spannend mit Luft nach oben
Feuer und FederInhalt
Raisa ist eine Sklavin und arbeitet in dem Palast der Königsfamilie als Putzkraft. Als sie dann eines Tages eine neue Stelle als Jung-Tutorin bekommt, erfüllt sich damit ihr größter Wunsch. Sie ...
Inhalt
Raisa ist eine Sklavin und arbeitet in dem Palast der Königsfamilie als Putzkraft. Als sie dann eines Tages eine neue Stelle als Jung-Tutorin bekommt, erfüllt sich damit ihr größter Wunsch. Sie wird dadurch endlich lesen und schreiben lernen, was nur den Gelehrten, Königen und Tutoren vorbehalten ist. Besonders neugierig ist sie auf die Hohe Schrift, die der Kommunikation mit den Göttern dient. Sie lernt die Schriftzeichen zusammen mit dem Prinz Mati, dem sie dadurch näher kommt, als erlaubt...
Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen bin, weil ich es mir gekauft hatte, ohne mich zuvor großartig damit zu beschäftigen. Umso glücklicher bin ich nun, dass ich es mir überhaupt gekauft habe, denn mir hat es richtig gut gefallen und es konnte mich überzeugen.
Bis ich in die Geschichte richtig rein gekommen bin hat es anfangs etwas gedauert, da ich erst nach und nach die Welt verstehen und mir ein Bild von ihr machen konnte. Doch nachdem ich die Zusammenhänge, Begriff usw verstanden hatte, konnte ich komplett in die Geschichte eintauchen und mich von ihr fesseln lassen. Die Handlung ist durchweg spannend gehalten. Es gibt viele Geheimnisse, Intrigen und auch Verstrickungen, die für Spannung sorgen und einen mit Raisa mitfiebern lassen. Die Geschehnisse werden hier ohne großartige Ausschweifungen auf den Punkt gebracht und trotzdem nachvollziehbar dargestellt. Dadurch wirkt das Buch kurzweilig und temporeich, was mir gut gefallen hat.
Einziger Kritikpunkt für mich persönlich war, dass teilweise viel Wirbel um Geheimnisse gemacht wurde. Ich hatte auf deren Auflösung hingefiebert und dementsprechend auch hohe Erwartungen an die Auflösung, aber wurde dann etwas enttäuscht, weil doch nicht so viel dahinter steckte, wie suggeriert wurde.
Raisa war mir sehr sympathisch. Sie hat eine starke Persönlichkeit und wächst mit ihren Aufgaben, was mir gut gefallen hat. Ich konnte ihre Absichten und Handlungen gut nachvollziehen. Auch ihre Entscheidungen, die sie getroffen hat, fand ich nachvollziehbar. Ich fand es außerdem gut, dass sie sich mit vielem nicht einfach getan hat und zunächst immer erst skeptisch war.
Mati hingegen fand ich zwar auch sehr sympathisch und ich fand es schön, wie er mit Raisa umgegangen ist, aber er war so unfassbar naiv in vielen Dingen, das hat zu einem angehenden König überhaupt nicht gepasst. Es hat ihn aber wiederum sehr sympathisch gemacht und war nur zum Vorteil von Raisa, von daher kann ich schon etwas darüber hinwegsehen.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut voran gekommen bin. Gut hat mir gefallen, dass am Anfang eines jeden Kapitels eine kleine Nebengeschichte zu den Göttern in dieser Welt abgedruckt war. Diese wurde von Kapitel zu Kapitel immer weiter fortgeführt und passte zu den Geschehnissen der eigentlichen Handlung.
Die Atmosphäre hat mir hier ebenfalls gut gefallen. Sie hatte etwas düsteres, aufgrund der Brutalität im Umgang mit den Sklaven, aber auch etwas erhabenes aufgrund der Götter und der Schrift.
In Sachen Gefühle und Emotionen hätte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht. Es gibt emotionale und gefühlvolle Momente, aber da kam leider nichts beim mir als Leser an, sodass sie mich nicht wirklich berühren konnten.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es stellte eine schöne Hommage an das Schreiben dar, war spannend und hatte tolle Protagonisten, hatte aber noch Luft nach oben.