Eine würdige Fortsetzung, die mit noch komplexeren Para-Elementen aufwartet, welche mich aber leider nicht ganz so begeistern konnte, wie Em’s Story
aus Menschen, die mit den unterschiedlichsten paranormalen Fähigkeiten gesegnet sind, zueinander fanden, blieben noch viele Rätsel ungelöst. Zwar konnte am Ende Kalebs Vater gerettet werden, doch gelang ...
aus Menschen, die mit den unterschiedlichsten paranormalen Fähigkeiten gesegnet sind, zueinander fanden, blieben noch viele Rätsel ungelöst. Zwar konnte am Ende Kalebs Vater gerettet werden, doch gelang es nicht Jack zu fassen und das rächt sich nun in der Fortsetzung der Geschichte, denn es entstehen plötzlich immer mehr Zeitrisse, die auch zu weitreichenden Folgen für die Hour Glass Gemeinschaft führen.
Und wieder steht Jack im Mittelpunkt des Geschehens, doch auch der undurchsichtige „Poe“ macht ihnen allen zu schaffen und stellt ihnen am Ende allen ein Ultimatum. Gelingt es ihnen nicht, seine Forderungen zu erfüllen, wird unter anderem an Emerson ein Exempel statuiert. Während Kaleb mit seinen Freunden fieberhaft versucht hinter Jacks Geheimnis zu kommen und seiner habhaft zu werden, lernt er Emersons beste Freundin Lilly kennen. Zunächst steht ihre Bekanntschaft unter keinem guten Stern, da Lilly Kaleb für einen ziemlichen Weiberhelden hält, doch nach und nach kommen sie sich näher. Wird Kaleb seine unglückliche Verliebtheit für Emerson zugunsten von Lilly überwinden können?
Meine Einschätzung:
Nachdem Myra McEntire die Messlatte in Sachen spannender Zeitreiseroman mit ihrem ersten Teil der Serie „Die Stunde der Zeitreisenden“ ziemlich hoch angelegt hatte, war ich im Vorfeld sehr gespannt darauf, ob sie den ersten Band überhaupt noch würde toppen können. Und tatsächlich beginnt auch der Roman um Kaleb, der nun nicht nur im Fokus des Geschehens steht, sondern zudem auch noch die Story in „Ich-Form“ aus seiner Sicht erzählt, ansprechend und witzig. Denn Kaleb trifft auf Lilly, Ems Freundin und diese verdreht dem armen Kaleb ziemlich den Kopf, weil sie ihn erstmal ordentlich abblitzen lässt.
Doch obwohl Kaleb der Empath im Großen und Ganzen genauso charismatisch charakterisiert wurde wie Em, stiehlt Lilly Kaleb meiner Meinung nach ein wenig die Show, da sie einfach noch vielschichtiger, geheimnisvoller und interessanter wirkt, als die eigentliche Hauptfigur dieser Geschichte.
Ich hätte es daher besser gefunden, wenn der Roman aus Lillys Sicht geschildert worden wäre und nicht aus Kalebs.
Auch wirkt Em durch Kalebs Augen gesehen, in vielen Situationen völlig kindisch und zickig, was ich sehr schade fand, da ich Em im Vorgängerband so sehr ins Herz geschlossen hatte. Ihr beherztes aber ziemlich unüberlegtes Eingreifen in einer sehr gefährlichen Situation führt dann auch zu einem Schockerlebnis für den Leser. Zugegeben, ich fand diese erwähnte Situation ziemlich spannend beschrieben, zudem sorgte sie für eine ungewisse neue Ausgangssituation, doch zu Em passte diese unüberlegte Art eigentlich so gar nicht.
Die paranormalen Elemente sind in diesem Band um einiges umfangreicher und zugegebenermaßen auch verwirrender angeordnet und man muss schon sehr aufmerksam die Story verfolgen, will man nicht plötzlich den Faden verlieren.
Und wie auch im ersten Teil der Serie endet auch dieser zweite Teil mit einem sehr offenen Ende und einem Cliffhanger, der schon neugierig auf den dritten Teil macht.
Zumindest erfährt man gegen Ende bereits Näheres über den geheimnisvollen Jack, was mich ein wenig trösten konnte.
Fazit: Eine würdige Fortsetzung, die mit noch komplexeren Para-Elementen aufwartet, welche mich aber leider nicht ganz so begeistern konnte, wie Em’s Story.