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Veröffentlicht am 27.06.2025

Der blanke Horror im Hürtgenwald...

Der weiße Teufel vom Hürtgenwald
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Zum Buch: Tims Vater Eugene liegt im Sterben, als er Tim noch die letzten Worte zuhaucht:“ Wir haben den weißen Teufel nicht erwischt, Clarki!“ Mit Clarki ist Tims Onkel Clark gemeint, der zusammen mit ...

Zum Buch: Tims Vater Eugene liegt im Sterben, als er Tim noch die letzten Worte zuhaucht:“ Wir haben den weißen Teufel nicht erwischt, Clarki!“ Mit Clarki ist Tims Onkel Clark gemeint, der zusammen mit Eugene in Deutschland stationiert war und auch dort geblieben ist. Clark erzählt Tim dann widerwillig nach Eugenes Beerdigung, was es mit dem „weißen Teufel vom Hürtgenwald“ auf sich hatte. Tims Neugier ist geweckt und er besucht seinen Onkel Clark in Deutschland. Finden sie den weißen Teufel?

Meine Meinung: Hach, herrlich, mal wieder schöner Horror in Reinkultur! Natürlich verschwinden im Hürtgenwald immer noch Personen und natürlich gibt es den „weißen Teufel“ wirklich! Clark, Tim, der Förster Jürgen und der Polizist Wolfgang finden letztendlich einen Zugang zum „Bau“ der Bestie. Doch hätten sie gewusst, was sie erwartet, wären sie dort niemals hineingegangen!

Der Schreibstil liest sich weg wie geschnitten Brot, so dass ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen hatte! Das war mal wieder so richtig schöner Horror – blutig, böse und tödlich! Der Bezug und auch die Rückblenden in die Zeit des zweiten Weltkriegs, als die Amerikaner in der Eifel stationiert waren, hat mir auch sehr gut gefallen. Das rundet für mich die Geschichte schön ab!

Mein Fazit: Ich finde, Baukowski ist hiermit wieder ein richtig gutes Buch gelungen! Ich wurde sehr gut unterhalten, es fehlte nicht an Spannung und Blut, also alles richtig gemacht! Für Freunde des Horrors empfehle ich es sehr gerne, für andere, die es nicht so gut finden, wenn Fleisch aus Menschen herausgerissen wird, eher nicht!

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Kann dieser Cold Case noch aufgeklärt werden?

HULDA
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Zum Buch: Diese Geschichte mit der jungen Kriminalkommissarin Hulda spielt in den 80er Jahren. Sie bekommt einen Cold Case zugeteilt. Vor zwanzig Jahren verschwand in Reykjavík ein Baby spurlos aus seinem ...

Zum Buch: Diese Geschichte mit der jungen Kriminalkommissarin Hulda spielt in den 80er Jahren. Sie bekommt einen Cold Case zugeteilt. Vor zwanzig Jahren verschwand in Reykjavík ein Baby spurlos aus seinem Zuhause. Nun wurde das Stofftier des Babys gefunden und zwar im Norden von Island. Hulda bekommt den Fall und muss zusammen mit ihrer Kollegin Álfrún dorthin fahren. Mitten in der Einöde beginnen ihre Ermittlungen. Es stellt sich schnell heraus, dass es sich hier nur um einen kleinen Kreis Verdächtiger handelt, und doch ist es sehr schwer, hier nach so langer Zeit noch etwas herauszufinden.

Meine Meinung: Das ist wieder ein Island-Thriller, wie ich ihn mag! Unblutig, tolle Atmosphäre und eine abgeklärte Kommissarin. Hier lernen wir Hulda kennen, als sie noch ganz am Anfang ihrer Karriere steht und ihre Tochter Dimma noch relativ klein ist. Sie mag ihre Kollegin Álfrún, aber sieht auch eine Konkurrentin in ihr, denn ihr Chef hat ihr eine Beförderung in Aussicht gestellt. Aber die beiden raufen sich zusammen.

Vor Ort begegnen die beiden einer relativ eingeschworenen kleinen Gemeinde. Die Siedlung besteht eigentlich nur aus fünf Häusern mit ihren Bewohnern. Hulda verliebt sich ein klein wenig in Ísak, aber sie bewahrt bis zum Schluss ihre Integrität. Kurz vor dem Ende treffen dann zwei Menschen aufeinander, die Licht in das Dunkel bringen. Doch bis dahin hat der Leser, genau wie die beiden Kommissarinnen, keinen blassen Schimmer.

Mein Fazit: Ich war sehr erfreut, dass es noch einen vierten Teil von Hulda gibt und ich wurde auch nicht enttäuscht! Insgesamt ist das eine tolle Reihe, wo sich dieses Buch hier toll einreiht! Für Fans des Nordic Noir empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Du weißt nicht, wem du hier trauen kannst...

Nachtfahrt
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Zum Buch: Die junge Katharina Holten muss zurück in ihre alte Heimat, denn ihr Vater ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nun muss sie sich um die Fahrschule ihres Vaters und um ihre Nichte Ronja kümmern, ...

Zum Buch: Die junge Katharina Holten muss zurück in ihre alte Heimat, denn ihr Vater ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nun muss sie sich um die Fahrschule ihres Vaters und um ihre Nichte Ronja kümmern, die bei ihrem Vater gewohnt hat. Doch dann verschwindet Ronja und Katharina muss die Wahrheit herausfinden, um Ronja wieder zu sehen. Doch wo soll sie da anfangen? Da ist sie ganz froh, dass Delf, der junge Fahrlehrer ihr sofort zur Seite steht. Und dann fängt sie an, alte Familiengeheimnisse auszugraben…

Meine Meinung: Am Anfang des Buches war ich etwas genervt von den vielen tödlichen Unfällen in dieser Familie. Was sich im Nachhinein alles klärt, aber erst einmal fand ich es sehr konstruiert. Aber dann taucht man als Leser ein in die Familiengeschichte von den Holtens und da schlackern einem dann gehörig die Ohren! Was Katharina da herausfindet… Und ihr rennt die Zeit davon, denn für ein Wiedersehen mit ihrer Nichte hat sie ein Ultimatum bekommen. Sie merkt, dass sie so gut wie nichts von ihrem Vater weiß, denn sie hat damals fluchtartig ihren Heimatort verlassen. Auch Katharina hütet nämlich ein Geheimnis…

Der Schreibstil ist sehr gut, man kann flüssig lesen und die Kapitel sind schön kurz. Sowas mag ich gerne, denn dann wirkt ein Buch für mich schön durchstrukturiert. Interessant fand ich hier auch den Handlungsstrang mit Ronja. Denn der Leser darf Ronja auf ihrer Entführung begleiten und da erfährt man dann auch schon Sachen, die Katharina noch nicht weiß. Das hat den Spannungsbogen immer schön oben gehalten. Bis auf den Anfang, der mir erst sehr unglaubwürdig erschien, hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen!

Mein Fazit: Ein starkes Thrillerdebüt der Autorin, wo ich als Leser in nur zwei Tagen so durchgerauscht bin! Kann ich auf jeden Fall empfehlen und ich vergebe gerne 4 Sterne hierfür!

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Das wird wahrscheinlich mein Jahres-Highlight!

John
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Zum Buch: Die Geschichte von Yoko geht weiter. Yoko ist erfolgreich aus Deutschland vor der Polizei geflohen und nennt sich jetzt John. Doch auch in der hinterletzten Ecke auf einer griechischen Insel ...

Zum Buch: Die Geschichte von Yoko geht weiter. Yoko ist erfolgreich aus Deutschland vor der Polizei geflohen und nennt sich jetzt John. Doch auch in der hinterletzten Ecke auf einer griechischen Insel gibt es plötzlich jemanden, der von ihrer Vergangenheit weiß. Und so nimmt alles seinen Lauf…

Meine Meinung: Ich bin in einem Tag nur so durch dieses Buch gerauscht! Bernhard Aichner at it´s best! Die Geschichte ist wahnsinnig spannend! Rückwärts erzählt fliegt der Leser nur so durch Yokos bzw. Johns Leben. Und immer, wenn man glaubt, aha, so war das – nein. Es war doch anders!

Ein Lesevergnügen, welches leider viel zu kurz war! Ich war mittendrin, denn es läuft wie ein Film, nur halt irgendwie rückwärts. Total gut umgesetzt. Ich war ja vom ersten Teil schon sehr begeistert, aber John übertrifft es einfach noch mal!

Der Schreibstil ist typisch von Aichner. Kurze Sätze, keine wörtliche Rede und kurze Kapitel aus jeweils anderen Sichten erzählt. Und auch hier hinterlässt John wieder eine Blutspur. Doch anders als in anderen Geschichten, ist man ständig auf seiner Seite und will nicht, dass er gefasst wird! Und man will verdammt noch mal nicht, dass ihr noch einmal wehgetan wird! Mir fällt gerade auf, dass ich einmal in weiblicher und einmal in männlicher Person von Yoko/John spreche. Und genau das ist das hier, es ist völlig egal, ob John oder Yoko, es bleibt einer meiner Lieblingsprotagonisten!

Mein Fazit: Ein rasantes, actionreiches Drama, welches im Kopf des Lesers wie ein Film abläuft! Das ist genau mein Ding, ich fand es so wahnsinnig gut! Und ich bin fast traurig, dass es zuende ist! Unbedingte Leseempfehlung meinerseits!!! Ich würde auch zehn Sterne vergeben, wenn ich könnte!

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Leider ziemlich spannungsarm...

Die feindliche Zeugin
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Zum Buch: In London wird bei einer Schlägerei ein weißer Krankenpfleger von einem schwarzen Jugendlichen erstochen. Zeugen sind sich schnell einig, den jungen Emmett dabei beobachtet zu haben. Die schwarze ...

Zum Buch: In London wird bei einer Schlägerei ein weißer Krankenpfleger von einem schwarzen Jugendlichen erstochen. Zeugen sind sich schnell einig, den jungen Emmett dabei beobachtet zu haben. Die schwarze Anwältin Rosa glaubt an seine Unschuld, aber die Beweise sind wirklich erdrückend und eigentlich haben sie bei einem Prozess so gut wie gar keine Chance. Doch Rosa verbeißt sich derart in den Fall, dass sie dabei Sachen herausfindet, die den Ermordeten auch gar nicht in einem so guten Licht dastehen lassen…

Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich finde das Thema stark. Schlimm genug, dass wir uns in der heutigen Zeit immer noch mit Rassismus beschäftigen müssen. Leider fand ich die Geschichte dann sehr schleppend. Hier hat mir absolut die Spannung gefehlt. Rosa ist eine sympathische junge Anwältin, wobei man in Großbritannien zwischen Barrister und Solicitor unterscheiden muss. Das fand ich zum Beispiel auch nervig, dass man sich erst durch das englische Rechtssystem googeln muss, bevor man versteht, wie die Aufgabenverteilung dort stattfindet. Das hätte die Autorin leicht umgehen können, mir hat es wirklich die Spannung und die Neugier auf den Prozess genommen.

Auch die Charaktere wären gar nicht alle nötig gewesen, denn sie sind nicht alle wichtig für die Story. Einzig das Verhältnis zu ihrer Nana, also ihrer Großmutter, fand ich herzzerreißend und gut beschrieben. Auch, dass Rosas Mutter im Gefängnis sitzt, hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, es scheinen zu viele Klischees in die Geschichte gepackt zu sein.

Schade, ich hatte mich so gefreut, wurde aber ein wenig enttäuscht, da die Story wie ein Sachbuch vor sich hinplätschert. Die sogenannte „feindliche Zeugin“ kommt erst ziemlich zum Schluss vor, bis dahin muss man durchhalten.

Mein Fazit: Ich finde, die Autorin hätte hier mehr aus der Geschichte herausholen können. Mich hat es eher gelangweilt. Ich war zwar mit dem Ende zufrieden, aber bis dahin plätschert es so vor sich hin. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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