Hatte seine Längen gegen Ende aber überzeugend
Im Spiegel ferner TageInhalt
Das Buch spielt in London im Jahr 1932. Die Protagonistin Alice ist 21 Jahr alt, als sie erfährt, dass sie von ihrem ersten Mal mit einem verheirateten Mann schwanger ist. Da diese Schwangerschaft ...
Inhalt
Das Buch spielt in London im Jahr 1932. Die Protagonistin Alice ist 21 Jahr alt, als sie erfährt, dass sie von ihrem ersten Mal mit einem verheirateten Mann schwanger ist. Da diese Schwangerschaft den Ruf der Familie schädigen kann, zwingt ihre Mutter sie bis zur Geburt des Kindes auf ein Anwesen nach Gloucestershire zu ziehen. Dort angekommen möchte sie mehr über die ehemalige Besitzerin des Anwesens, Elizabeth, erfahren, die ein Geheimnis zu umgeben scheint…
Meine Meinung
Die Geschichte hatte mich anhand des Klappentextes irgendwie fasziniert, sodass ich das Buch gerne lesen wollte. An sich fand ich die Geschichte schon sehr faszinierend und geheimnisvoll, aber sie hatte schon ihre Längen.
Die Handlung spielt abwechselnd zur Zeit von Alice und zu der Zeit von Elizabeth. Das hat mir sehr gut gefallen, da man dadurch selbst hautnah mitbekommen hatte, wie es Elizabeth damals ergangen ist, während Alice selbst versucht hat, mehr über sie herauszubekommen. Dadurch wurde das Buch abwechslungsreich und spannend.
Obwohl die Geschehnisse an sich wirklich spannend waren, fand ich aber, dass vor allem die Teile, die aus Alice Perspektive geschrieben sind, sich teilweise sehr gezogen haben, wodurch das Buch so seine Längen hatte. Es wurde für mich persönlich zu viel beschrieben, was für mich schon über das kreieren einer passenden Atmosphäre hinaus ging und daher leider zu viel war. Ich bin an den Stellen deswegen leider gedanklich abgeschweift, sodass mich die Stimmung des Buches auch nicht kriegen konnte. Durch die vielen Beschreibungen hat sich die Geschichte gezogen und das Tempo ist immer wieder abgeflacht. Es ist auch an sich überhaupt nicht viel dadurch passiert. Dazu kam, dass die Kapitel auch sehr lang waren, was irgendwie etwas abschreckend war und auch zu dem Gefühl, dass die Handlung sich gezogen hat, beigetragen hatte.
Die Stellen des Buches, bei denen es tatsächlich eine Handlung gab und auch etwas passierte, fand ich wiederum sehr spannend und fesselnd, weswegen ich auch trotz der Längen dran geblieben bin. Es war alles sehr mysteriös und geheimnisvoll, sodass man stets darauf hin gefiebert hatte, wie sich alles auflösen wird. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Spannung bis zum Ende aufrecht gehalten wurde und man keine Idee hatte, wie die Geschichte ausgehen könnte.
Die zwei Protagonistinnen des Buches, die aus zwei verschiedenen Zeiten stammen, aber mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten, waren mir sehr sympathisch. Ich konnte mich jetzt zwar nicht gut in sie hineinversetzen oder mit ihnen identifizieren, weil sie mir dafür einfach zu fern waren und ich aufgrund der Längen des Buches auch nicht so gut in der Geschichte versinken konnte, aber ich fand es trotzdem spannend und interessant, mehr über sie zu erfahren.
Der Schreibstil hat mir in der Hinsicht zugesagt, dass er sich der Zeit angepasst hat und man deshalb auch ein gutes Gefühl für die Geschichte und die Zeit damals bekam. Allerdings war er mir ein bisschen zu beschreibend und ausschweifend, wodurch die für mich die Längen entstanden sind. Deswegen konnte ich mich leider auch nicht in die Geschichte fallen lassen und so richtig in sie eintauchen.
Insgesamt eine spannende Geschichte mit einem überzeugenden Ende, die aber leider ihre Längen hatte.