Cover-Bild Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 19.03.2025
  • ISBN: 9783328603887
Michael Ebert

Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent

Roman. »Ein mitreißendes Buch! Michael Ebert erzählt mit großer erzählerischer Kraft, der man sich gern überlässt.« Juli Zeh
Das lebensverändernde Abenteuer des Hannes Hennes zwischen Familiendrama, Gerichtssaal und Selbsthilfe-Kurs

Dr. Hannes Hennes, leicht unterforderter Mathelehrer, glücklicher Ehemann und Vater, könnte ein zufriedener Mensch sein. Doch seit dieser demütigenden Sache bei der Nobelpreisverleihung in Stockholm und dem peinlichen Auftritt bei Günther Jauch läuft in seinem Leben alles schief. Natürlich hätte er auch niemals mit dem Jagdgewehr seines besten Freundes schießen dürfen.

Als Hannes erfährt, dass das Gehirn seines Idols, des berühmten Mathematikers Carl Friedrich Gauß, gestohlen wurde, macht er sich auf zu einem Abenteuer, das ihn in ein Luxushotel, in die Katakomben der Charité und in ein gnadenloses Männerseminar führt. Seine Pechsträhne scheint zu enden, als ihm ein geheimnisvoller Wissenschaftler ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet. Aber das Schicksal hat noch viel mit ihm vor.

In seinem zweiten Roman erzählt Michael Ebert die atemberaubende Tragikomödie eines ganz normalen Mannes – in seiner ihm eigenen funkelnden Sprache, voller Geist, Witz und Empathie.

»›Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent‹« erzählt von Liebe und Familie, von Schuld und Scham - und davon, was Zufälle im Leben eines Menschen anrichten können.“ Christine Westermann, WDR2 Lesen

»Ein mitreißendes Buch! Michael Ebert erzählt mit großer erzählerischer Kraft, der man sich gern überlässt.« Juli Zeh

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2025

Ein sehr ausdrucksstarker Roman

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Klappentext:
Dr. Hannes Hennes, leicht unterforderter Mathelehrer, glücklicher Ehemann und Vater, könnte ein zufriedener Mensch sein. Doch seit dieser demütigenden Sache bei der Nobelpreisverleihung in ...

Klappentext:
Dr. Hannes Hennes, leicht unterforderter Mathelehrer, glücklicher Ehemann und Vater, könnte ein zufriedener Mensch sein. Doch seit dieser demütigenden Sache bei der Nobelpreisverleihung in Stockholm und dem peinlichen Auftritt bei Günther Jauch läuft in seinem Leben alles schief. Natürlich hätte er auch niemals mit dem Jagdgewehr seines besten Freundes schießen dürfen.
Als Hannes erfährt, dass das Gehirn seines Idols, des berühmten Mathematikers Carl Friedrich Gauß, gestohlen wurde, macht er sich auf zu einem Abenteuer, das ihn in ein Luxushotel, in die Katakomben der Charité und in ein gnadenloses Männerseminar führt. Seine Pechsträhne scheint zu enden, als ihm ein geheimnisvoller Wissenschaftler ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet. Aber das Schicksal hat noch viel mit ihm vor.

„Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent“ ist ein kraftvoller und ausdrucksstarker Roman von Michael Ebert.

Im Mittelpunkt steht Dr. Hannes Hennes. Er ist Mathelehrer, Ehemann und Vater. Eigentlich ist er zufrieden und glücklich. Doch sein Leben ändert sich mit einem Schlag. Nach und nach passieren ihm 4 Katastrophen und er scheint dadurch seine Familie zu verlieren.

Die Geschichte beginnt, wie Hannes in Frauenkleidern und eine Schöpfkelle in der Hand flieht und unterwegs von der Polizei angehalten wird und in Erklärungsnot gerät.
Daraufhin bekommen die Leser*innen die 4 Katastrophen von Hannes erzählt. Einmal bei einer Nobelpreisverleihung in Stockholm, dann bei Günther Jauch, wo Hannes sich palmiert, es folg eine Jagd, bei der er einen Kollegen begleitet und die böse endet und ganz nebenbei holt Hannes noch das Gehirn von Gauß aus der Charité. Zum Schluss besucht Hannes ein Männerseminar und wir sind wieder am Anfang der Geschichte angelangt.

Die Geschichte ist traurig und humorvoll zu gleich. Mich hat die Pechsträhne von Hannes sehr berührt. Vor allem seinen Selbstmordgedanken. Ein Schmunzeln konnte ich mir trotz allem nicht verkneifen.

Michael Ebert erzählt ausdrucksstark wie schnell aneinandergereihte Zufälle das Leben eines Menschen aus der Bahn werfen kann.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, gut verständlich und mit geistreichem Witz versehen.
Die Charaktere sind recht unterschiedlich. Besonders Hannes habe ich liebgewonnen. Oft hätte ich ihn gerne tröstend in die Arme geschlossen.

„Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent“ ist eine Geschichte von Zufällen, Schuld und Scham, die mich sehr beeindruckt hat.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Wie das Leben läuft.

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Wie das Leben läuft.

Wie viele falsche Entscheidungen im Leben kann man treffen, bevor man den Verstand verliert? Was passiert, wenn man das Gefühl hat, nichts läuft mehr richtig?

An diesem Punkt ist ...

Wie das Leben läuft.

Wie viele falsche Entscheidungen im Leben kann man treffen, bevor man den Verstand verliert? Was passiert, wenn man das Gefühl hat, nichts läuft mehr richtig?

An diesem Punkt ist Hannes angekommen. Er hat ganz genau vier Katastrophen in letzter Zeit durchlebt und jetzt ist Schluss. Das glaubt er zumindest. Er sieht keinen Ausweg mehr und flüchtet. Weg von dem Prozess, der auf ihn wartet. Wohin? Das weiß er selbst nicht so genau. Ab ins Auto und los. Auf diesem Weg erinnert er sich dann an das, warum er hierher geraten ist. Ein Nobelpreis, der nicht seiner ist. Falsche Entscheidungen bei Jauch und vielleicht gibt es einen Grund, warum Menschen Scheine für bestimmte Dinge besitzen.

Es ist eine Geschichte, die leise daherkommt, aber lange nachhallen. Man kann nicht glauben, dass einem einzelnen Menschen all das passieren kann. Es geht um die großen und kleinen Fragen des Lebens und wie wir am Ende mit allem umgehen.

Ich bin durch ein Liveinterview auf das Buch aufmerksam geworden und habe beschlossen, dass ich es lesen möchte. Der Autor hat viel von der Entstehung und den Hintergründen erzählt und das fand ich spannend. Zum Beispiel, dass Herr Jauch kein Problem damit hatte, im Buch vorzukommen.

Was mir zudem gut gefallen hat, ist der feine Humor, der sich durch das ganze Buch zieht. Obwohl es um doch recht ernste Themen geht, gibt es eben auch diese Abschnitte. Und auch die Figuren mochte ich. Ja, manche waren sicher etwas überzeichnet, aber dennoch so im Rahmen, dass alles glaubwürdig erschien.
Es geht um unsere Entscheidungen, um vermeintliche Zufälle. Um die Dinge, die wir kontrollieren können – und vor allem um das, was wir nicht kontrollieren können.

Und das Ende… Ja, manchmal scheint das Schicksal doch noch einen Abzweig zu finden.


ISBN: 978-3328603887
Umfang: 240 Seiten
Autor: Michael Ebert
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 19.03.25


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Veröffentlicht am 05.05.2025

Das Leben ist keine Gleichung

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„Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent“ von Michael Ebert 

Verlag: Penguin Verlag

Mathe, Männerseminare und das geklaute Gauß-Gehirn – ein tragikomisches Desaster mit Herz.

Was haben ein ...

„Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent“ von Michael Ebert 

Verlag: Penguin Verlag

Mathe, Männerseminare und das geklaute Gauß-Gehirn – ein tragikomisches Desaster mit Herz.

Was haben ein peinlicher TV-Auftritt, ein Nobelpreis, ein Jagdgewehr und das Hirn von Carl Friedrich Gauß gemeinsam?
Richtig: Dr. Hannes Hennes.

Mathematiker, Bruder eines Nobelpreisträgers, und – ganz ungewollt – Mörder.

In dem Roman begleitet man einen sympathisch überforderten Mann auf der Suche nach Sinn, Würde – und dem gestohlenen Gehirn seines großen Idols. Zwischen Gerichtssaal und Selbsthilfegruppe für Männer offenbart sich ein tragikomischer Held, der einem zunehmend ans Herz wächst.
Anfangs hatte ich Mühe, warm mit Hannes zu werden. Zu viele absurd-tragische Katastrophen in zu kurzer Zeit, zu viele Verfolger, zu viele schräge Zufälle.

Aber dann, still und fast unbemerkt, ist er mir ans Herz gewachsen. Vielleicht, weil er nicht perfekt ist. Weil er strauchelt, schweigt, hadert – und dennoch nicht aufhört, alles richtig machen zu wollen. Für seine Familie. Für sich selbst.

Michael Ebert erzählt mit einem Mix aus Ironie, Melancholie und trockenem Humor. Der Stil ist flüssig, pointiert, und dennoch schimmert immer wieder etwas Zartes durch: die Sehnsucht nach Anerkennung, der Wunsch, gesehen und geliebt zu werden.

Die mathematischen Einschübe sind charmant und originell, auch wenn sie sich mir nicht immer erschließen – aber sie gehören zu Hannes, genau wie seine Unbeholfenheit. Die Szenen in der Selbsthilfegruppe sind skurril, stellenweise fast zu viel des Guten, doch spätestens im letzten Drittel gleicht sich alles aus. Der Roman findet zu einer Tiefe, die berührt.

Trotz einiger überdrehter Szenen ist Michael Ebert ein Roman gelungen, der gleichzeitig unterhält und bewegt.

Dr. Hannes Hennes stolpert durchs Leben – und findet sich dabei selbst.

Eine Tragikomödie über Selbstzweifel, Pech, große Brüder und kleine Siege. Hannes Hennes ist kein Held – aber genau das macht ihn so menschlich.

Vier Sterne für ein ungewöhnliches Leseerlebnis, das mit skurrilem Humor beginnt und mit echtem Gefühl endet.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Der Autor hat mich nicht erreicht

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Dr. Hannes Hennes findet sich in einem nach Männerschweiß stinkenden Essenssaal wieder. Er trägt Frauenkleider, Perücke und hält eine ziemlich große, blutige Suppenkelle in der Hand. Eine Horde Männer ...

Dr. Hannes Hennes findet sich in einem nach Männerschweiß stinkenden Essenssaal wieder. Er trägt Frauenkleider, Perücke und hält eine ziemlich große, blutige Suppenkelle in der Hand. Eine Horde Männer will sich mit Gebrüll auf ihn werfen. Er schleudert die hochhackigen Schuhe von sich und rennt los.

Rückblick: Dr. Hennes unterrichtete die Klasse 8c des Gymnasiums in Mathematik. Dabei dissoziierte er sich zuweilen in die Krone seines gedanklichen Birnbaums. Er konnte immer noch die Martensbrüder sehen, die sich Kaugummi vor die Nasenlöcher klebten um durch grobes Ausatmen große Blasen entstehen zu lassen, aber eher wie durch ein Fernglas.

Wegen den vier vorangegangenen Katastrophen schliefen Marlene und er getrennt. Zuerst hatte sein Bruder Wilhelm den Nobelpreis für Medizin in Stockholm gewonnen und die Feierlichkeit hatte in Hannes Gefühlswelt eine Eigendynamik entwickelt, der er sich gewaltsam entziehen musste. Danach war Hannes bei „Wer wird Millionär“ aufgetreten und er hatte in seinem Leben schon heller gestrahlt. Im Anschluss kochte er Marlene in Venedig eine Portion Spaghetti alla puttanesa zu und beförderte sie fast ins Grab und schlussendlich spricht seine geliebte Tochter Klara nicht mehr mit ihm.

Fazit: In Michael Eberts zweitem Roman verhandelt er das Leben und Wirken eines mittelalten, weißen, heterosexuellen Mannes mit Profilneurose und geringem Selbstwert. In wenigen Tagen reihen sich diverse Katastrophen aneinander und machen dem Protagonisten das Leben zur Hölle. Er schlittert kompromisslos in verschiedene Situationen, die ihm, aus seiner Sicht, zustoßen. Wie sage ich es? Dieses Buch war zu null Prozent nicht meins. Die Geschichte ist stark konstruiert. Manche Szenen könnten, so amüsant wie sie geschrieben sind, lustig sein. Sie sind es aber nicht, weil das, was passiert voll heftig ist. Der Autor ist immer eine Spur drüber. Die Aneinanderreihung der Szenen ist vorhersehbar, kein Ereignis überrascht wirklich. Es gibt jede Menge Infodump im Sinne aller möglichen Namen für blaue Farbtöne, natürlich mathematische, aber auch medizinische Begrifflichkeiten. Am Rande werden philosophische Krümelchen eingestreut a lá Sinn des Lebens. Dabei blieb mir der Sinn der Geschichte verborgen. Das war mir von allem zu viel, aber so what Juli Zeh hat es laut Cover, das wortreich gute Unterhaltung verspricht, gefallen.

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