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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2025

Starke Idee mit kleineren Schwächen

Das Buch der verlorenen Stunden
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Mich hat sofort das Cover angesprochen. Ich mag die Farben und die Veredelung des Umschlags. Auch der Klappentext hat mich überzeugt. Die Idee, dass es Zeithüter gibt, die über unsere Erinnerungen wachen, ...

Mich hat sofort das Cover angesprochen. Ich mag die Farben und die Veredelung des Umschlags. Auch der Klappentext hat mich überzeugt. Die Idee, dass es Zeithüter gibt, die über unsere Erinnerungen wachen, fand ich spannend und ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Tatsächlich hatte ich anahnd des Klappentextes eine andere Geschichte erwartet, aber ich bin dennoch begeistert. Historische und phantastische Elemente werden gekonnt miteinander vermischt und es kommt noch eine Prise Agenten/Spionagekrimi hinzu.

Die Geschichte wird größtenteils aus Lisavets Zeitebene (beginnend 1938) und Amelias (1965) erzählt. Somit erfährt man teilweise schon, was zukünftig passiert sein wird, aber noch nicht, was dazu geführt hat. Es wird alles nach und nach zusammengesetzt, bis man endlich das große Ganze erkennt. Das hat mir besonders gefallen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Ich konnte das Buch kaum weglegen. Das lag auch am Schreibstil und Tempo. Es ist angenehm zu lesen, flüssig und oft poetisch sowie philosophisch geschrieben. Es gibt so viele schöne Passagen, die einfach bewegend und tiefgründig sind. Als Leser:in wird man zwar direkt in die Handlung geworfen, allerdings ist das Erzähltempo anfangs recht langsam und man bekommt Zeit die Charaktere und die Welt besser kennenzulernen. Das fand ich wirklich angenehm, da ich gerade die phantastischen Elemente so besser verstehen und einordnen konnte. Zudem wächst man quasi mit Lisavet auf und bekommt ein wirklich gutes Bild von ihrer Figur wodurch ich mich direkt in sie hineinversetzen konnte. Dann nimmt die Handlung fahrt auf und auch das Tempo wird angezogen, was super gepasst hat. Das Ende war leider etwas gehetzt, wodurch die Handlung und Charaktere an Tiefe eingebüßt haben. Insgesamt liest sich das Buch aber sehr gut!

Vor allem Lisavets Figur macht eine ziemliche Entwicklung durch, die vielleicht nicht von jedem gut angenommen wird, die ich aber zum Ende des Buches durchaus realistisch und nachvollziehbar fand. Das Ende hat mich ab einem gewissen Punkt nicht unbedingt überrascht, aber ich fand es passend und es bietet vor allem Spielraum für Interpretationen.

Ich habe öfters gelesen, dass angenommen wurde, es sei ein Jugendbuch, dem ist absolut nicht so. Wer also ein Jugendbuch erwartet, wird von diesem Roman wohl eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

schräger Thriller mit skurrilen Charakteren

Bullet Train
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Ich weiß gar nicht genau, ob man Bullet Train als Thriller im klassischen Sinne betiteln kann. Es gibt Auftragskiller, Morde, Entführungen und vieles Mehr, aber die Geschehnisse und Charaktere sind so ...

Ich weiß gar nicht genau, ob man Bullet Train als Thriller im klassischen Sinne betiteln kann. Es gibt Auftragskiller, Morde, Entführungen und vieles Mehr, aber die Geschehnisse und Charaktere sind so witzig skurril geschrieben, dass es mich nicht sofort an einen Thriller erinnert hat.

Das die Story in einem japanischen Hochgeschwindigkeitszug spielt, hat mich ein wenig an Mord im Orient Express erinnert, was mich direkt angesprochen hat.
Die Geschehnisse werden aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, was anfangs etwas verwirrend sein kann, vor allem, da wir auch immer mal wieder in der Zeit springen und Rückblenden eingebaut wurden. Wenn man aber erst einmal alle Charaktere kennengelernt hat, kann man der Handlung sehr einfach folgen. Durch die verschienden Sichtweisen auf das Geschehen konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ich wollte immer wissen, wie es bei den anderen weitergeht.

Ich habe mir direkt Three Assassins, eine Art Prequel, geholt und hoffe, dass es mich ebenso begeistern und unterhalten wird.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

leise erzählt mit viel Gefühl

Die Telefonzelle am Ende der Welt
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Ich hatte anfangs tatsächlich Probleme in die Geschichte reinzukommen, was u.a. an dem Schreibstil lag. Nachdem ich mich aber daran gewöhnt hatte, hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Es passiert ...

Ich hatte anfangs tatsächlich Probleme in die Geschichte reinzukommen, was u.a. an dem Schreibstil lag. Nachdem ich mich aber daran gewöhnt hatte, hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Es passiert an sich nicht viel, es ist still und leise erzählt und hat mich dennoch sehr berührt. Ich konnte die Charaktere gut verstehen, auch die Gefühle und zarten Verbindungen, die sich zwischen ihnen entwickeln. Für mich ist die Geschichte eine kleine Liebeserklärung ans Leben, mit allen Höhen und Tiefen.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

interessante Idee, schwache Umsetzung

Der Weg des ewigen Winters
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Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde vorab lesen. Der Anfang hat mir direkt gefallen, weil man mitten in die Handlung geschmissen wird und dann auch noch in eine Verfolgungsjagd um das mysteriöse ...

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde vorab lesen. Der Anfang hat mir direkt gefallen, weil man mitten in die Handlung geschmissen wird und dann auch noch in eine Verfolgungsjagd um das mysteriöse Mädchen Halla. Das Tempo war gut und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was es mit Halla auf sich hat. Warum haben es so viele verschiedene Personen und Gruppen auf sie abgesehen und was hat sie mit dem ewigen Winter zu tun? Schnell bildet sich eine bunte Reisegruppe, die aus verschiedenen Gründen versucht Halla zu beschützen.

Obwohl die Gruppe immer in Bewegung ist, sind wir in der Handlung wenig vorangekommen. Leider bekommen wir in Band 1 auch keine Antworten, es kommen im Verlauf nur immer mehr unbeantwortete Fragen hinzu. Das hat es für mich wirklich schwer gemacht, die Welt und auch die Charaktere kennenzulernen und zu verstehen. Ich habe zu fast niemanden eine richtige Bindung aufbauen können. Auch die fantastischen/magischen Elemente musste ich irgendwie hinnehmen, weil diese nicht erklärt, oder in irgendeinen Kontext zur Welt und deren Regeln gebracht wurden.

Die Geschichte spielt in unserer Welt, im Jahr 1007. Es kommen auch einige historische Persönlichkeiten vor, die allerdings eher frei interpretiert und historisch nicht korrekt dargestellt werden. Tatsächlich gibt es in diesem Band keine Hinweise, dass das gewählte Setting für die Handlung relevant wäre, weshalb mir persönlich eine komplett fiktive Welt sowie Charaktere besser gefallen hätten.

Insgesamt ist der Ansatz wirklich interessant und es gibt auch immer wieder spannende Szenen und Gegebenheiten, über die ich gerne mehr erfahren möchte. Mich hat Band 1 allerdings nicht vollends überzeugen können. Die Welt und Charaktere sind mir noch zu flach und auch das Tempo ist stellenweise seltsam. Wenig Handlung auf viel Buch. Ich werde wohl spontan entscheiden, ob ich weiterlese, sobald Band 2 erscheint.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Cozy Romance im Land der aufgehenden Sonne

Der kleine Teeladen in Tokio
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Ich begeistere mich eigentlich nicht so sehr für reine Romance-Bücher, allerdings hat mich das Cover angesprochen und ich liebe Asien, vor allem Japan. Die Geschichte war dann aber wirklich sehr süß und ...

Ich begeistere mich eigentlich nicht so sehr für reine Romance-Bücher, allerdings hat mich das Cover angesprochen und ich liebe Asien, vor allem Japan. Die Geschichte war dann aber wirklich sehr süß und das Setting war zauberhaft beschrieben, vor allem der kleine Teeladen. Die Geschichte hat hier uns dar ein paar Schwächen, vor allem der Konflikt, bevor es zum Happy End kommt, hat mich nicht richtig überzeugt. Alles in allem hat mich das Buch aber gut unterhalten und immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Ich wollte danach direkt selbst nach Japan fliegen

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