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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2022

Warum musste der Unternehmer sterben?

Feindesopfer
4

Zum Buch: Der Großindustrielle Eliel Zetterborg wird erstochen in seiner Wohnung aufgefunden. Während die Firma ihr Firmenjubiläum feiert, wurde gerade eines der Werke geschlossen. Hängt die Ermordung ...

Zum Buch: Der Großindustrielle Eliel Zetterborg wird erstochen in seiner Wohnung aufgefunden. Während die Firma ihr Firmenjubiläum feiert, wurde gerade eines der Werke geschlossen. Hängt die Ermordung mit der Schließung zusammen? Oder hat jemand ein privates Motiv?
Während Jessica Niemi sich beurlauben lassen hat, um sich ihren eigenen Dämonen zu stellen, bekommt ihr Kollege Jusuf Pepple die Leitung in diesem Mordfall. Aber plötzlich scheint über ihm alles zusammenzubrechen und er bekommt unerwartete Hilfe…

Meine Meinung: Hier handelt es sich um den dritten Teil um die Ermittlerin Jessica Niemi. Man kann die Handlung zwar auch so verstehen, da die einzelnen Fälle voneinander unabhängig sind. Jedoch empfehle ich jedem, hier die Reihenfolge einzuhalten. Denn es werden so viele Details aus Jessicas Vergangenheit eingestreut, sogar noch mehr als im zweiten Teil, dass man vielleicht sonst nicht mitkommt!

Die Story ist unheimlich genial geschrieben. Der Leser ist einmal in der aktuellen Ermittlungsphase dabei und wird dann durch Erzählungen von verschiedenen Leuten ins Jahr 1990 katapultiert. Schnell wird klar, dass es mit einem früheren Ereignis zusammenhängt.

Der Autor schmeißt den Leser hier von einer Vermutung in die nächste, um dann am Ende überrascht da zu sitzen, weil man es so nicht hat kommen sehen! Besonders toll fand ich das Ende, wo es eigentlich noch gar nicht zu Ende ist… Die Charaktere bekommen hier unheimlich viel Platz eingeräumt und ich war von einigen doch sehr überrascht, besonders auf der Ermittlerseite!

Der Schreibstil liest sich so locker weg, dass man nur so durch das Buch rauscht! Der Autor hat hier an Plot Twists nicht gespart und so ist die Spannung von Anfang bis Ende gegeben! Ich liebe diese Reihe und hoffe, es folgen noch ganz viele weitere Teile!

Mein Fazit: Auch für den dritten Band um Jessica Niemi kann ich nur meine absolute Empfehlung aussprechen! Aber nicht vergessen: es ist besser, die Bücher in richtiger Reihenfolge zu lesen!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 02.10.2022

Wenn dir die Technik zum Verhängnis wird...

Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
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Zum Buch: Es ist ein ganz normaler Morgen, als bei dem Speditionskaufmann Patrick Dostert die Welt über ihm zusammenbricht. An der Tür stehen zwei Polizisten und beschuldigen ihn, eine Frau misshandelt ...

Zum Buch: Es ist ein ganz normaler Morgen, als bei dem Speditionskaufmann Patrick Dostert die Welt über ihm zusammenbricht. An der Tür stehen zwei Polizisten und beschuldigen ihn, eine Frau misshandelt und entführt zu haben. Sein Alibi, ein Geschäftspartner, ist aber unauffindbar und die Freundin der Verschwundenen belastet ihn stark. Doch der schlimmste Teil kommt noch, denn Patrick ist unverkennbar auf einem Video zu sehen, das ihn schwer belastet.

Meine Meinung: Das Buch ist von vorne bis hinten mega-spannend! Ich musste es an zwei Tagen durchlesen und konnte es nicht mehr weglegen!
Die Story ist so erschreckend, weil sie so realistisch scheint und man sich als Leser fragt, wie schnell man selber in eine solch schlimme Situation geraten könnte. Technik fasziniert, schreckt aber auch ab, Fluch und Segen gleichzeitig!

Die Charaktere sind so gut beschrieben, man fühlt mit Patrick total mit. Denn durch die Videobeweise glaubt ihm plötzlich keiner mehr und er steht relativ alleine da. Aber auch die Polizisten sind gut dargestellt, immer selber im Zweifel und der Anwalt von Patrick, den er sich dann wohl oder übel nehmen muss, konnte mich auch total überzeugen!

Der Schreibstil ist toll, denn Arno Strobel gestaltet die Geschichte zwar aus Sicht von Patrick, der allerdings wieder in der dritten Person schreibt. Hat mir richtig gut gefallen!

Das Ende konnte ich so wirklich nicht sehen! Ich hatte meinen Verdacht, der sich so nicht bestätigt hat… hier bin ich wie von einer Dampfwalze überrollt worden!

Mein Fazit: Hier ist Arno Strobel wieder mal ein toller Psychothriller gelungen! Ich bin nur so durchgeflogen und kann das Buch auf jeden Fall empfehlen! Es liest sich wirklich so weg und lässt den Leser erstaunt zurück! Klasse!

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Veröffentlicht am 29.09.2022

Wie tief sitzt der Schmerz?

Schmerzmädchen (Thriller)
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Zum Buch: Kommissar David Richter wird zu einer weiblichen Leiche gerufen. Sie liegt friedlich, als ob sie schlafen würde, am Ufer des Neckars in Mannheim. Jedoch liegt die Todesursache auf der Hand, sie ...

Zum Buch: Kommissar David Richter wird zu einer weiblichen Leiche gerufen. Sie liegt friedlich, als ob sie schlafen würde, am Ufer des Neckars in Mannheim. Jedoch liegt die Todesursache auf der Hand, sie hat zwei Stichwunden am Kopf. David und sein Partner Leon fangen zusammen mit der Rechtsmedizinerin Dr. Nora Mors mit ihren Ermittlungen an. Doch die zweite Leiche folgt ziemlich auf dem Fuß und die Ermittler müssen hier von einem Serienmörder ausgehen. Doch wo liegen die Gemeinsamkeiten?

Meine Meinung: Das Buch ist von Beginn an sehr spannend! Die Auffindesituation der Leichen lässt auch den Leser ins Grübeln kommen. Die Vermutung geht recht schnell in die medizinisch, therapeutische Ecke, denn die Opfer waren alle irgendwie traumatisiert. Doch die Verbindungen bleiben bis zum Ende hin im Dunkeln. Der gute Schreibstil nimmt den Leser gleich mit und lässt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere fand ich ziemlich gut in diesem Stand-Alone-Thriller. Jeder hat so sein Päckchen zu tragen und das Verständnis untereinander fand ich sehr angenehm. Gerade Nora, denn sie ist hier definitiv eine Schlüsselfigur! Das Thema Trauma wird hier sehr sensibel verarbeitet.

Die Auflösung hat mich dann total überrascht, denn mit dieser Verbindung hatte ich nicht gerechnet. So muss das ja auch sein!

Mein Fazit: Mit diesem Thriller zeigt Gunnar Schwarz wieder einmal sein Können! Ich vergebe für diese spannende und grausige Geschichte gerne die volle Punktzahl! Leider ist das Buch schon wieder durchgelesen, davon hätte ich gerne mehr!

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Vom Jäger zum Gejagten...

Tödlicher Trip
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Zum Buch: Die FBI-Agentin Alessandra verfolgt den Serienmörder Peter Stone, der aus dem Gefängnis entkommen konnte. Er flüchtet in die Wälder Maines. Alessandra folgt ihm, ohne zu ahnen, dass Untote ihre ...

Zum Buch: Die FBI-Agentin Alessandra verfolgt den Serienmörder Peter Stone, der aus dem Gefängnis entkommen konnte. Er flüchtet in die Wälder Maines. Alessandra folgt ihm, ohne zu ahnen, dass Untote ihre Suche noch erschweren werden… Eine rasante und nicht ganz unblutige Verfolgungsjagd beginnt. Gut, dass Alessandra unerwartete Hilfe bekommt!

Meine Meinung: Ich bin nicht unbedingt so der Zombie-Fan und da passt es ganz gut, dass diese „nur“ die Rahmenhandlung bilden… Denn eigentlich ist das Buch eine Verfolgungsjagd, in der aus Fremden Freunde werden und aus vermeintlich „Guten“ doch die Bösen werden. Diese Mischung, gepaart mit der immerwährenden Gefahr durch die Zombies, macht das Buch unglaublich spannend!

Am besten hat mir hier die Charakterzeichnung gefallen, man schließt viele von ihnen sofort ins Herz! Alessandra ist unheimlich tough, aber auch sie hat ihre Grenzen und ich fand es nur menschlich, dass sie auch Angst hat vor Stone. Denn dieser Charakter ist an Hässlichkeit kaum zu überbieten! Er muss unbedingt gestoppt werden!

Natürlich geht es nicht unblutig zur Sache, das kann es bei diesen Umständen ja auch nicht! Aber ich sage ganz ehrlich: am Ende muss man schon tapfer sein! Denn hier müssen Leute ihr Leben lassen, die ich doch schon in mein Herz geschlossen habe - böser Autor! Nun gut, ich freue mich jetzt auf die Fortsetzung, die hier schon auf mich wartet!

Mein Fazit: Auch für Nicht-Zombie-Fans ein toller Thriller, der in den Wäldern von Maine spielt und eine spannende Verfolgung erzählt. Nur werden die Jäger hier schnell zu Gejagten und das lässt einen schon die Nägel kauen… Tolles Debüt für den Autor!

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Die ungeschönte Wahrheit einer Mormonensekte...

Brave Mädchen weinen nicht
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Zum Buch: Die 16-jährige Grace kann der Mormonensekte FLDS in ihrer Hochzeitsnacht mit dem doppelt so alten Michael aus einem Motel entfliehen. Sie trampt bis Las Vegas und lernt das „normale“ Leben außerhalb ...

Zum Buch: Die 16-jährige Grace kann der Mormonensekte FLDS in ihrer Hochzeitsnacht mit dem doppelt so alten Michael aus einem Motel entfliehen. Sie trampt bis Las Vegas und lernt das „normale“ Leben außerhalb der strengen Sektenregeln kennen und lieben.
Bis Michael sie findet und nach Hause bringt. Vorher zeigt er ihr aber ganz deutlich, wer das Sagen hat und was ihre kleine Rolle in Zukunft sein wird. Dass sie da schon schwanger ist, ahnt Michael nicht und sie kann es länger verheimlichen.
Hier handelt es sich um die Vorgeschichte zur Libby-Whitman-Reihe und erzählt die Geschichte von Grace und der jungen Libby!

Meine Meinung: Der Anfang ist so schön, und ich habe mir hier wirklich mal gewünscht, dass nicht das Wort „Thriller“ auf dem Cover steht! Aber leider kommt das böse Erwachen sehr schnell für die junge Grace. Sie will sich nicht mit dem strengen Sektenleben abfinden und nach der schlimmen Hochzeitsnacht mit Michael bietet sich ihr die Gelegenheit zur Flucht. Sie hat wirklich Glück, dort in der Freiheit nur auf gute Menschen zu treffen, bis Michael sie findet und wieder zurückbringt. Und ab da fängt das Martyrium für Grace an.

Dem Leser wird hier einiges zugemutet! Die strengen Regeln der Sekte scheinen für uns völlig unsinnig zu sein, aber so ist das halt mit dem religiösen Fanatismus. Hier werden gegen viele Gesetze verstoßen, aber wenn es niemand anzeigt, kann die Polizei auch wenig machen.

Wir begleiten Libby hier auf ihrem jungen Weg und man kann am Ende so vieles besser verstehen, wenn man dann die Reihe liest, als Libby dann erwachsen ist!

Mein Fazit: Diese Vorgeschichte hat mir sehr gut gefallen, denn es zeigt noch einmal sehr deutlich, wie es in solchen Sekten zugeht und dass die Frau dort eigentlich so gut wie gar keinen Stellenwert hat, außer sie nützt gerade als „Gebärmaschine“.
Die Autorin hat hier gut recherchiert und das merkt man auch beim Lesen! Also, ich kann den Teil nur empfehlen und wer Libby Whitman noch nicht kennt, kann dann direkt danach weiterlesen!

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