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Veröffentlicht am 22.12.2018

Liebe dank Vertrag

Duke of Manhattan
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Ryder Westbury trifft in einer Bar auf die attraktive Scarlett King und sie verbringen eine heiße Nacht miteinander. Für beide ist eigentlich klar, dass es nur bei dieser einen Nacht bleiben sollte, aber ...

Ryder Westbury trifft in einer Bar auf die attraktive Scarlett King und sie verbringen eine heiße Nacht miteinander. Für beide ist eigentlich klar, dass es nur bei dieser einen Nacht bleiben sollte, aber tatsächlich treffen sie sich am nächsten Tag bei einem geschäftlichen Meeting wieder. Ryder, ein britischer Adliger, braucht eine Ehefrau, um das Erbe seines Großvaters antreten zu können. Scarlett wiederum braucht Investitionen, um ihre kleine Firma zu retten, die sie mit einer Freundin führt. Nach einigem Zögern - immerhin wurde sie erst kürzlich von ihrer vermeintlich großen Liebe geschieden - akzeptiert Scarlett Ryders Bedingungen und sie heiraten in England auf dem Landsitz seiner Familie. Doch natürlich hält sich Liebe nicht an Verträge und es kommt, wie es kommen muss.

Wieder legt Louise Bay einen leicht und flüssig zu lesenden Roman vor, der beste und oft humorvolle Unterhaltung bietet. Nach dem schwachen ersten Buch und dem deutlich tiefgründigeren zweiten, hat sie hier zwei besonders sympathische Protagonisten erschaffen, denen man nicht widerstehen kann. Ryder, der sich nur sehr widerwillig verheiratet, da er sich eigentlich für den Rest seines Lebens als Womanizer sah und Scarlett, die aufgrund ihrer ersten Ehe ein gebranntes Kind ist, sind einfach ein bezauberndes Paar. Sie werden nicht nur zu Geliebten sondern auch zu Freunden und Partnern in vielen Lebenslagen. Von dem atemberaubendem Sex mal ganz abgesehen, der erstmal die Basis ihrer Vereinbarung ist. Die erotischen Szenen sind geschmackvoll, aber heiß und häufig.

Der Plot dieses Buches gewinnt keinen Preis für die Erfindung des Jahres, dafür gibt es Geschichten dieser Art einfach zu viele. Im Gegensatz zu vielen anderen kommt sie aber ohne großes Drama und Tragödien aus und das passt ganz wunderbar zu den Hauptdarstellern. Da müssen nicht künstlich Schwierigkeiten kreiert werden, wo keine sind. Dieses Buch beinhaltet eher die Unsicherheiten von Menschen, die aus schlechten Erfahrungen herrühren. Das Fazit daraus, das man manchmal einfach ein wenig Mut braucht, um das Glück nicht zu verpassen, ist einfach, aber nachdrücklich.

Hin und wieder trifft man auf die Protagonisten der Vorgängerbände und der Epilog legt nahe, dass es sich um den letzten Band der Manhattan-Reihe handelt. Schade, denn nach dem holprigen Start hat Louise Bay Potential entwickelt, dem ich gerne weiter folgen würde.

Herzlichen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar. Hätte ich das Buch selbst gekauft, wäre ich genauso begeistert gewesen.

Veröffentlicht am 05.12.2018

Solide, aber nicht außergewöhnlich

One More Chance
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Aubrey Bloom zieht berufsbedingt von Chicago nach Kalifornien. Mit dem Auto ist sie auf dem langen Weg dorthin, als sie bei einer Rast auf Chance Bateman trifft, einen Biker aus Australien. Chance ist ...

Aubrey Bloom zieht berufsbedingt von Chicago nach Kalifornien. Mit dem Auto ist sie auf dem langen Weg dorthin, als sie bei einer Rast auf Chance Bateman trifft, einen Biker aus Australien. Chance ist frech und aufdringlich und bittet sie, ihn mitzunehmen, da sein Motorrad eine Panne hat. Obwohl sie ihn zwar attraktiv aber nicht wirklich sympathisch findet, nimmt sie ihn mit und beide verbringen eine Woche miteinander. Sie kommen sich zuerst menschlich näher, dann auch körperlich. Doch nach einer heißen Nacht ist Chance am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Und Aubreys Herz ist gebrochen. Nach zwei langen Jahren steht Chance plötzlich wieder vor ihr und will sie zurück. Doch inzwischen ist sie in einer Beziehung mit einem anderen Mann. Und Chance muss wirklich kämpfen, um sie zurückzugewinnen.

Das Buch ist in zwei Hälften geteilt. Zunächst wird die Story aus Aubreys Sicht erzählt, danach aus Chances. Und diese Vorgehensweise ist gut gewählt und verleiht dem Ganzen den richtigen Blickwinkel. Wie sich Aubrey langsam auf ihrer gemeinsamen Reise verliebt, ist ebenso eindringlich wie anschließend Chances Kampf und Werben um ihre Liebe.

Obwohl Chance anfangs wie ein dreister und distanzloser Idiot rüberkommt und mir nicht wirklich sympathisch war, entwickelt er sich im Verlauf und die Gründe für sein Verschwinden sind plausibel. Andersherum verlor ich meine Sympathie für Aubrey in der zweiten Hälfte, da sie ihn wirklich lange hinhält und wenig von der anfänglich toughen Frau übrig war.

Die Autorinnen Keeland und Ward haben hier ein solides Buch abgeliefert. Kein Meilenstein der Romanzen, aber gute Arbeit. Ein wenig Humor, ein wenig Sex, ein wenig Tiefgang. Und das ist mein Problem. Ein wenig von allem ist eben nicht genug, um wirklich zu begeistern. Ich habe von beiden bereits Romane gelesen. Ward hat von der Kooperation schriftstellerisch sicher profitiert und sich entwickelt. Keeland hingegen schreibt alleine deutlich besser. Trotzdem werde ich dem nächsten Buch der Reihe auf jeden Fall eine - Achtung Wortspiel - Chance geben.

Wer auch immer von beiden sich die Idee mit dem kleinen Ziegenbock hat einfallen lassen - das war ein netter Twist und bringt mehrmals zum Schmunzeln und rührt stellenweise.

Herzlichen Dank an den LYX Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar. Es hat meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 03.12.2018

Diese Fortsetzung ist noch besser als der erste Teil der VIP-Reihe

Idol - Gib mir dein Herz
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Gabriel Scott, Manager der berühmtesten Rockband der Welt - Kill John, trifft in der ersten Klasse eines Flugzeuges nach London auf Sophie Darling. Sie ist zu einem Vorstellungsgespräch dorthin unterwegs ...

Gabriel Scott, Manager der berühmtesten Rockband der Welt - Kill John, trifft in der ersten Klasse eines Flugzeuges nach London auf Sophie Darling. Sie ist zu einem Vorstellungsgespräch dorthin unterwegs und freut sich sehr, dass sie unerwartet ein Upgrade bekommen hat, statt diesen langen Flug in der Economy verbringen zu müssen. Eigentlich hatte Gabriel beide Plätze gebucht, um mit niemandem reden zu müssen und um seine panische Flugangst verbergen zu können. Gabriel ist ein griesgrämiger, arroganter Typ, der seine Mitmenschen auf Abstand hält. Sophie hingegen ist eine lebenslustige junge Frau, die unentwegt plaudert und sich völlig distanzlos verhält. Und erreicht damit, dass er sich ihr schon auf diesem Flug mehr öffnet als anderen Menschen zuvor. Und dann stellt sich heraus, dass Sophie den Job als Social-Media-Beraterin bei Kill John bekommen soll…

Kristen Callihan hat sich mit diesem 2. Teil der Idol-Reihe selbst übertroffen. Schon das letzte Buch hatte mich berührt und begeistert, aber dieses hier ist noch besser. Vor allem hat es mehr Witz und Humor, denn Sophies unnachahmliche Art hat mich Tränen lachen lassen. Die ersten Kapitel, die im Flugzeug spielen? Davon hätte ich ewig lesen können, so spritzig waren sie. Derart originelle und geistreiche Dialoge liest man selten.

Die musikalischen Anspielungen des ersten Bandes wechseln hier zu Hinweisen auf Filme, denn sowohl Gabriel als auch Sophie sind Film-und Serienfans. Gabriel, dieser kalte und zurückhaltende Mann, schaut Buffy? Ernsthaft? Grandios. Beide leiden unter Schlaflosigkeit und stellen zufällig fest, dass sie schlafen können, wenn sie miteinander die Nacht verbringen. Natürlich rein platonisch. Dass es dabei nicht bleibt, ist jedem klar ausser ihnen selbst.

Callihan hat das Rad nicht neu erfunden mit der Story um einen beziehungsängstlichen Mann und einer toughen Frau, die ihn eines Besseren belehrt. Aber ihre wunderbar einfallsreiche Schreibweise und diese ohne Einschränkung sympathischen Protagonisten machen dieses Buch zu einem meiner Highlights des Jahres. Dies ist zudem eine dieser Romanzen, die auch ohne allzuviel knallharten Sex auskommt. Natürlich gibt es erotische Szenen, aber sie dominieren nicht die Geschichte und schon gar nicht ab dem Anfang. Die eigentliche Band tritt hier ein wenig in den Hintergrund, mehr am Rande spielen das Bandleben und die mit Berühmtheit einhergehenden Probleme eine Rolle. Das wird sich vermutlich mit Teil 3 wieder ändern, wenn es um Jax gehen wird. Ich freue mich schon darauf.

Herzlichen Dank an den LYX Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar. Ich wäre genauso begeistert, hätte ich mir das Buch gekauft.

Veröffentlicht am 03.12.2018

Leider eine wenig gelungene Fortsetzung

Dirty Love - Ich brauche dich!
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Gleich vorweg: ohne Kenntnis des ersten Teils der Reihe wird man dieses Buch kaum verstehen. Vorkenntnisse sind unbedingt erforderlich, um die Handlungen und Sichtweisen der Protagonisten Sabrina Lind ...

Gleich vorweg: ohne Kenntnis des ersten Teils der Reihe wird man dieses Buch kaum verstehen. Vorkenntnisse sind unbedingt erforderlich, um die Handlungen und Sichtweisen der Protagonisten Sabrina Lind und Donovan Kincaid nachvollziehen zu können.

Sabrina hat entdeckt, dass Donovan seit 10 Jahren eine Akte über sie führt. Er hat sie beobachtet, sie beobachten lassen und immer wieder in ihr Leben eingegriffen, ohne dass sie es merkte. Das hat zunächst zum Bruch zwischen ihnen geführt, aber Sabrina erkennt, dass er alles letztlich nur aus Liebe zu ihr getan hat. Und sie ist bereit, ihm noch eine Chance zu geben. Auch Donovan will eine richtige Beziehung, will nicht mehr weglaufen und aus dem Hintergrund agieren. Er muss lernen, offen zu ihr zu sein, um es nicht wieder in den Sand zu setzen. Aber bisher kannte er keinen anderen Weg zu lieben und eigentlich wollte er Sabrina immer nur beschützen. Vor allem vor sich selbst.

Mit hohen Erwartungen bin ich an dieses Buch herangegangen. Der erste Band hatte mich wirklich fasziniert, aber meine Enttäuschung ist nun ziemlich groß. Immer noch bleibt einiges ungeklärt. Warum liebt er sie seit 10 Jahren mit dieser Intensität, obwohl sie sich doch anfangs kaum kannten? Warum findet Sabrina sexuelle Erfüllung nur in Vergewaltigungsszenarien, obwohl sie selbst nur knapp einer solchen entkommen konnte? In meinen Augen ist das eine ziemliche kranke Art der Traumabewältigung und bedarf professioneller Hilfe. Dementsprechend hart sind die Liebesszenen zwischen den beiden. Klar ist auf jeden Fall, dass beider Seelen so zerbrochen sind, dass nur sie einander heilen können.

Weston verschwindet fast völlig in den Rang eines unbedeutenden Nebendarstellers, andere Personen werden so in die Geschichte eingeführt, dass man vermuten kann, dass sie ihre eigenen Bücher bekommen werden. Der Twist gegen Ende ist absolut vorhersehbar und deshalb unnötig.

Auf der anderen Seite vermisse ich Donovans dominante und kontrollsüchtige Art des ersten Teils ein wenig. Hier hat auf jeden Fall Sabrina die Macht, was einerseits notwendig ist, um beide auf eine Ebene zu heben. Andererseits empfinde ich sie nun als unglaublich nervig und unreif. Alles wird doppelt und dreifach analysiert, ihre Gedanken sind ein ständiges Hin und Her.

Und das ist es auch, was das Buch unnötig in die Länge zieht. Schon beim ersten Teil hatte ich bemerkt, dass man das Buch hätte straffen können. Hier gilt dies noch mehr. Locker hätte man die Story in einen Band packen können, auch um den Lesern die relativ lange Wartezeit zwischen den Erscheinungsterminen zu ersparen. Nun braucht man definitiv eine Weile, um wieder in die Geschichte zu finden. Was den Spaß deutlich mindert. Spielt hier das Lektorat eine Rolle? Oder sehen die Verlage einfach eine Möglichkeit, doppelt zu verdienen? Schade auf jeden Fall.

Ich muss allerdings sagen, dass der Epilog mich ein bisschen versöhnt hat. Das ist wieder so typisch Donovan und doch so unglaublich liebenswert.

Herzlichen Dank an den MTB Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar. Man kann wohl erkennen, das es meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 05.11.2018

Nicht der beste Teil der Reihe um die Irish Players

Irish Players - Rugbyspieler küsst man nicht
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Josey ist sehr plötzlich auf der Suche nach einer eigenen Wohnung, da ihre Eltern, bei denen sie bisher lebte, pleite sind und das Haus verkaufen müssen. Sie kommt für eine kurze Weile bei ihrer Freundin ...

Josey ist sehr plötzlich auf der Suche nach einer eigenen Wohnung, da ihre Eltern, bei denen sie bisher lebte, pleite sind und das Haus verkaufen müssen. Sie kommt für eine kurze Weile bei ihrer Freundin Eilish unter. Deren Freund Bryan ist davon nicht begeistert und findet schnell eine bessere Lösung. Sein Teamkamerad Will ist aufgrund seiner sexuellen Vorlieben Opfer einer üblen Medienkampagne und sucht aus verschiedenen Gründen eine Mitbewohnerin. Also zieht Josey bei Will ein und aus lockerer Freundschaft wird natürlich mehr…

Schon die Vorgängerbände der Irish-Players-Reihe haben mir den ein oder anderen vergnüglichen Lesetag beschert. Lieb gewonnene Charaktere tauchen auch hier wieder auf (trotzdem kann man diesen Band durchaus als Stand-Alone lesen). Zu diesen gehörte Josey bisher nicht. Sie hat im letzten Buch ziemlichen Mist gebaut und dass davon jetzt kaum noch etwas zu lesen ist, hat mich arg gestört. Habe ich ihre quirlige Art und den verhängnisvollen Drang, alles ohne nachzudenken offen und ehrlich auszusprechen, bisher amüsant und originell gefunden, so ging sie mehr jetzt mehr als auf die Nerven. Für ein ganzes Buch war sie mir einfach zu anstrengend. Josey ist mit ihren 26 Jahren ein unreifes, verwöhntes und eigensinniges Mädchen, das sich mit ihrem Umzug zu Will von einem gemachte Nest ins andere begibt.

Will hingegen ist auch hier der ruhige und sympathische Mann, dessen voyeuristische Vorlieben ihm zum Verhängnis werden (was ich in der geschilderten Dimension kaum nachvollziehen kann). Dass ausgerechnet Josey ihn davon abhalten soll, fand ich recht unglaubwürdig. Ja, Gegensätze ziehen sich an. Hier aber prallen Welten aufeinander. Und von einem auf den anderen Tag darauf zu verzichten, anderen Paaren beim Sex zuzusehen, nur weil Josey da ist? Nicht so glaubhaft.

Cosway und Reid schreiben in gewohnt leicht zu lesendem Stil. Diesmal war ich allerdings geneigt, mal mehrere Absätze zu überspringen, vor allem, wenn Josey in den Dialogen das Wort hatte. Über Will hingegen hätte ich mehr lesen können. Nicht wirklich einleuchtend fand ich die Lösung seiner sexuellen Probleme bzw. wo diese herrühren. Gut fand ich den langsamen Aufbau der sexuellen Spannung zwischen ihnen, die entsprechenden erotischen Szenen waren in Ordnung, aber auch nicht mehr.

Insgesamt ein durchaus witziges Buch mit einigen wenigen tiefgründigen Momenten, aber nicht der beste Teil dieser Serie. Da ist der Funke nicht übergesprungen.

Herzlichen Dank beim LYX Verlag und bei NetGalley für das Rezensionsexemplar. Man kann wohl erkennen, dass es meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst hat.