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Veröffentlicht am 02.04.2022

Sollte der Mensch in der Genetik herumpfuschen?

Wunschkynd
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Zum Buch: Die Ehe von Paula und ihrem Mann Sören dümpelt eigentlich nur noch so dahin. Die 18jährige Tochter ist fast gar nicht mehr zuhause und Paula sucht nach einem Sinn in ihrem Leben. Ob es die Babyparty ...

Zum Buch: Die Ehe von Paula und ihrem Mann Sören dümpelt eigentlich nur noch so dahin. Die 18jährige Tochter ist fast gar nicht mehr zuhause und Paula sucht nach einem Sinn in ihrem Leben. Ob es die Babyparty der Kollegin war oder etwas Anderes – auf jeden Fall reift in ihr der Wunsch nach noch einem Baby. Sören hat sie immer wieder vertröstet, aber ihre Uhr tickt. Doch sie hat ein Problem: ihre Migräne wird gentechnisch auf jeden Fall an das Ungeborene weitergegeben und diese Hölle möchte sie ihrem Kind nicht zumuten. Da ist es doch praktisch, dass sie als Genetik Ingenieurin die Möglichkeit hätte, die DNA des Kindes zu verändern. Doch diesen Plan kann sie definitiv nicht alleine ausführen. Ihr Nachbar Robert könnte helfen, aber der verfolgt seine ganz eigenen Ziele…

Meine Meinung: Der Autorin ist hier auf alle Fälle ein Buch mit einem sehr interessanten Thema gelungen! Obwohl ich nicht viel von Gentechnik verstehe, hat sie es geschafft, dass ich vieles trotzdem verstanden habe und mir meine eigene Meinung bilden konnte.
Paula hat mich sehr genervt als Charakter. Ihr Kinderwunsch ist vielleicht nachvollziehbar, aber dann zu solch drastischen Mitteln zu greifen, wie Paula es vorhat, ist schon eine Hausnummer. Ich kann nicht so viel verraten, denn sonst würde ich spoilern und den Spaß an diesem Buch nehmen.

Interessant fand ich hier die Beziehungen der Protagonisten! Obwohl mir wirklich keiner der darin vorkommenden Charaktere sympathisch war, findet sich so etwas wohl sehr oft in der Realität wieder…. Hier kommt wirklich alles zusammen: Narzissmus und Selbstliebe, Unterwürfigkeit, Gleichgültigkeit und die Fähigkeit, sich etwas schönzureden, das nicht wirklich gut ist… Der Leser wird hier Liebe vermissen und echte Gefühle. Aber gerade diese Mischung aus den Charakteren hat dieses Buch wirklich sehr spannend gemacht!

Es wird immer in der Ich-Form aus der Sicht der einzelnen Protagonisten erzählt und man muss in jedem Kapitel erst einmal wieder die Perspektive wechseln. Aber daran gewöhnt man sich schnell und dann ist man wirklich gefangen in der Geschichte und will schnell wissen, wie das ausgeht!

Mein Fazit: Ich fand das Buch sehr spannend, was sicherlich auch am Thema liegt, das war mal etwas völlig Anderes! Mich hat es zum Nachdenken angeregt und zur Diskussion mit meinem Umfeld. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, so dass ich quasi durch das Buch geflogen bin! Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl und ich würde mich sehr freuen, wieder etwas von der Autorin zu lesen!

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Ein Blick in menschliche Abgründe...

Monströs
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Zum Buch: Eddie Kaltenbach wollte nie wieder zurück in das Milieu zu seinem Bruder Udo, denn da gibt es nur den Tod… Mithilfe seines Therapeuten und seiner Frau Sarah hat er sich wieder zurück an die Oberfläche ...

Zum Buch: Eddie Kaltenbach wollte nie wieder zurück in das Milieu zu seinem Bruder Udo, denn da gibt es nur den Tod… Mithilfe seines Therapeuten und seiner Frau Sarah hat er sich wieder zurück an die Oberfläche gekämpft und da kommt ein Anruf seines Bruders, der ihn um Hilfe bittet, es gehe um Leben und Tod. Eddie überwindet seine anfänglichen Zweifel und fährt los und tritt damit eine Lawine los, die blutige Schlieren hinter sich herzieht…

Zeitgleich nimmt der ehemalige Strafverteidiger Martin Waller einen Restaurierungsjob in einem Schweizer Hotel an. Es liegt weit abgeschieden oben auf dem Berg, nur mit einer Bergbahn zu erreichen. Während des Abendessens liegt plötzlich ein Halberfrorener vor dem Hotel. Er ist Martin nicht unbekannt, es ist Eddie Kaltenbach, deren Wege er als Anwalt einmal gekreuzt hat. Abends erhält er eine E-Mail seiner Frau – diese hat sich jedoch vor drei Jahren das Leben genommen. Wer spielt da so ein böses Spiel mit ihm?

Meine Meinung: Es wirkt vielleicht auf den ersten Blick etwas verwirrend, aber dem Leser entblättert sich die Geschichte Stück für Stück… Dem Autor ist es gelungen, ein spannendes Puzzlespiel zu entwickeln. Es gibt einige Charaktere im Hotel, die aber auch ein wenig dezimiert werden… es ist halt ein Thriller!

Durch die guten Beschreibungen kommt man als Leser aber immer mit und ich konnte mir die Kulisse dort oben in den Bergen richtig gut vorstellen! Natürlich ist das Hotel in dieser einen Nacht von der Außenwelt abgeschnitten, sonst wäre es ja nicht so spannend! Auch, wenn dieser Plot in manchen Teilen nicht ganz neu ist, ist es doch sehr interessant, diese von Chris Karlden sehr ausgeklügelte Geschichte zu entblättern!

Gerade der Charakter von Eddie hat es wirklich in sich…
Martin schwankt zwischen Schwäche und Stärke, zwischen Aufgeben und Weitermachen, zwischen Leben und Tod. Ich fand es richtig gut, dass er sich am Ende für das Leben entschieden hat! Aber wie die Geschichte in diesen Teilen zusammengehört, das müsst ihr schon selbst herausfinden!

Mein Fazit: Ich fand das Buch richtig spannend und freue mich auf weitere Bücher von Chris Karlden! Durch seine bildhafte Sprache gelingt es ihm, seine Leser regelrecht mit auf die Reise zu nehmen! Ich kann dieses Psychospielchen nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Die ewige Jagd nach Unsterblichkeit und Schönheit...

Die Rezeptur: Thriller
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Zum Buch: Zons im Jahre 1503: Bastian Mühlenberg von der Stadtwache wird zu einem Mordfall ins Kloster der Franziskaner gerufen. Bruder Nicolas liegt tot in seinem Kräutergarten. Kurze Zeit später stirbt ...

Zum Buch: Zons im Jahre 1503: Bastian Mühlenberg von der Stadtwache wird zu einem Mordfall ins Kloster der Franziskaner gerufen. Bruder Nicolas liegt tot in seinem Kräutergarten. Kurze Zeit später stirbt ein weiterer Mönch. Zusammen mit dem Arzt Josef Hesemann findet Bastian heraus, dass die Mönche vergiftet wurden. Wahrscheinlich, weil sie geheime Teile einer lebensverlängernden Rezeptur besaßen. Bastian tappt im Dunkeln und schon gibt es einen weiteren Todesfall, die Zeit rennt…

Zons in der Gegenwart: Die 16-jährige Mara Kalkweiler findet ihren Vater nach der Schule leblos in der Badewanne. Er liegt in einer dunklen, übelriechenden Brühe. Auf dem Spiegel finden die Ermittler Oliver Bergmann und sein Kollege Klaus eine Inschrift auf Latein, die „ewiges Leben“ bedeutet. Wurde der Familienvater Dr. Kalkweiler, der teilhabender Arzt einer renommierten Schönheitsklinik war, umgebracht? Und wenn ja, warum und weshalb? Als die Ermittler ihre Untersuchungen in der Klinik aufnehmen, in der sich nicht alle immer einig waren, finden sie eine weitere Leiche genauso auf wie Dr. Kalkweiler. Wie hängen die Fälle zusammen?

Meine Meinung: Auch der 12. Teil der Zons-Reihe konnte mich wieder total begeistern! Einerseits war ich sehr erfreut, mich wieder im mittelalterlichen Zons zu befinden, was die Autorin so liebevoll beschreibt, dass man sich schon fast heimisch fühlt! Und andererseits waren die Ermittlungen im Kreise der Schönheitsklinik sehr spannend!

Wie immer gelingt es Catherine Shepherd, den Leser an der Nase herumzuführen und immer wieder falsche Spuren zu legen! Bis zum Schluss war hier nicht klar, wer für die Morde verantwortlich ist und was der Beweggrund war!

Auch wenn alle Teile der Reihe unabhängig voneinander gelesen werden können, weil die Fälle in sich immer abgeschlossen sind, macht es doch Spaß, die Ermittler zu verfolgen! Denn Bastian Mühlenberg und Anna, eine Freundin von Emily, Olivers Lebensgefährtin, verbindet irgendetwas, was sich niemand erklären kann…

Mein Fazit: Catherine Shepherd ist wieder ein absoluter Pageturner gelungen! Sie hat es wieder geschafft, so viele Cliffhanger einzubauen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte! Ich bin und bleibe ein Fan der Reihe und kann sie auf jeden Fall jedem Thriller-Freund ans Herz legen! Die Verbindung zwischen Mittelalter und Gegenwart ist auf jeden Fall immer sehr spannend!

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Veröffentlicht am 25.03.2022

Was hat es mit der Fuchsmaske auf sich?

Fuchsmädchen
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Zum Buch: Auf einer kleinen schwedischen Insel verübt die junge Mia in einem Kalksteinbruch Selbstmord. Kurz darauf wird eine übel zugerichtete Frauenleiche gefunden. Ihr Mann scheint verschwunden zu sein, ...

Zum Buch: Auf einer kleinen schwedischen Insel verübt die junge Mia in einem Kalksteinbruch Selbstmord. Kurz darauf wird eine übel zugerichtete Frauenleiche gefunden. Ihr Mann scheint verschwunden zu sein, ist er der Tatverdächtige? Wer sonst hätte ein Interesse daran, einer alten Frau so übel mitzuspielen?
Und gibt es einen Zusammenhang mit der jungen Mia? Denn diese hatte bei ihrem Selbstmord eine Fuchsmaske auf und dieselbe wird auf einem Foto in dem Haus der Ermordeten gefunden… Die Ermittlerinnen Sanna Berling und die neu dazugekommene Eir Pedersen haben keine Zeit, sich richtig kennenzulernen, denn da gibt es schon die nächste Tote…

Meine Meinung: Auf dieses Thriller Debüt habe ich mich richtig gefreut, denn der Plot mit der Maske ist ja doch außergewöhnlich! Aber ich brauchte ein wenig, um in das Buch hineinzukommen, das muss ich ehrlich gestehen. Obwohl schon gleich zu Beginn viel passiert, fand ich die Handlung am Anfang etwas verwirrend. Aber nach und nach bin ich in der Geschichte angekommen und habe auch versucht, dem Täter hier auf die Spur zu kommen. Es gibt einige Verdächtige und Verwirrungen seitens der Autorin, so dass ich bis zum Ende nicht darauf gekommen bin!

Der Schreibstil gefällt mir aber so ganz gut, vielleicht hätte man die Kapitel ein wenig kürzen können. Aber vielleicht ist das auch nur meine Vorliebe… Die Insel konnte ich mir in ihrer ganzen Schönheit, aber auch Einsamkeit mit ihren Einwohnern sehr gut vorstellen! Das erklärt vielleicht auch, dass die Ermittlerinnen ziemlich schräg sind. Beide haben es persönlich nicht ganz einfach. Ich denke, in einem anderen Rahmen wäre das so nicht machbar. Ich fand die Charaktere gut beschrieben, aber das Private nicht zu überbordend.

Gegen Ende nimmt die Geschichte nochmal so richtig Fahrt auf, was mich mit dem schleppenden Anfang wieder versöhnt hat! Wie gesagt, für mich war das Ende so nicht vorhersehbar und ich war wirklich überrascht!

Mein Fazit: Ein gelungenes Thriller Debüt der Autorin, die ich gerne weiterverfolge! Alleine das Ermittlerteam mit seinen persönlichen Päckchen sind es wert, dass dieses Buch gelesen werden sollte! Ich wurde gut unterhalten und vergebe gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 24.03.2022

Lügen, Verzweiflung und Sehnsucht - genialer Plot!

Ausweglos
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Zum Buch: Der Ringfinger-Mörder, der vor einigen Jahren Hamburg in Atem gehalten hat, scheint wieder zurück zu sein. Es gibt wieder eine Frauenleiche, die genau die gleichen Verletzungen aufweist, wie ...

Zum Buch: Der Ringfinger-Mörder, der vor einigen Jahren Hamburg in Atem gehalten hat, scheint wieder zurück zu sein. Es gibt wieder eine Frauenleiche, die genau die gleichen Verletzungen aufweist, wie sie der Ringfinger-Mörder immer verübt hat.
Dieser Fall hat den Kommissar Elias Blom damals den Job bei der Mordkommission gekostet, sein ehemaliger Kollege ist dem Alkohol verfallen und nicht mehr im Dienst. Elias muss unbedingt wieder in die Ermittlungen zurück, denn die Geister seiner Vergangenheit lassen ihn nicht los. Aber einfach wird der Trip nicht…

Meine Meinung: Besonders auffällig ist hier der Schreibstil des Autors. Er schreibt in kurzen Kapiteln immer aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten. Das hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. So lernt man die Charaktere sehr schnell sehr gut kennen, denn auch in deren Gefühlsleben zieht der Autor den Leser direkt mit hinein! Und das sind ganz schön verletzte Seelen, das muss ich sagen!

Die Hauptpersonen außer Elias und dem Team aus der Mordkommission sind Noah und Linda. Ein Ehepaar, bei dem nichts so zu sein scheint, wie sie es vorgeben… und das ist wohl auch der Clou an der ganzen Geschichte! Und so hangelt sich der Leser von Lüge über Ausflüchte zur nächsten Lüge… ein wirklich genialer Plot! Was ich besonders gut finde, dass die eigene Sympathie immer hin- und herschwankt… für so etwas bin ich ja immer zu haben! Man muss bereit sein, die vorige Meinung noch einmal zu überdenken!
In der Mitte gibt es einige Längen, die mich ein wenig gestört haben, darum gibt es von mir nur 4 Sterne. Aber wenn man da durch ist, wird man wieder belohnt mit einer sehr spannenden und unerwarteten Auflösung!

Mein Fazit: Der Thriller von Henri Faber hat mir wirklich sehr gut gefallen, auch wenn es einige Längen gab! Aber der Schreibstil und der Plot haben mich auf jeden Fall entschädigt! Von mir gibt es eine klare Empfehlung und ich freue mich bereits auf sein nächstes Werk!

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