Spannender Abschluss mit tiefer Botschaft
Perfect – Willst du die perfekte Welt?Inhalt
Celestine ist auf der Flucht und bei ihrem Großvater untergetaucht. Richter Crevan will sie nämlich mit allen Mitteln finden, denn Celestine kann mit der Offenbarung ihrer Geheimnisses - ihrem sechsten ...
Inhalt
Celestine ist auf der Flucht und bei ihrem Großvater untergetaucht. Richter Crevan will sie nämlich mit allen Mitteln finden, denn Celestine kann mit der Offenbarung ihrer Geheimnisses - ihrem sechsten Brandmal und dem Video, in dem alles festgehalten wurde - Richter Crevan als fehlerhaft entlarven und alles zerstören, was seine Familie aufgebaut hat: die Gilde und das komplette System.
Meine Meinung
Auch der zweite Band konnte mich komplett überzeugen.
Das Buch hat mich einfach von der ersten Seite an gefesselt und mich in seinen Bann gezogen. Es beginnt einfach genauso spannend wie der erste Band aufgehört hatte.
Es gibt zahlreiche überraschende Wendungen und Cliffhanger am Ende eines Kapitels, sodass man gar nicht mehr aufhören kann, weiterzulesen. Man fiebert einfach die ganze Zeit mit Celestine mit und fühlt sich genauso außer Atem, wie sie selbst.
Gut hat mir gefallen, dass sich am Anfang nicht mit langen Gedächtnisauffrischungen aus Band 1 aufgehalten wurde, sondern die wichtigsten Geschehnisse aus Band 1 nach und nach in den Gedanken von Celestine während der Handlung aufgegriffen und einem so noch einmal in Erinnerung gerufen wurde. Es ist zwar schon länger her gewesen, dass ich Band 1 gelesen hatte, sodass ich mich nicht mehr an alles erinnern konnte, dennoch haben mir diese kleinen eingeworfenen Hinweise auf Band 1 gereicht und ich konnte der Handlung gut folgen.
Celestine ist einfach eine tolle Figur und es macht viel Spaß ihr zu folgen. Sie kommt stark und überlegt rüber, obwohl sie sich selbst eher als schwach und verängstigt sieht. Sie überzeugt durch ihre Logik und durch ihre Handlungen. Gut gefällt mir eben, dass wir sie auch in ihren schwachen Momenten erleben und nicht nur, wie sie nach außen hin auftritt und wirkt. Das macht sie sehr sympathisch und man kann sich auch gut in sie hineinversetzen. Besonders gut gemacht fand ich aber, dass man nur sehr wenig über die anderen Figuren erfährt und dadurch auch selbst anfängt zu Zweifeln, wem man trauen kann und wem nicht. So hofft und bang man stets mit Celestine mit, dass sie den richtigen Leuten vertraut.
Der Schreibstil ist wie schon in Band 1 einfach und flüssig. Die Spannung des Buches, insbesondere die Spannung in der dargestellten Gesellschaft, sowie auch Celestines Gefühle werden gut zum Leser transportiert, sodass sich fast schon in einem selbst ein beklemmendes Gefühl breit macht.
Auch die Botschaft der beiden Bücher gefällt mir gut. Es ist ganz normal für einen Menschen Fehler zu machen und das gehört auch einfach dazu.
Zitat: „Irren ist menschlich. Wir lernen aus unseren Fehlern.“ (S. 368)
Insgesamt also ein toller und überzeugender Abschluss der Reihe, der einen zu Tränen rührt.