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Veröffentlicht am 28.05.2021

Spannender Jugendthriller aus den Niederlanden

Himmel oder Hölle?
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Die Niederlande sind nur einen Katzensprung entfernt - und doch weiß ich kaum etwas über die Buchszene im Nachbarland. Ich habe jetzt zum ersten Mal ein Buch von Mel Wallis de Vries gelesen. Sie ist in ...

Die Niederlande sind nur einen Katzensprung entfernt - und doch weiß ich kaum etwas über die Buchszene im Nachbarland. Ich habe jetzt zum ersten Mal ein Buch von Mel Wallis de Vries gelesen. Sie ist in den Niederlanden DIE Autorin für Psychothriller im Jugendbuch-Bereich. Ihre Titel schaffen es regelmäßig auf die Bestsellerlisten. "Himmel oder Hölle?" Ist ihr neustes Werk.
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Darum geht's: Die schüchterne Danielle lernt im Skiurlaub mit ihren Freundinnen den gut aussehenden Dante kennen. Zurück in Amsterdam kann sie ihr Glück kaum fassen, als Dante ihr im Supermarkt zufällig wieder über den Weg läuft. Beide kommen sich näher. Dabei entdeckt Danielle ein dunkles Geheimnis. Dante hatte eine Freundin, die ermordet wurde.
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Diesen Jugendthriller von Mel Wallis de Vries kann man definitiv auch als Erwachsener gut lesen. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Mädchen. Freundschaft, Konkurrenz, Jungs - das ist der Themenkosmos um den "Himmel oder Hölle" kreist. Spannung entsteht durch zwei verschiedene Perspektiven. Zum einen die von Danielle. Zum anderen die eines geheimnisvollen Unbekannten. Schnell ist klar, dass Danielle in etwas schlimmes hineingerät. Aber wer hat es auf sie abgesehen - und warum?
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"Himmel oder Hölle" ist ein lesenswerter Jugendthrilller. Ich würde ihn mit den Büchern von Monika Feth vergleichen. Wer ihre Bücher mag, dem dürften auch die von Marie Wallis de Vries gefallen. Der Schreibstil ist einfach aber wirkungsvoll. Ein Pageturner, den man so locker wegliest. Genau diese Art Bücher habe ich schon als Jugendliche geliebt. Ich habe mich ein bisschen in der Zeit zurückversetzt gefühlt und das Buch aus dieser Perspektive echt genossen.

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Veröffentlicht am 26.05.2021

Herzallerliebste Fortsetzung der Mirella-Reihe

Mirella Manusch – Achtung, hier kommt Frau Eule!
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Auch die Fortsetzung von "Mirella Manusch" ist wieder herzallerliebst. Für Mriella ist ihre zweite Identität weiter ein großes Abenteuer, an das sie sich noch gewöhnen muss. Das Verwandeln in eine Fledermaus ...

Auch die Fortsetzung von "Mirella Manusch" ist wieder herzallerliebst. Für Mriella ist ihre zweite Identität weiter ein großes Abenteuer, an das sie sich noch gewöhnen muss. Das Verwandeln in eine Fledermaus klappt schon recht routiniert. Jetzt lernt Mirella auch noch, wie sie mit ihrem auffälligen Vampirzahn umzugehen hat.


Freundschaft spielt auch in diesem Band wieder eine wichtige Rolle. Mirellas Freundin Klara ist ihre Vertraute. In der Nachbarschaft finden beide einen neuen Freund. Und auch die Beziehung zum Vampirjungen Manolo entwickelt sich weiter. Hier gibt es am Schluss noch eine Überraschung, die schon sowas von Lust auf Band 3 macht.


Auch Mirellas Tierliebe schlägt in diesem Band wieder voll durch. Diesmal braucht Frau Eule fachmännische Hilfe, weil sie Augenprobleme hat. Und dann geht noch der geheimnisvolle Unbekannte um, der Tiere mit bunter Farbe besprüht...


Fazit: "Mirella Manusch 2" ist flüssig geschrieben. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Bekannte Elemente aus dem ersten Buch werden wieder aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Geschichte hat Humor aber auch einen gewissen Tiefgang. Die Geschichte hat für Kinder eine angenehme Länge. Man freut sich automatisch schon auf ein Wiedersehen mit Mirella und ihren Freunden im nächsten Buch.

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Veröffentlicht am 25.05.2021

Gelungener Krimi mit tollem Finale

Ein Toter auf Smögen
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Mit "Ein Toter auf Smögen" von Anna Ihrén bin ich mal wieder unwissend mitten in eine Krimi-Reihe hinein getappt. Es handelt sich um den 3. Fall für Dennis Wilhelmson. Der Quereinstieg ist geglückt. Und ...

Mit "Ein Toter auf Smögen" von Anna Ihrén bin ich mal wieder unwissend mitten in eine Krimi-Reihe hinein getappt. Es handelt sich um den 3. Fall für Dennis Wilhelmson. Der Quereinstieg ist geglückt. Und soviel sei vorab verraten: Es ist ein richtig guter Kriminalroman!
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Vom Tellerwäscher zum Millionär. Das ist die Geschichte des Heringsbarons James Blake. Er hat aus dem Nichts ein Imperium aufgebaut. Kurz nach dem Tod seines Vaters, wird Charles Blake erhängt im Lotsenausguck gefunden. Und dann verschwindet auch noch das jüngste Familienmitglied. Die Ermittler Dennis, Sandra, Nathalie und Emir müssen herausfinden, was sich hinter den Kulissen der angesehenen Smögener Kaufmannsfamilie abspielt. Der Clan hält die scheinbar perfekte Fassade lange aufrecht. Aber dann bröckeln die Mauern doch.
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Dieser Krimi hat viel, was mir richtig gut gefällt. Anna Ihrén erzählt leicht und atmosphärisch. Das sympathische Ermittlerteam hat mich total überzeugt. Privates nimmt viel Raum ein - das mag man oder nicht. Mir hat es die Figuren schnell vertraut gemacht.
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Die Blakes sind eine Familie mit englischen Wurzeln und Traditionen. "Downton Abbey" lässt grüßen. Das hat automatisch Bilder erzeugt. In kurzen Abschnitten gibt es Rückblicke auf die Anfänge von James Blake in Schweden. In der Gegenwart offenbart sich derweil immer mehr ein Familiendrama. Die Auflösung fand ich stark und ergreifend. Das Schlusskapitel hat mich sogar zu Tränen gerührt.
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Fazit: Die Krimi-Reihe von Anna Ihrén ist für mich eine absolute Entdeckung. "Ein Toter auf Smögen" bietet einen großartig angelegten Plot, sehr gut ausgearbeitete Charaktere und eine tolle Atmosphäre. Dieser Kriminalroman hat mich von Seite zu Seite mehr begeistert und gepackt. Eins steht fest: Mit dem nächsten Fall lasse ich mich sehr gerne wieder an die schwedische Westküste mitnehmen.

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Veröffentlicht am 18.05.2021

Krimi mit Mystik- und Fantasy-Elementen

Weingartengrab
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"Weingartengrab" ist der 4. Teil der Elwenfels-Krimireihe von Britta & Christian Habekost.

Diesmal gerät der Kirchturm des fiktiven pfälzischen Dorfes in Schieflage. Darunter wird ein uraltes Gewälbe ...

"Weingartengrab" ist der 4. Teil der Elwenfels-Krimireihe von Britta & Christian Habekost.

Diesmal gerät der Kirchturm des fiktiven pfälzischen Dorfes in Schieflage. Darunter wird ein uraltes Gewälbe freigelegt - samt Leiche und Tagebuch. Archäologen und Presseleute fallen in Elwenfels ein. Die Bewohner wollen den Fall lösen, gleichzeitig aber ihre Geheimnisse bewahren. Privatermittler Carlo Herb hilft ihnen dabei

Wen es nach Elwenfels verschlägt, dem muss vor allem eines klar sein: Elwenfels ist anders, Elwenfels ist besonders und in Elwenfels gelten eigene Gesetze. Das Dörfchen umweht ein Hauch von Mystik und Fantasy. Hier gibt es Elwetritsche und einen Zauberwein. Die Bewohner sind liebenswert-skurril und babbeln in Pfälzer Mundart.

Das Buch entfacht mit seiner Vielfalt an Bildern das reinste Kopfkino. Dazu kommt ein unglaublicher Wortwitz. Gleichzeitig entspnnt sich ein spannender Fall. Vor allem das Entziffern der Sütterlin-Schrift der alten Tagebucheinträge und der Rückblick in die Geschichte haben mir gefallen.

Fazit: "Weingartengrab" sollte man mit mehr als einer Rieslingschorle genießen. Der Krimi ist alles andere als alltäglich. Wer in Elwenfels eintaucht, erobert einen magischen und geheimnisvollen Ort. Die Realität wird ausgehebelt. Hier gelten eigene Gesetze. Daraus zieht das Buch seine Spannung. Es lebt aber genauso vom eigenwilligen Charme der Charaktere. Wer Elwenfels einmal betreten hat, will es nicht mehr verlassen!

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Veröffentlicht am 07.05.2021

Lügen, Geheimnisse und Intrigen

Die Stieftochter
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Familiendrama aus Lügen, Intrigen und dunklen Geheimnissen.

Es gibt aber auch Dinge, die für mich nicht so ganz gepasst haben. Irritiert haben mich die immer wieder eingestreuten kryptischen Andeutungen ...

Familiendrama aus Lügen, Intrigen und dunklen Geheimnissen.

Es gibt aber auch Dinge, die für mich nicht so ganz gepasst haben. Irritiert haben mich die immer wieder eingestreuten kryptischen Andeutungen zu Tess Beruf. Und richtiggehend gestört haben mich Kapitel, die mit der eigentlichen Handlung zunächst scheinbar nichts zu tun haben und ein ganz anderes Fass aufmachen. Das erste Kapitel dieser Art kommt wie aus dem Nichts. Im Verlauf erhöht sich die Schlagzahl. Diese Abschnitte haben mich aber immer wieder rausgebracht. Sie kamen mir insgesamt wie Fremdkörper vor. Quasi eine zweite Geschichte im Buch. Der Zusammenhang zum eigentlichen Plot wird erst spät klar - und hätte in meinen Augen eigentlich auch anders und besser ins Buch passend erklärt werden können.

Insgesamt lässt mich das Buch etwas zwiegespalten zurück. Zum einen ist der Thriller eine düstere Familiengeschichte, die mich total fasziniert und in den Bann gezogen hat. Zum anderen gab es scheinbar total unpassende Kapitel, die ich ehrlich gesagt am liebsten komplett überlesen hätte. Auch wenn mich der Schreibstil, die Atmosphäre und der Haupthandlungsstrang eigentlich ziemlich überzeugt haben, muss ich dem Buch für den Gesamtaufbau und Spannungsbogen leider doch Sterne abziehen.

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