spannend und interessant, besser als gedacht trotz Startschwierigkeiten
The Shape of WaterInhalt
Elisa arbeitet als Putzfrau in einem Hochsicherheitslabor namens Occam. Eines Tages wird ein geheimnisvolles Wesen in den Sicherheitstrakt F-1 gebracht. Es handelt sich dabei um ein Wesen, das ...
Inhalt
Elisa arbeitet als Putzfrau in einem Hochsicherheitslabor namens Occam. Eines Tages wird ein geheimnisvolles Wesen in den Sicherheitstrakt F-1 gebracht. Es handelt sich dabei um ein Wesen, das halb Mann und halb Amphibie ist. Elisa, die selbst stumm ist, entdeckt das Wesen beim Putzen und schließt es sofort in ihr Herz. Sie beginnt ihm die Gebärdensprache beizubringen und verständigt sich so mit ihm. Doch da die Forschung nicht weiterkommt, soll das Wesen nun seziert werden und Elisa will es davor rettet...
Meine Meinung
Ich bin durch den Kinofilm auf das Buch gestoßen. Lange habe ich mich gesträubt es zu lesen, weil ich mir unsicher war, ob es mir gefallen könnte. Doch da ich neugierig auf den Film bin, wollte ich das Buch dann doch vorher einmal gelesen haben. Und was soll ich sagen? Ich bin positiv überrascht.
Anfangs hatte ich so meine Schwierigkeiten, in die Geschichte rein zu kommen. Zum einen hatte das mit dem Schreibstil zu tun (mehr dazu weiter unten) und zum anderen einfach mit den Geschehnissen am Anfang der Geschichte. Man wurde direkt in die Geschichte rund um Stricklands Suche nach dem Wesen geworfen. Die Suche war sehr wirr und grausam, weswegen ich ebenso verwirrt war und Schwierigkeiten hatte der Handlung zu folgen. Doch ab dem Punkt, als Elisa auf das Wesen trifft, war ich vollkommen in der Geschichte versunken und komplett gefesselt. Das Tempo steigert sich von Seite zu Seite bis zum Ende, das einen einfach nur noch in Atem hält.
Besonders das Thema des Buches hat mir sehr gut gefallen. Natürlich gibt es hier eine kleine Liebesgeschichte, die auch ihren Raum bekommt, dennoch standen die Randgruppen hier im Fokus: Elisa die stumm ist, ihre Freundin Zelda, die schwarz ist, der Maler, der sich zu Männern hingezogen fühlt und natürlich das Wesen selbst. Sie entsprechen nicht dem allgemeinen Bild der Gesellschaft und wollen dennoch einfach nur so akzeptiert werden, wie sie sind. Das Thema und dessen Aufbereitung hat mir einfach sehr gut gefallen und man kann außerdem viel aus dem Buch mitnehmen.
Wie schon angedeutet sind die Protagonisten des Buches einfach nur einzigartig. Jeder hat eine Besonderheit, die ihn ausmacht und die wichtig für die Geschichte und das Buch ist. Die Geschichte lebt von ihren Protagonisten, die so lebendig wirken. Natürlich gibt es Protagonisten wie Elisa, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Doch auch Protagonisten wie Strickland, der ein sehr unangenehmer Zeitgenosse ist, lernt man durch die Kapitel, die aus seiner Perspektive geschrieben sind und seinen Wahnsinn im vollem Umfang wiedergeben, irgendwie auch verstehen.
Der Schreibstil ist sehr ausschweifend. Er hat etwas poetisches an sich und es wurde viel beschrieben, was für mich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig war. Das hatte es mir anfangs schwer gemacht, mich in die Geschichte einzufinden. Doch nachdem ich mich einmal daran gewöhnt hatte, ließ sich das Buch einfach und flüssig lesen. Die Geschichte wird mit vielen Details, egal wie grausam diese auch sind, beschrieben. Es wird nichts beschönigt, vor allem Strickland und seine wahnsinnigen Gedanken kommen sehr eindrucksvoll rüber. Auch die Atmosphäre, die hier kreiert wird, ist einfach nur einzigartig. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und auch die fantastischeren Elemente rund um das Wesen tragen zu einer geheimnisvollen und irgendwie mystischen Atmosphäre bei.
Insgesamt konnte mich das Buch nach den anfänglichen Startschwierigkeiten doch noch von sich überzeugen.