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Im Perigord ist viel los. Erst brennt eine Versuchsanlage komplett ab, dann taucht noch ein reicher Amerikaner auf, der Weinberge kaufen will und in sein Imperium einsortieren will. Bruno der Ortspolizist ...
Im Perigord ist viel los. Erst brennt eine Versuchsanlage komplett ab, dann taucht noch ein reicher Amerikaner auf, der Weinberge kaufen will und in sein Imperium einsortieren will. Bruno der Ortspolizist von Saint-Denis hat alle Hände voll, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. In seiner ruhigen Art und Weise sucht er für Ausgleich, da die ehemalige Kommune unter Verdacht steht für den Brand gesorgt zu haben. Bruno hat auch schon einen Verdacht, wer dafür in Frage kommt, da er natürlich alle Leute kennt. Dann kommen auch noch zwei Tote dazu und alles wird auch für Bruno undurchschaubarer.
Der Krimi „Grand Cru“ von Martin Walker ist der zweite Krimi aus dem Perigord mit dem Ortspolizisten von Saint-Denis Bruno als Hauptdarsteller. Dieser Ortspolizist Bruno ist ein sympathischer und immer auf Ausgleich bedachter Polizist, der seinen Ort und die Bewohner kennt, wie kein zweiter. Auch bei diesem Fall ist er wieder mit seiner Ortskenntnis für seine Kollegen ein guter Ansprechpartner. Der Autor zeichnet hier einen bodenständige und schlauen Menschen, der alles für die Gerechtigkeit, aber auch seinen Ort tun würde und immer mit Augenmaß handelt. Natürlich sind auch Emotionen im Spiel, wenn er hingerissen von der Liebe zu einer Frau und zu seinem Ort steht und eigentlich kann ich das gut nachvollziehen. Es menschelt also sehr in Saint-Denis und das ist gut so. Aber auch der Fall ist spannend und hat einen guten Spannungsbogen. Die Story wird sehr behutsam und in einer leichten Bildsprache erzählt, der mich zumindest sehr in den Ort eintauchen lässt.
Ich mag diese Art von regionalen Krimis und ich kann mir gut vorstellen das dieser Bruno auch noch eine Menge neuer Freunde finden wird.