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Veröffentlicht am 15.10.2020

Wer entscheidet über dein Leben?

GOTT
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Mein zweiter Schirach..
Nachdem Ferdinand von Schirach erneut im September bei Markus Lanz war und dort über sein neustes Essay sprach hat mich der Autor gepackt und ich wusste, dass ich es lesen muss, ...

Mein zweiter Schirach..
Nachdem Ferdinand von Schirach erneut im September bei Markus Lanz war und dort über sein neustes Essay sprach hat mich der Autor gepackt und ich wusste, dass ich es lesen muss, sowie die anderen Essay Bände.

Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?
Die Fragen prangen auf einer Bordüre auf dem Cover, vor dem Buch hätte ich ganz klar geantwortet, dass wir es selber sind, die diese wichtige Entscheidung treffen wird oder kann.
Doch das Buch belehrte mich eines besseren.

In Form eines Theaterstücks hat Ferdinand von Schirach wieder viel wissen und Lebensfrage ausgepackt, er hat viel recherchiert und nachgeschlagen um uns das Stück so realistisch wie möglich nahe zu bringen, wie wir es von Ihm gewohnt sind. Das Buch ist durch die Form schnell zu lesen und sehr gut nachzuverfolgen, es sind im Endeffekt eben Dialoge, die allerdings gut und Wortgewandt geschrieben wurden.
Wir begegnen den 78 Jahre alten Richard Gärtner, der vor ca. drei Jahren seine Frau nach Monatelangem Leiden verlor, nach 42 Jahren Zweisamkeit. Bereits nach langem laminieren mit seinen Kindern, die Ihn von seinem Sterbewunsch abbringen wollten, sitzt er nun vor dem Ethikrat.
Wir haben neben Herrn Gärtner noch weitere Figuren, wie seine Ärztin, Rechtsanwälten und einem Bischof der die Sicht der Kirche zu präsentieren versucht.
Schirach bietet uns bei der Diskussion neben befürwortende Argumente, zahlreiche Statistiken, Beispiele aus anderen Ländern, sowie Historische Ereignisse und Hintergründe.

Fazit:
Mich hat das Buch bewegt, einiges wusste ich nicht, vieles raubte mir den Atem und oft genug war ich fassungslos. Das Buch hat zahlreiche Post-Its bekommen, an stellen die dies eben hervorgerufen hat.. oft fand ich den ganzen Kontext so wichtig für mich, dass ich gar nicht genau wusste, wie ich diese Markierungen setzen soll.
Wer entscheidet nun über unser Leben und unseren Tod?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Mein erstes Buch von Maja..

Als die Welt stehen blieb
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Seit dem 11. März wird von der WHO die Ausbreitung von Covid-19 als Pandemie eingestuft, da beginnt auch das Buch von Maja Lunde.
Lunde bringte Ihre Gefühle, Gedanken und Ängste von achtzehn Tagen zu ...


Seit dem 11. März wird von der WHO die Ausbreitung von Covid-19 als Pandemie eingestuft, da beginnt auch das Buch von Maja Lunde.
Lunde bringte Ihre Gefühle, Gedanken und Ängste von achtzehn Tagen zu Papier, es ähnelt einem Tagebuch und zeigt die nackte Wahrheit Ihrer Familie.
Der Schreibstil ist kurz und knapp gehalten, das wichtigste steht im Vordergrund und lässt das Buch schnell lesen und somit auch beenden.
Wir durchleben alle Gefühle und Ängste der Familie und erinnert an die unsere oder die unserer Nachbarn, ein auf und ab der uns beim lesen kurz inne halten lässt, da man sich verstanden fühlt.

Maja Lunde ich eine Bestseller Autorin, Sie schreibt Romane die jeder liebt und klebt wie wir alle irgendwie, immer am Handy, hat Kinder und einen tollen Mann an Ihrer Seite. Doch die neue Situation ist nicht einfach, mehr zusammen sein mit der ganzen Familie, anfänglich bestimmt schön, auf Dauer aber stressig, besonders wenn es in Norwegen heißt, dass man seine Kinder mit Home Schooling unterrichten soll. Wer ist darauf vorbereitet, psychisch?
Dann hat Ihre Mutter Geburtstag, die Maßnahmen werden vor allem für die Älteren getroffen, die Risikopatienten, doch Ihre Mutter möchte Feiern und das strengt an.
'... aber du musst entscheiden, es ist dein Leben, im, wahrsten Sinne des Wortes.' - Seite 22
Wie schön wäre es, wenn dies eine Dystopie von Maja Lunde wäre, wenn Sie die Autorin des Buches ist, denn Sie muss dies nicht schlimm ausgehen lassen. Dann könnte Sie Geburtstag feiern, Ihren Bruder umarmen und mit Freundinnen zusammen Sitzen, die Kinder zur Schule und zum spielen schicken, dann wäre die Ehe mit Ihrem Mann nicht unter stress.
Mit den Tagen verliert Maja nicht nur die Geduld mit Ihren Kindern bei den Hausaufgaben, Sie ist unter ständigen Strom und kann schlecht schlafen, vergisst sich selber.
Genau so, habe ich es bei meiner Schwiegermutter miterlebt, als Sie mit Ihrem Sohn nach einer zehn Stundenschicht, noch neben dem Haushalt die Schulaufgaben machen musste, die um die zwei Stunden dauerten und länger.

Fazit:
Alles von Maja Lunde war greifbar und ich habe einiges Markiert, was uns genau so geprägt hatte. Das Buch ist für die jetzige Thematik zu empfehlen, auch wenn es eigentlich nicht mehr als ein Tagebuch ist.
Maja zeigt sich nicht geschönt, Ihre Familie ist wie jede andere auch und nicht weniger betroffen.

Veröffentlicht am 06.10.2020

Großartige Biografie für einen großartigen Menschen in der Motorsportwelt!

Niki Lauda. Die Biografie
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Alle Motorsport Fans kennen den großen Niki Lauda, eine Legende, der viel erlebt und durch gemacht hat, immer ein Kämpfer war und dennoch zu früh von uns ging, allerdings immer ein großer Teil des Sports ...

Alle Motorsport Fans kennen den großen Niki Lauda, eine Legende, der viel erlebt und durch gemacht hat, immer ein Kämpfer war und dennoch zu früh von uns ging, allerdings immer ein großer Teil des Sports sein wird.
Autor Maurice Hamilton hat bereits fünfundzwanzig Bücher verfasst, alle rund um die Formel 1 und den Motorsport mit Ihren Fahrern, mit Niki Laudas Biografie hat er für sich wahrscheinlich einen großen Erfolg geleistet.
Der Verlag, danke an dieser Stelle für das Leseexemplar, hat das Buch sehr passend aufgelegt und Designt, ein Hingucker im Bücherregal unter allen Biografien.

Zu beginn leitet das Buch ein Inhaltsverzeichnis ein, was bei einer Biografie für mich wichtig und auch notwendig ist, um den Leitstrang der Verfolgt wurde besser verfolgen und nachvollziehen zu können.

Das Vorwort ist von Nico Rosberg, was schon eher einer Danksagung gleicht, für Ihn ist dies eine große ehre, wie er erzählt, da er Niki Lauda bereits seit seiner Kindheit kennt und ein Freund seiner Familie war. Rosberg erzählt vom kennenlernen mit Niki Lauda, das erste Treffen und wie begeistert er von diesem Mann war. Lauda beendete seine Karriere im Jahr 1985, begleitete Nico Rosberg aber bei seiner Formel 1 Karriere und blieb immer Teil der Formel 1 wie zum Beispiel bis zuletzt bei RTL als Experte neben Florian König.
Gerade da hat ein meinen Freund und mich eben begleitet, seine Geschichte kannten wir natürlich, sowie den Film "Rush - Alles für den Sieg" mit Daniel Brühl als Darsteller für Niki Lauda, was im Buch auch erwähnt wurde.

Wir lernen von Niki Lauda wirklich alles kennen, ob Privat oder von seiner Karriere, natürlich typisch für eine Biopgrafie, doch alles locker und freundschaftlich, mit viel Ehrfurcht und Respekt geschrieben. Dies ist aber durchdacht und von Anfang an beschrieben, was als gute Einführung dient.
In der Buchmitte finden sich Bilder von Niki Lauda, aus seiner Karriere mit verschiedenen Erfolgserlebnissen oder Rückschlägen, wie nach seine schweren Unfall. Wir finden auch verschiedene Nachweispapiere die in der Biografie erwähnt und aufgegriffen wurden.

Fazit:
Das Buch ist nicht nur für Niki Lauda oder gar Motorsport bzw. Formel 1 Fans etwas, es ist eine großartige Biografie über einen großartigen Mann, der viel geschafft und geleistet hat. Ganz klar zu empfehlen und wird bereits zum zweiten mal bei uns in der Familie verliehen!

Veröffentlicht am 06.10.2020

Toller Abschluss der Reihe!

NEBEL
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Bereits die beiden ersten Teile der Trilogie haben mir sehr gut gefallen und ich habe regelrecht zum Abschluss der Reihe hin gefiebert, denn die Reihe ist einzigartig. Es liegt nicht nicht nur daran, dass ...

Bereits die beiden ersten Teile der Trilogie haben mir sehr gut gefallen und ich habe regelrecht zum Abschluss der Reihe hin gefiebert, denn die Reihe ist einzigartig. Es liegt nicht nicht nur daran, dass die Trilogie Rückwerts erzählt wird, wobei das wirklich eine großartige Idee ist und diese auch sehr gut umgesetzt wurde, sondern auch, an unsere Protagonistin Komissarin Hulda Hermannsdóttir.
Zuerst möchte ich anmerken, dass der Verlag die Bücher sehr gut Designt hat, absolut passend zum Inhalt und miteinander stimmig, sodass es im Regal wunderschön aussieht, doch auch das Erscheinen der Bücher ist sehr gut, da man nicht ewig auf den nächsten Teil warten muss!

Natürlich empfehle ich hier wieder, die Reihe so zu lesen, wie Sie auch gedacht wurde, aber man kann die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, natürlich erfährt man auch etwas von Huldas Privatleben, doch dies ist sowieso im Endeffekt mit dem ersten Band gespoilert. Doch ich muss sagen, dass wir im zweiten, sowie im letzten Band dennoch neue Dinge und Hintergrundinformationen zu Hulda erfahren.

Der letzte Band der Trilogie spielt zuerst nach dem Prolog im Jahre 1987, kurz vor Weihnachten und geht dann im Februar 1988 weiter. Wir lesen die Weihnachtstage von Hulda und Ihrer Familie und erfahren wie genau Ihre Tochter Dimma sich verhielt, bevor Sie Ihre unwiderrufliche Entscheidung traf. Wir lernen aber auch Erla und Einar kennen, die im Osten von Island leben, abgeschottet vom Dorf auf einen kleinen Hof, gerade im Winter unerreichbar. Wir lernen aber auch mehr oder weniger die junge Frau Unnur kennen, die verschwunden ist, näheres erfahren wir erst im laufe des Buches und was Hulda da genau für einen Fall beschäftigt.

Ich möchte hier gar nicht viel von der Geschichte weg nehmen und den Inhalt preis geben, da man es einfach selber erleben muss, wie gut Ragnar die Geschichten zusammengeführt hat. Mir gefiel die Story zu einhundert Prozent, die Charaktere sind wirklich großartig und unterschiedlich, toll fand ich hier, dass wir Huldas Ehemann Jón kennenlernen konnten.
Erla und Einar fand ich wirklich großartig, der Plottwist hat mich total mitgenommen, dass ich kopfschüttelnd weiter gelesen habe.

Fazit:
Die Reihe ist wirklich großartig und ich bin total froh, dass ich Sie gelesen habe und kann Sie nur empfehlen! Mein Partner möchte die Bücher nun auch in angriff nehmen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2020

Mit hundert Seiten weniger, wären es fünf Sterne.

Vielleicht auf einem anderen Stern
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Das Cover ist wirklich wunderschön und lässt wahrscheinlich Protagonistin Maddy vermuten, mit den Mohnblumen hat das Cover eine schöne Ruhe. Doch zum Inhalt passt es für mich nicht, wobei dies natürlich ...

Das Cover ist wirklich wunderschön und lässt wahrscheinlich Protagonistin Maddy vermuten, mit den Mohnblumen hat das Cover eine schöne Ruhe. Doch zum Inhalt passt es für mich nicht, wobei dies natürlich nicht wichtig ist.. Doch der Titel passt schon irgendwie zum Inhalt und erinnert daran, was wäre, wenn Maddy nicht krank wäre.
Wir lesen in zwei unterschiedlichen Sichten, aus der Sicht von Mutter Eve und von Tochter Maddy, doch es passiert nicht Zeitlich zusammen, bei Eve ist es die Gegenwart und Maddy die Vergangenheit. Der Schreibstil ist wirklich sehr gut und leicht zu lesen, das Buch habe ich innerhalb von zwei Nachmittagen ausgelesen, trotz knapp 500 Seiten.

Maddy wuchs ohne Vater auf, sie lernte Ihn nie kennen und kennt nur durch nachfrage seinen Namen und nach löchern Ihres Großvaters seinen Beruf und dementsprechenden Wohnort. Sie versprach Ihrer Mutter Eve, dass Sie sobald Sie mit achtzehn Volljährig ist, sich auf die Suche macht und Ihren Vater kennenlernen möchte, doch dann wird Maddy krank. Sie denkt, dass Sie es nicht verdient hat zu Leben und dies damit anfing, dass Ihr leiblicher Vater sie nicht haben mochte und nun mit Krebs bestraft wird, da Sie dennoch hier ist. Mit anfänglicher Hilfe macht Sie sich online auf die Suche nach Ihrem Vater Antonio und findet Ihn lebhaft in London, prompt schreibt Sie eine eMail, denn was hat Sie denn zu verlieren?

Maddy ist ein Toller Charakter, aber auch Ihren Großvater habe ich ins Herz geschlossen und mir hat der Plottwist wirklich das Herz rausgerissen... Natürlich war es absehbar, dass Maddy den Krebs nicht besiegt, so sind Bücher nun mal, aber das wir es so erfahren, riss mir den Boden unter den Füßen weg, da ich da nicht drauf vorbereitet war.

Nachdem wir keine Mails mehr von Maddy lesen, fand ich dass das Buch mit ca 100 Seiten weniger, vielleicht besser dran gewesen wäre, da es weder interessant noch spannend war und der Abschluss des Buches nun eben klar war.

Fazit:
Schade um das Ende, doch das gibt den Buch keinen Abbruch, hätte aber vielleicht besser gelöst werden können. Das Buch war bis ca Seite 400 durchwegs spannend gewesen und ich wollte es einfach nicht weg legen. Ich lese gerne diese Art von Büchern, in denen es um Krankheiten und Verlust geht, doch dass es um Krebs geht, war ich nicht vorbereitet, da ich da etwas sensibel bin.
Das Buch ist alle mal lesenswert, ich habe es auch selber durch einer anderen Bloggerin entdeckt und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere