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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2022

Eine App, die tödlich sein kann...

Die Karte
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Zum Buch: In Hamburg verbreitet ein Serienmörder Angst und Schrecken. Gleich mehrere Joggerinnen werden kurz nacheinander von ihm stranguliert. Sind sie Zufallsopfer oder sucht sich der Täter die Frauen ...

Zum Buch: In Hamburg verbreitet ein Serienmörder Angst und Schrecken. Gleich mehrere Joggerinnen werden kurz nacheinander von ihm stranguliert. Sind sie Zufallsopfer oder sucht sich der Täter die Frauen gezielt aus? Und wenn ja, woher weiß er, wann die Frauen wo laufen gehen? Der Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald gehen der Sache nach, aber der Täter ist immer einen Schritt voraus…

Meine Meinung: Das Buch ist zwar ein weiterer Teil mit dem Ermittlerteam Kern und Oswald, kann aber von den anderen Büchern getrennt gelesen werden. Man versteht die Charaktere auch so ganz gut.

Das Buch beginnt gleich mit dem ersten Mord, allerdings aus Tätersicht beschrieben und es ist keine von den Joggerinnen. Von wem hier im Prolog die Rede ist, versteht man erst am Ende des Buches. Was mir richtig gut gefallen hat, dass hier verschiedene Handlungsstränge ineinander verwoben werden, die die Kommissare und auch der Leser einfach nicht zusammenbekommen! Der Leser tappt genau wie die Polizei völlig im Dunkeln, hat mehrere Vermutungen, die sich dann doch als falsch herausstellen…

Erst am Ende werden wir alle überrascht, denn darauf wäre ich niemals gekommen! Und wie wir es von einem guten Thriller gewohnt sind, sterben bis dahin erst einmal ein paar Frauen. Es scheint also um eine Lauf-App zu gehen, das findet die Polizei schnell heraus und kann doch nichts damit anfangen… Denn der Täter weiß genau, was er tut!

Der Schreibstil liest sich flüssig, auch die Kapitellängen sind genau richtig. Die Charaktere der Kommissare sind in Ordnung, aber mir ist immer noch niemand besonders ans Herz gewachsen. Aber das muss ja auch nicht immer sein…

Mein Fazit: Auch dieser neue Thriller von Andreas Winkelmann hat mich sehr gut unterhalten und ich würde das Buch uneingeschränkt empfehlen! Ich weiß nicht, ob es so eine App wirklich gibt, aber man sollte gut aufpassen, was man wo öffentlich postet!

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Veröffentlicht am 18.04.2022

Bis zum bitteren Ende...

Ich vergesse nie
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Zum Buch: Die junge Kommissarin Becca versucht, ihren Alltag mit Kind und Job unter einen Hut zu bekommen, als sie die Chance ihres Lebens wittert. Ein Serienmörder geht um in London und sie war am ersten ...

Zum Buch: Die junge Kommissarin Becca versucht, ihren Alltag mit Kind und Job unter einen Hut zu bekommen, als sie die Chance ihres Lebens wittert. Ein Serienmörder geht um in London und sie war am ersten Tatort, einer Metrostation, live dabei! So schafft sie es, ins Ermittlerteam aufzusteigen. Ihr zur Seite wird der Super-Recognizer Joe gestellt. Er gehört zu den Menschen, die Gesichter anders als andere Menschen scannen und sich besonders einprägen können. Nach kleinen Startschwierigkeiten sind die beiden ein gutes Team, aber der Mörder geht unheimlich schnell vor und die Polizei ist immer einen Schritt zu spät. Bis es dann richtig persönlich wird…

Meine Meinung: Es geht hier gleich rasant los mit zwei Doppelmorden, die so schnell aufeinander folgen, dass man kaum mitkommt. Was verfolgt der Täter für einen Plan, hat er überhaupt einen?

Auch hier schafft John Marrs es meiner Meinung nach wieder, die Charaktere zum Leben zu erwecken! Becca versucht den Spagat als alleinerziehende Mutter und kann sich glücklich schätzen, dass ihre Mutter bei ihr wohnt und ihr hilft. Dennoch ist es nie genug, was sie für ihre Tochter tut, bei dem Job ja auch kein Wunder. Diese innere Zerrissenheit merkt man ihr an und spiegelt sich in ihrer Wut wieder, die immer wieder auftaucht.

Joe ist ein ganz toller Charakter. Auch er hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten vor sehr langer Zeit, der ihn aber bis heute nicht loslässt und ihn fast zerstört. Der Täter ist aber hier der herausragende Charakter! Ganze Kapitel sind aus seiner Sicht geschrieben und er teilt dem Leser viel mit, ohne zu viel zu verraten, großes Kino! Sein Untergang ist schleichend und der Leser merkt, dass er nah am Rande des Wahnsinns steht.

Die ganze Erklärung gibt es dann aber wirklich erst zum Ende hin und dann klären sich auch noch so manch andere Rätsel auf. Das hat das Buch für mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend gemacht!

Mein Fazit: Wieder ein Buch von John Marrs, welches mir toll gefallen hat! Ich finde einfach seinen Schreibstil richtig gut! Er schafft es immer wieder, dem Leser die Lösung so lange vorzuenthalten, bis er am Ende von selber darauf kommt! Von mir gibt es wieder eine ganz klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Draußen lebt es sich gefährlich...

Draussen
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Zum Buch: Die Jugendlichen Cayenne und Joshua wachsen nicht in normalen Verhältnissen auf, denn sie leben mit dem hartgesottenen ehemaligen Militär Stephan im Wald. Sie müssen sich verstecken, denn es ...

Zum Buch: Die Jugendlichen Cayenne und Joshua wachsen nicht in normalen Verhältnissen auf, denn sie leben mit dem hartgesottenen ehemaligen Militär Stephan im Wald. Sie müssen sich verstecken, denn es gibt jemanden, der ihnen nach dem Leben trachtet und dieser Jemand sitzt inmitten der Regierung. Doch man kommt ihnen auf die Spur und statt weiter zu fliehen, stellen sie sich ihrem Feind…

Meine Meinung: Bei diesem Buch fällt es mir nicht leicht, eine Rezension zu schreiben, die den Inhalt des Buches in kurzer Form wiedergibt, ohne zu viel zu verraten. Denn es sind verschiedene Erzählstränge, die hinten zusammenlaufen. Wer ist Stephan, der ja nicht der leibliche Vater der Kinder ist und was hat er für eine Intention, sich um sie zu kümmern?

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, denn ich mag es durchaus, wenn verschiedene Handlungen, die scheinbar gar nichts gemein haben, am Ende zusammenfließen. Auch die Kapitel, in denen ein Fremdenlegionär eine Art Tagebuch führt, haben mir gefallen. So erfährt der Leser Stück für Stück, um welche Personen es sich handelt.

Was mir aber eindeutig fehlte, war die Spannung… Dieses Buch ist als Thriller herausgegeben worden, aber es ist leider wenig Thrill vorhanden. Erst gegen Ende, wenn es zum Showdown kommt, wird es ein wenig spannend. Auch habe ich mich bei manchen Handlungen gefragt, ob die unbedingt ins Buch gemusst hätten. Die Prepperszene ist zwar durchaus realistisch, hätte aber nicht zwingend hier in die Geschichte eingebaut werden müssen.

Mein Fazit: Eine nette Lektüre für mal zwischendurch, aber empfehlen würde ich es jetzt nicht unbedingt, da mir wirklich die Spannung gefehlt hat. Aber drei Sterne vergebe ich dennoch, für den guten Aufbau und den Schreibstil!

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Veröffentlicht am 07.04.2022

Gänsehaut ist hier garantiert!

Der chinesische Zwilling
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Zum Buch: Eva und ihr Mann Steen haben einen harten Schicksalsschlag erlitten, denn Evas Kind starb noch vor der Geburt im Mutterleib und seitdem leidet Steen unter einer seltsamen Lähmung. Eva vertraut ...

Zum Buch: Eva und ihr Mann Steen haben einen harten Schicksalsschlag erlitten, denn Evas Kind starb noch vor der Geburt im Mutterleib und seitdem leidet Steen unter einer seltsamen Lähmung. Eva vertraut dem Krankenhaus seit ihrer Totgeburt nicht mehr und pflegt ihren Mann mithilfe ihrer Schwester, der Tierärztin Klara, selber zuhause. Doch dann geschehen wirklich unheimliche Dinge in der dänischen Kleinstadt und Eva stößt bei ihren Recherchen auf Unglaubliches…

Meine Meinung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde vom Saga/Steinbach-Verlag zur Verfügung gestellt. Es wurde als Skandinavien-Krimi angepriesen, doch außer, dass die Geschichte in Dänemark spielt, hat sie damit nicht viel gemein. Das macht aber nichts, wenn man nicht auf dem Genre herumreitet! Denn was der Leser hier bekommt, ist eine absolut spannende, gruselige und mystische Geschichte, die einen schnell im Griff hat und nicht mehr loslässt!

Die Stimmung ist von Anfang an ziemlich düster, was einen bei dem Plot ja auch nicht verwundert. Eva kämpft sich durch, obwohl sie selbst noch stark an der Totgeburt zu knacken hat. Aber ich habe das ganze Buch über ihre Entschlossenheit und ihren Mut bewundert! Auch, wenn sie selber manchmal ziemlich skurril rüberkommt! Ihr Mann Steen ist asiatischer Herkunft und wir erfahren im zweiten Erzählstrang von seiner frühen Kindheit. Für diese Erzählung muss man wirklich stark sein!

Zum Schluss hin verdichtet sich die Atmosphäre nochmals und endlich wird der Leser mit der kompletten Auflösung belohnt! Wobei das Ende wirklich krass morbide ist…

Mein Fazit: Also, ihr merkt schon: dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Leser, denn der Plot ist schon echt gruselig und grausam. Aber wen das nicht stört, sondern fasziniert, wird sich in diese Geschichte verlieben! Durch den flüssigen Schreibstil bin ich nur so durch das Buch geflogen und ich werde diese Autorin auf jeden Fall im Auge behalten!

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Das Böse ist manchmal gar nicht so weit entfernt...

Still Missing – Kein Entkommen
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Zum Buch: Die Maklerin Annie O´Sullivan hat Schlimmes durchgemacht, sie wurde bei einer Open-House-Besichtigung von einem angeblichen Kunden entführt und etwa ein Jahr lang gefangen gehalten. Was sie dort ...

Zum Buch: Die Maklerin Annie O´Sullivan hat Schlimmes durchgemacht, sie wurde bei einer Open-House-Besichtigung von einem angeblichen Kunden entführt und etwa ein Jahr lang gefangen gehalten. Was sie dort in dieser einsamen Hütte durchlebt hat, war ein einziger Albtraum. Doch sie konnte fliehen.

Aber ihr Leben ist nicht wieder so wie vorher, sie kann niemanden so richtig an sich heranlassen und natürlich misstraut sie jedem. Der einzige Mensch, dem sie sich anvertraut, ist ihre Therapeutin. Und so erfährt der Leser auch die ganze Geschichte…

Meine Meinung: Der Erzählstil hat mir hier sehr gut gefallen. Annie erzählt ihrer Therapeutin, was sie in diesem einen Jahr der Hölle dort mitgemacht hat, was ihr Entführer ihr angetan hat und was danach alles passiert ist. Denn eine Frage bleibt unbeantwortet und ist für Annies Weiterleben doch so wichtig: Warum? Dieser großen Frage versucht sie auf den Grund zu gehen. Hilfe bekommt sie von Sergeant Gary Kincade. Der setzt alles daran, herauszufinden, wer der Entführer war und ob er allein gehandelt hat.

Annies Verhalten, dass sie zum Beispiel manchmal im Schrank schläft vor lauter Angst, ist absolut nachvollziehbar. Der Leser fühlt sehr mit ihr mit. Auch wenn einem manche Dinge sehr suspekt erscheinen, kann man es doch verstehen. Annies Familien- und Freundeskreis weiß nicht so richtig mit ihr umzugehen, das ist alles sehr verkrampft. Alles nachvollziehbar.

Doch was sich dann an Bösem zum Ende hin abzeichnet, hat mich als Leser mal so richtig schockiert! Das kann ich natürlich nicht verraten, nur, dass die Reise dorthin sehr, sehr spannend ist!

Mein Fazit: Das Buch wurde mir empfohlen und ich bin sehr dankbar dafür! Annies Gefühlswelt wird hier von der Autorin so richtig gut dargestellt und die Geschichte ist sehr spannend! Es muss nicht immer ein Serienmörder sein, um mich so gut zu unterhalten! Klare Empfehlung hierfür gibt es auch von mir!

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