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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2024

Kleine Kurzgeschichte über die Grausamkeit der Fey

Das Schiff der Fey
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Das Schiff der Fey, Gothic Tale, von Stephanie Lammers ist eine kleine Kurzgeschichte über die Grausamkeit der Fey. Die junge Wilhelmina hat Stubenarest und kann deshalb nicht am Ball zuehren ihres Bruders ...

Das Schiff der Fey, Gothic Tale, von Stephanie Lammers ist eine kleine Kurzgeschichte über die Grausamkeit der Fey. Die junge Wilhelmina hat Stubenarest und kann deshalb nicht am Ball zuehren ihres Bruders teilnehmen. Angelockt von der Musik erscheinen aber die Dampflugschiffe der Fey. Uneingeladen bringen die Fey Schrecken auf den Ball.

Das viktorianisch, bzw. preußisch kaiserliche Stream-Punk Seting gefällt mir ganz gut. Der Schreibstil war angenehm zu lesen.
Ansonsten bietet die Kurzgeschichte inhaltlich wenig und schon gar nichts neues. Die Fey sind die erwarteten kaltherzigen Schreckgestallten, denen die kleine Wilhelmina nichts entgegenzusetzen hat. Geringer Schauerfaktor, insgesamt etwas langweilig.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Kein märchenhaftes Happy End

Ever & After, Band 2 - Die dunkle Hochzeit
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Nachdem Rain den dunklen Prinzen geküsst und dadurch erweckt hat, steht die Welt vor dem Untergang. Prinz Black hält Rain im Carneval gefangen und bereitet ihre Hochzeit vor. Um zu entkommen, geht Rain ...

Nachdem Rain den dunklen Prinzen geküsst und dadurch erweckt hat, steht die Welt vor dem Untergang. Prinz Black hält Rain im Carneval gefangen und bereitet ihre Hochzeit vor. Um zu entkommen, geht Rain einen Pakt mit Rumpelstilzchen ein. Ihre letzte Möglichkeit, die vom Prinzen beabsichtigte Apokalypse zu verhindern, ist die Erfüllung einer Prüfung.

Das Cover des Buches ist in Rot gehalten und zeigt eine goldene Rose, umgeben von Blut. Ich finde, es passt zur Geschichte und sieht zusammen mit dem Farbschnitt sehr schön aus.

Ever & After: Die dunkle Hochzeit von Stella Tack ist der zweite Teil der Ever&After Reihe und bietet sehr düstere Märchenfantasy. Es ist absolut empfehlenswert und zum besseren Verständnis notwendig, den ersten Teil der Reihe gelesen zu haben. Ich persönlich lese ja sehr gerne Märchenadaptionen, auch etwas düstere. Hier war es mir teilweise aber schon fast etwas zu blutig und brutal. Am Anfang jedes Kapitels findet sich ein Märchenzitat. Schön finde ich hierbei,
dass auch unbekanntere Märchen der Gebrüder Grimm zitiert werden. Die Autorin erzählt auch innerhalb der Handlung einige Märchen nach. Dabei lässt sie die ohnehin schon etwas grausamen Märchen zu wahren Albträumen werden. Die Geschichte selbst, wird aus Rains-Ich Perspektive erzählt und ist durchweg actionreich und spannend. Humor blitzt immer mal wieder, meist trocken oder sarkastisch, durch. Bei knapp 700 Seite, gib es allerdings auch die eine oder andere Stelle, an der man die Handlung etwas straffen könnte. Die Autorin spart nicht an Wendungen und Überraschungen. Besonders Rains Charakterentwicklung im Laufe des Buches ist sehr ungewöhnlich. Nach dem Ende bin ich auf jeden Fall gespannt, was sich Stella Tack für den dritten Teil ausgedacht hat.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Einfach mal Innehalten

Ein Inne halten
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Joni kommt nach einem anstrengenden Einkaufstag mit der Familie nachhause und findet dort ein Paket mit Luftlöchern. Darin befindet sich ein kleines Inne. Doch der Rest der Familie ist zu beschäftigt, ...

Joni kommt nach einem anstrengenden Einkaufstag mit der Familie nachhause und findet dort ein Paket mit Luftlöchern. Darin befindet sich ein kleines Inne. Doch der Rest der Familie ist zu beschäftigt, um es zu bemerken. Joni baut dem Inne ein Gehege, füttert es und entwirft einen Spielparcours. Allerdings ist das Inne erst glücklich, als es einfach im Arm gehalten wird. Auch der Rest der Familie findet Zeit und hält Inne.

Das Thema Innehalten, Achtsamkeit, sich Zeit füreinander nehmen, ist eines, das man in Kinderbüchern nicht allzu oft findet. Bei Ein Inne halten- Das Bilderbuch über Achtsamkeit im Alltag- von Jutta Degenhardt und Carola Sieverding wurde es sehr schön umgesetzt. Gerade das Wortspiel mit Inne halten, finde ich sehr charmant.
Die Bilder im Buch sind wunderschön illustriert und farbenfroh. Ganz bezaubernd ist natürlich das kleine Inne. Für mich ist es vom Aussehen her, eine besonders niedliche Mischung aus Eichhörnchen und Kaninchen. Das Inne kann man übrigens als Kuscheltier/Schlüsselanhänger kaufen. Ich finde allerdings die Zeichnungen im Buch hübscher. Der Text ist für Kindergartenkinder gut geeignet und altersgerecht. Irritiert hat mich, dass Joni zu Beginn von Eltern und Großeltern fast ignoriert wird. Das ändert sich erst beim "Inne halten". Trotzdem habe ich Zweifel, dass kleine Kinder das Konzept der Achtsamkeit verstehen können bzw. verstehen müssen. Für diese dürfte es eher eine Geschichte über ein neues Haustiere, das geknuddelt werden möchte, sein. Als Erwachsener findet man sich in der Situation der Eltern bzw. Großeltern wieder. Man verbringt zu viel Zeit mit vermeintlich wichtigen Dingen und achtet zu wenig aufeinander. Auf jeden Fall sollten wir alle mehr Inne halten, (vorallem, wenn es so süß ist).

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Flucht zum Überleben

Suche liebevollen Menschen
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In seinem Buch "Suche liebevollen Menschen" schildert Julian Borger das Schicksal seines Vaters und anderer jüdischer Kindern, deren Eltern im Manchester Guardian Kleinanzeigen schalteten, um den Kindern ...

In seinem Buch "Suche liebevollen Menschen" schildert Julian Borger das Schicksal seines Vaters und anderer jüdischer Kindern, deren Eltern im Manchester Guardian Kleinanzeigen schalteten, um den Kindern im Jahre 1938 die Flucht aus Wien zu ermöglichen. Eine schwierige, aber vorausschauende Entscheidung, die Leben rettete.

Suche liebevollen Mensch ist kein einfaches Buch. Weder von der schrecklichen und bedrückenden Thematik her, noch von der Schreibweise. Inhaltlich hochinteressant, emotional kaum zu ertragen. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie sich die Eltern der Kinder gefühlt haben, als sie diese in ein fremdes Land zu unbekannten Menschen schickten, in der Ungewissheit sie jemals wiederzusehen. Der Autor ist im Hauptberuf Journalist, vielleicht hat das Sachbuch daher etwas Reportagenhaftes. Gleichzeitig ist es aber auch sehr persönlich, da Julian Borger Teile seiner Familiengeschichte erzählt, die er zuvor erst recherchieren musste. Die Erzählung ist im Wesentlichen zeitlich chronologisch aufgebaut. Im Verlauf der knapp 300 Seiten werden die Schicksalsreisen der Kinder bzw. Jugendlichen ergänzt. Diese haben, trotz unterschiedlicher Ankunftsorte, oft viele Gemeinsamkeiten. Durch den Aufbau, und die eingestreuten Berichte zu seiner eigenen Familie, war es nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Die im Buch enthaltenen Fotos machen das Ganze noch eindrücklicher. Ein berührendes Buch gegen das Vergessen.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Ein Jahr mit Kiki

Kikis kleiner Lieferservice
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Kiki ist mit dreizehn Jahren noch eine ziemlich junge Hexe. Trotzdem ist es für sie an der Zeit, ihre Familie zu verlassen und sich in einer fremden Stadt ein eigenes Leben aufzubauen. Kiki entscheidet ...

Kiki ist mit dreizehn Jahren noch eine ziemlich junge Hexe. Trotzdem ist es für sie an der Zeit, ihre Familie zu verlassen und sich in einer fremden Stadt ein eigenes Leben aufzubauen. Kiki entscheidet sich für Koriko, eine größere Stadt am Meer. Da ihre Fähigkeit das Fliegen ist, eröffnet sie gemeinsam mit ihrer schwarzen Katze Jiji einen kleinen Lieferservice und erlebt dabei einige Abenteuer.

Kikis kleiner Lieferservice ist ein japanisches Buch aus dem Jahr 1985. Durch das fehlen der heutigen Elektronik, von Multimedia und Internet, hatte ich beim Lesen ein fast schon nostalgisches Gefühl. Ich würde das Buch am ehesten als Kinderbuch sehen, geeignet für Kinder ab etwa acht Jahren. Kiki erlebt mit ihrem Lieferservice einige Abenteuer, die sich lose aneinanderreihen, und wird dabei ein Stück erwachsener und verantwortungsbewusster. Das Ganze ist eher cosy, ungewöhnlich und gemütlich als spannend. Der Schreibstil ist einfach und locker gehalten, und somit auch für junge Leser geeignet. Kiki hat es, mit ihren bezaubernden Abenteuern, geschafft mich etwas aus dem Alltag zu entführen. Da ich den gleichnamigen Anime, für den diese Geschichte Vorlage ist, nicht kenne, bezieht sich meine Bewertung ausschließlich auf das Buch.

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