Profilbild von Alice9

Alice9

Lesejury Star
offline

Alice9 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alice9 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2021

Heimelig, melancholisch, schön – ein Neuanfang

Ein Cottage für deinen Sommer
0

Inhalt
Adie Lous Eltern haben ein kleines Cottage am Michigansee. Als Kind waren sie in den Sommerferien immer dort und auch später, als sie selbst schon ein Kind hat, ist sie dort immer zum Urlaub machen ...

Inhalt
Adie Lous Eltern haben ein kleines Cottage am Michigansee. Als Kind waren sie in den Sommerferien immer dort und auch später, als sie selbst schon ein Kind hat, ist sie dort immer zum Urlaub machen hingefahren. Doch nun sind ihre Eltern tot und Adie Lou war kurz davor das Cottage zu verkaufen. Doch inmitten ihrer Scheidung beschließt sie kurzerhand das Cottage in ein gemütliches B&B umzubauen und sich damit einen lang ersehnten Traum zu erfüllen.

Meine Meinung
Anhand des Covers und Klappentextes hätte ich vermutlich nie zu dem Buch gegriffen, weil es mich an sich so nicht angesprochen hätte. Doch ich habe das Buch dann geschenkt bekommen und was soll ich sagen? Ich fand es wirklich unfassbar schön.

Die Idee rund um das Cottage hat mir wirklich gut gefallen. Sie erzeugt ein wunderschönes, sommerliches Feeling – auch wenn es anfangs alles noch sehr winterlich ist, aber auch diese Stimmung wurde toll aufgegriffen und rübergebracht.
Die Geschichte erweckte schon anfangs meine Neugier, weil Adie Lou sich da wirklich einiges vorgenommen hatte, das Cottage umzubauen. Wie das alles dargestellt wurde, hat für Spannung gesorgt und konnte mich fesseln, zumal ihr da auch einige Steine in den Weg gelegt wurden.
Doch nicht nur in der Hinsicht kam Spannung auf. Auch zwischendrin wurden immer mal wieder Elemente aus der Vergangenheit eingestreut, die für Spannung sorgten.
Auch der Humor kam hier nicht zu kurz, weil Adie Lou einfach so eine positive Art hat und sich nicht unterkriegen lässt. Das sorgte vor allem, wenn sie gerade einen Überschwang ein positiver Energie hatte, für witzige Momente. Doch nicht zuletzt gegen Ende, als noch ein paar neue Nebencharaktere auftraten, kam es noch zu vielen witzigen Situationen.
Leider muss ich aber auch sagen, dass sich das Buch zum Ende hin etwas gezogen hatte. Ich kann nicht einmal genau benennen woran das lag, aber ich vermute, dass an der Stelle die Geschichte schon auserzählt war und gefühlsmäßig irgendwie gestreckt wurde.

Adie Lou fand ich, wie gerade schon erwähnt, einfach nur großartig. Sie hat es wirklich nicht einfach, aber sie ist eine „unkonventionelle Frau“ und geht ihren Weg. Sie versucht einfach das Leben trotz aller Schwierigkeiten zu genießen und das ließ die Geschichte und vor allem Adie Lou in einem positiven Licht erscheinen.
Besonders mein Herz erobert hat aber Sunny. Gleich zu Anfang hat seine Geschichte mich zu Tränen gerührt und er hat sich wie Adie Lou als Kämpfer entpuppt. Deshalb haben die Beiden auch so ein tolles Duo ergeben, was mir gut gefallen hat.
Auch die Nebencharaktere waren wirklich einzigartig und einfach „Originale“ , was wunderbar zu der Geschichte und deren Botschaft gepasst hat.

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Es gibt viele schöne Zitate und wunderschön gestaltete Sätze mit tiefer Botschaft. Das lässt sich allein schon an den Regeln des Cottages, die schön gestaltet einzelne Seiten füllten. Die Regeln fand ich einfach nur toll und sollte man sich selbst auch zu Herzen nehmen. Sie geben einem ein stückweit die Kindheit und Unbeschwertheit zurück und verdeutlichen die Botschaft des Neuanfangs in diesem Buch.
Die Gefühle wurden hier greifbar und konnten mich schon gleich von Anfang an berühren und die Geschichte mich auch emotional mitreißen.
Die Atmosphäre konnte mich im Großen und Ganzen auch überzeugen. Sie hat ein warmes und heimeliges Gefühl erzeugt und hatte über weite Strecken eine schöne Melancholie rüber gebracht. Allerdings wurde das irgendwann auch ein bisschen viel, sodass das melancholische fast schon etwas bedrückend wurde.
Die Gefühle in Kombination mit der Atmosphäre haben dann am Ende aber für eine richtige Gänsehaut und Tränchen in den Augen gesorgt, was natürlich für sie spricht.

Insgesamt hat mir das Buch trotz der klitzekleinen Schwächen wirklich gut gefallen und konnte mich überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2021

Ein richtiges Wohlfühlbuch mit viel Tiefe

A History of Us − Vom ersten Moment an
0

Inhalt
Emily wohnt momentan bei ihrer Schwester und ihrer Nichte, da ihre Schwester einen Unfall hatte und in jeder Hinsicht Unterstützung braucht. So auch bei dem geplanten Mittelalterfestival, an dem ...

Inhalt
Emily wohnt momentan bei ihrer Schwester und ihrer Nichte, da ihre Schwester einen Unfall hatte und in jeder Hinsicht Unterstützung braucht. So auch bei dem geplanten Mittelalterfestival, an dem ihre Nichte unbedingt teilnehmen möchte, das ohne Aufsichtsperson aber nicht möglich ist. Daher beschließt Emily kurzerhand ebenfalls daran teilzunehmen. Schnell wird ihre Motivation aber gedämpft, als sie den Organisator Simon kennen lernt. Er ist eine Spaßbremse schlechthin und achtet auf jedes kleinste Detail. Doch dann begegnen sie sich das erste Mal auf dem Festival. Emily tritt als Tavernendirne und Simon als Pirat auf. Plötzlich ist Simon wie verwandelt und flirtet mit ihr. Emily ist verwirrt und die beiden Welten scheinen langsam ineinander überzugehen...

Meine Meinung
Ich bin einfach nur hin und weg von dieser Geschichte. Ich habe sie wirklich geliebt und fand sie vor allem wegen diesem tollen und einzigartigen Setting einfach nur großartig. Ich bin absolut begeistert.

Die Handlung war sehr interessant und spannend und hat ziemlich schnell meine Neugier auf den Fortgang geweckt. Es gab außerdem viele Elemente, wie beispielsweise Simons und Emilys Vergangenheit, über die man mehr herausfinden wollte und deshalb auch an das Buch gefesselt wurde.
Die Darstellung von dem Mittelalterfestival war einfach nur toll und ich konnte mir das auch richtig gut vorstellen. Vor allem aber, war das mal etwas Neues, was ich so noch nicht in einem Buch hatte. In der Hinsicht fand ich auch den Kontrast zwischen den Protagonisten im „realen“ Leben und als Schausteller richtig gut gelungen.
Schön fand ich auch das Zugehörigkeitsgefühl, dass die Geschichte aufgrund des kleinen Ortes einem vermittelt hat. Das ließ das Ganze sehr heimelig und warm erscheinen.

Grace fand ich einfach nur toll. Sie ist sehr sympathisch und liebenswert rübergekommen und konnte mich vor allem schon mit ihrer Art, wie sie ihrer Schwester und Nichte hilft überzeugen.
Simon hingegen kam zunächst erst einmal sehr unsympathisch rüber. Ich war gespannt darauf, mehr über ihn und seine griesgrämige Art herauszufinden, da direkt klar war, dass da auch mehr hinter steckt.
Generell fand ich, dass alle Protagonisten sehr liebenswert und sympathisch waren, vor allem aber auch sehr authentisch und lebendig waren. Sie füllen die Geschichte einfach mit Leben und machen sie einzigartig.

Generell war die Geschichte eher ruhiger angehaucht, aber dennoch sehr emotional und sie wurde mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen erzählt. Der lockere und leichte Schreibstil hat es einem auch ermöglich, schnell und einfach in die Geschichte einzutauchen und sich in die Protagonisten und den Ort einzufühlen. Die Atmosphäre war aufgrund dieses tollen Settings, das ein wunderbares Gefühl in einem ausgelöst hat, sehr warm und heimelig. Ich hatte mich in der Geschichte sehr wohl gefühlt und ein gutes Gefühl beim Lesen gehabt.

Insgesamt also einfach ein toller Reihenauftakt, der mich richtig begeistern konnte und Lust auf die Folgebände gemacht hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2021

Leichte und spannende Unterhaltung

Matching Night 1
0

Inhalt
Cara fängt endlich ihr Studium am St. Joseph's College an, doch leider reicht ihr Geld nicht aus, um sich eine ordentliche Wohnung zu leisten. Verzweifelt sucht sie nach einer Wohnung, bis sie dann ...

Inhalt
Cara fängt endlich ihr Studium am St. Joseph's College an, doch leider reicht ihr Geld nicht aus, um sich eine ordentliche Wohnung zu leisten. Verzweifelt sucht sie nach einer Wohnung, bis sie dann ein Angebot bekommen, dass sie nicht ablehnen kann. Die berüchtigte Studentenverbindung „die Ravens“ bieten ihr eine Unterkunft inkl Unterrichtsmaterialien und Stipendium an – doch dafür muss sie zunächst die Anwärterphase durchstehen....

Meine Meinung
Das Buch war und ist ja schon länger in aller Munde, weswegen ich nicht umhin kam, es mir ebenfalls einmal zu Gemüte zu führen. Ich habe mich daher für das Hörbuch entschieden und was soll ich sagen? Ich bin genauso davon angetan, wie viele andere auch.

Die Handlung beginnt schon sehr spannend und weckt gleich am Anfang die Neugier auf die Ravens. Alles ist irgendwie ein bisschen geheimnisvoll und man weiß nicht so recht, wem man hier trauen kann und wem nicht. Vor allem aber habe ich mich häufig gefragt, welche Intention die Verbindung mit den Aufgaben verfolgt und generell, was einfach hinter alldem steckt. Die Neugier war also geweckt und hat sich mit dem weiteren Verlauf der Handlung auch nur noch weiter gesteigert. Dementsprechend war ich an die Geschichte gefesselt. Ebenso konnte die Geschichte vor allem zum Ende hin noch mit einigen Überraschungen punkten und überzeugen.
Man darf hier natürlich nichts hochtrabendes oder tiefgründiges erwarten. Es war eine lockere und leichte Collegegeschichte, der etwas anderen Art mit vielen spannenden und fesselnden Elementen, die mich wirklich gut unterhalten hat.
Was natürlich wirklich gemein war, war der Cliffhanger am Ende, weswegen ich direkt mit dem zweiten Teil begonnen habe.

Cara hat mir sehr gut gefallen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich mochte ihre Art sehr gerne. Ihre Entscheidungen und Denkweisen wurden nachvollziehbar dargestellt und auch die Zwickmühle, in der sie steckt, was natürlich nicht immer die besten Entscheidungen hervorruft, wurde deutlich. Sie ist sehr reflektiert und versucht einfach das Beste aus ihrer Situation zu machen.
Auch die anderen Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Man lernt sie zwar nur aus Caras Perspektive kennen, kann sich dennoch aber gut ein Bild von ihnen machen. Aufgrund der Gesamtsituation habe ich irgendwann angefangen, alles zu hinterfragen, was die Nebencharaktere so machen und, ob man ihnen wirklich trauen kann, was natürlich ebenfalls für Spannung gesorgt hat.

Das Hörbuch habe ich sehr gerne gehört. Es ließ auf einen lockeren und leichten Schreibstil schließen, da ich der Sprecherin sehr gut und einfach folgen konnte. Sie bringt einem die Geschichte gut nahe und lässt einen wunderbar mitfiebern. Auch die Spannung, die Gefühle und Emotionen kamen gut rüber, sodass ich auch in der Hinsicht mitgerissen wurde.
Die Atmosphäre hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich mochte das ganze College- und Verbindungsflair echt gerne und dazu kam noch etwas düsteres und geheimnisvolles, was wunderbar gepasst hat.

Insgesamt eine wunderbar spannende und fesselnde Geschichte, die sich gut hören und einen mitfiebern lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2021

Ein Jahreshighlight

Crave
0

Inhalt
Nachdem Grace ihre Eltern verloren hat, soll sie zu ihrem Onkel nach Alaska ziehen. Diesem gehört dort ein Internet, wo sie zusammen mit ihrer Cousine Macy leben soll. Schon an bei ihrer Ankunft ...

Inhalt
Nachdem Grace ihre Eltern verloren hat, soll sie zu ihrem Onkel nach Alaska ziehen. Diesem gehört dort ein Internet, wo sie zusammen mit ihrer Cousine Macy leben soll. Schon an bei ihrer Ankunft begegnet sie Jaxon, der ihr unmissverständlich klar macht, dass sie wieder gehen soll. Doch irgendwie fühlt sich Grace trotz seiner geheimnisvollen und dunklen Art zu ihm hingezogen. Schnell wird ihr klar, dass er sie nicht ohne Grund vergraulen möchte, denn sie ist dort und vor allem in seiner Nähe nicht sicher...

Meine Meinung
Nicht nur dieses unwiderstehliche Cover mit dem wunderschönen Buchschnitt hatte es mir auf den ersten Blick angeht, sondern auch der Klappentext und die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Akademie-Geschichte handelt. Und was soll ich sagen? Ich bin einfach nur richtig begeistert von dem Buch.

Meine Neugier wurde schon direkt am Anfang geweckt. Einfach alles an der Akademie war geheimnisvoll und ich war gespannt darauf, was mich da alles erwarten wird. Schnell kam Spannung auf und das Buch konnte mich bis zur letzten Seite fesseln. Wie sich das Ganze entwickelt, war einfach richtig gut gemacht und sehr spannend gehalten. Das Tempo zog nach und nach immer mehr an, je mehr man über die Akademie und seine Schüler erfuhr.
Vor allem war es aber richtig gut gemacht, dass ich keine Ahnung hatte, wem man dort eigentlich trauen konnte und wer, was zu verbergen hat. Bis zur letzten Sekunde blieb alles unter Verschluss, sodass die Spannung stets hoch gehalten wurde.
Letztlich blieben am Ende aufgrund eines richtig fiesen Cliffhangers noch Fragen offen, sodass ich es kaum mehr abwarten kann, dass Band 2 erscheint.

Grace fand ich einfach nur toll. Sie hat gerade schlimmes durchgemacht und probiert nach vorne zu schauen. Sie ist sympathisch, hat aber auch ihre Schwächen, weswegen sie sehr authentisch und greifbar rüber kam. Vor allem war ich aber auch gespannt darauf, was sie an der Akademie für eine Entwicklung durchmachen wird, da in der Hinsicht viel Potenzial da ist.
Jaxon scheint auf den ersten Blick das wandelnde Klischee eines Bad Boys zu sein. Doch irgendwie steckte so viel mehr in ihm, dass ich das überhaupt nicht so empfunden habe. Ich fand ihn einfach nur großartig und toll kreiert.
Vor allem Grace, aber auch die Beiden zusammen haben für eine schöne Prise Humor gesorgt, die der Geschichte noch eine gewisse Leichtigkeit verliehen hat.

Der Schreibstil ist einfach nur richtig toll. Das Buch ließ sich so locker und leicht lesen, dass ich es in nur wenigen Tagen verschlungen hatte. Die fast 700 Seiten sind wie nichts dahingeflogen. Besonders toll fand ich auch, dass es am Ende noch ein paar Bonuskapitel aus Jaxons Perspektive gab und natürlich die sehr humorvollen und ironischen Kapitelüberschriften. Die Atmosphäre war ebenfalls einfach nur fantastisch. Sie war düster, geheimnisvoll und mysteriös. Sie hat das Akademie-Flair wunderbar rübergebracht, sodass ich schnell und einfach in die Geschichte eintauchen konnte. Das Setting fand ich generell auch einfach großartig. Die Akademie konnte ich mir richtig gut vorstellen. Die Gefühle und Emotionen von Grace wurden ebenfalls greifbar gemacht, sodass ich auch emotional mitgerissen wurde.

Insgesamt ist das Buch schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight und ich kann es gar nicht mehr erwarten, bis der zweite Band erscheint.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2021

Ruhig und unaufgeregt, mit spannenden Höhepunkten

When you look at me
0

Inhalt
Xavier gehört ein riesiges Unternehmen, mit dem er auch sehr erfolgreich ist. Doch in der Öffentlichkeit kommt er immer sehr kalt rüber und viele bezeichnen ihn als Roboter. Was jedoch niemand weiß ...

Inhalt
Xavier gehört ein riesiges Unternehmen, mit dem er auch sehr erfolgreich ist. Doch in der Öffentlichkeit kommt er immer sehr kalt rüber und viele bezeichnen ihn als Roboter. Was jedoch niemand weiß ist, dass er Angst vor der Öffentlichkeit und sozialen Kontakten hat. Nun plant er allerdings den nächsten Schritt mit seinem Unternehmen, wofür er aber unbedingt anders von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Er kann sich niemand besseren als Peyton, eine ehemalige Schulfreundin, vorstellen, die ihm dabei helfen soll. Peyton ist PR-Beraterin und stellt von Anfang an klar, dass sie ihm nur helfen kann, wenn er komplett ehrlich zu ihr ist. Das funktioniert anfangs auch gut, bis die Beiden merken, dass sie beginnen, mehr füreinander zu empfinden, was Xavier unter allen Umständen für sich behalten möchte...

Meine Meinung
Nachdem ich jedes Buch von der Autorin schon gelesen habe, war es natürlich keine Frage, dass ich auch dieses lesen werde. Daher habe ich mich auch schon riesig darauf gefreut. Und was soll ich sagen? Bis auf eine kleinere Schwäche konnte mich auch dieses Buch wieder komplett überzeugen.

Es handelt sich hierbei um eine schöne und unaufgeregte Geschichte mit einzelnen spannenden Höhepunkten, die für ein bisschen Tempo gesorgt haben. Die Grundgeschichte rund um Xavier und Peyton war vielleicht sogar ein bisschen zu ruhig, sodass ich tatsächlich sagen würde, dass wenn es diese einzelnen spannenden Momente nicht gegeben hätte, vermutlich sogar ein bisschen Langeweile aufgekommen wäre. Ein bisschen mehr Spannung in der Grundgeschichte hätte daher meiner Meinung nach nicht geschadet.
Was ich gut fand, ist, dass die Geschichte auch ohne größere Dramen auskommt. Das was passiert ist, war authentisch und passte in die Geschichte. Es wurde nichts unnötig aufgebauscht, was mir gut gefallen hat.
Ebenso haben die Themen, die hier angesprochen wurden, mir wirklich gut gefallen und fand sie auch wirklich gut dargestellt und umgesetzt. Vor allem im Fokus standen hier die Themen Trauer und Verlust auch in Bezug auf Soldaten, die einem nahe gebracht wurden und mich auch berühren konnten.
Besonders toll fand ich aber das kleine Easter Egg, dass die Autorin hier versteckt hatte. Das hat mich irgendwie richtig gefreut.

Peyton ist eine wirklich herzliche und liebenswerte Protagonistin, die es schnell geschafft hat, einen für sich zu gewinnen. Doch je mehr man über sie erfahren und vor allem sie aus Xaviers Perspektive erlebt hat, desto perfekter kam sie rüber. Das fand ich fast schon zu perfekt und glatt, dass ich manchmal auch ein bisschen genervt davon war. Sie hat zwar auch Schwächen aufgrund ihrer Vergangenheit, diese waren aber so tief vergraben, dass sie nur in den seltensten Moment mal nicht perfekt rüber kam.
Xavier hat mir ebenfalls gut gefallen. Er wirkte sehr authentisch und nahbar, trotz seiner Distanziertheit in manchen Situationen.

Das Buch ließ sich sehr angenehm lesen, sodass ich auch gut und schnell voran gekommen bin. Die Gefühle und Emotionen wurden greifbar gemacht, weswegen mich die Geschichte auch berühren und emotional mitreißen konnte. Die Atmosphäre hat mir meistens ebenfalls gut gefallen, weil sie etwas warmes und gefühlvolles an sich hatte. An manchen Stellen wirkte sie aber auch irgendwie kalt und glatt. Ich kann nur vermuten, dass das vielleicht an der Bürosituation im Unternehmen oder auch an Peytons Perfektion lag.

Insgesamt hat mir das Buch im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen, weil es einem irgendwie nahe ging. Die kleineren Schwächen waren zwar Schade, haben aber dem insgesamt positiven Gefühl keinen Abbruch getan.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere