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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

Ein Setting zum Verlieben

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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„The Heat Is On“ war mein erstes Buch der Autorin und es wird definitiv nicht mein letztes sein. Die Handlung hat mich sehr gut unterhalten und der Verlauf war spannend und durchdacht. Hinter der Geschichte ...

„The Heat Is On“ war mein erstes Buch der Autorin und es wird definitiv nicht mein letztes sein. Die Handlung hat mich sehr gut unterhalten und der Verlauf war spannend und durchdacht. Hinter der Geschichte steckt ein ausgeklügeltes System, sodass es für mich nicht vorausschauend war.

Am Anfang hatte ich wegen der vielen Hintergrundinformationen etwas Mühe, in die Geschichte hineinzufinden. Nach einiger Zeit wurde das Lesen jedoch immer leichter und schließlich bin ich regelrecht über die Seiten geflogen.

Besonders gefallen hat mir, wie viel man im Verlauf des Buches über Julia erfährt. Die wechselnden Perspektiven mochte ich sehr, denn manchmal wurde eine Szene noch einmal aus dem Blickwinkel der anderen Figur erzählt. Das hat die Geschichte für mich noch lebendiger gemacht und war ein schönes Detail.

Ein sehr kleiner Kritikpunkt betrifft Julias Frisur. In der Geschichte schneidet sie sich die Haare zu einem Bob, auf dem Cover trägt sie jedoch längere Haare. Dieses Detail hat mich hin und wieder etwas aus meinem Kopfkino gerissen, obwohl ich das Cover wirklich wunderschön finde. Auch der Farbschnitt ist ein großes Kompliment wert.

Ich habe mich sehr in das Necken zwischen den beiden Figuren verliebt und in die Atmosphäre des Restaurants, die so liebevoll beschrieben wurde. Die Art und Weise, wie die Gerichte präsentiert wurden und welche Stimmung dabei entstand, hätte ich noch stundenlang weiter genießen können.

Das Ende empfand ich als etwas holprig, da es aber einfach nicht meinem Geschmack entspricht. Ich war emotional so sehr in der Geschichte drin, dass mir der schnelle zeitliche Sprung über mehrere Monate etwas zu flott ging. An dieser Stelle hätte ich gern noch mehr Einblicke in die Gedankenwelt von Julia und Dwight/Romeo erhalten.

Insgesamt ist „The Heat Is On“ für mich ein sehr gelungenes und fesselndes Buch. Ich freue mich darauf, noch weitere Werke der Autorin kennenzulernen.

Veröffentlicht am 16.11.2025

Mit offenem Herzen in den Tag

Aurora – Eine Eintagsfliege und der schönste Tag ihres Lebens
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„Aurora“ ist ein poetisches Bilderbuch, das gleichermaßen zart wie kraftvoll erzählt ist. Im Zentrum steht die kleine Eintagsfliege Aurora, die – trotz ihres nur einen Tages Lebenszeit – mit einer beinahe ...

„Aurora“ ist ein poetisches Bilderbuch, das gleichermaßen zart wie kraftvoll erzählt ist. Im Zentrum steht die kleine Eintagsfliege Aurora, die – trotz ihres nur einen Tages Lebenszeit – mit einer beinahe ansteckenden Lebensfreude erwacht. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, wie offen sie dieser neuen Welt begegnet: voller Neugier, Staunen und Vertrauen. Ihr Name, der an den Beginn eines neuen Tages erinnert, passt perfekt – denn Aurora steht für den Moment, in dem alles möglich scheint.

Auroras Reise führt sie zu verschiedenen Insekten, die sie mit liebevollen, einfühlsamen Worten begrüßt. Dabei entstehen kurze, tief berührende Dialoge – Gespräche, die zeigen, wie schön Begegnung sein kann, wenn sie von Respekt, Konsens und einem echten Miteinander getragen ist. Jedes kleine Gespräch wirkt wie ein leiser Dialog über das Leben selbst: darüber, was zählt; darüber, wie wichtig es ist, einander zu sehen und wertzuschätzen.

Besonders hervorzuheben sind die Illustrationen. Die zarten Wasserfarbenverläufe lassen jede Seite leuchten, fast so, als würde die Welt für Aurora in Regenbogenfarben erstrahlen. Man spürt die Sanftheit der Farbgebung, die Leichtigkeit der Linien – und man möchte gar nicht aufhören, durch die Seiten zu blättern. Die Bilder wirken lebendig und gleichzeitig weich, wie eine Mischung aus Traum, Natur und Gefühl.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt dennoch: Ich hätte mir gewünscht, dass die Darstellung der Eintagsfliege in ihren äußeren Merkmalen etwas deutlicher von der üblichen Fliege abgegrenzt wird. Beispielsweise wären leicht angedeutete Streifen am Körper eine schöne Möglichkeit gewesen, um Auroras besondere Art optisch klarer hervorzuheben. Wenn ich das Bilderbuch Kindern vorlese, wird bestimmt auch mal die Frage kommen. Darauf hätte ich jetzt keine Antwort.

„Aurora“ ist nicht nur ein Bilderbuch, sondern eine liebevolle Einladung, den Moment zu feiern, das Staunen nie zu verlieren und dem Leben mit offenem Herzen zu begegnen. Es eignet sich wunderbar zum Vorlesen, gemeinsamen Anschauen oder stillen Genießen – für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Veröffentlicht am 13.11.2025

Magie, Geheimnisse und Freundschaft

Legende der Schattenwächter – Kampf um die magischen Schlüssel
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Der Schreibstil des Buches ist angenehm flüssig, bildhaft und leicht zu lesen, sodass man von der ersten Seite an in die Geschichte hineingezogen wird. Besonders gelungen ist die wechselnde Erzählperspektive ...

Der Schreibstil des Buches ist angenehm flüssig, bildhaft und leicht zu lesen, sodass man von der ersten Seite an in die Geschichte hineingezogen wird. Besonders gelungen ist die wechselnde Erzählperspektive zwischen Armin, Nari, Viktoria und sogar dem Gegenspieler Damasus. Dadurch entsteht eine faszinierende Vielschichtigkeit: Man versteht die Zweifel, Ängste und Beweggründe der Figuren und erlebt ihre Entwicklung hautnah mit.

Armin ist von Beginn an eine sympathische Figur. Man spürt, dass er früh Verantwortung übernehmen musste und bereit ist, sich seiner Aufgabe zu stellen, auch wenn er das magische Erbe seiner Familie zunächst gar nicht kennt. Nari, die auf dem Anwesen seines Großvaters aufgewachsen ist, begegnet ihm zunächst mit Misstrauen, doch bald entwickelt sich zwischen den beiden eine enge Freundschaft. Zusammen mit Viktoria müssen sie sich den dunklen Mächten stellen und einem gefährlichen Rätsel folgen, das sie bis tief in den Greifberg führt.

Besonders die Kapitel aus Sicht des Gegenspielers Damasus bereichern die Geschichte: Seine Beweggründe werden nachvollziehbar, und man erkennt, dass hinter dem Bösen oft Schmerz und Verlust stehen. Diese Perspektive verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe.

Inhaltlich überzeugt das Buch durch seine Mischung aus Rätseln, Magie, Freundschaft und Spannung. Kaum glaubt man, einen Hinweis verstanden zu haben, öffnet sich schon die nächste Tür. Trotz des hohen Tempos bleibt die Geschichte klar und nachvollziehbar, und der rote Faden geht nie verloren.

Bis zum Schluss bleibt die Spannung erhalten, und obwohl einige Fragen offenbleiben, wirkt das wie ein bewusster Auftakt zu einer größeren Geschichte. Gerade das macht neugierig auf den nächsten Band.

Veröffentlicht am 05.11.2025

Eine filmreife Dystopie

Evermind. Sie kennt dich
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Als ich die ersten Kapitel las, war ich zunächst etwas überfordert mit den vielen verschiedenen Namen und detaillierten Beschreibungen (kleiner Tipp: hinten im Buch gibt es ein hilfreiches Glossar!). Doch ...

Als ich die ersten Kapitel las, war ich zunächst etwas überfordert mit den vielen verschiedenen Namen und detaillierten Beschreibungen (kleiner Tipp: hinten im Buch gibt es ein hilfreiches Glossar!). Doch nachdem ich mich eingelesen hatte, fiel es mir zunehmend leichter, die Verknüpfungen zu verstehen und mir die Figuren zu merken. Dann wurde mir bewusst, welch fantastische und fast schon filmreife Idee hinter dieser Geschichte steckt – ebenso wie hinter ihrer Aufmachung.

Die Welt von Evermind ist von einer allgegenwärtigen künstlichen Intelligenz durchdrungen: Sie hört zu, beobachtet, berechnet deinen künftigen Lebensweg und kann mit dir sprechen. Auf den ersten Blick scheint sie alles unter Kontrolle zu haben. Doch schnell zeigt sich, dass auch eine KI fehlerhaft sein kann und Lücken aufweist. Besonders spannend finde ich, wie Evermind versucht, menschliche Emotionen zu verstehen und sich ihnen anzupassen.

Die Geschichte ist eine fesselnde Dystopie, in die man gerne eintaucht. Die Charaktere wachsen einem mit der Zeit immer mehr ans Herz. Auch wenn ich den Verlauf der Handlung an einigen Stellen vorhersehbar fand, hat mich das nicht gestört, da das Setting stets stimmig war. Besonders faszinierend sind die virtuellen Simulationen, die man mithilfe einer VR-Brille betreten kann. Sie ermöglichen Reisen an jeden beliebigen Ort und Begegnungen mit Freunden, die man in der realen Welt nicht mehr sieht.

Insgesamt ist Evermind eine mitreißende, atmosphärische und nachdenklich stimmende Dystopie, die sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Maschine auf eindrucksvolle Weise auseinandersetzt.

Veröffentlicht am 30.10.2025

Ein Kinderthriller mit Gänsehautgarantie

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
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Der Titel „Flammenrad“ klingt zunächst geheimnisvoll und weckt sofort Neugier – eine spannende Mischung aus etwas Alltäglichem, dem Riesenrad, und etwas Bedrohlichem, dem Feuer. Schon das lässt ahnen, ...

Der Titel „Flammenrad“ klingt zunächst geheimnisvoll und weckt sofort Neugier – eine spannende Mischung aus etwas Alltäglichem, dem Riesenrad, und etwas Bedrohlichem, dem Feuer. Schon das lässt ahnen, dass sich hinter dieser Geschichte ein besonderes Abenteuer verbirgt.

Der Thriller richtet sich auch an Kinder und ist dabei genau richtig dosiert: spannend und gruselig. Der Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen, sodass man gut in die Handlung eintauchen kann. Besonders schön ist, dass die Autorin es schafft, stetig Spannung aufzubauen.

Man begleitet die Hauptfigur Heidi, die mit ihren Eltern in ein neues Haus zieht, das noch renoviert werden muss. Schon das sorgt für eine leicht unheimliche Atmosphäre – besonders, wenn man in einem Zimmer schlafen muss, das sich nicht abschließen lässt. Das wäre mir ehrlich gesagt auch irgendwann zu spooky!

Das titelgebende Riesenrad spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte. Normalerweise verbinde ich mit Riesenrädern etwas Schönes und Nostalgisches – Lichter, Kirmes, Freude. Doch hier kippt dieses Bild: Das Riesenrad scheint ein dunkles Geheimnis zu bergen, und auch mit seinem Inhaber stimmt offenbar etwas nicht.
Die Spannung bleibt durchgehend erhalten, was ich wirklich gelungen finde. Immer wieder glaubt man, der Lösung näherzukommen, doch dann kommt eine neue Wendung. Sogar ich konnte am Ende nicht mehr aufhören zu lesen, bis endlich alles aufgelöst wurde.