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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2019

Rückkehr nach Island

Mein Feuerpferd - Sturmfohlen
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Eva freut sich riesig Weihnachten gemeinsam mit ihrer Mutter in Island zu verbringen. Sie kann es nicht erwarten ihren Vater, seine Frau und ihren neuen kleinen Bruder wiederzusehen – und natürlich Eldur, ...

Eva freut sich riesig Weihnachten gemeinsam mit ihrer Mutter in Island zu verbringen. Sie kann es nicht erwarten ihren Vater, seine Frau und ihren neuen kleinen Bruder wiederzusehen – und natürlich Eldur, ihr Pferd. Doch auch ihre Quasi-Cousine Emma soll die Weihnachtsferien dort verbringen und die scheint Eva von Anfang an nicht leiden zu können und macht ihr das Leben zur Hölle. Als Eva schon völlig verzweifeln will gibt es einen heftigen Schneesturm und die Pferde brauchen ihre Hilfe, auch die von Emma.

Ein wunderbarer zweiter Band, der von der ersten Seite an fesselt. Das Buch hat eine ganz besondere Stimmung – diese Mischung aus Familien- und Freundschaftsgeschichte, Pferdebuch, Weihnachten, Schnee und das magische Island ziehen den Leser von der ersten Seite an ihren Bann.

Chantal Schreiber schafft es auf ihre unvergleichliche lockere und angenehme Art zu erzählen wie eine Patchworkfamilie durch alle Höhen und Tiefen geht und mit jeder Schwierigkeit und jedem wunderbaren Ereignis mehr zusammenwächst. Immer wieder werden außerdem die isländische Kultur und auch die Sprache in die Geschichte eingeflochten und so wird es ein ganz besonderes Kinderbuch, das Neugier auf das Land und die Kultur weckt.

Ich liebe die Bücher von Chantal Schreiber und mit jedem neuen Buch, weiß ich bereits mit den ersten Sätzen warum. Sie erschafft eine Wohlfühl-Atmosphäre, die auch bei spannenden und komplizierten Momenten einer Geschichte nicht nachlässt. Der Schreibstil ist wunderbar und immer altersgerecht ohne in einem Kinderbuch zu einfach zu werden.

Nicht aus der Hand zu legen! Ich kann den dritten Band nicht erwarten und hoffe auf viele weitere Fortsetzungen von mir aus bis Eva erwachsen ist und einen eigen Pferdehof hat!

Veröffentlicht am 09.11.2019

Ein vielversprechender Auftakt

Der Untergang der Könige
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Khirin ist in großer Armut bei seinem Vater Surdyeh, einem blinden Musiker, in einem Bordell aufgewachsen. Sein Talent sieht er aber weniger in der Kunst der Musik als in der Kunst des Einbruchs – und ...

Khirin ist in großer Armut bei seinem Vater Surdyeh, einem blinden Musiker, in einem Bordell aufgewachsen. Sein Talent sieht er aber weniger in der Kunst der Musik als in der Kunst des Einbruchs – und das wird ihm zum Verhängnis. In einer der Villen kann er beobachten wie ein Adliger einen Dämon beschwört. Was er zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: der Dämon ist auf ihn angesetzt. Ein Geheimnis, das weit vor seiner Geburt gesponnen wird beginnt ihn einzuholen und das Königreich ins Chaos zu stürzen.

Ein spannender Auftakt zu einem neuen Fantasy-Epos mit einer verwickelten Geschichte. Die ungewöhnliche Erzählweise, die einen immer wieder vergessenen lässt, dass es dort beginnt wo es eigentlich endet, nimmt einen sofort gefangen. Es wird gerne mit dem Klischee von Gut und Böse gespielt, nur um es sofort wieder zu brechen.

Ein Manko, aber gleichzeitig eine Stärke des Buches ist, dass es mit jeder Seite neue Fragen aufwirft und den Leser immer weiter im Unklaren lässt, worum es hier eigentlich geht. Einerseits ist man ein bisschen genervt, weil man spätestens im letzten Drittel des Buches doch gerne die eine oder andere Antwort bekäme andererseits entwickelt die Geschichte gerade dadurch ihren magischen Sog und hohes Tempo. Keinem Charakter ist zu trauen und nur weil es in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, bekommt man noch lange nicht alle Einblicke.

Der Schluss hat mich ein bisschen enttäuscht, weil ich gerade hier doch wenigstens ein bisschen Aufklärung erwartet hätte um ein Sprungbrett zum nächsten Band zu haben. Damit erwarte ich von der Fortsetzung eine Menge. Wenigstens ein bisschen sollte das Verwirrspiel zu einem roten Faden führen.

Fazit: Toll geschrieben, eine neue Idee und noch Luft nach oben. Ein fesselnder Auftakt!

Veröffentlicht am 09.11.2019

Ein grandioses Finale

Das Imperium aus Asche
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Die Fäden laufen zusammen. Clay hat seine Mission zwar erfolgreich erfüllt, doch damit ist der Krieg gegen den weißen Drachen und die Verderbten noch lange nicht gewonnen. Lizanne geht einen Bund mit dem ...

Die Fäden laufen zusammen. Clay hat seine Mission zwar erfolgreich erfüllt, doch damit ist der Krieg gegen den weißen Drachen und die Verderbten noch lange nicht gewonnen. Lizanne geht einen Bund mit dem Teufel ein, in der Hoffnung, die Kontrolle zu behalten und Sirus, weiß nicht, ob er den Weißen tatsächlich täuschen und einen Weg in die Freiheit für die Verderbten finden kann. Währenddessen lassen die Drachen die Welt in Flammen aufgehen. Clay hat einen gewagten Plan, der die letzte Schlacht entscheiden soll.

In einem grandiosen Finale löst Anthony Ryan den aussichtslosen Kampf zwischen Mensch und Drachen auf. In immer höherem Tempo wechseln die Kapitel die Perspektiven und atemlos verfolgt der Leser wie sich die Schlacht entscheiden wird. Währenddessen zittert man um alle liebgewonnenen Charaktere und hofft inständig, dass sie alles irgendwie überstehen.

Ein genialer Mix aus mittelalterlicher Welt, erschütternd modern anmutender Unternehmerkultur und Fantasy. Eine Drachengeschichte der anderen Art. Tolle Wendung, hochspannend und rasant geschrieben – ich liebe diese Trilogie. Detailliert aufgebaut ohne zu filigran zu werden und sie erweckt den Eindruck, dass es so viel mehr gibt von dem man im Rahmen dieser Geschichte nie etwas erfahren wird. Von Band zu Band steigert sich die Komplexität und Spannung und wird immer rasanter.

Ein beeindruckender Abschluss einer ungewöhnlichen Trilogie. Sie sei jedem Fantasy-Fan und Liebhaber von Drachengeschichten ans Herz gelegt.

Veröffentlicht am 09.11.2019

So viel mehr als ein Kochbuch

Abenteuer Geschmack!
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Kochen nach Rezept – für einige bereits eine Herausforderung für andere das No Go schlechthin. Wieder andere zaubern aus dem, was in den Schränken steht die besten Gerichte – und dieses Buch vermittelt ...

Kochen nach Rezept – für einige bereits eine Herausforderung für andere das No Go schlechthin. Wieder andere zaubern aus dem, was in den Schränken steht die besten Gerichte – und dieses Buch vermittelt das notwendige Hintergrundwissen dazu. Ich schmeckte förmlich schon beim Lesen wie sich das Aroma der scheinbar so bekannten Zutaten völlig neu entfaltet und konnte es nicht erwarten, es sofort auszuprobieren.

Das Besondere dieses Buches ist, dass hier nicht einfach Rezepte gesammelt und mit ein paar Tipps und Tricks ergänzt wurden, sondern dass jedes Kapitel durch ein Geschmacksporträt eingeleitet wird, das das Gemüse mit seinen bekannten und unbekannten Eigenschaften vorstellt. Gerade diese Abschnitte geben Anregungen wie man kreativ mit den Zutaten umgehen und neue Dinge ausprobieren kann. Die köstlichen Rezepte, die dann folgen laden zum Nachkochen und variieren ein. Gerade durch den detaillierten Einblick in das Zusammenspiel von Zutaten und Geschmacksnuancen bekommt man Lust sich selbst auszuprobieren und sich auch an Dinge zu wagen, die man bisher nicht ganz so gerne gemocht hat. Vielleicht fehlte ja nur das gewisse Etwas, das man jetzt endlich kennt.

Vorangestellt ist diesem einmaligen Kochbuch eine Einführung in die 5 Sinne des Menschen und welche Rolle sie für die Zubereitung und den Genuss einer Speise spielen. Der Einfluss von Genetik, Kultur und persönlichen Erfahrung – alles zusammen macht aus wie wir kochen und schmecken.

Die atemberaubenden Fotografien von Vivi d’Angelo machen aus diesem vielseitigen Kochbuch zudem einen Kunstband, der zum Schmökern und entdecken einlädt.

Ein unglaubliches Buch, das viel in sich vereint – kunstvolle Illustrationen, Fachwissen, Rezepte und vor allem sehr viel Inspiration für den Leser. Genial!

Veröffentlicht am 04.08.2019

Ein neuer Gegner – ein neuer Freund

Der Seelenfresser
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Der uralte finstere Magier Necron hat den Sohn seines Erzfeindes Andara aufgespürt und setzt alles daran ihn zu vernichten. Er schickt Shannon, einen seiner berüchtigten Drachenkrieger aus, Robert zu töten, ...

Der uralte finstere Magier Necron hat den Sohn seines Erzfeindes Andara aufgespürt und setzt alles daran ihn zu vernichten. Er schickt Shannon, einen seiner berüchtigten Drachenkrieger aus, Robert zu töten, doch der Zufall führt die beiden jungen Männer zusammen und eine Freundschaft entwickelt sich. Necron ist aber nicht der einzige Feind, der sich gegen Robert erhebt: ein weiterer magischer Orden setzt sich auf seine Fährte.

Endlich kommt Bewegung in die Sache. Nachdem die GROSSEN ALTEN und die Hexe Lyssa in den letzten Bänden dominierten, tauchen jetzt zwei mysteriöse Orden auf, die ihre eigenen Ziele verfolgen. Necron ist schon kein Unbekannter mehr, aber die Drachenkrieger und DeVries sind neue Mitspieler, die auf eine neue Dimension hoffen lassen. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt.

Hochspannende Gruselunterhaltung mit immer neuen Ideen macht den Hexer zu einem genialen Abenteuer mit einzigartiger Atmosphäre.

Das Vorwort gibt einen amüsanten Einblick in die Schreibwerkstatt des Autors und leitet die Geschichte perfekt ein.

Ich kann den nächsten Band nicht erwarten!