solchem Schmerz, wie mit der Wucht eines Klaviers. Die leisesten Worte waren die schlimmsten. ‚Es muss ihm so wehtun, dass es ihn fast umbringt‘, sagte er, ‚denn das ist unsere Art zu leben.‘“ (s. 503)

Vor allem Clay, unser Protagonist, ist etwas ganz Besonderes. Clay der Lächelnde, der nicht viel spricht, dafür aber seine Taten sprechen lässt. Clay, der durch seine Entscheidung eine Brücke zu bauen, das Leben seiner Brüder verändert.

Eine große Rolle spielt neben der Brücke auch die Liebe der Jungs zur griechischen Mythologie, eine Matratze unter freiem Himmel und eine seltsam kuriose Zusammenstellung von liebenswerten Haustieren. Besonders angetan hat es mir Achilles, der Esel, der gerne Mal in die Küche spaziert. Alles in Allem klingt das total seltsam aber Markus Zusak macht daraus etwas Sinnvolles.

FAZIT:
Nichts weniger als ein Wunder hat in meinen Augen keinen negativen Kritikpunkt. Es ist auf eine seltsame Art und Weise sehr besonders und anders. Der Schreibstil hat mich fasziniert und an das Buch gefesselt. Ich konnte mitfühlen, mich fallen lassen. Ein eigenwilliger Humor verbunden mit einer tiefen Tragik, einer emotionalen Familiengeschichte und wunderbar liebenswerten Charakteren zeichnen dieses Buch aus. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung, auch wenn ich glaube, dass das Buch nicht Jedermanns Geschmack trifft.

https://gedankenbuecherei.wordpress.com/

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Veröffentlicht am 23.03.2021

Eine brührende und wunderbare Geschichte

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Markus Zusak hat mich hier wieder einmal in seinen Bann gezogen.
Sein Schreibstil ist einfach schön. Er beschreibt sehr wortgewaltig und findet erstaunlich passende und kreative Ausdrücke für seine Geschichte. ...

Markus Zusak hat mich hier wieder einmal in seinen Bann gezogen.
Sein Schreibstil ist einfach schön. Er beschreibt sehr wortgewaltig und findet erstaunlich passende und kreative Ausdrücke für seine Geschichte. Manche Sätze musste ich daher zweimal lesen, um die Genialität und Klarheit dahinter zu erkennen, aber wenn ich sie dann hatte, trafen die Worte es perfekt.
Das Buch hat mich auch zuerst etwas verwirrt. Mir war nicht direkt klar, wer der Erzähler ist und in welcher Beziehung er zu den anderen steht. Auch wusste ich nicht direkt, wessen Geschichte hier erzählt werden soll. Zudem sprang der Erzähler auch in den Zeiten immer sehr häufig, was es zum Teil schwierig machte zu folgen.
Gleichzeitig machte das aber auch die Spannung des Buches aus. So wurden nach und nach die Geheimnisse der Familie aufgedeckt und bis zum Schluss gar es noch verwunderliche Dinge, die auch erst ganz zum Schluss einen Sinn ergaben. Man entdeckte quasi Schritt für Schritt die Familiengeschichte der Jungs.
Es ist ein wunderschönes Buch über eine besondere Familie und die Kunst der Vergebung. Nicht nur bei anderen, sondern vor allem bei sich selbst.

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Veröffentlicht am 10.11.2020

Naja.. eher unverständlich und wirr

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Markus Zusak kennen wir vor allem durch sein Meisterwerk Die Bücherdiebin, welches zu einer meiner absoluten Lieblingsbüchern gehört und ich jedem gerne Empfehle.
Gerade deswegen habe ich fest an dieses ...

Markus Zusak kennen wir vor allem durch sein Meisterwerk Die Bücherdiebin, welches zu einer meiner absoluten Lieblingsbüchern gehört und ich jedem gerne Empfehle.
Gerade deswegen habe ich fest an dieses Buch geglaubt und viel Hoffnung rein gesteckt, dass mir dieses Buch auch gefallen wird, vielleicht habe ich zu viel gehofft und erwartet.

Die fünf Dunbar-Brüder bleiben nach dem Tod der Mutter und das dem darauffolgenden Verschwinden Ihres Vaters alleine in Ihrem gemeinsamen Haus zurück, jedes der Brüder mit einem Haustier, aber Sie sind alle allein. Der älteste der Brüder, Matthew, übernimmt eine Art Vaterrolle oder Ersatz, wodurch sich alle mit der Zeit damit arrangieren und sich zusammen reißen. Einestages kehrt der Vater zurück und bittet um Hilfe bei einem Brückenbau, Clay begleitet Ihn und steht Ihm zur Seite.

Ich habe tatsächlich nicht alles verstanden, wodurch ich oft einige Teile noch einmal lesen musste und kam dann doch irgendwie mehr oder weniger zurecht. Wer gerade welcher Bruder ist, habe ich oft nicht nachvollziehen können, da dies etwas wirr war. Das Buch dreht sich um den Dunbar Bruder Clay, doch die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des ältesten Bruders Matthew erzählt, was keinen Sinn ergibt. Es wird die Geschichte von Clays Leben erzählt, wen er alles traf und was er durch gemacht hat.
In das Buch kam ich überhaupt nicht, ich wollte es schon nach den ersten 40 Seiten zur Seite legen und abbrechen, ich habe es nur durch das Buch geschafft, weil ich es mit in ca. 60 Seiten Abschnitten eingeteilt habe und zwischen den Teilen ein anderes, besseres Buch gelesen habe.
Die Charaktere waren hier vor allem Clay, waren für mich fade, blass und austauschbar, was ein Grund ist, weswegen ich mir eben die Brüder nicht merken konnte, oder generell wer jetzt wer war und was gemacht hatte.
Das Buch wirkte sperrig und kompliziert, es hatte keine richtige Handlung und teilweise Zeit Sprünge, die ich weder Folgen noch nachvollziehen konnte. Das Buch keinen roten Faden und auch der Schreibstil schien sich von Absatz zu Absatz zu ändern, erst poetisch wie in Die Bücherdiebin dann wieder wirr und kalt.

Es fehlten hier einfach klare Kapitel, die waren gar nicht vorhanden, sondern nur Teile die für mich keinen Zusammenhang mit dem Inhalt hatten, sowie klare Zeitangaben um die erzählten Rückblicke der aufgewachsenen Mutter aus Polen einen klaren Strang zu geben und uns besser zu signalisieren, wo wir uns gerade befinden.

Fazit:
Mit den 640 Seiten wollte Zusak wohl einfach zu viel des Guten und hat dem Buch keine klare Linie gegeben, dass Settig ist fad und auch nicht wirklich sichtbar und den Plot habe ich gar nicht verstanden.

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