Konnte mich leider nicht überzeugen
Was bleibt, sind wir
Inhalt
Als Lucy und Gabe sich an einem schicksalhaften Tag das erste Mal begegnen, spüren sie gleich die besondere Verbindung zwischen ihnen. Die Gefühle zwischen ihnen werden immer stärker, bis hin zur ...
Inhalt
Als Lucy und Gabe sich an einem schicksalhaften Tag das erste Mal begegnen, spüren sie gleich die besondere Verbindung zwischen ihnen. Die Gefühle zwischen ihnen werden immer stärker, bis hin zur großen Liebe. Doch dann merken sie, dass ihre Zukunftspläne sie auseinander bringen wird. Lucy möchte ihre Karriere in New York weiter voran treiben und Gabe als Fotograf für eine Zeitung ins Ausland reisen. Sie leben ihr Leben getrennt voneinander, müssen aber Jahre später noch aneinander denken.
Meine Meinung
Als ich das Buch in die Hand nahm, sprach mich der Klappentext und das Cover direkt an. Dennoch bin ich ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen.
Die Handlung begann recht vielversprechend, dramatisch und spannend. Mir lief gleich am Anfang ein Schauer über den Rücken, allein schon wegen den Geschehnissen auf den ersten Seiten. Die Geschichte hat mich also eigentlich schon direkt am Anfang gekriegt. Doch nachdem die ersten Anfangseuphorie verflogen war, schleppte sich die Handlung langsam so dahin und das Tempo wurde sehr stark zurückgeschraubt.
Lucy erzählt die die Geschichte aus der Gegenwart heraus und richtet sie direkt an Gabe. Sie stellt ihm ihre Fragen, die sie nach so langer Zeit noch hat und stellt Vermutungen an, warum alles so kam, wie es gekommen ist. Dadurch weiß man eigentlich direkt, dass hier etwas in der Luft liegt und kann sich irgendwann auch schon denken, was passiert sein könnte. Das hat meiner Ansicht nach der Handlung viel an Spannung genommen.
Nichtsdestotrotz wollte man natürlich wissen, ob die eigenen Vermutungen stimmen und, wie es zu alledem kommt. Daher blieb man doch irgendwie noch an der Geschichte dran und wurde irgendwie an sie gefesselt.
Auch der Schreibstil hat mir leider nicht so gut gefallen. Wie schon erwähnt ist das Buch aus Lucys Perspektive geschrieben, die ihre Geschichte direkt an Gabe richtet. Man hat sich dabei irgendwie selbst gar nicht angesprochen und mit einbezogen gefühlt. Irgendwie kam man sich wie ein stiller Beobachter vor, der aber selbst gar nichts damit zu tun haben soll und außen vor gelassen wird. Daher wurde ich sowohl emotional als auch von der Spannung her überhaupt nicht mitgerissen, sondern blieb eher in einer neutralen Position.
Die Gefühle von Lucy haben mich leider ebenfalls nicht erreichen können. Es passieren viele schlimme und tragische Dinge in dem Buch, die mich eigentlich richtig gut hätten abholen können, doch leider hatte ich das Gefühl, dass ich als Leser hier ebenfalls eher auf Abstand gehalten wurde, was wirklich schade war.
Zu Lucy als Hauptfigur konnte ich leider auch keine Beziehung aufbauen. Ich konnte mich nur schwer in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern. Wie schon erwähnt, wurde ich eher von der emotionalen Seite her auf Abstand gehalten, sodass ich mich auch nicht in sie einfühlen konnte. Von ihren charakterlichen Eigenschaften her, hatte ich auch nicht wirklich das Gefühl, sie kennen gelernt zu haben. Außerdem gab es Dinge bezüglich ihre Handlungsweisen, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte.
Bei Gabe hatte ich am Ende das Gefühl, ihn überhaupt nicht wirklich zu kennen. Ich wusste nicht, ob ich ihn nun mögen sollte oder nicht, konnte nicht verstehen, warum er so gehandelt hat, wie er es tat. Daher kann ich jetzt auch nicht groß etwas über ihn sagen.
Insgesamt also ein guter Start in das Buch, der aber schnell nachgelassen hat, sodass mich das Buch letztlich nicht überzeugen konnte.